Eigene Verhaltensweisen vs. Verhaltensweisen anderer

Hi,
ich bin Vater eines 19-monatigen Sohnes. Er ist mein/unser ganzer Stolz. Da wir mit knapp 45 Minuten (ÖPNV) einen längeren Fahrtweg zum KiGa haben, verbringen wir dort auch viele schöne Momente und innige Vater-Sohn-Zeit. Manchmal wundern mich die Blicke/Verhalten anderer Menschen/Elternin verschiedensten Situationen.

hier mal einige Beispiele
- während unserer Fahrt frage ich ihn grundsätzlich immer was er so sieht/wahrnimmt/erlebt hat, da macht er auch super mit. Ich frage ihn, ob er sich auf den KiGa freut oder auch seine Freunde/Erzieher dort. Wenn er nicht mehr sitzen möchte, laufen wir auch behutsam (ohne andere Menschen zu behindern/stören) durch den Zug, stellen uns an die Tür und drücken auf den Halteknopf und ja winken und sprechen auch häufig in die installierten Kameras. Häufig sehe ich andere Kinder, die im Kinderwagen oder auf ihrem Sitz sitzen und den Eltern beim Daddeln am Handy zugucken...
- wenn wir irgendwo einkaufen sind und er Hunger hat, kaufen wir uns was und setzen uns dann irgendwo draußen (außerhalb des Gefahrenbereichs ein/-ausparkender Fahrzeuge) auf die Bordsteinkante und essen dort - da werden wir echt häufig erstaunt angeschaut
- natürlich hat er (sofern vorhanden) seinen eigenen Einkaufswagen, den er auch selbstständig holen und abstellen muss. Klar hat das am Anfang gedauert und auch einige Regieanweisungen verlangt, aber nun ist er so stolz auf seine Selbstständigkeit, dass er auch selbst schon Lebensmittel im Laden findet und in seinen Wagen packen kann. Klar laufen wir dann auch häufiger als unbedingt nötig von einem Gang in den anderen, aber ihm macht es Spaß und beugt vor allem Langeweile vor. Ein ähnliches Verhalten habe ich in unserem Lebensmittelgeschäft so noch nicht beobachten können. Wenn man sieht wie stolz der Kleine ist, wenn er die Waren aufs Band legen darf und danach wieder in seinen Wagen legt, ist das doch den höheren Aufwand wert, oder?
- möchte er nicht selbst laufen, kommt er (solange es ihm Spaß macht) in den Einkaufswagen. Letztens erst in so einen Korb mit Teleskopauszug auf Rollen. Das fand er da drin total super. Man hat in einigen Gesichtern richtig ablesen können, dass dies nicht die primäre Nutzung des Korbes ist... warum so ernst?
- ist er müde bei längeren Fahrten und es benötigt weder ältere oder beeinträchtigte Menschen seinen Sitz, darf er sich auch auf seinen Sitzplatz legen (solange die Schuhe entweder in der Luft hängen oder auf mir abgelegt werden) und wir kuscheln dann oder ich kitzel ihn am Bauch
- sind wir mit dem Auto unterwegs und ich muss noch die Anschnallgurte seines Sitzes richten, kommt er für die Zeit (direkt vor mir!) hoch aufs Dach und lässt die Füße dort baumeln wo ich gerade am arbeiten bin (krabbeln oder aufrichten darf er sich natürlich nicht auf dem Dach)
- ich habe noch nie jemandem seinem Kind eine Geschichte in der Bahn vorlesen gehört. Warum eigentlich nicht???
- er liebt es auch von besagtem Dach (nach vorherigem Blickkontakt) zu springen und sich von mir noch einige Runden drehen zu lassen
- wenn wir auf größeren Spielplätzen sind und er unsicher ist bzw. offensiv nach Papa ruft, gehe ich (egal wie klein die Durchgänge sind) zumindest beim ersten Mal immer mit rein/rauf - das sehe ich wirklich ganz selten - meistens sitzen die Eltern auf der weiter enternten Bank. Kennt er bestimmte Elemente noch nicht, zeige ich ihm wie er sie überwinden kann und beobachte ihn dann beim Üben oder ziehe mich langsam zurück, wenn er Routine hat oder noch besser mit anderen Kindern interagiert. Ich frage mich dann wie man seinem Kind was ja gewillt ist, bestimmte Hindernisse zu überwinden, von der Bank aus helfen will bzw. den Bedarf hierfür erkennen kann.
