Fragen über Fragen

Hallo liebe Leute,

ich hab auch mal ne Frage. Wir haben einen Sohn von 4,5 Jahren (und ich bin gerade mit Nr. 2 schwanger), um den es geht.
Er ist an sich ein super aufgewecktes Kerlchen und momentan in der Frage-Phase. Er will ganz viel wissen und können, was ja super ist. Nun ist mein Mann momentan viel beruflich unterwegs und Großeltern etc haben wir hier nicht.

Er fragt mich LÖcher in den Bauch!! Von morgens bis abends. Er fragt oft die gleichen Dinge wie beim Autofahren „wieviel km können wir noch fahren?“ (seid er weiß, dass das auf der Anzeige steht, fragt er IMMER beim losfahren) Aber auch ständig neues. Welche Automarke ist das? Wie ist das Wetter in Afrika? Wir versuchen schon seinen Wissensdurst zu stillen entsprechend seinen Interessen. Aber es geht oft so schnell, selbst neulich beim turnen: er hatte alle „Stationen“ einmal durch und fragte mich, was er jetzt noch machen soll und kam immer wieder um
mich Sachen zu fragen, statt zu turnen🙈😅

Aber Leute, wem gehts auch so, macht euch das nicht manchmal wahnsinnig?!? Ich bin morgens gerade 2 min. wach, putze mir die Zähne und muss erklären, wie ein Rauchmelder funktioniert 😅😅
Habt ihr so ein inneres „Ooooom“ oder wie macht ihr das? Liegt vielleicht auch an der Schwangerscjaft, aber mir fehlt da momentan echt öfter mal die Geduld.

Sein Kopf scheint irrsinnig zu arbeiten momentan, habt ihr ne Idee wie ich ihn noch besser beschäftigen kann? Wir haben auch bald Entwicklungsgespräch im Kiga, da werd ich die Erzieherin mal fragen 🤷🏻‍♀️

Lg,
Tomate

Das ist doch normal. Immer einfach nach bestem Wissen und Gewissen beantworten. Es gibt auch tolle Bücher wie z.B. - sinngemäß - warum der Hai nicht zum Zahnarzt muss.

Mein 8 jähriger steckt seit Jahren in dieser Phase. Man gewöhnt sich daran.

Und er gewöhnt sich daran seine Fragen aufzuschieben. Er fragt nicht mehr in der Schule nach fachfremden Themen. Und er lernt sich sein Wissen selbst zu suchen. Er hat sehr schnell lesen gelernt, ist Stammgast in drei Büchereien.

Es ist zeitweise lustig, peinlich, spannend,..... Ich lerne sehr viel von und mit diesem Kind. Sind wir mal mit Menschen unterwegs die das nicht kennen, sind die oft erstaunt was dieses Kind wissen möchte. Er hat ungewöhnliche Blickwinkel und erkennt Zusammenhänge die man nicht unbedingt auf den ersten Blick selbst sehen würde.

Ich liebe diese ungezügelte Neugier. Allerdings setze ich auch Grenzen, wenn es gerade nicht geht. Dann verschiebe ich die Antwort, verweise an andere Menschen die sich besser auskennen, biete an zusammen zu recherchieren.....

Er merkt sich ganz viele dieser Dinge auch.

Ich glaube bei ständigen Fragen wie diese Kilometerfrage, wie lange noch.... wäre ich auch genervt.

Gelassen bleiben und je nach Zeit kurz und knapp oder ausschweifend antworten. 😉 Unsere Tochter ist noch jünger (3), ihre Fragen daher einfacher aber sicher nicht weniger. Wie oft ich z.B. erklären muss, warum der Igel abends das Katzenfutter frisst... Ich kann es nicht mehr zählen...
Es gibt durchaus Kinder, bei denen verliert sich das bis ins Grundschul-Alter nicht. Wahnsinn, was da manchmal für Fragen im Sachunterricht kommen. Da musste ich tatsächlich schon manchmal den Klassiker bringen: Tom, das ist doch gleich eine prima Hausaufgabe. Finde es heraus und berichte uns morgen. (- wenn ich keine Antwort weiß 😅)
Ich weiß nicht, ob durch Beschäftigung die Fragerei weniger wird - eher wohl mehr. Aber ich versteh auch nicht, wo das Problem ist. Ansonsten kannst du natürlich versuchen durch Bücher (Bibliothek) seinen Wissensdurst zu stillen oder vielleicht ist Tiptoi etwas für ihn?

