Kindergartenstart, wenn das Geschwisterchen kommt

Hallo Ihr Lieben,

ich bin zur Zeit irgendwie bissl ratlos, was ich machen soll.
Erstmal grundsätzlich: Ich bin eher für späteren KiGa-Start, wenn es natürlich von den Umständen passt, also so ca. mit 3 oder etwas vorher.
Unsere Kleine soll eigentlich ab Januar mit 2 3/4 in den Kiga kommen, weil wenn sie 3 wird schon so viele Eingewöhnungszeiten waren, dass da kein Raum mehr für sie war. Daher etwas früher. Nun kommt aber wenige Wochen nach dem Kiga-Start ihr Geschwisterchen zur Welt.
Ich überlege nun, ob ich es so lassen soll, oder die Kleine später in den Kiga bringen soll, vielleicht ca. wenn das Baby so 3 bis 6 Monate alt ist und sich alles etwas eingependelt hat.

Vorteile für Januar:
- Kind ist fertig eingewöhnt vor dem Baby
- fühlt sich nicht abgeschoben
- etwas Zeit zu zweit morgens mit dem Baby

Vorteile für später:
- vor allem kein Stress morgens mit Baby auch wecken und anziehen und stillen um das andere Kind in den Kiga zu bringen
- schöne Zeit zu dritt gemütlich genießen
- wenn sich alles wieder etwas zum Alltag gewendet hat, dann in Ruhe die Kiga-Zeit beginnen

Die Kleine ist sehr gern bei mir daheim, sehr weit für ihr Alter und auch viel unter Kindern (Krabbelgruppe, Kinderturnen, viele private Spieltreffen mit anderen Kindern. Außerdem kann sie zu Hause auch noch zu Oma, Opa oder Uroma je nach Lust und Laune.
Ich glaube auch nicht, dass sie bei der Eingewöhnung groß Probleme haben wird, wäre also auch mit Baby sicher machbar.

Was denkt ihr dazu? Ich hab sie so gern daheim und wir genießen es. Aber ich will einfach das Richtige tun.

Danke für eure Meinungen!

Liebe Grüße

Würdest du wieder einen Platz bekommen, mit 3,5? Hier wäre der Platz weg und es gäbe keinen mehr, deswegen frage ich. Sind es wirklich nur ein paar Wochen bis das Baby dann da ist? Dann würde ich es um ein halbes Jahr verschieben, wenn es sicher geht. Sonst kannst du dir aber auch für die Eingewöhnung Zeit nehmen und sie früh abholen und mal zu Hause lassen, wenn es ihr zu anstrengend ist, da du ja mit dem Baby zu Hause bist. Aber es ist wirklich eine große Umstellung plötzlich täglich pünktlich im Kindergarten zu sein. Ich war ganz froh das unser "Baby" da schon 1 war als die Große im Kindergarten anfing.
LG

Hm gute Frage, zu mir hieß es damals, nach hinten schieben geht immer, nur nicht nach vorne. Sind hier aber auch auf dem Lande. Es sind ca. 6-8 Wochen von Kiga-Start bis Geburt, so genau weiß man es ja nie :) Aber das ist ja ruckzuck rum
Ich lass mich immer so leicht verunsichern und werd als schon blöd angeguckt, weil meine Kleine "so lange" daheim ist, obwohl das früher noch normal war und heut ist man schon komisch. Ich urteile da auch nicht über andere, da spielen ja soviele Faktoren mit. Aber klar, dann erst nach 3 ist schon selten, daher überleg ich auch so sehr.
Ich danke dir für deine Meinung. Bin froh, dass die erste Antwort direkt eher positiv bzw. neutral zum später gehn war :) Das gibt mir Kraft

Ich verstehe das, meine Kinder waren auch bis sie 3 waren zu Hause und ich kenne mittlerweile sehr viele Mütter die das so machen. Ich finde der Trend geht eher langsam wieder in die Richtung länger zu Hause zu bleiben. Lass dich da nicht verunsichern. LG

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Wenn ihr auch später noch einen Platz bekommt, würde ich den KiGa nach hinten verschieben.

