Die erste Zeit im Kindergarten/"Kontrollverlust"

Hallo, ich möchte mich mit anderen Eltern austauschen. Unsere Tochter wird bald 3 Jahre alt. Kürzlich startete die Eingewöhnung im Kindergarten. Zuvor ging sie zur Tagesmutter. Die Eingewöhnungen liefen beide problemlos ab. Soweit so gut. Nun ist es so im Kindergarten, dass ich beim Abholen nur auf Nachfrage Informationen erhalte, wie es lief, ob sie Kontakte geknüpft hat, mich vermisst hat usw. Sie ist seit dieser Woche windelfrei (war Bedingung des Kindergartens), beim Toilettengang wird ihr nicht immer geholfen.
Heute beim Abholen hatte sie die Hausschuhe verkehrt herum an, der Mund war, wie gestern auch, verschmiert und man teilte mir mit, dass sie eventuell noch eine Beule bekäme, da sie sich am Kopf gestoßen habe. Man wisse nicht wie und wo. Auch nicht wo genau am Kopf.
Es gibt zudem keinen Morgenkreis (fand ich immer sehr schön und bereichernd) und gefrühstückt wird nicht in der Gruppe gemeinsam, sondern jeder wann er mag.
Die Erzieher werden mit dem Nachnamen angesprochen.
Manches sind natürlich Kleinigkeiten und ich weiß, wie anstrengend der Job einer Erzieherin ist. Habe nur gerade einen Kontrollverlust, zumindest gefühlt. Der Austausch mit der Tagesmutter war natürlich intensiver und enger. Ich frage mich nun einfach, wie es bei euch ist? Wahrscheinlich muss ich einfach lockerer werden, es ist mein erstes Kind und habe demzufolge noch keine Erfahrungen in dem Bereich. Außerdem habe ich keine andere Wahl sozusagen, hier herrscht wie fast überall Mangel an Betreuungsplätzen und ich bin dankbar, überhaupt einen erhalten zu haben.

Danke fürs Lesen!

Ja diesen „Kontrollverlust“ kenne ich auch. Mein Sohn hat am Anfang nie was aus dem Kindergarten erzählt, auch nicht auf konkrete Nachfrage.
Nachmittags konnte ich die Erzieher oft nicht fragen, wie es lief. Da werden alle Nachmittagskinder zusammen in einer Gruppe betreut und die Erzieher sind dann oft die aus den anderen Gruppen und können keine Aussage machen.

Aber vielleicht ist das bei euch anders und du kannst einfach die Erzieher fragen. Da sind Eltern ja auch ganz unterschiedlich und vielleicht erzählen sie erstmal nur auf Nachfrage. Sie wissen ja nicht, dass deine Tochter nichts erzählt.

Wir hatten einige Wochen nach der Eingewöhnung ein elterngespräch, vielleicht findet bei euch sowas auch noch statt. Da kann man alle fragen los werden.

Zu allen anderen Sachen: da musst du wohl wirklich lockerer werden und das ist auch nicht immer Unachtsamkeit. Als ich meinen Sohn mal im Garten abholte, hatte er die Matschose auf links an (mit dem Fleece nach außen) und die Gummistiefel falsch rum 😅 Ich musste echt lachen, als ich ihn so sah. Die Erzieherin erklärte mir dann, dass er sich heute das erst mal ganz alleine angezogen hat und sehr stolz war. Und weil es draußen nicht so matschig war, haben sie es einfach so gelassen 🙈 fand ich okay. Bei uns waschen sie sich nach dem Essen auch selbst. Da hängen Spiegel auf Kinderhöhe über dem Waschbecken, ihnen wird am Anfang gezeigt, dass sie gucken sollen ob alles sauber ist. Wenn nicht, wird es ihnen gesagt, aber im Zweifel nicht mehr kontrolliert. Auch das find ich nicht schlimm 🤷🏻‍♀️ Ich kann ihn zuhause ja waschen.

