Wildes Kind.....meine Nerven......Erfahrungen?

Unser ältester Sohn ist frisch drei Jahre alt, und seit neuestem ein Kindergarten-Kind. Er hat noch zwei Brüder (2 und 1).

Der Grosse war schon immer von der schnellen Truppe. Früh gekrabbelt, gelaufen, gesprochen. Er ist laut Kiga und Kinderarzt sehr weit für sein Alter. Den Eindruck teile ich, vor allem motorisch und sprachlich verblüfft er uns immer wieder. Gleichzeitig bin ich mit meinen Nerven am Ende, er schafft mich einfach. Laut. Wild. Schläft wenig und nur mit Kampf (ist seit Geburt so, mittlerweile haben wir uns damit abgefunden). Immer in Bewegung, der Mund steht nie still. Das geht von morgens 6 Uhr bis Abends 20 Uhr. Mittagsschlaf macht er nicht mehr, wir ringen ihm immerhin eine Mittagspause ab damit wir mal zur Ruhe kommen.

Dazu ist er wirklich von morgens bis abends nur am trotzen und wiedersprechen. Es ist alles “Nein!”. Bitte zieh dich an, wir wollen gehen. Nein. Bitte komm essen. Nein. Dazu ständig nur Gejammere und Geheule. Sogar die Nachbarn sprechen uns schon drauf an (und grinsen darüber)- so ein Tobsuchtsanfall weil man morgens um 6 Uhr noch keine Süßigkeiten essen darf ist bleibt halt nicht unbemerkt.

Regeln werden täglich auf Gültigkeit überprüft. Und ich gebe zu, meine Geduld ist am Ende. Ich sehe nicht ein warum ich täglich neu ausdiskutieren muss das auf dem Sofa nicht gehüpft wird und wir uns anziehen und Zähne putzen etc. Wir sind sehr konsequent, es gibt einen festen Rythmus, ich versuche ihn mit einzubeziehen (will er aber gar nicht, er mag meist nicht helfen oder etwas alleine versuchen)- alles wirkungslos.

Das geht jetzt schon fast ein Jahr so. Wir waren sogar in einer Sprechstunde der Uniklinik, ich wollte das da mal ein Experte draufschaut. Ergebnis nach 4 Terminen: alles normal, gut entwickelt, gute Bindung. Laut Arzt am “oberen Ende vom Spektrum” was Energie und Intelligenz betrifft. Aber normal. Das war schon mal gut zu hören. Ich sage auch augenzwinkernd das es wahrscheinlich Karma ist. In meiner Kinderlosen Zeit habe ich über solche wilden Kinder nur den Kopf geschüttelt, das muss ja wohl an den Eltern liegen. Hahaha!!!

Aber es ist einfach so.....anstrengend. Ich würde mich über Erfahrungen freuen. Wer hat auch so einen Tornado daheim? Wurde es besser? Wann? Irgendwelche Tips? Seine Brüder sind übrigens ganz anders.......

Also so einen Tornado hab ich zwar nicht, aber meine zwei Kinder zusammen beschreiben deinen Sohn ziehmlich gut :-p Sie sind 5 und 3.
Bei dem einen Kind muss alles ausdiskutiert werden gepaart mit Sturheit und Willensstärke, das andere Kind ist eher so der unvorsichtige Kamikaze Typ der auch schon morgens um 6 Uhr hysterisch kreischen kann, weil er (so wie heute morgen) seine Hausschuhe vom letzten Jahr die schon viel zu klein sind unbedingt mit in den Kiga nehmen wollte #schwitz Oder wenn er gut gelaunt ist, plappert er von morgens bis abends in einer Tour ;-)
Ich denke, viel kannst du im Moment nicht machen. So wie du es beschreibst, machst du das schon richtig.
Was DIR helfen könnte um ruhig(er) zu bleiben: nimm dir öfter mal Auszeiten wenn es geht. Das bewirkt wahre Wunder! Merk ich selbst.
Und: Geduld haben. Bei meiner 5-Jährigen kommt man mit Vernunft mittlerweile doch oft schon sehr weit. Beim 3-Jährigen dagegen noch überhaupt nicht.
Kennst du die Bücher von das gewünschteste Wunschkind oder "Wie anstrengende Kinder zu grossartigen Erwachsenen werden"? Sehr informativ und einfach super!
Und letztendlich wird es mit Kiga demnächst besser, wenn er dort Energie verbrauchen kann.