Danke für deine Antwort! Tiptoi hat er schon, auch einige Bücher. Zu Weihnachten kriegt er den Globus.
Ich finds auch nicht schlimm, Fragen zu beantworten. Mich nerven es nur, wenn er immer wieder die gleichen Fragen stellt und ich genau weiß, jetzt fahren wir an dieser Ecke vorbei und da fragt er gleich wieso da zwei Ampeln stehen...*ahhh* 😅😅

Hallo,
auch wenn mein Umgang mit dem unstillbaren Wissensdurst meines Sohnes hier sicher auf einige Kritik stößt. Für uns passt es so. Und zwar Fernsehen #schock#winke
Ich will es erklären, mein Sohn ist verrückt nach diesen "Wissens"-Kindersendungen, Woozel Goozel, Checker Tobi (und andere), Entdeckerzone....
Wir schauen uns diese Sendungen zu 90% zusammen an, auch über Internet (da kann er sich die Themen ja aussuchen.)
Ich muss sagen, selbst ich lerne dort noch neues und mein Sohn speichert unglaublich viel davon ab. Es kann vorkommen das er Wissen aus Sendungen wiedergibt welche er vor 1 Jahr gesehen hat.
Bei der abendliche Vorlesezeit wünscht er sich auch oft " Wissensbücher ", selten Geschichten o.ä.

Wir googlen auch viel :D Ich kann ja schließlich nicht alles wissen.

Wir gucken auch sehr oft beim essen was an xD
Letztens kam (mal wieder) die Frage auf, wie Parmesan entsteht bzw diesmal woraus es besteht :D
Oder welche Vitamine in dem und dem Gemüse steckt (da gings mal um Fenchel im essen)
Wie Blutwurst entsteht.
Wir beantworten Fragen gern direkt,später interessierts ja nimmer, so bleibt es auch besser hängen.

Wir gucken gern Es war einmal das Leben :)

Danke für deine Antwort und deine Tipps zu den Sendungen. Wir haben vor kurzem angefangen Conni zu gucken, da lernt er auch schon recht viel 😅😅

Wenn es passt die Frage beantworten und wenn es nicht passt auf später verschieben. Ein Kind muss auch lernen, dass es nicht immer das Thema bestimmen kann, und wenn es wirklich interessiert, dann kann ein Kind in dem Alter auch schon die Beantwortung der Frage auf später verschieben. Dann kann man ggf. auch mit Wissenssendungen oder Büchern oder Museumsbesuch darauf eingehen.
Ich finde es spannend, was man selber auch dabei lernt. Ein Blauwal wiegt zwischen 50.000 und 150.000 kg :-)

Ja spannend ist es tatsächlich meistens. Manchmal geht mir aber auch einfach die Puste aus 😅
Ich sage dann auch öfter, dass das jetzt warten muss.

Total normal!

Meine gehen gerne in die Bücherei. In dem
Alter & auch bei meinem mittleren mit 8 Jahren) waren Sachbücher, á la Wieso? Weshalb? Warum? Und Ähnliches hoch im Kurs.
Mal war ein bestimmtes Thema uninteressant und alles kam dazu zu Hause an. Mal wurde einfach gestöbert.

Hi,

mein Zwerg ist auch 4,5 und fragt und fragt.

Auf alles was ich sage kommt eine Gegenfrage.

Es gibt Essen.
Wo? (Wir essen öfter mal bei den Schwiegereltern nebenan)
Zu Hause.
Welches zu Hause?

Bei uns helfen Gegenfragen:
Wieviele zu Hause hast du denn?
😂

Ich frage ihn manchmal , was er glaubt warum. Dann ist er mit denken beschäftigt und es kommen oft lustige Erklärungen von ihm 😄

Das mit den Gegenfragen ist eine gute Idee, das werden ich mal testen 😅 Danke für deine Antwort!

das ist normal --- und warum andere Beschäftigungsmöglichkeiten suchen?

vermutlich musst Du wirklich einfach Wege finden, dein eigenes inneren ommmmmmmm zu stärken ....
(cooler Begriff! )

Kenne ich sehr gut,hört auch nie wieder auf, im besten Fall.

Einfach antworten, manchmal ist weniger auch mehr (also simpel beantworten)
Können wir zwar selbst nicht (hier is es immer ausführlich xD) aber als Rat würd ich das immer weiter geben hahaha
Im Kiga ist das leider so das meine Große nicht viele Fragen gestillt bekam, ich hab sie öfter darauf verwiesen auch mal anderen Löcher in den Bauch zu fragen :D
Aber den meisten sind die Fragen meienr Kinder einfach nicht "kindgerecht" genug...aber ich finde das ist so ein Thema,ich mein,was ist denn bitte kindgerecht? Wenn das Kind die Frage nunmal hat,dann hat das Kind die Frage...ich beantworte ALLES und rede auch mit meinen Kindern über absolut alles und auch wenn ich mal genervt bin, dann sage ich ihnen das Neugier gut ist und sie nicht aufhören sollen zu Fragen,ich entschuldige mich auch immer wenn ich mal keine Lust mehr habe Fragen zu beantworten und sage "nein jetzt bitte nicht" :D

Ich liebe den Spruch aus meinem Spiel "wissen ist Macht" das sag ich immer so vor mich her und wie bekommt man wissen? Richtig,durch Fragen :D

Sieh es so wie bisher auch,du leitest dein Kind durch die Welt,du bringst ihm damit sehr viel bei....wir waren geduldig dabei wie unsere Kids,sitzen,krabbeln,laufen,sprechen,essen usw lernten,dann sollten wir jetzt auch weiter geduldig sein wenn sie sich wissen aneignen....sie lernen dabei verdammt viel auch sprachlich ist es sehr gut wenn sie viele Fragen stellen.