- im KiGa läuft morgens häufig ein Rasensprenger. Da er Regen liebt, habe ich ihn einfach gefragt, ob wir mal hingehen wollen. Seitdem gehen wir nicht einmal am Rasensprenger vorbei ohne ein paar Spritzer und viel Lachen mitzunehmen. Hier schauen auch viele etwas verwundert zu uns und gehen dann schnell in den KiGa. Finde ich persönlich schade, wenn man sieht wie gerne die Kinder im KiGa auch mit Wasser spielen
- ähnliches Thema: wenn es geregnet hat und das Wasser liegt noch schön auf den Blättern gehen wir bewusst zu Bäumen, wo die Äste/Blätter sich in seiner Reichweite befinden, zählen runter und dann wackelt er (oder ich) an dem Ast und werden etwas nass. Wie er dabei quiekt, herrlich. Letztens hat mich dabei eine ältere Frau angeschaut als, wenn ich sonst etwas mit meinem Sohn anstelle
- wenn er müde wird und ich den Kinderwagen dabei habe, wir aber noch nicht den KiGa erreicht haben, trage ich den Kinderwagen mit ihm vorsichtig, sodass er weiter schlafen kann, 1 Etage in den Schlafraum anstatt ihn zu wecken - warum soll ich ihn wecken, nur weil ich jetzt los muss. Verstehe nicht, dass da wenig lösungsorientiert gearbeitet wird
- ich gehe (kann es mir aber auch erlauben, da zeitlich eher flexibel) erst vom KiGa weg, wenn es für ihn okay ist. Anfänglich war es natürlich schwieriger und die Erzieherinnen auch etwas genervt, mittlerweile läuft die Übergabe im Großen und Ganzen so reibungslos, dass die Erzieherinnen erstaunt sind, obgleich des geringen Aufwandes mit ihm (Trösten/Ablenken). Dies hat für mich auch viel mit Respekt dem Kind gegenüber zu tun. Für uns beide fühlt es sich respektlos an, wenn das Kind quasi wie an einem Kofferband morgens hinaufgesetzt und nachmittags heruntergenommen wird. Hier gibt es echt Eltern die kommen mit Handy in der Hand in den KiGa gehetzt und werfen das Kind quasi der nächstbesten Erzieherin auf den Arm...
- natürlich fotografiere ich seine Fortschritte/Ereignisse im KiGa, die die Erzieherinnen wöchentlich dokumentieren. Hier gibt es echt Eltern, die uns fragen, woher wir so gut zu unserem Sohn informiert sind... weil wir uns umschauen und mit den Erzieherinnen sprechen?!
- wenn wir in den Zoo gehen, möchte er das Ticket selbst an das stationäre Lesegerät halten. Klar das dauert, aber sofern an diesem (von vielen verfügbaren) Eingängen keiner hinter uns steht, lasse ich ihn probieren, bis er es geschafft hat. Letztens hat uns dann Mitarbeiter etwas genervt die Tür geöffnet. Ich habe mich bedankt, ihm aber auch klar gemacht, dass mein Sohn das schon schaffen wird und so wie ich das sehe, blockieren wir auch gerade niemanden. Warum sind Leute genervt, wenn Kinder Dinge probieren, die offensichtlich für niemanden nachteilig sind?
- natürlich kennt/isst er auch wie Linsen, Ingwer. Knoblauch, Dill, Garnelen, Bulgur, Fenchel, ... , verschiedenste Gewürze... Das sind ja nun wirklich keine Lebensmittel, die jetzt völlig unbekannt bei uns sind, dennoch reagieren viele erstaunt auf seine Ernährungsgewohnheiten. Genau so erstaunt reagierten einige Eltern, als ich ihm nach dem KiGa Nüsse anstatt Kekse gegeben habe. Ich frage mich da immer wie denn sonst eine Geschmacksbildung stattfinden soll?

