Keuchhusten - Erfahrungsaustausch

Hallo!

Ich bin Mama von zwei kleinen Mädchen (4 Jahre und 15 Monate) und wir wohnen in Österreich in der Nähe von Wien.
Meine Große hat alle Impfungen laut Impfschema erhalten - unter anderem die drei Sechsfachimpfungen mit Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, usw..)
Meine Kleine hat zwei von drei Sechsfachimpfungen.

Nun haben wir nach einem schlimmen Sommer (Ende Juli hat die Große mit trockenem Reizhusten begonnen) endlich die Gewissheit...es ist der Keuchhusten.
Kein Arzt hat uns wirklich ernst genommen. Im Krankenhaus mit Schwerpunkt Infektionen wurde auch nicht daran gedacht, obwohl wir immer gesagt haben, dass unsere Tochter schlimme Hustenanfälle bis zum Erbrechen hat.
Anscheinend denken also viele Ärzte, dass geimpfte Kinder nicht erkranken! Nur aufgrund unsere Beharrlichkeit wurde mittels Bluttest jetzt ein Nachweis erbracht.
Mittlerweile hat leider nicht nur unsere ältere Tochter den Keuchhusten, sondern leider auch unsere kleine und mein Mann.

Ich bin noch immer entsetzt darüber, dass
- kein Arzt an diese Krankheit gedacht hat (obwohl, wenn man im Internet recherchiert- es sehr viele ähnliche Fälle gibt!)
- dass ich vom Kia nicht darüber aufgeklärt wurde dass, vor allem die Keuchhustenimpfung bei Kindern häufig versagt.

Der Keuchhusten trifft meine ältere Tochter und meinen Mann besonders hart, da mein Mann kindliches Asthma hatte und er jetzt wieder Inhalationen benötigt und meine ältere Tochter, weil sie in die gleiche Richtung geht und die Lunge ihre Schwachstelle ist.
Nach wie vor hustet sie bis zum Erbrechen und jetzt sind es bald sieben Wochen (!).
Meiner kleinen Maus geht es mit dem Keuchhusten besser als meinen anderen beiden Lieben. Ich hoffe es bleibt bei ihr auch so.

Bei allen dreien wurde AB verschrieben, sobald der Nachweis da war, wobei nur mehr dir Kleine beim Nasen Rachenabstrich positiv war.
Mein Mann und die Große haben das AB erhalten um eine Lungenentzündung zu verhindern.

Soviel zu unserer Odyssee...

Wer hat Erfahrung mit dem Keuchhusten und kann mir sagen- was geholfen hat?
Vor allem bei Kindern die Asthma haben.
Mit der Großen werde ich zur Osteopathien gehen um sie zusätzlich zu unterstützen.
Mit Salzwasser inhalieren tun wir auch- der Erfolg ist aber bisher bescheiden.
Außerdem bekommt meine große Tochter Flixotide Junior ( 1 Hub morgens und abends).

Bin verzweifelt ,weil es sehr zäh voran geht 😥.

Freue mich über eure Hilfe, Erfahrungsberichte und den Austausch.

Danke fürs Lesen - ist länger geworden 😏

Ich habe selbst bei Patienten mehrfach Keuchhusten erlebt, teilweise wurde er aus verschiedenen Gründen auch erst spät erkannt.
Ich selbst hatte als Kind auch Keuchhusten und habe später ein Asthma bekommen.
Meist ist ein Asthma nicht wirklich schlimm. Wichtig ist für die Kinder ein erfahrener Kinderpneumologe, für die Erwachsenen ein guter Pneumologe. Und keine Angst vor den Medikamenten! Schau nach guten Schulungen für euch Erwachsenen und für die Kinder, damit ihr lernt, richtig mit den Erkrankung umzugehen. Auch eine gute Selbsthilfegruppe ist Gold wert.
Als Kind und jetzt auch als Erwachsene und auch bei meinen Asthmakindern hat ein mehrwöchiger Aufenthalt auf einer Nordseeinsel gut geholfen. Vielleicht wäre das ja auch eine Möglichkeit für euch?

Danke für deine rasche Antwort!

Ans Meer werden wir definitiv nächsten Sommer fahren.