Vielen Dank für deine Antwort.

Auszeiten, ja! Im Alltag oft schwer, da wir keine Familie etc in der Nähe haben und mein Mann oft tageweise beruflich unterwegs ist. Aber ich habe mittlerweile gelernt die Auszeiten die sich bieten (zB dieses Wochenende, mein Mann ist mit K1 und K2 bei seinen Eltern.....) konsequent zu nutzen.

Geduld ist nicht meine starke Seite. Lol. Vielleicht ist es ja gerade der Sinn dieser Situation das ich Geduld lerne?

Die Bücher kenne ich. Und finde sie auch hilfreich.

Mal schauen, wie der Kiga wird. Er war ja schon in der Krippe, anders hätte ich ihn tagsüber gar nicht ausgelastet bekommen.

Hallo,

Dein Sohn wird in der Trotzphase sein. Da kommen die Brüder auch noch hin.
Wenn Kinder sowieso schon immer anstrengend waren, macht es die Trotzphase natürlich nicht besser.

Dann sind Jungs im Kindergartenalter häufig sehr wild. Er wird sich im Kindergarten wohl auch noch ein paar "Anregungen" holen.

Eventuell steckt auch ADHS dahinter, aber das kann man so früh noch nicht diagnostizieren.

Da kann man nur konsequent sein, für einen geregelten Tagesablauf sorgen, die Medienzeit gering halten und darauf warten, dass die Phase vorbei geht.
(Ersteres würde man auch bei einem ADHS-Kind machen.)

Wann das besser wird? Tja, das kommt auf das Kind an.
Kinder ohne ADHS haben Phasen, wo sie besonders anstrengend sind. Bei unserer Großen (12) war das das Trotzalter, das Vorschulalter und jetzt die Pubertät.
Im Trotzalter und im Vorschulalter war sie mega anstrengend und viel schwieriger, als andere Kinder. Dafür geht es zur Zeit eigentlich noch.
Dazwischen war sie recht friedlich und vernünftig.

Unser Sohn (9) hat leichtes ADS (ohne Hyperaktivität) und da wird es, neben diesen Phasen, immer schwierig, wenn sein Umfeld gerade stressig ist oder wenn die Situation neu ist. Zum Beispiel ist er jetzt gerade auf's Gymnasium gekommen. Da ist alles größer und komplizierter. In seiner Klasse ist kein Junge, den er vorher kannte. Dafür hat ihn der Klassenidiot schon geärgert.
Deswegen ist er momentan ziemlich durch den Wind und motzt viel herum.

LG

Heike

Vielen Dank für deine Antwort.

ADHS.....vermute ich nicht. Dafür war zB die Sprachentwicklung zu schnell und gut. Laut Aussage meiner Schwiegereltern und der ganzen Schwiegerfamilie war mein Mann als Kind auch so. So arg, das sich seine alten Tanten bis heute dran erinnern, und es gibt viele Kinder in dieser Familie. Irgendwann wurde das besser. Mein Mann ist heute die personifizierte Geduld, man glaubt es kaum.

Trotzphase ist es mit Sicherheit. Und ganz klar, das ist Teil der normalen Entwicklung. Seine Brüder sind eben vom Typ her völlig anders. Vor allem der Kleinste. Lieb, ruhig, schläft gut, immer gut gelaunt. Ich hoffe die Tendenz behält er bei.

Unserer ist jetzt 2.
Er quatscht pausenlos,schlimmer wie eine Frau😂. Und immer das gleiche😵.
Ständig in Bewegung,es sei denn er spielt intensiv.Die Couch Geschichte haben wir mehrmals täglich. Und “Nein“ ist grad sein Lieblingswort🙉.
Aber meiner hilft sehr gerne,bringt seinen Teller weg,sagt bitte und danke. Nur Mittagsschlaf ist wohl nicht mehr seins.

Ja, bitte und danke sagt er auch. Unsere Babysitterin kommentierte letztens was für ein höflicher kleiner Kerl er doch sei. Und mir sagt er immer :”Danke das du für mich gekocht hast Mama!” - es gibt also auch Lichtblicke.

Aber der Mittagsschlaf- ach, war das noch toll! :-)

Ja hier.

Meine Große war und ist in allem auch sehr schnell. Während sie ein normal anstrengendes Baby und Kleinkind war, wurde sie ziemlich pünktlich mit der zweiten Schwangerschaft konsequent immer anstrengender.