Wie nehmt ihr es denn so wahr? Habt ihr auch eigene Verhaltensweisen, bei denen ihr euch auch fragt, warum andere es nicht auch so machen oder ihr sogar positiv oder negativ damit auffallt?

Lieben Gruß

Du bist so toll. Und alle anderen sind Rabeneltern. Danke für diesen Beitrag, der nur so von Selbstbeweihräucherung strotzt.

Gehst du arbeiten?

Also ganz ehrlich ich habe keine Ahnung wo du wohnst? Bei uns ist zumindestens im rossmann fast immer die Kinder einkaufswagen weg und meine Tochter ist traurig darüber, heißt, viele Kinder benutzen bei uns im Ort so einen einkaufswagen. Meiner Tochter durfte auch so früh einkaufen ihre Schwester jetzt darf es nicht ganz so früh weil die große sie nicht lässt ;) wenn wir nicht gerade schnell einkaufen gehen müssten dann dürfen sie immer mithelfen und zwar sogar beide. Wenn wir mal zugfahren was nicht so häufig vorkommt lese ich grundsätzlich Pixi-Bücher vor. unterwegs kaufen wir uns auch häufiger mal Brötchen oder ein Eis und sitzen dann gemütlich auf der Bank und essen dieses. Wir gehen täglich spazieren, sind auf dem Spielplatz, fahren mit dem Fahrrad. Ich erkläre die Ampel auch gerne mal in liedform ;) wir halten unterwegs an schauen uns kieselsteine an, drehen Blätter um und so weiter. Ich beantworte meiner dreijährigen grundsätzlich alle Fragen und zeige beiden Kindern die Welt.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht so recht was Du sagen möchtest? Ich finde es völlig normal dass alles mit seinem Kind zu tun was du beschrieben hast und klar sehe ich auch oft Eltern die nicht so viel mit ihren Kindern reden auf Fragen nicht eingehen oder viel auf ihr Handy schauen aber ich sehe mindestens genauso viele Eltern die genauso mit ihren Kindern umgehen wie du oder ich es tun.

ach und manchmal denke ich auch dass man ja nur einen kurzen Ausschnitt sieht, wenn ich gerade meinem Mann eine SMS schicke und ihn frage wann er nach Hause kommt dann sieht mich eine andere Person wie ich auf mein Handy starre und tippe und dabei den Kinderwagen vor mir her schiebe und ein Kind neben mir laufen habe das tue ich aber nicht den ganzen Tag das ist halt ein kleiner Ausschnitt der so einen Eindruck erwecken könnte.
genau so wurde ich schon darauf angesprochen was ich für eine tolle Mutter bin weil ich so ruhig vorlese und mit meinen Kindern singe. wo ich manchmal denke naja mir platzt auch oft der geduldsfaden, ich bin genervt und scheucht die Kinder vor mich her. Man sieht eben immer nur Ausschnitte. Lg

Das ist echt schön zu hören.
Vielleicht geht das hier im Berliner Feierabendverkehr etwas unter.
Gerade weil ich das was ich mit ihm mache nicht als besonders, sondern selbstverständlich empfinde, wundert mich, dass ICH davon relativ wenig bei anderen sehe.

Mit dem Handydaddeln meine ich eher die gesamte Fahrt (>30 Minuten) über. Oder noch schlimmer Kopfhörer im Ohr. Ich glaube niemand stört sich am kurzen Austausch.

Dennoch fällt mir auf (und da nehme ich mich als "Täter" überhaupt nicht aus!), dass es nicht überraschend ist, wenn Kinder auch in diesem Alter schon so auf das Handy fixiert sind.

Vielleicht unterscheiden sich da wirklich Stadt und ländliche Gegend wir wohnen nämlich ländlich und vielleicht haben wir da doch etwas mehr Ruhe und Gelassenheit im Umgang mit unseren Kindern. und klar meine Kinder finden Handy auch total toll meine dreijährige will auch total gerne darauf Fotos und Videos schauen und auch die Kleine schaut schon mal gerne Fotos an was auch beide ab und an dürfen ich finde es kommt immer drauf an wie häufig und wie viel ab und an ist es denke ich schon okay. tatsächlich ist es aber so dass wir bisher in Restaurants ,zügen und wartezimmer ohne ausgekommen sind. beim vorzeltaufbau auf dem Campingplatz war es aber schonmal durchaus hilfreich, nachdem die kleine fast von einer Stange erschlagen wurde und die große mit Herringen die zeltplanen durchstechen wolltet durften beide eine folge Bobo schauen ;) also auch bei uns ist sowas mal alle erlaubt.

