4 jähriger nimmt Spielzeug aus KiGa mit...

Hey ihr Lieben, wir haben derzeit ein Problem was immer mehr wird... unser 4 jähriger nimmt sich immer wieder Spielzeug aus dem KiGa und versteckt es in seinem Fach oder seinem Beutel..wenn wir ihn abholen schauen wir alles durch und er muss es direkt den Erziehern zurück geben...wir reden und erklären immer wieder dass sowas nicht geht und er das nicht einfach in sein Fach legen und mitnehmen kann nur weil er es vllt schön findet... er ist dann im Gespräch auch immer recht einsichtig und sagt dass er es ja auch doof fände wenn jemand sein Zeug mitnehmen würde... aber prompt heut wieder beim abholen, kam der Erzieher zu mir, dass heut Spielzeug von anderen gefehlt hat und er es bei ihm im Fach gefunden hat... auf die Frage warum kommt entweder „weil ich es so schön finde“ oder „ich weiß nicht warum“
Ich hab keine Ahnung was wir noch machen können außer es ihm immer wieder zu erklären und zu sagen dass sowas nicht gut ist und man sowas nicht macht... 🤷🏼‍♀️
Ist es eine Phase..?
Die Erzieher schauen natürlich nun genauer hin bei ihm... wir stehen in engem Kontakt mit den Erziehern und er „schämt“ sich und verkriecht sich beim abholen auch gleich während die Erzieher mit uns sprechen...


Habt ihr Ideen wie wir dieses Thema wieder beenden können und es wieder besser wird..?

Liebe Grüße..

weniger Wattebausch. ---
also ein paar Mal kann man das ja lieb und nett erklären und drum bitten und wieder erklären, --- aber wenn das dann so oft und wiederholt vorkommt, muss es halt auch mal ein Donnerwetter geben - oder Konsequenzen, die vorher angekündigt wurden.

Was ist denn eine „logische“ Konsequenz die im Zusammenhang mit dem Handeln steht...
bei uns gibt es gewiss Konsequenzen, aber diese müssen schon zum Handeln passen... hier weiß ich leider beim besten Willen nicht was eine logische Konsequenz ist die man aussprechen kann... 🤷🏼‍♀️
Vllt hast du ja einen Tipp!?

Hallo,

ich bin zwar nicht die erste Antworterin, aber mir würde als erstes einfallen mal den Ton zu ändern. Schimpf ihn doch das nächste Mal und lass ihn deine Wut, deine Enttäuschung, deine Fremdscham, was auch immer spüren. Als Konsequenz würde mir persönlich einfallen, dass er jedes Mal, wenn er nochmal was versucht zu klauen bestraft wird und zwar dadurch, dass du ihm eins seiner Spielzeuge wegnimmst und dem Kindergarten schenkst. Und falls er gerne in den Kindergarten geht, würde ich ihm dann den Kindergarten für jeden Klauversuch am nächsten Tag streichen. Wenn er nicht gern geht, dann nicht, denn er soll es schon als Strafe empfinden.
Du könntest auch dem Kindergarten sagen, dass sie ihn bestrafen sollen, das kann dann z.B. ein Ausschluss aus besonderen Angeboten sein. Ist halt blöd, weil diese Konsequenz erst am folgenden Tag erfolgen kann, weil du ihn ja gerade abholst.

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mein Kind hat einmal ein Spielzeug aus dem Kindergarten mit genommen zu Hause ist es mir aufgefallen es musste das Spielzeug am nächsten Tag zurück geben sich entschuldigen und zusätzlich als Wiedergutmachung eins von seinen Spielzeugen dem Kindergarten schenken ja hart aber etwas mitnehmen geht für mich gar nicht + es hat geholfen

Wenn wir es in seinem Fach sehen Muss er es auch direkt zurück bringen und sich entschuldigen, dass macht er auch mit hängenden Kopf...
Meistens wird er vorher schon von den Erziehern „erwischt“ und die klären das dann, erzählen es uns nachmittags beim abholen dann nur...