Das Chaos perfekt macht ihre kleine Schwester, die leider auch nicht ruhig ist, sondern ein Schreikind, noch immer.

Die Große ist jetzt 6 und gerade in der Schule. Sie ist immernoch super fordernd, zickig, dramatisch, wild, laut, hibbelig, dauerpräsent.

Seit sie 5 ist, wird es mit der Empathie immer besser, also Situationen, in denen sie für mich Verständnis zeigt, nachdem ich das vorher konsequent eingefordert habe. Ganz neu ist, dass sie sich auch mal selbst ruhig in ihrem Zimmer beschäftigt. Ich war die letzten drei Tage ganz verzückt. Auch hat sie ganz toll in einzelnen Konfliktsituationen mit der Kleinen Schwerer reagiert. Ich hoffe, das geht so positiv weiter.

Die Kleine kann sich selbst beschäftigen, wenn sie gut gelaunt ist und keinerlei Störung vorliegt. Aber genau wie du es beschreibst, bin ich es so leid, jeden Tag jeden selbstverständlichen Handgriff auszufechten, weil sie nicht anziehen, kämmen, Zähne putzen, Schuhe anziehen, Hände waschen, in den Kindergarten...will. Jeden Tag zermürbendes Gezehter, egal was ich sage, tue, oder nicht sage oder tue.

Mein Hirn zermatscht regelrecht von diesem akustischen Dauerangriff in Form von Meckern, Bocken, Dauerforderungen, allgemeinem Dauergequassel.

Sie ist jetzt 3.5. Ich hoffe, ich überlebe die nächsten 3 Jahre und dann ist es besser ;-)

LG

Ich erinner mich das ich inder zweiten und dritten (vor allem in der dritten) Schwangerschaft täglich gebetet habe: bitte nicht noch so ein Vollgas- Kind!! Zum Glück hatte das Universum ein Einsehen. Ich wüsste nicht wo ich sonst heute wäre.....

Alleine beschäftigen kann er sich mittlerweile auch , an guten Tagen. Ich hüte mich dann immer ihn dabei zu stören. Aber du hast Recht, man wird weich im Kopf von den minütlichen Forderungen, dem Schreien, dem Diskutieren um jeden Pups. Ich meine, er hat noch NIE gewonnen. Ich habe NIE gesagt: Okay, dann putzen wir halt keine Zähne. Oder okay, dann gehst du halt ungewaschen und in Strassenklamotten schlafen. Was soll das also???

Letztens habe ich ihn gebeten mal für 5 Minuten den Schnabel zu halten, ich musste mich kurz sammeln. Wir waren gerade einkaufen. Eine alte Dame meinte empört, ich solle doch froh sein dass er spricht! Da musste ich herzlich lachen. Ich kann ihn ihr ja mal 2 Wochen ausleihen.......

Jo, immer diese tollen Anmerkungen von Aussenstehenden, wie toll und lieb unsere Kinder doch sind. Ich antworte dann immer "sie sind herzlich eingeladen die Kinder mal eine Woche live zu erleben".

Hallo Du Liebe,

ohje, 3 Kids so kurz aufeinander ist ja schon heftig, aber dann noch einen solchen Wirbelwind oben auf... Respekt.

Wir haben 2 Jungs, 6 und 4 und sie sind auch recht lebhaft. Vor allem im Paket. Bei beiden hat das Krawallige ab ca 4 nachgelassen, davor wurden die Grenzen schon äusserst ausgiebig getestet.

#liebdrueck Lass Dich nicht unterkriegen.
Wenns geht melde ihn nachmittags auch im Kiga an damit er sich austoben kann.

Ansonsten weiter konsequent, ihm erklären warum welche Grenze gesetzt ist und dass Du als Mutter weniger schimpfen würdest, wenn er sich auch mal dran hält. So ab 3 haben unsere Jungs langsam Einsicht gezeigt.
Wir haben zudem 5 min Pause bei geschlossener Kinderzimmertür bei gar nicht hören (als Strafe allein ins Zimmer hassen sie - hab ich aber auch nur 2x je Kind machen müssen, dann war die eine Regel gefestigt)
Strafen werden bei uns konsequent 3x angekündigt, dann umgesetzt. Oft reicht es dann, wenn man zählt 1, ...2, ... dann folgen sie.

Halte durch, es wird besser!