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Du bekommst bestimmt den Vater-Verdienst-Orden verliehen! *schulterklopf*

Wow echt unglaublich wie toll du das machst! Hättest du es nicht in 200Zeilen beschrieben hätte es sich keiner vorstellen können was für ein super Papa du bist!
Bitte schreib doch noch was ihr immer so gesundes einkauft und wie ihr pädagogisch mit ihm kocht, welche selbsterfunden Spiele ihr gerne spielt und wie ihr den Haushalt meistert und wie individuell und kreativ ihr erfolgreich alle Konflikte löst!!!

Evtl. haben nicht alle den zeitlichen Luxus für jeden Weg ne Stunde einzuplanen und das Kind schlafend im KIGA abzugeben?
Evtl. sind Eltern auch mal erschöpft und wollen mal Ruhe haben? Das Kind entwickelt sich auch weiter, wenn es nicht bei jedem Hindernis von Papa den Weg erklärt bekommt?
Vielleicht haben manche Eltern mehr als ein Kind und nicht sooo viel Interesse mehrmals täglich die Kinder umzuziehen nur weil sie gerne im Dreck/Regen/Rasensprenger spielen?
Oder mit zwei Kindern sich durchs Gedränge der SBahn zu quetschen?
Auf dem Bordstein sitzen finde ich übrigens eher unbequem und je nachdem dreckig bzw. ist die Straße für mich kein Sitzplatz. Manche Mütter sind vielleicht auch schwanger oder haben Geburtsverletzungen/Rücken/Hüftschmerzen, da ist der Bordstein nicht verlockend...

Also es ist schön, dass du so viel Spaß mit deinem Sohn hast und flexibel auf ihn eingehen kannst, aber nur weil das nicht alle Eltern so tun (können) solltest du nicht über sie urteilen bzw. dich selbst beweihräuchern.

Bei Nüssen besteht aspirationsgefahr. Einem unter 3jährigen Kind würde ich keine geBen, wahrscheinlich wirst du deswegen komisch angeschaut.

Das habe ich auch gedacht😂😂😂

Du bist wahrscheinlich ein toller Papa, der gern viel Zeit mit seinem Kind verbringt... Deine Beschreibungen klingen nach Bilderbuch. Solltest vielleicht einen Socialmedia-Account starten, um die Welt teilhaben zu lassen...

Falls du den Sarkasmus nicht erfasst: Dein Beitrag (um nicht zu sagen du) ist mir höchst unsympathisch. Du hast offensichtlich viel zu viel Zeit, andere Leute zu beobachten und zu verurteilen. Auf alle Beispiele einzugehen würde den Rahmen sprengen, aber was beispielsweise deine Einkaufserfahrung betrifft: Einkaufen ist eher ein notwendiges Übel, dass ich zugunsten anderer "Qualitytime" eher kurz halte... Ich kann und will nicht aus allem ein Erlebnis für mein Kind machen, dennoch haben wir eine liebevolle Beziehung... Das weiß ich und muss mir nichts beweisen. Nur weil du 1-xy Minuten meines Lebens beobachtest siehst du nicht, wer ich bin.
Du klingst einfach wie ein Selbstdarsteller. Ich hoffe, dein Kind wird auch im Privatraum betüdelt und du sitzt dort nicht mit dem Handy da und ignorierst ihn.

mal zu dem korb mit teleskoparm : es ist richtig, er ist dafür nicht gemacht, wenn der arm bricht besteht verletzungsgefahr und die sind mega teuer. also bitte mache nicht aus jedem gerät einen abenteuer...

zu dem rest, ja die berliner eltern sind meistens gestresst, kenne ich, sehe ich oft auch selber.. und sind auch oft ein anderer schlag...

allerdings wenn man nicht so viel zeit hat morgens, weil man eben keine flex-, gleitzeit hat, muss man eben sein kind teilweise so abgeben... und du weisst halt auch , das die sbahn oder sonst was mal wieder nicht fährt und da ist der stress schon vorprogramiert..

auf dem strassenrand würde ich auch nicht sitzen wollen, vorallem nicht in berlin😅

es ist toll, das du deinem kind so viel zeigst, aber du weisst auch nicht hundert prozentig das die anderen das vielleicht nicht auch machen, halt nur eher in der freizeit am wochenende oder so...

also von daher, würde ich es nie so pauschal sagen...