Ich finde es gut, dass den Kindern was zugetraut wird und sie Selbstständigkeit erlernen. Das kann natürlich nicht auf Anhieb klappen, aber sie wachsen mit ihren Aufgaben 😉

Lg Tomate

dass man fast keine Einzel-Infos mehr kriegt, okay .... kommt oft vor und ist bei diesen Gruppengrössen nachvollziehbar, ....

ich finde aber, dass es überhaupt gar nicht geht, dass niemand nach den Kindern zu schauen scheint... also auffällt, dass die schuhe falschrum sind z.B. .... und einen total verschmierten Mund wegputzt....

dass man sich in einem Spielhaus ausser Sicht einer ERziehrin eine Beule holt, kann durchaus passieren ... und dass eine erzieherin nicht jedem kind dauernd auf die Füsse schaut: okay ... --- aber du zählst einfach eine Vielzahl an Dingen auf, die einfach in der Summe für mich Gewicht bekämen ... nicht jeder Einzelne punkt....

klar: bei uns wurde auch alleine gegessen: aber am späten Morgen hat die Erzieherin alle Kinder, die noch nicht essen waren, hingeschickt... -- so sachen halt .....

Im Vergleich zur Tagesmutter ist ein großer Kindergarten offen. Wobei bei uns beim Abholen schon hin und wieder was gesagt wird. Schuhe falsch rum an naja davon entsteht erst mal kein bleibender Schaden. Übt es zusammen oder markiere sie ihr. Bau ihr ne Eselsbrücke (klettverschlüsse zeigen nach außen). Auch ein verschmierter Mund oder Pulli muss sie lernen dass sie ihn wischt nach dem Essen. Allerdings wird bei uns schon sehr geschaut dass die Kinder die Hilfe brauchen die auch bekommen. Egal ob bei Toilette oder anziehen.

Herzlich willkommen im Kindergarten. Ja, auch dein Kind muss jetzt lernen selbstständig zu sein, z.B. Schuhe anziehen und selbstständig die Toilette besuchen. Falsch herum angezogene Schuhe oder Kleidung kommen wahrlich öfter vor, einfach weil sich Kinder alleine an- und ausziehen. Auch Hintern abputzen muss sie jetzt lernen. Du kannst ihr ja zeigen, wie es geht. Auf Nachfrage wie sie sich den Kopf gestoßen hat, solltest du eigentlich von deiner Tochter Information bekommen, sie war je dabei als es IHR passiert ist.
Wenn du von Erziehern Informationen haben möchtest, musst du sie ansprechen und halt eventuell auch mal dann kommen, wenn sie im Haus sind.

Die Dinge, die Du ansprichst, finde ich jetzt nicht dramatisch. Selber Schuhe anziehen kann auch mal schiefgehen und ein verschmierter Mund....bei uns wurden die Kids nach den Mahlzeiten zum Waschen geschickt - aber so richtig sauber hat das noch kein Kind hinbekommen.

Gemeinsames Frühstück funktionert m.M. nach nur dann, wenn es ganz starre Betreuungszeiten gibt. Beispielsweise von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr. Dann kann man um 9.00 Uhr eine gemeinsame Frühstückspause ansetzen. Aber es gibt sicher Kinder, die kommen ohne Frühstück oder frühstücken sehr früh - für die ist eine weitere Stunde Hunger lang. Andere haben den Bauch noch voll und um 9.00 Uhr noch keinen Hunger.
Unser KiGa hat flexible Bringzeiten von 7.00 Uhr bis 9.00 Uhr. Deshalb waren auch die Kids unterschiedlich satt, wenn sie kamen.

Hi,

Hausschuhe verkehrt rum kommt bei uns auch vor, da bei den Kindern, die es selbst können nicht geschaut wird. Beim Toilettengang wird geholfen falls nötig und das Kind fragt bzw. Bescheid sagt.

Gefrühstückt wird hier auch vom Buffet, aber unsere Küchenfeen haben ein Auge darauf und es wird auch notiert, wer gefrühstückt hat, die Liste wandert dann nach vorne in den Kiga und es werden noch Mal alle daran erinnert, die Kinder, die nicht gefrühstückt haben, werden auch persönlich angesprochen.
Die meisten Kinder gehen mit Freunden zusammen.

Mund verschmiert kommt auch mal vor, weil die Kinder zwar zum sauber machen geschickt werden, aber wenn ihnen dann unterwegs was anderes einfällt .. 😅.

Berichtet wird, wenn etwas gravierenderes vorgefallen ist, wo es Klärungsbedarf gibt.
Z.b. hatte mein Großer bei der ersten Feuerwehrübung Angst bekommen und geweint. Wurde mir dann mitgeteilt, falls er noch Redebedarf hat, damit ich weiß, um was es geht.
Er ist auch mal in eine Pfütze gefallen und fand es soo schlimm, dass er länger getröstet werden musste.
Vor kurzem haben ihn seine Freunde ziemlich geärgert, so dass sie die 3 trennen mussten, da wurde mir auch Bescheid gesagt, weil er dasaß wie ein Häufchen Elend.
Oder als er mit seinen Freunden die Gurken aus dem Gemüsegarten geklaut hat😅
Alles andere, wie der Tag war usw. Müsste ich auch nachfragen, aber ehrlich gesagt, mir ist es wichtig, dass er Spaß hatte.was er genau gemacht hat, ist mir nicht so wichtig, inzwischen erzählt er auch öfter mal, was sie angestellt haben.

