Krippenbeginn überbrücken?

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin aber ich frag einfach mal.

Ich bekomme mein Baby im März und da ich es alleine großziehen werde und ein Jahr nach Geburt wieder arbeiten müsste, hatte ich heute einen Termin im Kindergarten zwecks Info zu der Krippenanmeldung.
Hierbei wurde mir gesagt, dass die neuen Krippen-Kinder auch immer erst zum 01.08. eines Jahres aufgenommen werden.
Da ich bei geplantem Geburtstermin lediglich bis Mai Elterngeld bekommen würde, wäre ich bis ca. Ende September ohne Geldbezüge (außer Kindergeld), da ich durch die Eingewöhnung erst ab dem 01.09. wieder arbeiten könnte und dann mein erstes Gehalt erst wieder Ende September bekomme.

Nun meine Frage: ist das bei euch auch so / überall gleich? Hat jemand ähnliche Erfahrungen und tips, wie ihr die Zeit bis zum Krippenanfang überbrückt habt? Familiär kann mich hier leider niemand mit einer Betreuung so lange auffangen.

Hi,
wäre Tagesmutter für dich eine Alternative? Bis das Kind 2,5 ist?
Oft nehmen die Einrichtungen wirklich erst nach den Sommerferien auf, weil ja "durchgerückt" wird. Gelegentlich wird durch Umzüge oder Ausbau auch mal im Sommer/Frühjahr was frei...aber oft nur mit Glück.
Wenn du es durchdrücken willst, weiße schon jetzt auf den Rechtsanspruch ab einem Jahr hin, aber nicht in der Wunschkita, sondern bei der Kommune und drohe mit Klage Verdienstausfall. Dann bekommst du sicherlich einen Platz zugewiesen, der kann aber auch weiter entfernt und nicht in der Wunscheinrichtung sein.
lg

Ich habe tatsächlich schon an eine Tagesmutter gedacht aber das würde für mich nur als Überbrückung bis zum Krippenbeginn infragekommen und da weiß ich nicht, ob die das so kurz machen würden.
Ich muss mich demnächst dort mal erkundigen aber schwierig ist es schon. Dachte immer, dass Krippen ganzjährig aufnehmen.

Nur Kindergeld ? Du musst doch Unterhalt bekommen vom Erzeuger ?

Das ist leider in unserem Fall nicht so einfach aber wäre auch egal, da ich damit alleine die laufenden Kosten bis zum Krippenbeginn auch nicht zahlen könnte.

Aber vielleicht langfristig die Mehrkosten die durch die Tagesmutter entstehen, so dass Dein Kind nicht nach 4 Monaten umgewöhnt werden muss. Das ist Wahnsinn! Bei uns im Ort darf man sein Kind bis max zum 2. Geburtstag in die Krippe eingewöhnen weil es als unzumutbar erwachtet wird dass nach weniger als einem Jahr die Betreuungsstelle gewechselt wird!

Du könntest einen Teil des Elterngeldes als Elterngeld Plus beantragen, Unterhalt fürs Kind und ggfs. für dich etc.

Ansonsten Tagesmutter suchen.

Es ist nicht überall gleich, aber in unserer Stadt ist es auch so. Die KiTas nehmen nur zum 01.08. auf, wenn nicht gerade jemand umzieht.

Wir hatten zweimal das Glück zum 01.07. anfangen zu können, aber das waren Ausnahmen.
Sonst wäre der Opa eingesprungen, aber bei ums ging es auch nur um 4-6 Wochen.

Ich würde auch schauen, ob es vielleicht eine Tagesmutter gibt, die noch freie Plätze hat und die Monate übernehmen würde.
Man könnte ja ab Februar / März schon anfangen mit einer langsamen Eingewöhnung, dann ist es ein halbes Jahr bis August. Allerdings musst du natürlich dann ab dem Zeitpunkt auch schon den Elternbeitrag zahlen.

Alternativ könntest du versuchen in dem Jahr mit Elterngeld soviel wir möglich zurückzulegen um die Monate ohne EG von Erspartem zu überbrücken.

Vg Isa

Das man evtl. Chancen auf einen früheren Platz hat, falls jemand wegzieht etc. hat mir die KiGa-Leitung auch gestern gesagt und das wäre natürlich super aber darauf bauen kann ich leider nicht.

Ich muss mich wegen der TM mal erkundigen, da ich plane das Kind ggf. auch schon eher an die Tagesmutter zu „gewöhnen“, da die Babykurse nach der Geburt in den Räumlichkeiten dieser stattfinden und z.T. auch mit ihr zusammen. Darüber hinaus befinden sich die Räumlichkeiten direkt unter meiner Wohnung, was die Eingewöhnung und Überbrückungszeit bis zum KiGa ggf. auch erleichtern.