Wenn ihr gut klar kommt und du die Zeit hast ist doch alles gut. Den Transport im Einkaufkorb mit Telekobstange und ein 19 Monate altes Kleinkind auf dem Autodach zu parken finde ich aber ehrlich gesagt naive . Ich weiß du denkst dir nichts böses dabei und auch wenn es schon zig Mal gut gegangen ist darauf das der Einkaufskorb bzw. die Teleskobstange am Einkaufskorb bricht oder du mit dem Korb irgendwo hängen bleibst bzw. darauf das dein Kleinkind auf dem Autodach das Gleichgewicht verliert würde ich nicht warten wollen .So was kann echt schnell und dumm passieren, sorry aber das ist leichtsinnig .
Allgemein zu deiner Frage : So ein intensives Programm bekommen meine Kinder nicht die Zeit muss man auch haben ich habe halt auch nicht nur ein Kind. Ich fahre eine strickte Linie einige Dinge müssen hier einfach funktionieren, darüber diskutiere ich auch nicht mit meinen Kindern . Ich mache mein Ding zugegeben ich habe auch schon einige Übung + weiß was ich tue , was andere davon halten ist mir komplett egal .

Wirklich schön zu lesen. Du genießt dein Kind und achtest auf dein Kind. Mein Mann tickt ähnlich. Allerdings macht er das nicht täglich. Wenn er ihn betreut, hat er frei, dann ist es nicht alltäglich und er ist dann meist nicht gestresst, weil er nachts möchte wach war, als mein Kind nach mir rief, schon außer Haus war als ich den Kleinen anzog, Frühstück machte, den Großen zur Schule brachte, nebenbei noch Wäsche in die Maschine gab und zeitgleich selber noch schaute, geduscht und gepflegt zur Arbeit zu kommen. Mein Mann genießt es auch, Zug zu fahren mit dem Kleinen, hat aber nicht im Hinterkopf, es muss noch gekocht werden, der Große muss noch zum Sport und die Hausaufgaben müssen noch kontrolliert werden. Vielleicht sind die Mütter, die nicht gechillt dich die Straßen laufen oder die du beim Einkauf triffst einfach nur gestresster als Du. Wenn Du dann mal mit deinem Kind am Weg bist und Nüsse knackst 🥴

Du interpretierst Blicke anderer Menschen offenbar vollkommen falsch. Nichts von dem was du sagst ist ungewöhnlich und erlebe ich jeden Tag. Vielleicht gucken Sie ja auch weil dein Sohn besonders hübsch ist oder du schlecht rasiert bist oder was weiß denn ich… Auf jeden Fall ist deine Einschätzung was andere über mich denken ziemlich falsch!

Du hast etwas, das viele nicht haben: Zeit im Überfluss.
Dein Kind is auch noch sehr klein. Er wird nicht immer brav auf dem Autodach sitzen und lieb und nett seinen Einkaufswagen schieben. Irgendwann ist diese "magische" Zeit vorbei, er wird bocken, verweigern, mit Absicht gegen deine lieben netten Ermahnungen rebellieren, er wird sich verändern.
Warum ist es dir eigentlich so wichtig, wie du auf andere wirkst und wie sie dich wahr nehmen? Klingt alles übermäßig selbstbeweihräuchert. Ja du machst es toll. BRAVO. Deswegen machen es andere aber nicht schlechter. Du kennst die Umstände nicht.

Hallo.

Du wirkst natürlich sehr überzeugt und glaubst du bist das non plus ultra.