Ich finde es daher nicht schlimm, wie es bei euch ist, nur das die Kinder Windelfrei seien sollen, finde ich doof, aber wenn es bei euch geklappt hat ist es ja gut.

Ist es ein offenes Konzept? Bei uns können die Kids selbst entscheiden ob sie in den morgen Kreis gehen und ob/wann sie frühstücken. Ich frage so gut wie nie nach wie der Tag gelaufen ist. Wenn was gravierende ist werde ich auf jeden Fall informiert. Als ihr kleiner Bruder geboren wurde bekam ich regelmäßig ein Feedback ob sie sich anders verhält. Das fand ich toll. In der u3 Betreuung ist sie mal so blöd gefallen das sie sich die Zähne locker geschlagen hat. Hat auch keiner gesehen und die Erzieherin war ehrlich geschockt als wir nach dem we mit einem riesen Hämaton zurück kamen. Aber unfale passieren nun mal.
Du musst lernen los zulassen. 🤗 Ich denke immer wenn sie nix sagen ist alles gut 😉.
Im Moment bin ich in der Eingewöhnung mit dem kleinen Bruder und habe so auch ab und an die Chance sie große zu beobachten. Ich finde e faszinierend wie anders sich die Kinder da ohne Eltern verhalten. Die raufbolde spielen oft ganz versunken, die sonst schüchternen rennen laut schreiend hinter den anderen her.. Echt bereichernd die erfahrung ☺️

Naja man stelle sich mal vor die Erzieher müssten jeden Tag allen Eltern den Tag wiedergeben. Viel zuviel. Für mich ist in der Regel interessant wie meine Kinder drauf sind wenn ich sie abhole. Da weiß ich sofort wie der Tag gelaufen ist. Ansonsten geht es natürlich auch darum das die Kinder selbstständig werden. Entenfüsse hatte meine mittlere so oft. Manchmal musste ich schon schmunzeln. Ich habe mittlerweile das dritte Kind in der Kita und man wird entspannter mit der Zeit. Hauptsache dem Kind gefällt es ob nun mit entenfüssen oder dreckiger Schnute.

Mir geht es genau wie Dir, meine Tochter war mit 2 Krippenkind, da wurde von den Erziehern auch noch sehr viel mitgeteilt. Mit 2,7 wechselte sie in die Elementargruppe. Mir viel der Wechsel schwerer als ihr, z. B. bekommen die Krippenkind er ihre Wasserflaschen von zu Hause mit, da kann ich dann sehen ob und wie viel sie getrunken hat. Jetzt muss ich drauf vertrauen das sie genug trinkt, tut sie aber auch nicht immer... Mit dem Essen ist es genau so. Sie ist ein schlechter Esser, man kann aber von den Erziehern nicht erwarten das sie jedem Kind alles hinterher tragen. Anziehen usw klappt jetzt schon ganz gut, da würde den Kleinen aber auch von den Großen Kindern geholfen. Was ich nicht leiden kann sind Schnupfnase quer durchs Gesicht verteilt und angetrocknet, da geh ich immer erst mit ihr in den Waschraum und dann nach Hause. Insgesamt machen die Erzieher einen guten Job, fördern die Kinder sehr viel... Laura geht sehr gerne hin und solange das so ist versuche ich über andere Dinge hinweg zu sehen. Klar kann man viel ansprechen, ob es die Erzieher mit 20 Jahren Berufserfahrung interessiert ist fraglich.

Tut es nicht, wenn es Kinkerlitzchen sind. Tut es sehr wohl, wenn es gravierendes ist, was für die Einrichtung von Belang ist

Hallo,
das freie Frühstück kann durchaus bereichernd sein. Allerdings erleben Eltern das anders..
Und nun hat dein kind ein eigenes Leben, ja, und da ist sie auch mal dreckig. Das musst du nun tatsächlich aushalten... ;-)

wenn es deinem kind gut geht, DANN ist alles in Ordnung.... #schein

lg Tanja