Zitat : In meiner Kinderlosen Zeit habe ich über solche wilden Kinder nur den Kopf geschüttelt, das muss ja wohl an den Eltern liegen. Hahaha!!!
Das kommt mir bekannt vor #schein grade Jungs (nicht alle aber viele ) meine älteste ist ein Mädchen das ist etwas anderes und mehrere Jungs sowieso . Mit 3 Jahren spielt die Trotzphase ja auch noch eine Rolle das kommt dann auch noch dazu ich habe auch so einen Tornado der auch noch einen Bruder ( 5 ) hat jetzt ist der Tornado 7 und es wird besser aber wenn die Jungs zusammen sind #schwitz .

Ui meine hatte das früher 🙈 nicht lachen: ab ca. 10 monaten bis ca. 2,5 jahre 😅

Da wurden grenzen ausgetestet, sehr energisch etc. Da hab ich Sprüche und blicke geerntet, weil wie kann ein so kleines kind schon wutanfälle bekommen 😏 kennen andere ja gar nicht. Ihre kinder waren/sind ja nie so 😂 "normal" ist das doch erst ab 3. Etc. Und dann noch die erziehungsexperten mit ihren tollen Tipps. Das "muss" ja an der erziehung liegen....

Oh man... spätestens bei sowas wächst einem ein dickes fell 😂

Man braucht starke Nerven. Klar, man sollte sich immer überlegen, wann es wert ist und wann nicht. Aber es geht vorbei.

Ach und auch überlegen ob du dich bestimmten situationen aussetzt. Ich war z.b. mit meiner großen 1 jahr nich einkaufen, weil das ohne Wutanfall wirklich nicht ging. Entweder irgend ein obst, oder süßigkeiten, oder weil sie die ware nicht aus dem korb raus werfen soll, oder spielsachen (gibts ja die herrlichen kramschgänge) oder oder oder.

Spazieren war dann auch flöten: denn dann ging ich lieber mit ihr auf dem spielplatz. Besser als ein schreiendes kind rum zu kutschieren, wenn es nicht sein muss. Genauso lies ich sie auch mal schreien und trug/fuhr sie weg. Das waren dann situationen, von wo sie nicht weg wollte.

Und egal welchen ach so tollen tipp ich ausprobierte: das abwägen von "wann bin ich konsequent und wann nicht" war entspannter und effektiver als sie "zu lassen". Wenn ich da nicht klar war und schwammig, dann wurde es schlimmer.

Jetzt ist sie zum Glück aus dem raus. Mal schauen ob und wann die nächste welle kommt 😂 hab gehört dass es in der grundschule wieder so ne phase geben soll 😏

Hallo. Ich habe auch so ein Exemplar zu Hause. Er ist jetzt 4 und es ist nicht viel anders als es mit 3 war. Teilweise sogar anstrengender denn im Kindergarten hat er ein paar ganz tolle Sachen gelernt wie Schimpfworte oder sich zu prügeln.

Ich kann das total nachvollziehen, dass du sogar beim Arzt warst deswegen. Ich frage mich auch oft ob sein Verhalten noch normal ist oder ob mehr dahinter steckt. Bei uns sagt der Kindergarten zb, dass mein Sohn kognitiv relativ weit ist, dafür emotional noch etwas unreifer als andere gleichaltrige (v.a sehr niedrige Frustrationstoleranz). Wir waren jetzt auch ein paar mal bei einer Erziehungsberatung, aber die Dame meinte er benimmt sich ganz normal für sein Alter und die Umstände (er ist gerade großer Bruder geworden).

Mir fällt sein Verhalten besonders auf wenn wir unter Leuten/anderen Kindern sind. Im Bus zB sitzen alle anderen Kinder brav auf ihrem Sitz neben ihrer Mutter. Meiner rennt weg nach ganz hinten, setzt sich zu irgendeiner x beliebigen Person dazu, klettert auf dem Sitz herum, redet dabei ununterbrochen vor sich hin, streckt irgendjemandem die Zunge raus usw. Das ist so unglaublich nervig. Ich kann oft nicht hinterher weil seine Schwester im Kinderwagen liegt und ich mit ihr in der Mitte vom Bus stehe. Jetzt haben wir Bus-Regeln eingeführt und es klappt etwas besser aber man merkt trotzdem richtig wie er Hummeln im Hintern hat und nicht einfach ruhig sitzen kann.