Familiäre Unterstützung habe ich zwar aber leider nicht über einen längeren Zeitraum, da meine Mutter nicht mehr lebt, mein Vater noch Vollzeit berufstätig ist und meine Schwester selber zwei Kinder Zuhause hat, wovon eines sehr stark behindert ist.

Ich denke, ich werde mir den Weg mit einer TN als Überbrückung einfach bestmöglich zurechtlegen. Letzten Endes ist jedes Kind anders und ich kann nicht voraussehen, wie meines auf die ganzen Situationen reagiert.

Ich würde jetzt möglichst viel zurücklegen (bzw. hätte damit schon lange angefangen und evtl. 450€ extra pro Monat rangescheffelt) und dann die Monate von Erspartem leben. Eingewöhnung bei einer TM für 4 Monate finde ich unzumutbar für so ein kleines Kind, es ist ja kein Hund, den man mal eben tagsüber abgibt und dann zu jemand anderem....!

Finde den Vergleich schon ziemlich anmaßend und respektlos.

Ich bin ungeplant mit 32 Jahren schwanger geworden und habe mich dafür entschieden. Als Alleinerziehende mit null Hilfe vom Vater des Kindes hat man leider nicht viele Möglichkeiten. Auch ohne mich rechtfertigen zu müssen, kann ich dir sagen, dass die aktuellen Ersparnisse für die Organisation des neuen Lebens benötigt werden und mit Sicherheit nicht so viel übrig bleibt dass ich davon 5 volle Monate finanziell überbrücken kann.

Daher habe ich hier um Tipps und Erfahrungen gebeten und nicht um sinnlose Kommentare wie „ist ja kein Hund“.

DAZU hatte ich dir Tipps zum Überbrücken gegeben, aber wenn du nur das herauspicken möchtest, das dich triggert, ist das deine Entscheidung, wenn auch nicht förderlich. Mit gerade mal 1 Jahr gewöhnt man sein Kind nicht mal eben so bei Person A ein, reißt es dann nach 4 Monaten wieder raus und gewöhnt es bei Person B, C und D in völlig neuer Umgebung neu ein. Mit einem Tier könnte man das, mit einem Kind eben nicht. Wenn TM, dann für die Zeit bis Kindergartenbeginn mit 3,5. Alles Gute!

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Ich hab leider keine Lösung aber noch ein paar Probleme, die ich in den Ring werfen muss. Auch wenn dein Kind in die Krippe geht, musst du daran denken, dass die Eingewöhnung einiges an Zeit dauern kann und du deshalb noch nicht sofort wieder n den Beruf einsteigen kannst.
Aber obwohl es hier bei uns wenig Betreuungsplätze gibt, haben viele Härtefälle einen Platz bekommen, wenn sie sich nachhaltig gekümmert haben.
Da manche Kinder im Laufe des Kita Jahres 3 werden, ändert sich der Betreuungsschlüssel, dann müssten eigentlich rechnerisch Plätze frei werden.
Hast du jemand der dich bei der Geburt begleitet bzw. jemand für die Zeit danach?

Die Eingewöhnung habe ich schon eingerechnet - ich plane dafür aktuell 5-6 Wochen.

Der Anspruch auf den Platz als Alleinerziehende mit Vollzeitjob sollte hier nicht das Problem sein. Ich habe nur nicht erwartet, dass auch unsere Krippen erst im August beginnen...

Bei uns starten die Kitas auch alle nur zum August. Aus anderen Orten kenne ich es aber teilweise auch anders.

Ich würde auch versuchen, eine Tagesmutter/ Tagesvater/ Großtagespflege zu finden, die schon unterm Jahr einen Platz hat. Und dann aber auch mindestens ein Jahr oder eben zwei Jahre dort bleiben.
Sonst ist das Kind ja gerade erst eingewöhnt und muss schon wieder wechseln. Klar kann es Kinder geben, die auch das wegstecken. Halte ich aber eher für die Ausnahme. Und ist für das Kind doch unnötiger Stress.

Außerdem gebe ich zu bedenken, dass 1.8. starten und 1.9. wieder arbeiten echt eng getaktet ist. Nicht jede Eingewöhnung läuft so problemlos. Lass das Kind in den vier Wochen mal zwei Infekte aufschnappen, wegen der es nicht in die Kita kann, da verzögert sich alles schnell. Da hat man mit einem Start bei einer Tagesmutter etc zum Jahresanfang deutlich mehr Puffer. Lieber 2-3 monate vor dem Arbeitsbeginn mit der Eingewöhnung starten, wenn es irgendwie geht.

Ich stimme dir zu aber leider ist eine 2-3 monatliche Eingewöhnung bei einem Krippenbeginn im August finanziell nicht stemmbar.