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich erschrocken über die ganzen Tipps bezüglich Bestrafung. Dein Kind ist doch nicht „böse“, kein Kind ist das. Für mich wäre das ein Alarmsignal, ein Hilfeschrei des Kindes. Bestrafung und Bloßstellung ist kontraproduktiv!! Empathie und Einfühlungsvermögen sind angebracht, auch von Seiten des Kindergartens. Ich würde mal genau hinschauen, ob er mit dem Verhalten etwas bestimmtes bezweckt, unbewusst etwas sagen will? Seit wann ist er im Kindergarten, fühlt er sich dort wohl und gesehen? Gibt es oft Streit zwischen ihm und anderen kindern? Hat er zuhause dinge, die mit ihm gehören, oder wird er dazu „gezwungen“ alles zu teilen? Ist er überbrühtet, oder seid ihr womöglich sehr streng? Kinder versuchen doch oft über negatives Verhalten Aufmerksamkeit zu generieren. An diesem Punkt würde ich ansetzen. Was will er damit sagen? Auch noch interessant wäre vielleicht- War er schon mal mit der Thematik stehlen in Kontakt? Kam es in einem Buch vor, hat er anderweitig davon gehört, wurde ihm, oder euch etwas gestohlen? Hat sich in seinem Leben kürzlich etwas gravierendes verändert? Es kann bei einem so kleinen Kind natürlich auch sein, dass die Verlockung so groß ist und die Sehnsucht nach dem Spielzeug, dass er sich da nicht im Griff hat. So ungewöhnlich ist das nun nicht. Sieheauch: www.angelikawende.blogspot/2012/03/aus-der-praxis-warum-Kinder-stehlen.html

Vielen Dank für deine Antwort
Prinzipiell war genau das mein erster Gedanke.

Verändert hat sich, dass er mit mir 3 Wochen zur MuKiKur war, als wir wieder da waren ist seine Erzieherin zur Kur gefahren (ist sie derzeit noch) , wir bekommen im April ein Geschwisterchen, er freut sich riesig drauf redet viel mit dem Bauch und kuschelt viel (habe mich auch schon gefragt ob das der Grund sein kann), streng.. ich würde sagen nicht im Übermaß, ja es gibt gewisse Regeln und auch Konsequenzen, aber das Ist meiner Meinung nach nicht übermäßig..überbehütet ist er denk ich auch eher nicht
Teilen „muss“ er nicht, sein Spielzeug gehört ihm, wenn Freunde da sind darf jeder mit allem spielen...
Er geht seit 1 Jahr in die Gruppe (vorher Krippe), ist dort gut angekommen, versteht sich mit den Kids...
mit dem Thema klauen oder Diebstahl haben wir bisher nix zu tun gehabt, auch Bücher haben wir keine zu dem Thema.

Wie gesagt wenn man ihn fragt warum er das macht sagt er zB „weil die Feuerwehr cool ist und ich die haben will“


Wie gesagt eine Bestrafung von unserer Seite gab es bisher noch nicht, weil mir keine logische Strafe zu dem Thema eingefallen ist, oft passiert es am Vormittag in der Kita...

Vielen Dank für deine Worte!

Liebe Gruße

Das mit dem geschwisterchen treibt ihn sehr wahrscheinlich schon um und dass die Erzieherin nicht da ist, könnte auch eine Rolle spielen. Zudem wird er in dem Alter noch kein Bewusstsein für unrecht haben. Da kenn man ihm noch sooft sagen, dass man das nicht darf und warum, solange er es nicht selbst versteht und verinnerlicht hat, ist in seinem Fall die Verlockung wahrscheinlich größer. Die Frage ist, wie ihr an ihn herankommt und herausfindet, was er braucht, um damit aufzuhören. Ich habe für mein Kind aus ganz anderen Gründen diese Karten gekauft und sie springt sehr darauf an. https://www.google.de/aclk?sa=L&ai=DChcSEwibrKuni_XlAhXITRgKHRY2BCQYABACGgJsZQ&sig=AOD64_37sc8KCKvIeq1oBktlu1alPZGf6g&ctype=5&q=&ved=0ahUKEwjQ26Wni_XlAhVQ1qYKHU6WCQAQ9aACCDw&adurl=
Vielleicht wäre es in eurem Fall auch hilfreich und es kommt heraus, was ihn beschäftigt. Ggfs könnte man mit Hilfe einer Karte, die ein trauriges, oder ein wütendes Kind darstellt, auch besprechen, wie sich andere Kinder fühlen, wenn ihr Spielzeug weg ist. Auf jeden Fall solltet ihr versuchen, mit dem Kindergarten an einem Strang zu ziehen. Das „bestrafen“ (muss sich entschuldigen, wird geschimpft) zeigt offensichtlich keine Wirkung. Wie geht man dann damit um? Natürlich kann man es nicht komplett ignorieren, wenn etwas in deinem Fach ist, muss es wieder zurück. Vielleicht könnte dies aber unaufgeregter passieren, mit nur einem kurzen Satz dazu (so, das kommt wieder in die gruppe, du weißt, dass es nicht dir gehört). Evtl hört er auf, wenn er damit keine erhöhte Aufmerksamkeit generiert. Gut wäre ggfs auch, wenn die Erzieher verstärkt darauf achten würden, dass er für positives Verhalten Aufmerksamkeit erhält. Wo kann er „Verantwortung“ übernehmen, einbezogen werden. Spannend wäre auch; was passiert, wenn er mit dem „Stehlen“ aufhört, weil er z.b. merkt, dass er damit keine Aufmerksamkeit mehr bekommt, ob dann was anderes kommt! Das Stehlen passiert nur im Kindergarten?