Ich habe früher auch immer gedacht solche Kinder wären einfach nur unerzogen...und ich sehe oft die Blicke von anderen und weiss ganz genau was sie denken. Aber was soll man machen...Augen zu und durch...irgendwann wird es hoffentlich besser werden.

Exakt solch ein Exemplar habe ich auch zu Hause und zweifle mittlerweile wirklich an meiner Erziehung 😓

Laut, wild, redet und diskutiert mit 3 alle an die Wand, hört nicht, akzeptiert keine Grenzen bzw. lotet sie tagtäglich neu aus. Im Kindergarten ist es übrigens dasselbe.

Er ist kognitiv recht weit, aber sozial-emotional hinkt er etwas hinterher. Vll liegt es auch daran?

Ich bin oft mit meinen Nerven am Ende und habe leider auch viel zu oft den meckermodus an. Er ist ein toller Junge, aber auch wirklich sehr fordernd und anstrengend. Ich hoffe, es wird einfacher. Bald kommt nämlich sein kleiner Bruder zur Welt und 2 von der Sorte schaffe ich mental nicht 😅

Zum Thema “Zweifel an der Erziehung”- ich habe gerade gestern mit meiner Nachbarin (Sozialpädagogin, 5 Kinder) gesprochen und ihr mein Leid geklagt. Sie meinte das jedes ihrer Kinder völlig anders war, und sie gesehen hat das sie bei einem mit einer Taktik weiterkam die beim anderen überhaupt nicht verfing. Und das man manches einfach akzeptieren muss. Aber ich verstehe dich gut. Ich geb mir solche Mühe und sehe nur wenig “Erfolg”. Immerhin sehe ich das meine Erziehung bei den Brüdern offensichtlich klappt. Der Kleine mit seinen knapp 12 Monaten respektiert ein “Nein!”- kenne ich vom Grossen nicht!

Ich habe auch den Verdacht das es im sozial/emotionalen Bereich noch hapert. Und da er ansonsten so weit entwickelt ist erwartet man vielleicht zuviel?

Ich habe in der 2. Und 3. Schwangerschaft auch täglich gebetet das es bitte nicht noch so ein Turbokind wird. Und ich hatte Glück. Vielleicht weil ich auch entspannter war/bin? Schließlich hat man das alles schon mal durch. Bei dir wird es bestimmt ähnlich sein, ganz sicher.

Nun ja.

Die ehrliche Frag3 ist, wie Kraft Du hast bei 3 Kindern in solchem Abstand ?

Guter Kindergarten sollte vieles leichter machen.

Dir fehlt noch die Lockerheit der Mutter, die bereits ein Kind hat.

Zudem ist es blödes Alter. Man kann sehr viel über Sport auffangen. Man fängt aber frühestens ab 4 mit etwas an.

Mit drei Jahren würde ich das Kind packen und bis zum Umfallen auf der frischen Luft sein, Gehen, Laufrad.

Bücher über die Trotzphase ?

#winke

Tja, man wächst mit seinen Aufgaben. Es war definitiv nicht so geplant, Nr.3 war überhaupt nicht geplant. Ironischerweise ist Nr.3 zwar der pflegeintensivste (Spuckkind, Frühchen....), dafür aber der absolute Sonnenschein. Und das Kind das mir am ähnlichsten ist.

Ich merke auch das ich bei K2 und K3 deutlich entspannter war/bin. Anderseits empfinde ich diese beiden als wesentlich angenehmer im Umgang. Wahrscheinlich bedingt eines das andere.

Er geht zum Turnen seit er 2 Jahre alt ist. Mit Papa, jeden Samstag. Ansonsten gehen wir täglich raus, sogar bei Regen. Er fährt Laufrad seit er 2 ist, und zwar wie ein Weltmeister. Wir sind täglich auf dem Spielplatz oder im Zoo, oder einfach im Feld/Wald. Anders geht es gar nicht. Draussen ist es auch deutlich entspannter mit ihm.

Seltsamerweise ist das Rausgehen aber auch ein Kampf. Er möchte nie mit. Diskutiert, trödelt, weigert sich. Wenn wir mal draussen sind- alles gut. Keine Ahnung warum das so ist.

Hallo du ❤️,

dein letzter Satz ist für die Trotzphase absolut typisch. Weil es wichtig ist zuerst zu trotzen. Weil man sich selbst nicht leiden mag und mag einfach nein sagen, um zu s hauen, was passiert, wenn man eigenen Willen hat.
Nur fällt es Dir eben beim zweiten oder dritten Mal leichter bestimmte Dachen zu erkennen, deswegen bocken dann die Kinder in der Regel etwas weniger, weil Du anders ist.

