Ansprechpartner Hochbegabung

Hallo,

vielleicht kennt sich hier jemand ganz wertfrei mit dem Thema Hochbegabung aus und kann mir einen Tipp geben an wen ich mich wenden muss/sollte wenn dieser Verdacht im Raum steht? Ist der Kinderarzt da der erste Ansprechpartner oder gibt es geeignetere Anlaufstellen?
Das Kind ist 3 1/2 Jahre alt.

Vielen Dank vorab!

ich seh das zwiespältig. -- oft bei so kleinen Kindern ist das dann auch eher eine Inselbegabung, wenn überhaupt.
(Stichwort Ein Kindergartenkind kennt 100 Dino-Namen mit Herkunft und Zeitalter, weil es sich für Dinos interessiert, kann aber deshalb trotzdem nicht bis 100 rechnen oder schon Romane schreiben).

vor Eintritt in die Schule würde ich mir da GAR KEINE Gedanken machen Richtung Hochbegabung bzw. du schreibst ja auch gar nicht, wie sich das äussert... --- wenn ein 3jähriges kind schon briefe schreibt und den Einkaufszettel im Kopf rechnet und Mozart spielt ist das was anderes, als hier im Forum öfter mal gefragt wird. --

WEnn keine Probleme durch Unterforderung bestehen, dann kann man das in Richtung Einschulung auch durchaus mal laufen lassen. --- oder Zusatz-Programme anmelden (mehr Sport, Kreativkurse, gar Engschlisch o.ä.) --- aber bei 3,5 Jahren kann es auch einfach nur ein Entwicklungsschub sein, und dann passiert zwischen 4-6 eben gar kein Fortschritt....

Ich denke, da läuft dir mit 3,5 Jahren nix davon , -- was auch ... knifflig wird es bei Kindern, die alles schon können, wenn es an die Einschulung geht ... und da kann man dann in 2 starten.
und auch da sind oft erst Tests möglich ... dazu muss man ja lesen+rechnen können und diese logischen Zusammehänge aufschreiben können...

oder warum denkst du in diesem Alter schon an Hochbegabung? --- und warum denkst Du, du würdest etwas versäumen, wenn du jetzt nichts unternimmst?
Was bringt dir ein Test? -- es geht doch eher um die Folgen für die Alltag und die kann man auch ohne Test passend mit passenden Angeobten stricken....

Inselbegabung ist doch ein komplett anderes Thema und hat absolut nichts mit einer Hochbegabung zu tun

genau --- aber viele, die bei 3-5jährigen Vorschulkindern nach sowas fragen scheren das über den gleichen Kamm und fragen hier im Forum nach Hochbegabung. und da du keine genauen infos in deiner Frage geliefert hast, bekommst du eben auch allgemeinere antworten

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Hallo,
Das kommt natürlich darauf an aus welchem Grund du einen Ansprechpartner suchst?!
Gibt es Probleme? Willst du dein Kind testen lassen?
Wie kam der Verdacht denn überhaupt auf?

Hallo,

Probleme gibt es (noch) nicht, ich habe aber das Gefühl, dass wir quasi gerade am Scheideweg stehen, blöd gesagt.
In erster Linie würde ja anstehen sie generell testen zu lassen, richtig? Also erstmal eine Art Intelligenztest?
Irgendwie fühle ich mich da etwas überfordert den richtigen Weg für uns zu finden. Generell möchte nicht, dass mein Kind in irgendeine Schublade gesteckt wird.
Der Verdacht ergibt sich einfach aus ihrem Denken und Handeln, sie erfüllt zu 90% alle Kriterien die man heranzieht um einen Anfangsverdacht zu haben. Zudem kommt auch das Feedback aus unserem näheren Umfeld und dem Kindergarten.

In dem Alter ist testen meiner Meinung nach noch etwas früh. Ich habe selbst einen Sohn der 3,8 alt ist und ihn werde ich erst testen lassen wenn es um das Thema frühere Einschulung geht bzw Vorschule.

Wenn du sie jetzt schon testen lassen möchtest dann bitte bei einer erfahrenen Begabungsstelle/Begabungsdiagnostiker

Der Kinderarzt wird nicht der ideale Ansprechpartner sein. Obwohl unser Kia bei meiner Tochter selbst den Verdacht geäußert hat und uns auch eine Überweisung zum Psychologen geben wollte bzw uns den Weg über die Schulpsychologin geraten hat, diese war allerdings bei uns nicht der richtige Ansprechpartner.

Und in dem Alter von deiner Tochter wäre das für mich eh keine Option.

Aus welcher Gegend kommst du denn?

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Zunächst einmal solltest du dir klar machen, WARUM WILL ICH DAS WISSEN ?