Eure Tochter hat ja viel Gelegenheit zu spielen.
Wenn ich mir meine Erfahrung mit den Kindern angucke, überwiegt das Stressargument. Mit Baby und Mann schon auf der Arbeit war es oft chaotisch.
Wobei Baby und Kleinkind auch nicht ohne sind😉

Hallo,

ich finde schon, dass es für die Kinder einen großen Unterschied macht, ob sie in einer größeren Kindergruppe ohne Mama oder Oma oder Papa unterwegs sind und sich einfügen müssen. Von daher kann man, so finde ich persönlich, nicht wirklich vorhersagen wie leicht ihr dann letztlich die Eingewöhnung (und wenn der erste Zauber des Neuen verflogen ist) fällt.

Wenn du sie erst im Sommer schickst musst du dein dann 3 - 5 monatiges Baby doch möglicherweise genauso morgens aufwecken ... Das Argument fällt doch nicht weg. Dann müsstest du die Eingewöhnung mit Baby machen, welches dann sicherlich noch nicht gegen alles geimpft sein wird (der Kleine meiner Freundin bekam genau aus diesem Grund mit 3 Monaten Windpocken - das war wirklich schlimm ...). Natürlich bist du auch später mit Baby beim Abholen und Bringen, aber das kannst du besser steuern als wenn du 2 Stunden mit in der Gruppe verbringst ...

Ich würde es daher bei der ursprünglichen Planung belassen und versuchen, den Morgen zu entspannen. Vielleicht kann dein Mann die Kleine in die Kita bringen oder Oma bleibt mal beim Baby morgens ...

VG
B

Ich wäre bei später, bei der Konstellation -du hast genug Hilfe u kannst es innerhalb der Familie abgeben wenn es mal sein muss.

Hey,
Ich war in einer ähnlichen Situation. Mein Sohn wurde im Mai 3 und wurde im Februar eingewöhnt. Zum 3 Geburtstag ist er dann großer Bruder geworden, war schon ein paar Wochen allein im kiga und es hat gut geklappt. Für uns hat es so gut geklappt. Ich hätte die Eingewöhnung nicht mit Baby machen wollen. Morgens war es natürlich öfter mal stressig wenn das Baby kurz vor dem gehen Gestillt werden wollte aber mit der Zeit gelingt es diese Zeit einzuplanen. Die 3 Stunden im kiga haben dem großen gut getan, zum Mittagessen war und ist er immer wieder zuhause. So bleibt genug Zeit für die Geschwister untereinander und für Unternehmungen oder spiele.

schwierig. meine beiden sind mit 11 bzw. 14 monaten in den kiga gekommen.
ich verstehe es aber absolut, wenn man es anders macht, wenn man die wahl hat.
was mir spontan einfällt:
was machst du mit dem baby bei der späteren eingewöhnung?
wäre sie dann das einzige kind, welches später anfängt? könnte es schwieriger werden, wenn sich alle schon kennen?
hättest du regelmäßige und zuverlässige betreuung für sie, wenn sie länger zuhause bleibt und du mit dem baby kurse machen möchtest? (rückbildung, babymassage, pekip o.ä.) mir war diese exklusiv zeit mit kind nr.2 wichtig. oder auch einfach mal nur stundenlang mit dem baby kuscheln, schlafen, dösen, stillen. (was man so macht im wochenbett).
auf der anderen seite:
ja, es kann stressig sein mit baby und kleinkind am morgen, wenn man pünktlich im kiga sein möchte. aber das problem hast du ein paar monate später auch noch.
und ja, kindergartenkinder bringen die seuche ins haus. der kleine hatte mit vier wochen den ersten virusinfekt mit fieber vom bruder übernommen, was uns zwei tage krankenhaus einbrachte.
ich hatte ein wenig beides. in den ersten paar wochen nach geburt war mein großer im kiga. danach hatte der kiga drei wochen sommerferien. ich muss sagen, ich fand es sehr anstrengend mit beiden zuhause in dieser ersten zeit, wo man sich noch finden muss. der große war aber auch nicht einfach zu der zeit.