Wenn du schreibst, dass dein Kind im normalen Bereich liegt, ihr euch täglich viel bewegt, kann dir nur helfen, sich weiterzubilden. Lese zu dem Thema ein Buch und versuche Dich dann zu hinterfragen. Vielleicht stellst du fest, dass bestimmte Sachen, so wie du sie machst, unnöttig sind und man manche Sachen anders lösen könnte aber es bleibt dabei

drittes Jahr ist ätzend!!!

es wird aber besser. Manche werden zu Tyrannen, dann auf eine andere Art und Weise.
Oh, nein Tyrannen darf man nicht sagen. Eher willensstark#rofl

Kopf hoch#klee

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Lach ja, wie heißt es so schön, unserer ist inzwischen zum Tropensturm herabgestuft ;-)

Auslasten im Kindergarten? Nö. Als er neu war wollte ihn die Erzieherin nicht mit auf den regelmäßigen Wandertag nehmen, er sei ja so klein und schmächtig und halte bestimmt nicht durch. Ich zwang sie, und siehe da, als ich nach dem Wandertag abholte saßen selbst die Vorschulkinder müde im Gras und mein nichtmal 3 Jähriger balancierte noch auf der Sandkastenumrandung und war "gerade mal warmgelaufen" :-)

Bei uns spielt auch eine Aufmerksamkeitsstörung mit rein. Dieses extrem ruhelose, nicht verweilen können. Wir machen Ergo damit er eine bessere Wahrnehmung bekommt und sich besser konzentrieren kann. Wir versuchen seit er ca 3 ist mit ihm zu malen, zu basteln, kleine Spiele zu spielen, zu Puzzlen. Ganz bewusst obwohl es schwer war am Anfang, aber er hats gelernt und jetzt mit gerade 5 kann er wirklich bewusst zur Ruhe kommen (wenn er nicht müde ist ;-) ).

Die Diskutiererei ist leider auch normal, verschwindet je weiter sie emotional und kognitiv sind. Wenn sie wirklich VERSTEHEN was hinter den Anweisungen steckt und nicht nur "Warum?" denken ;-)

Der Spruch ist gut, den muss ich mir merken.

Wann wurde bei euch die Aufmerksamkeitsstörung erkannt? Ich habe auch jede Menge Bastelzeug, Malsachen, Spiele.....hier. Kein Interesse. Höchstens 2 Minuten. Erst seit einigen Wochen können wir zB Obstgarten spielen. Das freut mich sehr. Ich bin nämlich nicht so der Auto- spieler. Ich lese lieber vor, spiele Brettspiele oder bastle.

Ich habe im Kiga auch beim Erstgespräch mit seiner Erzieherin gesagt das ich gern einen Fokus auf seiner Konzentrationsfähigkeit legen würde. Mal schauen.

Ja, das tolle “Warum?” An manchen Tagen denke ich das mir der Kopf platzt wenn ich noch 1x “warum?” Höre. Lol

Also da er ein Frühchen ist und immer wieder im SPZ zum Beobachten und Testen ist sagten die es uns schon als er 2 Jahre alt war dass er da nicht altersgerecht entwickelt ist und wir da ein Auge drauf haben sollen. Viel machen kann man halt nicht außer spielerisch zu fördern. Also Puzzles, Memories, Spiele. Wir haben einen ganzen Schrank voller Spiele und Puzzles. Mit 4 hat dann der Kinderarzt einen Entwicklungstest gemacht, auch da fiel auf dass er eine extrem kurze Aufmerksamkeitsspanne hat. Seitdem machen wir Ergo.

Was noch gut geht ist in dem Alter ist Colorama, Tempo kleine Schnecke, Papperlapapp, Pustekuchen, mein erstes Krabbelkäferspiel ...
Später kann ich Dir die Ratzfatz Spiele empfehlen, gerade Ratzfatz Bingo fördert sehr die Aufmerksamkeit. und dann im Kindergartenalter gibt es diese Blöcke und Hefte wie Phiilip die Maus mit schönen Rätseln. Steckspiele und Hämmerchenspiel sind auch gute Konzentrationsübungen.

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So etwas liest man oft im Zusammenhang mit kognitiv weit entwickelten Kindern. Es kann aber durchaus auch ADHS dahinter stecken, das frühe Sprechen schließt da ja nicht aus, oder ?