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Sei ehrlich....nicht "das macht man nicht" sondern "das darf man nicht und ist strafbar" klingt vllt im zusammenhang mit nem 4 jährigen krass,aber ist ja ne tatsache....in dem alter sind sie halt nur nicht strafmündig, Diebstahl ist es trotzdem.

Ich bin ja recht klar und meine Kinder wollen eines gewiss nicht sein : Bösewichte :D
Daher hilft das immer,die wahrheit und ehrlich und logisch erklären.

Ansonsten wenn das nix hilft,schau mal dahinter,vllt braucht er grad einfach mehr aufmerksamkeit und holt sie sich eben so (kindern ist egal ob positiv oder negativ,negativ bekommen sie meist viel mehr aufmerksamkeit)

LG

Find das jetzt ganz normal. Zumindest war es bei meiner Großen auch so.
Ich würds jetzt nicht jedes Mal aufs Neue erklären. Einfach Fach kontrollieren und die Sachen abgeben. Fertig. Umso mehr man dann ja jetzt "Theater" macht umso interessanter wird es ja. Schenkt man dem Ganzen aber weniger Bedeutung wirds schnell langweilig ;)

Lg

Nun bei meinem Kind, hätte die Möglichkeit, dass dann die Polizei kommt Wunder gewirkt, denn Verbrecher und Einsätze der Polizei kannte er aus Wimmelbüchern.

Ich gehe mit einer Mitschreiberin mit: kein großes Theater. Durchschauen, sofort zurück geben, fertig.
Das geht mit Sicherheit vorbei.

Ja aber stimmt ja nicht.
Weil ein Kind was aus dem Kindergarten mitnimnt, kommt keine Polizei.

Ja das stimmt, aber im Prinzip würde die Polizei kommen, wenn jemand klaut und das ist für die Kids nachvollziehbar.
Ich schrieb ja auch bei meinem Kind, hätte allein die Möglichkeit gereicht, ein anderes fänd das vielleicht cool und dann steht man da...

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Hallo :-)

Hm. Schwierig. Wir hatten diese Situation jetzt auch zweimal - mit längerem Abstand dazwischen. Ich denke, er hat einfach nicht bis zu Ende gedacht. Die Murmel war schön, da wandert sie halt in sein Fach statt nach dem Spielen zurück zur Erzieherin. Ein andermal hatte ich in seiner Jackentasche einen Ball gefunden, allerdings erst zuhause. In beiden Fällen musste er das "Gestohlene" zurückgeben. Da es allerdings noch nicht weiter vorkam, habe ich gesagt: "Komm, wir gehen zusammen hin und sagen, Du hast den aus Versehen mit heimgenommen, weil Du ihn so schön fandest." Habe ihm aber auch deutlich gesagt, dass Wegnehmen einfach nicht geht! Er war sich da noch gar nicht bewusst, dass das falsch war. Die Erzieherin sagte dann auch zu ihm, dass man das nicht macht - aber weil er so ehrlich war, durfte er den Ball dann sogar behalten.

Beim 2. Mal dann, die Murmel, war ich da noch deutlicher. ABER ich hab dann danach ruhig mit ihm geredet und auch gesagt, wenn er etwas so gerne haben möchte, dann kann er doch zu uns kommen und uns das sagen. Dann schauen wir nach einem Geschäft, wo man das kaufen kann (wenns was ganz Kleines ist) oder es kann der Weihnachtsmann bringen bzw. wir kaufen es ihm zum Geburtstag.

Ich wollte dem also mit Verständnis begegnen - dass man eben manchmal unbedingt was will und ich das Gefühl kenne (und ja, ich kenne das aus meiner Kindheit eben auch noch gut genug, wie sich das anfühlte, und ja ich hab auch mal was eingesteckt und wurde erwischt und fühlte mich gedemütigt und ertappt …) Das muss er eben lernen. Ist ein Prozess wie alles andere auch. Sollte das aber dann gehäuft vorkommen, dann müssen auch Konsequenzen her, ganz klar. Ich finde nur, dass man da nicht übertreiben darf. Es ist ein Kind. Es lernt erst noch, was richitg und falsch ist - und wie sich das auswirkt, wenn man das verwechselt ;-)

Das Beste am Kiga ist doch, dass es neutrales Spielzeug gibt. Wieso nimmt da jeder was eigenes mit?

Es gibt montags einen Spielzeugtag, da darf jeder ein Lieblingsspielzeug von daheim mitbringen...
unabhängig davon, war es auch an anderen Tagen, eben mal ein Auto oder sowas aus der Gruppe...