Hallo,

meine Tochter kam mit 3 Jahren 4 Monaten in den Kindergarten, da war ihr Bruder 4 Monate alt.
Der Mittlere kam ebenfalls mit 3 Jahren 4 Monaten in den Kiga. Unser Jüngster war da 7 Monate.
Wir hatten beide Male hin und her überlegt und ich bin froh, dass wir nicht früher gestartet sind.
Wenn du sowieso daheim bist, würde ich mir keinen Stress machen und noch warten.

LG

Ich danke euch für die vielen Antworten!
Das ist wirklich interessant, verschiedene Meinungen zu hören! Ich hab z.B. beschämenderweise gar nicht bedacht, was sich das Baby im Kiga einholen könnte, wenn es später bei der Eingewöhnung mit dabei sein "muss"....
Andererseits würd ich es VIELLEICHT auch übers Herz bringen, wenn es ein paar Monate schon alt ist, es einfach mal bei der Oma zu lassen. Bei Kind 1 hab ich das nie gemacht in dem Alter, aber naja, vielleicht muss ich das auch mal lernen ;)

Es gibt bei uns nicht sowas wie einen gemeinsamen Kiga-Start für alle, da kommen immer wieder Neue dazu. .Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass es das normalerweise gibt. Man gibt bei der Anmeldung ein Startdatum an und fertig. Unseres lag eigentlich im April, aber da haben wohl so viel Eingewöhnung, dass ich damals - noch unschwanger - sagte wir sind flexibel, wenn es etwas vorher oder nachher wäre. Und schwupps dann hab ich Januar bestätigt bekommen.

Ich werd es mir nochmal intensiv überlegen und freue mich auf weitere Meinungen!

Meine große war ca 2,5 als sie in die Kita kahm, ihre Schwester ca 6 Monate. Also angeschoben hat sie sich glaube ich nicht gefühlt. Sie geht aber auch Wahnsinnig gerne zu Kita. Ich finde schon das es eine Entlastung ist vormittags und es ist natürlich schön Zeit fürs Baby zu haben. Allerdings habe ich die große anfangs zu Kita gebracht und das war morgens schon etwas stressig und auch das Baby musste ja aufstehen und mit. Das War natürlich entspannter als sie noch nicht hin hin ging, da hatten wir alle Zeit der Welt. Ich habe jetzt den großen Luxus das mein Mann unsere große bringt. Ich glaube du hast selber schon erkannt dass beides vor und Nachteile hat.
Wir sind so zufrieden. Aber wie gesagt unsere geht sehr gerne. Fragt schon immer wenn die Kita zu hat oder sie krank ist wann es wieder los geht.
Hat sich jetzt auch prima eingespielt mit Zeit für beide alleine, morgens Zeit allein mit der kleinen, wenn diese spät Mittagsschlaf macht dann hab ich Zeit nur für die große und danach ziehen wir dann zu dritt los.
Lg

Gerade die allerersten Monate sind für eine gute (Still)Beziehung/Bindung enorm wichtig. Dagegen ist bei einem ca 3 Jahre altem Kind das nicht mehr sooooo relevant, ob mit 2,75 oder 3,25 Jahren.


Zugunsten des kleinen Babys, damit auch dieses mal auf Mama liegen darf, ohne dass die grosse sich zurückgewiesen fühlt: Zuerst Kiga, dann Geburt.

Denk dran, kann durchaus sein, dass das Kind auch mal krank ist.


Noch n Punkt: spann den Vater ein, sofern der nicht Aussendienste im Trucker-Style hat