Vielleicht wäre er kooperativer, wenn er das Gefühl hätte, mehr mit selbst bestimmen zu dürfen ?

Vielleicht braucht er auch mehr geistigen Input ? Ein Instrument lernen oder eine Sprache könnte da vielleicht helfen ?

Wie sieht es mit sportlichem Ausgleich aus ?

Ansonsten kann ich mich auch noch gut an die Zeit zwischen 3 und 4 Jahren bei meiner Tochter erinnern. Halbstündige Wutanfälle waren da keine Seltenheit. Auch sie hätte eigentlich merken müssen, dass diese Anfälle meine Meinung nicht ändern - komische Kinder ;-).

Inzwischen ist sie 9 und immer noch ziemlich willensstark - aber inzwischen im Rahmen, sie diskutiert das nun eher alles aus. Das kann sie super, sie findet immer ein Argument und hat oft sogar recht damit.

Ihr Zwillingsbruder war da etwas umgänglicher, hat dafür mit einer niedrigen Frustrationstoleranz zu kämpfen, wobei das inzwischen auch viel besser ist.

Als er neu bei seinem Sport war, habe ich mich fast gar nicht getraut, zuzuschauen, weil ich immer in Erwartung eines Wutanfalls war. Er konnte bei einer Nichtigkeit extrem austicken. Nachdem wir ein Smileysystem eingeführt hatten, wurde es dann nach und nach besser, er musste das Ganze mehr reflektieren und wir haben dann auch immer mit ihm über die Wut geredet und Tips gegeben, wie er es evtl. besser lösen konnte.

Ansonsten denke ich, Du machst das schon richtig - konsequent bleiben ist wichtig, aber, wie gesagt, ihm vielleicht mehr Mitbestimmungsrecht anbieten. So fühlt er sich ernst genommen und benimmt sich "erwachsener", so meine Theorie, die bei meinen Kindern eigentlich recht gut funktioniert hat.

Also - halte durch, es wird besser. Kurz vor der Schule war es nochmal anstengend, da schlug diese Vorschulpubertät nochmal zu, aber inzwischen ist alles ziemlich easy (sie sind jetzt 9 und der Große 13).

Ines

P.S.: Auch meine 3 sind getestet und es wurde eine überdurchschnittliche Intelligenz festgestellt - ich denke schon, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte (Infragestellen von Regeln, unabhängig sein, Unterforderung).

Ich musste gerade ein wenig schmunzeln, und habe Mitleid... mit mir selbst, denn was du beschreibst, klingt ganz danach, wohin sich mein kleiner Liebling entwickeln wird. Kann nie still sitzen, motorisch sehr weit und sehr schnell entwickelt, schläft wenig, braucht ständig Aktion. Er ist erst 11 Monate. Zum Glück haben wir viel Platz und noch keine Geschwisterkinder die auch Aufmerksamkeit fordern. Aber ich möchte wenigstens noch ein Kind und bin natürlich gedanklich auch am Überlegen, wie Nervenstark frau sein muss, um das alles so zu managen. Ich kann dir leider gar nicht soviel raten, außer vieeel Kaffee, Geduld und Liebe! Halte dir in Gedanken immer vor, dass du ein wundervolles, gesundes Kind hast, dass dich liebt und braucht! Und, dass du eine tolle Mama bist und das toll machst. Ich finde, dass wird im Forum viel zu selten mal gesagt.
Gruß

Lass ihn viel auspowern. Wann immer es geht. Schwimmen Laufen Laufradfahren Kinderturnen...

Ich selbst habe keinen Vergleich, da sie bisher noch allein ist, aber laut anderer Eltern habe ich wohl auch ein sehr lebhaftes Kind :'D
Sie ist motorisch recht weit, sprachlich dafür nicht so, also zumindest das Ohr abkauen bleibt mir erspart.
Ich bin relativ schnell dazu übergegangen, ihr in den meisten Fällen ihren Willen zu lassen, allerdings auch mit allen Konsequenzen.
Entsprechend... Wer nicht zum Essen kommen will, kommt halt nicht, muss dann aber bis zur nächsten Mahlzeit warten, wer sich nicht anziehen will, geht halt nackig und muss frieren.
Nur Zähneputzen ist da ein unschönes Dilemma, aber da haben wir bisher noch keine Probleme gehabt *auf Holz klopf*
Ich habe jedenfalls den Eindruck, daß sie sich dadurch ernst genommen fühlt und eher bereit ist, zu kooperieren. Ich merke jedenfalls sehr deutlich, wenn ich versuche meinen Willen durchzusetzen ist es deutlich anstrengender und es wird mehr diskutiert, als wenn sie einfach machen darf.
Mittagsschlaf haben wir auch schon lange nicht mehr, dafür schläft sie recht zuverlässig ab 20-21 Uhr, bis ich sie um 7 für die Kita wecke. Ich versuche das positiv zu sehen :'D