Gibt es Probleme ? Ist das Verhalten auffällig ? Oder , oder.....

Ist dein Kind EINFACH NUR den andern vorraus, fragt er viel und versteht schnell, ist ja kein Test notwendig, das kann auch bedient werden, ohne dass man weiss wie hoch ist der IQ ist.

Bei Probleme aber ist der Kinderartzt, der jenige, der an weitere Ärtzte verweist. Da kann es dann im Laufe einer Diagnose zu einem Test kommen.

Ich kann nur dazu raten nicht vorschnell zu testen.

Hallo Karanga!
Ich denke auch, du solltest dich unbedingt an jemanden wenden, der sich richtig damit auskennt. Der Kia ist nicht der richtige Ansprechpartner.
An der Uni Bielefeld gibt es eine Pädagogisch-pschologische Beratungsstelle die unter anderem auf Hochbegabung spezialisiert sind. Deren Angebot richtet sich eigentlich an Kinder ab 5 Jahren, aber ich nehme an dass sie dir auf jeden Fall weitere Ansprechpartner nennen könnten und/oder sagen, ob einen Testung mit 3 Jahren schon möglich und sinnvoll ist. Schau mal hier:

https://www.fachportal-hochbegabung.de/beratungsstellen/870/

Außerdem gibt es das Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung, auch hier solltest du kompetente Ansprechpartner finden. Ich bin selbst Psychologin und empfehle es für Diagnostik von zb LRS gerne weiter.

https://www.bielefelder-institut.de/diagnostik-und-beratung.html

Generell ist 3 Jahre noch sehr früh, beraten lassen kannst du dich als Elternteil aber in jedem Fall. Alles Gute!

Hallo,

vielen lieben Dank für deine Antwort und die kompetenten Ansprechpartner.
Ich werde mich dort kundig machen. Ich denke auch, dass es in erster Linie um eine elterliche Beratung geht bei uns.

Viele Grüße

Auf jeden Fall an DGHK

https://www.dghk.de/

wenden. Die können dir einen guten Begabungsdiagnostiker in deiner Nähe empfehlen. Beim Begabungsdiagnostiker wurde nicht nur der Test gemacht, sondern auch Lösungsansätze für aktuelle oder zukünftige Probleme.

Hallo,

gibt es denn Probleme, dass es getestet werden müsste oder interessiert dich nur der IQ?
Wenn es rein aus Interesse ist, musst du dich an einen Begabungsdiagnostiker wenden. Den zahlst du aber selbst und das ist nicht billig.
Ist dein Sohn verhaltensauffällig und hat Probleme, wird das in der Kinderpsychiatrie getestet. Da ist der IQ aber nur ein Nebenprodukt. Also es wird nicht nur der IQ getestet, sondern das Kind wird auf seine Auffälligkeiten untersucht und der IQ Test wird nur im Rahmen dessen gemacht. Bei meinem Sohn wurde die Hochbegabung festgestellt, als ADHS ausgeschlossen werden sollte.
Wenn ein Kind keinerlei Probleme oder Auffälligkeiten zeigt, würde ich es nicht testen lassen. Warum auch?

LG
Lotta

Hallo karanga!

Ich habe eine 6-jährige Tochter, die gerade von der Lehrerin die Empfehlung zum Überspringen bekommen hat, möglichst bald, da sie sich sehr langweilt. Sie hat uns auch zu einem IQ-Test geraten. Das wollten wir eh mal machen. Mit 3,5 Jahren ist es vielleicht aber etwas früh. Ich habe bei meiner Tochter auch schon im Kindergartenalter bemerkt, dass sie eventuell hochbegabt ist, aber solange sie noch im KiGa ist denke ich, dass kein Bedarf besteht. Das Gehirn ist noch in einer Wachstumsphase, und Schule ist nochmal ein anderer Schritt. Ich würde daher warten, wie es sich in der (Vor-)Schule entwickelt.

LG
punktpunktpunkt

Hallo,

wenn Ihr keine Probleme habt, würde ich mit dem Testen warten.

Wenn die Kinder älter sind, bekommt man ein genaueres Bild.
Abgesehen davon, was würde sich denn ändern, wenn Deine Tochter hochbegabt wäre?

Unsere Tochter (12) fiel und fällt intelligenztechnisch auch immer auf, auch schon mit 3,5. Aber das hat nie Probleme verursacht.
Wenn wir einen IQ-Wert von ihr hätten, würde sich nichts ändern, weder schulisch, noch privat.
Die Kinder sagen einem schon selbst, womit sie sich beschäftigen wollen.

Unseren Sohn (9) haben wir mit 8 testen lassen, weil es Probleme in der Schule gab.
Der ist aber nicht nur überdurchschnittlich intelligent, sondern hat auch leichtes ADS, und da kommt mal das eine und mal das andere durch und verursacht Schwierigkeiten. #schwitz

Mit unserem Sohn waren wir bei einem Kinderpsychiater und -psychologen.

