Situation Krippe - Warnsignal?

Unser Sohn ist jetzt seit 2 Monaten in der Krippe (2J.). Seine Bezugerzieherin wurde an seinem 3. Tag krank, kam nach 4 Wochen wieder und wechselte nach 1 Woche zu den Großen. Vertretungen gab es als Springer (insgesamt 6 verschiedene Erzieherinnen), 2 Erzieherinnen mag er sehr, die sind aber eben nur unregelmäßig in der Gruppe. Dazu kommt ab und zu eine Praktikantin und auch im Wechsel eine andere Erzieherin, die nach Beobachtungen bei Abholen/Warten Null mit den Kindern interagiert. An manchen Tagen ist nur 1 Person für 15 Kinder da. Unser Kind war nach 5 Wochen krank, als wir wieder kamen hieß es von der Leitung, wir sollen sind sofort die 5-6h da lassen, Eingewöhnung wäre vorbei. Resultat, 3 Tage lang Knatsch beim Hinschaffen ("Mama, nein, neeeein!") und mittelmäßige Laune im KiGa. In den 2 Monaten gab es dreimal Krippenschließung wegen Krankheit, informiert wurden wir jeweils 2 Tage vorher. Wie beurteilt ihr diese Situation? Unser Sohn lässt sich von den zwei "Lieblingserzieherinnen" gut beruhigen und spielt und isst gern mit, auch Schlafen klappt. Angesichts der Personalsituation und etwas ruppigen Leitung mache ich mir jedoch Sorgen, ob nicht mal aus Überlastung eine Aufsichtspflichtverletzung geschehen könnte.

Hallo kaliyanei,

das klingt nach ähnlichen Erfahrungen, die meine Familie gemacht hat. Als mein Kind in der ersten Krippe war, wechselte nach 6 Wochen auch die Bezugserzieherin und kündigte. Ständiger Personalwechsel und Vorfälle, wie Feuerzeug in der Hand meines Kindes bei Abholung!, machten uns immer stutziger. Ich empfand es als Nachlässigkeit und Gefährdung bei Personalmangel (da Arbeitsbedingungen katastrophal) und ständigem Leitungswechsel so viele Krippenkinder aufzunehmen. Als ob es nur ums Geld ginge.
Deine Eingwöhngungsituation finde ich auch merkwürdig. So als sollte schnell abgehakt werden, statt auf eure Bedürfnisse (Eltern und Kind) einzugehen.
Ich würde sagen, wenn ihr euch als Eltern nicht gut aufgehoben fühlt und Euer Sohn ein stabileres Umfeld haben soll, entweder das Gespräch zu suchen oder aber (wie wir damals) einen Wechsel des Kindergartens (da zum Eintritt in den Kindergarten) in Betracht zu ziehen. Wenn das bei euch möglich ist.

Ihr könntet auch den Elternbeirat anhauen und andere Eltern. Vielleicht geht es vielen so? Generell gibt es häufige Wechsel im Personal bei Krippen. Solange euer Kleiner nicht darunter leidet und gut aufgehoben ist, erstmal das Gespräch suchen.

Jedenfalls würde ich schon sagen, dass es Warnsignale gibt. Aber vorerst keine Panik. Reden und vernetzen. Sonst Wechsel.

LG Schnuffel1417

Was soll man dazu sagen? Ich denke, die Situation ist für Eltern, Kinder, Erzieher und Leitung gleichermaßen bescheiden und belastend. Aber der Personalmangel ist ja ein altbekanntes Problem - wahrscheinlich überall...
Bei uns hat auch gleich in der 2. Woche eine Erzieherin gekündigt und konnte bisher nicht ersetzt werden. Dazu haben die Erzieher noch Urlaub oder Krankheit reduziert das Personal temporär weiter.
Ich denke aber, dass die Erzieher schon dafür sorgen, dass die Aufsicht jederzeit gewährleistet ist. Bei uns wird halt entsprechend das Programm / Angebot gekürzt, d.h. bestimmte Dinge fallen aus, um kein Risiko einzugehen...

Das Problem mit der "Eingewöhnung" nach Krankheit verstehe ich nicht. Du kannst 1ja dein Kind nicht nach jeder Krankheit neu eingewöhnen?! Bzw. doch, DU kannst theoretisch natürlich sagen, dass du ihn erst 1, dann 2, dann 4 Stunden bringst aber du kannst dahingehend nichts von den Erziehern erwarten. Etwas Weinen nach Urlaub / Krankheit finde ich nicht ungewöhnlich...

Hallo Zweckpessimist,

die Sache mit Beendigung einer Eingewöhnung verläuft meines Wissens schon etwas anders und hängt auch mit dem Modell (Berliner oder Münchener Modell zusammen) Letzteres bedeutet bis zu 8 Wochen Eingewöhnung. Zudem soll es eigentlich immer auch ein Gespräch im Nachgang geben. Die Mutter einfach nach der Krankheit vor vollendete Tatsachen zu stellen, finde ich persönlich schon recht hart und nicht professionell.

Andererseits verstehe ich deine Begründung, dass Kinder nach so langer Krankheit sich erst wieder an den Alltag in der Kita gewöhnen müssen.
Hier würde ich nur die Gesamtsituation betrachten und mich fragen, warum so abgehackt wurde ohne mit den Eltern ins Gespräch zu kommen und den Stand zu klären. Vor der Krankheit war die Eingewöhnung wohl noch im Gange.

Die Bezugserzieherin (ein Wort 😂) von unserem Sohn ist in der dritten Woche während Eingewöhnung schwanger geworden, naja ich freu mich für Sie. Mein Sohn hat jetzt auch so ein bisschen alle Erzieher, aber er kennt es ja nicht anders 😀 also ist es sogar okay für ihn.

Ähm, und zu der Zeit nach Krankheit... Also der Kindergarten ist ein Dienstleister! Ich lass meinen Sohn genauso lange und oft drin wie ich das will 😉 versteh nicht, warum man da so kuscht 🤷🏼‍♀️

Und was willst du jetzt tun?

Da tun mir die Erzieherinen leid unfassbar welcher vernünftige Menschen mutet seinem Kind sowas zu?

"Krippenschließung wegen Krankheit" ... meinst Du Krippenschließung weil zu viele Erzieherinnen krank sind um zu öffnen oder hat das Gesundheitsamt zu gemacht weil die Zahl meldepflichtiger Erkrankungen zu hoch war?
Beides ist nicht gut, Letzteres wäre aber das größere Warnsignal.
Klingt aber alles nicht toll. Guck Dich mal nach Alternativen um.