Mir geht es aber vor allem um die Situation jetzt und Ideen den Heilunsprozess zu verbessern/"beschleunigen".

Diese Hustenanfälle sind so unberechenbar und treten in den unterschiedlichsten Situationen auf. Unsere Große hat auch richtig Angst davor zu husten, weil ihr immer (kurz) die Luft wegbleibt 😪.

Meine Mann, meine Tochter und ich hatten auch Keuchhusten, zum Glück ohne Asthma.

Meine Tochter hat es mit 7 kurz vor den Sommerferien aus der Schule mitgebracht. da auch sie voll geimpft ist, hat, ähnlich wie bei dir, niemand auch nur vermutet, dass es tatsächlich Keuchhusten sein könnte.
Bis das dann nach vielen Wochen und bereits im neuen Schuljahr feststand, hatte sie uns Erwachsene bereits angesteckt, für AB war es auch schon lang zu spät.
Kurz vor Weihnachten waren wir dann alle wieder wirklich gesund.

Also mach dir keine Sorgen, Keuchhusten dauert ewig, mehrere Monate sind wirklich normal.
An Medikamenten hat bei uns nichts wirklich geholfen.
Wickel, Wäremflasche auf der Brust und aufrecht schlafen war das einzige, was etwas Linderung brachte.

Die Kinder meiner Schwägerin hatten vor Jahren, alle drei Keuchhusten, und die sind jeweils nur ein Jahr auseinander, die Jüngste war erst 9 Monate alt.
Es war richtig schlimm und dauerte fast 9 Monate bis alle gesund waren.

Ich glaube es hat nichts so wirklich genutzt.

Ihr müsst einfach Geduld haben. Ich wünsche Euch alles Gute und schnelle Genesung.

Unsere geimpften Söhne hatten im letzten Sommer Keuchhusten. Der Nachweis dessen erfolgte erst als es schon fast vorbei war. Auch meine Söhne haben Asthma von Kindheit an. Das schlimme an Keuchhusten ist eigentlich das das er so lange dauert. Insgesamt hatten unsere beiden mehr als 3 Monate damit zu tun. Es ging mit Reizhusten los, was sich dann steigerte zum Reizhusten bis zum Erbrechen. Als es ganz akut war, waren Sommerferien und wir waren im Urlaub (was es wirklich ist, wussten wir erst im September) und die weder die Bergluft noch die Ostsee änderten etwas an der Symptomatik. Beide haben über die gesamte Zeit ihre normalen Asthmamedis genommen, diese wurden nur etwas erhöht, so wie wir es immer tun wenn sie erkältet sind. Unser Lungenfacharzt hat uns im September erklärt, das er solche Fälle leider häufiger in letzter Zeit hat, das geimpfte Kinder Keuchhusten bekommen (Mein Mann und ich blieben verschont und bei unserer Tochter wurde kurz bevor das losging die Impfung aufgefrischt, darum bekam sie es wohl nicht). Die Form ist abgeschwächter und Antibiotika müssten gleich zu Beginn verabreicht werden damit sie helfen. Keuchhusten ist aber sehr langwierig und kann bis zu 3 -4 Monate andauern.

Hallo!

Wir hatten es auch über 2 Monate.

Was leicht gelindert hat war Hustensaft mit Codein.

Wir haben in der Zeit viele Hustenbonbons gelutscht und Tee getrunken. Aber ein wirkliches Patentrezept habe ich nicht. Wirklich etwas geholfen hat nichts.

Gute Besserung.

Als wir, meine Schwester und ich, im Kindesalter Keuchhusten hatten, ist meine Mama mit uns in eine Brauerei. Ja, hört sich erstmal lustig an, aber uns hat es geholfen. Es gibt woh im brauvorgang einen bestimmten Abschnitt, den man dabei nutzen soll. Wir waren in der ortsansässigen Brauerei, vielleicht habt oh ja auch eine in der Nähe und könnt dort mal anfragen.

An was ich mich auch noch erinnern kann sind schmalzwickel und schwarzer Rettich Saft.

Danke für eure Erfahrungsberichte!

Das ein oder andere werden wir ausprobieren.
So wie es aussieht dauert es halt leider bis alles wieder ok ist 😏.