Hier gibt es z.B. etwas über Intelligenztests bei sehr kleinen Kindern:
http://hochbegabung-hochbegabte.de/intelligenztest_fuer_kinder.htm

LG

Heike

Hallo,

massive Probleme haben wir (noch) nicht. Es fängt aber an verschiedenen Stellen nun vermehrt an schwierig zu werden und es hat auch bei mir eine Weile gedauert um zu erkennen, dass es da eine Art Muster der Unterforderung ( Kiga/Spiel mit gleichaltrigen Kindern) gibt.
Mir geht es nicht darum zu wissen welchen IQ sie hat, das ist mir sozusagen egal. In erster Linie brauchen wir als Eltern eine Beratung wie wir sie fördern und unterstützen können, damit kein Leidensdruck für sie entsteht.
Ich habe Angst, dass diese evtl. Hochbegabung ansonsten eher Fluch als Segen ist für sie.

Liebe Grüße

hallo,
schwieriges thema.
mein sohn war als baby und kleines kleinkind sehr fix unterwegs. so konnte er zum beispiel mit drei monaten robben und mit 1,5 jahren sämtliche automarken benennen die er am straßenrand hat stehen sehen. auch die "exotischen". da haben wir aus diversen ecken gehört...es könnte doch...beobachtet mal...etc.
ja nun. er ist jetzt 4,5. er ist nicht einfach, wo die baustelle nun liegt ist mir noch nicht ganz klar. er ist clever, ja. cleverer als andere in dem alter. aber hochbegabt? ich glaube nicht.
die automarken hat er zumindest mittlerweile wieder vergessen.😄 war irgendwann nicht mehr interessant. will sagen, vieles in ganz jungen jahren ist einfach nicht aussagekräftig.
was aktuell gut tut? wir verabreden mittlerweile häufiger keine spielverabredungen mit seinen kiga kumpels, sondern mit den älteren geschwistern wo es passt. hat sich so ergeben, er liebt es und es funktioniert super. auch das wesentlich ältere nachbarskind ist eine beliebte spielpartnerin.
dazu hat er zwei fordernde hobbys. so ist er meiner meinung nach oft genug gefordert und es läuft.
wenn ihr gravierendere probleme habt ist eine gute und kompetente (kostenfreie) anlaufstelle auch immer die erziehungsberatung. da haben wir sehr gute erfahrungen mit gemacht. von dort aus wird man dann falls nötig weiter vermittelt.

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Was hat man davon? Meine Tochter wird Ende Dezember 3,5 und wird zweisprachig erzogen. Sie spricht auf dem Niveau eines 6-7 Jährigen Kindes in beiden Sprachen. Sie kann im Zahlenraum vis 20 addieren und subtrahieren und kann 12 Buchstaben mit denen sie auch lesen kann. Und jetzt? Ist sie jetzt Hochbegabt? Ich denke, sie ist einfach nur ein interessiertes Kind. Wenn ein Kind Interesse zeigt, kann man ihm alles beibringen. Von Hochbegabung würde ich erst ab dem Grundschulalter reden. LG

Wichtig ist neben der Intelligenz, grade wenn es dann um eine frühe Einschulung geht, dass die emotionale Reife vorhanden ist.

Bei uns besteht auch schon länger die Vermutung, allerdings wurde uns von einem Test abgeraten, insbesondere, da es derzeit ja keinen Unterschied machen würde.

Liebe Grüße!

Wende dich doch erstmal an die DGhK. (Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind)
Es gibt regional auch Familientreffen zum Austausch.

Hey, wir standen mit unserem Sohn, damals gerade 5, auch vor der Frage.
Die Erzieherinnen in der KiTa haben mich darauf angesprochen. Es gab da diverse Anzeichen, auf die ich jetzt aber nicht genauer eingehen möchte.
Durch die Leitung der KiTa kamen wir an eine Stiftung namens „kleine Füchse“
Die hat ihren Sitz in Wiesbaden. Für Partner KiTa‘s ist das kostenlos.
Waren wir aber leider nicht. Das ganze hat uns über 300€ gekostet.
Gemacht wurde der Test von einer Kinderpsychologin. Wir waren sehr zufrieden.
Das Ergebnis war interessant und „gut zu wissen“.
Wir haben aufgrund dessen, aber nix weiter unternommen und auch nicht früher eingeschult.
Seine Hauptkompetenz liegt in der Sprache.
Sicher langweilt er sich jetzt im Deutschunterricht, aber Schule besteht ja nicht nur aus deutsch. Von daher nehmen wir alles so wie es kommt.

VG
Bellis