Menschen sind verschieden. Die wenigsten fahren täglich mit ihrem Kind Bahn....Und warum sollten andere mit ihrem Kind rum laufen und auch noch die Stop Taste drücken?
Etwas vorlesen? Viele lesen am Abend vorm schlafen Geschichten vor.

Viele Menschen müssen arbeiten und haben Anfahrtsweg....da kommt es früh schlicht nicht in Frage an Bäumen zu wackeln oder durch den Rasensprenger zu laufen. Ebenso hocken die wenigsten im Kindergarten bis das kind der Meinung ist "du darfst jetzt gehen" da wird nicht so ein bohei veranstaltet und ist auch nicht gewünscht. Von Respekt weisst du anscheinend nicht soviel?

Viele spielen am Nachmittag gerne mit ihren Kindern und machen Spaß...Du kannst ja nicht von den paar hanseln auf dem Spielplatz ausgehen.
Ich Rabenmutter geh selten auf dem Spielplatz. Dafür haben wir alles im Garten. Solche Eltern siehst du ja garnicht?

Thema einkaufen....Viele Menschen haben Verpflichtungen, mehrere kinder, Tiere, Haus etc. Da ist schlicht nicht immer zeit Ewigkeiten im laden zu verbringen. Die meissten Kindern sind stolz selbstständig zu sein aber das hat ja nichts mit dem einkaufen zu tun.


Zum essen...es ist mit sicherheit dein erstes Kind und kann darüber nur schmunzeln 😆

Amen...

Moin!


"Kaum hat mal einer ein bissel was,
gleich gibt es welche, die ärgert das." Wilhelm Busch

Lass dir nix einreden, ich finde es gut, was du machst. Du nimmst dir Zeit für dein Kind und vermittelst ihm Eindrücke und Gefühle, die ihn für sein ganzes Leben stark machen. Punkt.

Was andere davon halten oder wie sie es selber machen sollte dir egal sein und erwarte nicht in einem Forum wie diesem Zustimmung.

Mach einfach weiter so und erlebe mit deinem Kind die Kleinigkeiten des Alltags, denn das macht aus dem Menschen den Menschen.

Alles, was nicht der Norm entspricht, zwingt zum Nachdenken – und das stört.

Mit Gruß
vom Klos

Sehr gute Antwort! So sehe ich das auch.

Traurig, wie die Mamis hier gleich wieder Minderwertigkeitskomplexe bekommen, nur weil der Papa ein paar Situationen aus dem Alltag mit seinem Kind schildert, die halt wirklich Quality Time mit dem Kind zeigen.

Es ging ihn eigentlich um etwas ganz anderes und daher beschrieb er die Alltagssituationen so detailliert. Aber das wollte man hier wohl nicht verstehen.

Als ich noch keine Kinder hatte, traf ich auf meinem Weg zur Arbeit oft eine Frau mit Kind in der Bahn. Das Kind saß meistens im Biggy, und hat mit einem Kuscheltier friedlich vor sich hin gespielt. Es war zufrieden , vielleicht auch müde, aber egal. Ich kann total nachvollziehen, dass die Frau das Kind einfach gelassen hat, würde ich genauso handhaben.
Wenn dein Kind Dauerbespassung in der Bahn braucht, und du das auch machen möchtest, ist doch alles gut. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass du da manchmal blicke erntest, so was kann für die anderen Fahrgäste schon anstrengend sein.

Allgemein würde ich dir raten nicht so streng mit anderen Leuten zu sein, ich bin mir sicher, auch diese geben ihr bestes, genau wie du.

Ich suche immer noch den Sinn dieses Posts? Bis auf Eigenlob habe ich bisher nichts herauslesen können #kratz

Moin!

Er hat eine Frage gestellt:
"Habt ihr auch eigene Verhaltensweisen, bei denen ihr euch auch fragt, warum andere es nicht auch so machen oder ihr sogar positiv oder negativ damit auffallt?

Zur Erklärung hat er seine eigenen Verhaltsmuster aufgezeigt.
Das ist doch gar nicht so schwer zu lesen.

Mit Gruß
vom Klos

Ja, das habe ich gelesen, nur sehe ich darin keinen Sinn.