Eine Tagesmutter über einen längeren Zeitraum kommt für mich leider nicht infrage, da es ja hier meist keine Ersatzbetreuung gibt, falls diese krankheitsbedingt mal ausfällt. Und da es leider familiär auch nicht möglich ist eine Betreuung über einen längeren Zeitraum zu überbrücken, geht das leider auch nicht.
Ich hätte nicht gedacht, dass die Möglichkeiten so limitiert und schwierig sind, gerade als Alleinerziehende mit einem Vollzeitjob😕

Das mit der Überbrückung bei Ausfall der Tagesmutter ist in der Tat ein Problem. Gibt es bei euch Großtagespflegen? Also Zusammenschlüsse von mehreren Tagesmüttern. Bei uns laufen die außerhalb des "offiziellen" Kitasystems und haben daher zum Teil auch die Möglichkeit, nicht im August aufzunehmen. Meine Nichte war in einer, da gab es auch Vertretungen, wenn eine der Betreuerinnen krank war.

Evtl. Tagesmutter
Da kannst du dann auch beim Jugendamt nachfragen, ob die dir da helfen können.
Als Alleinerziehende ohne Geldbezüge ist es schwieriger, daher bieten da manche Ämter Tipps oder Möglichkeiten an.

Andere Anlaufstellen:

Pro Familia, Caritas.

Diese kennen sich regional eher ganz gut aus, können dir Tipps geben zu
- Anträgen
- Zusatzleistungen
- Jugendamt (welche Stelle)
- Arbeitsamt (welche Stelle, deine Situation)
- Bundesländerbezogene Infos (plus Anträge)
- regionale Unterstützungsmöglichkeiten, die es in eurer Gemeinde, Nachbargemeinde etc. gibt
z.B. auch Gruppen zum Austausch (wo sich auch Freundschaften entwickeln können/nicht müssen; sich gegenseitig unterstützen im Rahmen einer Bekanntschaft)

Evtl. denkbar, nicht für jeden etwas: "Leih-omas/Leih-opas"

Das ist bei uns auch so... Januar Anmeldewoche und dann werden die Plätze ab September verteilt. was ich dir raten kann ist alles auszuschöpfen was geht, weil du es ja dringend brauchst.

Ruf am besten bei den Krippen monatlich durch. Es gibt Notfallplätze die an wirklich ernst interessierten Familien gehen. Dafür müssen sie sich aber regelmäßig melden. Genauso werden solche Anmeldungen vorgezogen, wenn ein Platz früher frei wird. Aber da musst du wirklich am Ball bleiben und dich nicht scheuen spätestens alle 4 Wochen mal anzurufen. Genauso bei Tagesmütter um die Zeit überbrücken zu können. Denn auch da sind die Plätze begrenzt.

Zudem würde ich mich schlau machen und weitere Organisationen anrufen/besuchen. Bei uns gibt es z.b. den Kinderschutzbund, die auch Kinder betreuen oder dabei Helfen Betreuungsmöglichkeiten zu finden. Genauso bei Caritas, Kirchen etc. Da gibt es viele Ehrenamtliche die gerne helfen. Bei uns gibt es z.b. auch eine organisierte Nachbarschaftshilfe, wo du fragen kannst ob da jemand dein Kind betreuen kann. Also einfach alles mögliche mal abklappern, deine Situation schildern und schauen was die da so sagen.

Ansonsten brauchst du auch keine Angst haben Freunde zu fragen. Hab meine Kinder auch immer wieder Freunden aufgedrückt wenn ich Not am Mann hatte 😅

Ach und bei uns haben sie es vor einigen Jahren so umgeändert, weil wir zu wenige Plätze haben. Nur die Hälfte an Kindergärten bieten Krippenplätze an. Bei uns haben sie das so geändert, damit die einen Platz bekommen, die es auch brauchen. Da gehen sie die Prioritätenliste durch. Und auch jetzt gibt es 3-Jährige, die keinen Platz bekommen haben 🤷‍♀️ aber dann sind es Kinder, wo jemand zu Hause ist.

Hallo, ein so kleines Kind würde ich nicht übergangsweise von einer Tagesmutter betreuen lassen. Kaum ist es dort halbwegs angekommen, findet schon wieder ein Beziehungsabbruch statt. Das ist verwirrend für ein Kind und kann (!) sich auch negativ auf eure Beziehung und die folgende Eingewöhnung in der Kita auswirken.
Du könntest stattdessen, Leistungen nach dem SGB II beantragen beim Jobcenter (zur Überbrückung). Und dann anfangen zu arbeiten, wenn Dein Kind gut in der Kita eingewöhnt ist. Zudem solltest du Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss für dein Kind beantragen. Das Geld steht deinem Kind zu und du bist dafür verantwortlich, dass das ins Rollen kommt. Wende dich dazu bitte an das Jugendamt.
Ich wünsche dir alles Liebe