Alle Achtung, dass ihr noch zwei weitere Kinder bekommen habt;-). Bei uns ist es der Jüngste, und ich sag manchmal, wenn der der erste gewesen wäre, hätte er vermutlich nicht noch zwei Brüder;-).
In der 3. Klasse wurde ADHS diagnostiziert, wenn er allein ist, mit einem Freund oder dem ganz großen Bruder zusammen ist, ist er inzwischen (gerade 11 geworden) gut zu haben. In der Schule ist er immer noch schwierig.

Mein Mittlerer hat ADS. Als Kleinkind war der auch so ein Tornado, seit er in die Schule geht, ist er aber ziemlich einsichtig und friedlich.

Medien muss man bei den beiden vorsichtig dosieren, vor allem der Kleine dreht dann auf.

Ich hab immer gern einen an die Großeltern verliehen als sie kleiner waren, sonst wär ich wahrscheinlich wahnsinnig geworden.

Wo kann er sich denn richtig auspowern? Gibt's irgendnen Kindersport, wo er sich mal richtig auspowern kann und jemand anders die Regeln mit ihm ausdiskutiert?
Ansonsten ist das in ein Alter da bin ich mit meinem Sohn endlos spazieren gegangen (Pfützenhüpfen, was weiß ich) nur damit er sich auspowern kann und man dem Zustand "schlafendes Kind" näher kommt.
Inzwischen ist er in der Waldkita, da ist er glücklich, aber ich bin mal gespannt, was es wird, wenn er nächstes Jahr in der Schule den halben still sitzen soll. Ich seh mich schon die Nachmittage mit Sport vollzuplanen.

Mir wird übrigens auch erzählt, dass mein Mann (Ruhe in Person tw an phlegmatisch grenzend) früher mal so war.

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass er mal so wird, aber mit inzwischen 5 merkt man schon, dass er selber die Kräfte besser kanalisieren kann und vieles besser läuft.

Ich fühle mit dir - du beschreibst exakt meine Tochter. Und zu allem, was du hier erzählst, kommt noch die Tatsache, dass sie einfach jede Menge Sch... baut. Letzte Woche hat sie beispielsweise mein Auto zerkratzt - Zickzacklinien über 20 Zentimeter Länge.
Konsequenzen ziehen bei ihr kaum bis gar nicht. Dann heißt es natürlich, es läge an der Erziehung. Wir sind bei zwei verschiedenen Erziehungsberatungen und selbst die kommen an ihre Grenzen. Der Kinderarzt sagt, ihr IQ sei weitaus höher als der des Durchnschnitts. Wir sollten schauen, wie sie sich nun in der Schule macht, und dann gegebenenfalls testen lassen. Ansonsten sollten wir sie viel auslasten.
Und das ist der springende Punkt. Ich muss immer schmunzeln, wenn dann manche hier raten, das Kind solle viel raus und toben. Als ob das alle Probleme lösen würde. Wir leben praktisch draußen; jede freie Minute wird draußen verbracht. Unsere Tochter macht drei bis vier Mal die Woche Sport (Judo, Ballett, Schwimmen und Reiten). Dennoch braucht sie abends bis zu 1,5 Stunden fürs Einschlafen.
Andere Leute, bei denen sie auf Spielbesuch ist, ihre Lehrer, die Erzieher vorher im Kindergarten - jeder ist begeistert von ihr. Sie sei höflich, wissbegierig, empathisch, hilfsbereit. Ja, weiß ich. Sehe ich. Merke ich. Aber zu Hause ist sie es oft genug nicht. Ihre beiden Geschwister werden geärgert ohne Ende, gehauen, getreten. Sie baut viel Mist, ihre Frustrationstoleranz hat ungefähr die Höhe einer Amöbe.

Ich habe keinen Rat für dich, aber ich verstehe dich total. Halte durch, irgendwie kriegen wir "die" auch groß. #tasse #torte