Natürlich könnte ich hier auch 2.000 Zeilen darüber schreiben, wie toll ich das mit meinem Kind mache und wie blöd die anderen sich anstellen #gruebel

Aber was bringt das? Kenne ich die anderen, nur weil ich eine Situation beobachte, die ich anders mache? Heißt das, dass ich das besser mache?

Welchen Mehrwert hat denn so ein Post, außer, dass man sich selbst auf die Schulter klopft? Wie man gesehen hat, stößt dieser Post nicht groß auf Zustimmung und Sympathie.

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Ich merke gerade, dass auch ich deine Frage nicht beantwortet habe, weil ich mich zu sehr aufrege über das Draufhauen hier....

Ja, auch wir haben Verhaltensweisen, die wir von Anfang an mit unserer Kindern gemacht haben und die (zum Teil) bis heute fester Bestandteil unserer Familie sind.

Dazu gehörte zum Beispiel:
- Das kleine 1x1 Üben im Bus.
- Gespräche über aktuelle Tagespolitik. (Natürlich noch nicht mit einem Baby. Aber eben schon recht früh).
- Singen beim Einkaufen.
- In einer Warteschlange an der Kasse mit den Artikeln Quatsch machen. Also z. B. Banane/Zuckerpackug ans Ohr halten zum "Telefonieren".
- Hinke-Pinke auf den Gehwegplatten springen auf dem Weg zum Kindergarten.
- Geheime Familiensprache ausdenken
- Viele Gemacksrichtungen probieren lassen.
- Viele neue Umwelteindrücke sammeln lassen und auch darauf hinweisen.
etc.

Alles in allem ähnlich dem, was du veranstaltest.

Ich finde, man kann Wege, die man mit Kindern geht, durchaus interessant gestalten und den Blick der Kinder schärfen sowie die Aufmerksamkeit trainieren. Und uns war und ist auch immer Humor sehr wichtig. Ohne, dass man alles ins Lächerliche zieht.

Und ja, in der Hektik des Alltags geht davon vieles manchmal nicht. Aber hier geht es ja um eine Grundhaltung gegenüber dem Leben und die Vielfältigkeit, die ein kleines Kind und ein junger Mensch einfach erstmal lernen müssen. Warum sollte man sich dafür nicht die Zeit nehmen? Das kostet so wenig und bringt so viel.
Wofür bekommt man sonst Kinder?

Mit Gruß
vom Klos

"Wie nehmt ihr es denn so wahr? Habt ihr auch eigene Verhaltensweisen, bei denen ihr euch auch fragt, warum andere es nicht auch so machen oder ihr sogar positiv oder negativ damit auffallt?"

In dem Ausmaß wie du es beschreibst habe ich das nicht. Wenn du das tatsächlich ernst meinst, hat das für mich eine narzisstische Tendenz. Nichts was du machst ist falsch oder schlecht oder etwas, was andere nicht durchaus auch machen. Aber die ganze Zusammenfassung wirkt schon stark wie eine Selbstüberhöhung. Dann scheinst du ja eher auf Zuspruch aus zu sein. Und deine mangelnde Empathiefähigkeit. Kannst du dir ehrlich nicht vorstellen, dass andere Menschen sich in der jeweiligen Situation anders entscheiden, weil sie andere Leben führen? Andere Erfahrungen gemacht haben, andere Ansichten haben? Hoffentlich hast du das nur aus einer Laune heraus geschrieben...

Ich gehe mal nur auf den Anfang ein, und deine Schlussfrage:

Mit 19 Monaten war unsre Welt auch noch so wunderbar neu und rosig und alles konnte lustig und fröhlich sein. Mit nur 5 Minütchen Zeitpuffer war ganz viel Neues zu entdecken.

Dann wurde das Kind schon mal gelangweilt vom Einkauf, der trotzdem stattfinden musste (Kühlschrank leer und so). Wenn der Einkauf am Kassenband liegt und der 27Monate alte Wirbelwind dann bei der Tür rausrennt und somit gleich am Parkplatz steht, bist du nicht mehr superchillig. Um mal nur eines von vielen „Moment Mal“- Momenten zu nennen.


Einem 4 Jährigem Kind helf ich beim Rutschen auch nicht mehr mit Huiiii das war aber toll!!!!! Sondern biete an den Abstieg vom selbstgewählten Kletterobjekt zu leiten, aber selbst durchführen zu lassen (sonst unterdrückt man die Sinneseindrücke, die das Kletternlernen benötigt: Angst durch „Scheisse, doch noch zu hoch gewesen“ in den altersentsprechenden Worten des Kindes natürlich ;) umleiten in Konzentration)

Ich lass das mal mit den Beispielen, belass es mit: genieße das zuckersüsse Alter noch, solange es anhält. Und verbleibe mit einer Frage:

Wer macht den Haushalt, das Essen und muss dieses auch pünktlich und ausgewogen bereit stehen? Wie geht es denn so zu, wenn mal der Alltag durch Krankheit oder Termine abgeändert werden MUSS? Und genau dann die Windel überläuft? ;-)

Die Verhaltensweisen werden mehr und mehr divergieren, je älter die Kinder werden. Es gibt 5 jährige, die Uhr lesen können und mit Zeitangaben was anfangen können, und andre , die es nicht können. Rat mal mit welchem Kind die Wartezeit leichter und harmonischer zu überbrücken geht.


Es gibt 4 Jährige, mit denen man rational argumentieren kann, und andren muss man stets mit Ablenkungen daherkommen, die irgendwann nicht mehr funktionieren , hängt sehr stark vom Sprachniveau des Kindes ab.

Verhaltensweisen haben mit 4 schon mal gefruchtet und ein halbes Jahr später beisst du dir deine Zähne damit an Sturheit aus.

Mit der Zeit blicke ich mehr auf frischere Eltern und denk mir, wohl eben mit so nem dummen Blick, „hach, wenn du nur wüsstest hihihi“ und belasse es dabei.


Ich hoffe, du verlierst niemals die Freude an Dauerbequatschung (spoiler: irgendwann wird es entweder fad oder peinlich die Fragen des Kindes ehrlich zu beantworten)

LG eine ehemals Alleserklärerin, die auch mal sagt „bis zur Ampel ist jetzt Redeverbot, ich brauch ne Pause“

Hiho, du beschreibst ja alles wirklich traumhaft, aber du gibst das Kind schon mit 18 Monaten in den Kiga, das hebt sämtliches positives auf.

Du bist so lächerlich 😂😂 also bist du nichts besonderes , jeder macht es so

Dein Post wirkt leider etwas eigenverliebt obwohl ich Dir in vielem zustimme und wir dies auch so gehandhabt haben.
Du wirst will negatives lesen,da viele es nicht aushalten sich sagen zu lassen wie schlecht sie es selber machen.
Der einzige Punkt....warum muss das Kind so jung in den Kindergarten?

Ich finde Deinen Weg gut und bleibe bitte dabei. Egal was die anderen denken.
(Allein die Reaktion hier im Forum auf Deinen Beitrag sagt ja wieder mal alles).

Die heutige Zeit sehe ich als recht kritisch. Ich denke das liegt an diesem ganzen Social Media, ect. Die Menschen möchten echte Emotionen nicht mehr fühlen und mit anderen mitfühlen geht kaum mehr. Möchten ihre eigene Welt in ihren Smartphones kreieren.

Mir geht es so mit der Höflichkeit. Ich werde im Kindergarten fast merkwürdig behandelt, weil ich immer höflich und nett bin und grüße ect. Die, die sich an Elternabenden meldet, wenn ich etwas sagen möchte. Ander schreien einfach mit ihren Fragen rein. Denn das kennt man heute fast einfach nicht mehr. Ich hab manchmal das Gefühl, die denken ich hab sie nicht mehr alle.
Auch rede ich immer sehr liebevoll mit meiner Tochter, auch wenn sie gerade frech wird, versuche ich ruhig und sachlich zu bleiben. Erkläre ihr aber schon was ich nicht in Ordnung finde.

Muss ich mir komisch vorkommen, weil ich mit meinem Kind einen Grashüpfer fange, um ihn mit ihr mal (etwas länger) von nahem anzuschauen oder wir den Schmetterling 5 Minuten lang bestaunen, weil er so schöne Farben hat? Finde sowas halt total interessant und möchte das auch auf meine Kinder übertragen.