Aktuell ist meine Tochter in der Lesen Lern Phase (sie wird bald 7) und bittet mich immer Dinge "im ganzen" zu lesen...also nachdem wir geleren haben,soll ich ihr das alles nochmal flüßig vorlesen quasi und ich merke wie sie regelrecht an meinen Lippen klebt und selbst ihre Lippen still bewegt...sie lernt so.
Generell beim sprechen/vorlesen beobachten sie immer meine Lippen,das ist gut für die eigene Sprachentwicklung.
Also...siehe die Fragerei immer positiv,es steckt noch soviel mehr dahinter wie nur eine Frage zu beantworten....grade die Frage beim turnen,ich finde da wägt jmd möglichkeiten ab,vllt kann er ja nun noch was anderes tun,daher bin ich auch nicht der Typ der nur simple Antworten gibt :D Damit mache ich mir zwar noch mehr "arbeit" weil dadurch noch mehr Fragen entstehen (können) aber mein Kind lernt so das er einfach immer viel mehr Möglichkeiten gibt und das Interesse wächst an sovielen Dingen weil es mehr erfahren möchte,auch über Hintergründe usw.

Aber ja,es macht mich auch oft wahnsinnig,auch ohne schwangerschaft xD

LG

Oh jaaaa...

Ich schwanke immer zwischen: Wow, was ich eigentlich alles weiß und OMG, ich habe keine Ahnung ;-)
Ich bin Google & Youtube da schon oft dankbar gewesen.
Ich hoffe, dass dieser Wissensdurst bleibt und in der Schule hilft ;-)

Wenn es aber nicht passt, dann bügel ich das auch mal ab. Es hat ja schon auch Auswirkungen auf die Dauer des Essens, des Anziehens, seine Konzentration beim Radfahren und manchmal habe ich eben einfach keine Lust. Auch das muss Sohnemann akzeptieren, ich bin manchmal einfach müde und da müssen 3 Antworten reichen.

Sei froh, dass du die Antwort weißt und deinem Kind helfen kannst.

Bei meiner Tochter, HB, konnte ich, als sie 4 Jahre alt war, noch helfen und habe alles konkret erklärt. Als sie 5 war, brauchte ich schon google, um ihr zu helfen. Wie sie 6 war, habe ich teilweise überhaupt keine Ahnung mehr (obwohl ich 2 juristische Staatsexamina habe). Dies ist richtig frustrierend.

Nur mal ein Beispiel: letzte Woche fragte sie, warum die Blätter braun werden. Die Photosynthese konnte ich noch und habe diese detailreich erklärt + dass, nun die gelben, roten und orangefarbenen Pigmente zum Vorschein kommen, die bislang aber vom Chlorophyll verdeckt wurden (sog. Carotinoide).
Heute morgen: Mama, diese Carotinoide sind doch auch bei den Flamingos, oder? Wie unterscheidet sich die Struktur dieser Carotiode bei den Blättern von den Flamingos? WTF

Ich mag deine Tochter :-) super solche Fragen zu stellen.

Wie??? Weißt du das etwa nicht? #augen

Die Frage ist super#rofl

Hihi, meine fängt gerade mit der Fragerei an und ich finde es definitiv besser wie andauernd Blödsinn zu machen ( noch). Für unterwegs im Auto evt Tip toi ? Lg

Meine Tochter hat nie gefragt sondern erklärt. Ist super, oft erklärt sie es richtig, da kann ich nochmal eine Erklärung hinterherschieben und sonst erkläre ich es dann zwar nochmal richtig, aber die Zeit in der sie es mir erklärt nutze ich um mich mental vorzubereiten. Vielleicht hilft es dir einfach mal zu antworten :"was denkst du wie es funktioniert /wofür es ist" er kann drüber nachdenken und antworten und du noch kurz deine Zähne putzen. :-) erklären musst du zwar trotzdem, aber mit Vorwarnung quasi. Und bei den km beim Auto erkläre ihm, wann ich zu Hause losfahre fahre ich immer 30, auf der Straße immer 70 etc. Wenn er dann fragt, dann sag schau, wo sind wir? Wie schnell darf ich hier fahren. Wenn er es weiß fragt er vielleicht diese Frage nicht mehr.
Wir hören übrigens h
Hörbucher beim Autofahren, da hat man dann bisschen Pause.
LG

Das Problem ist, dass er meine Erklärubg dann nicht mehr akzeptiert, denn in seinem Kopf hat er ja schon eine 😅😅

Nee das mit den km ist anders: ich hab ne Anzeige im Auto, da steht wie viele km das Benzin schon reicht. Und immer wenn wir los fahren, will er wissen wieviel das ist und ob das Benzin noch reicht 🙈😅😅

:-) ja gut, dann musst du weiter erklären. Mir hilft Schokolade, wenn ich genervt bin. :-)

Mich nerven eigentlich immer nur die Fragen, zu denen er die Antworten schon kennt🙄 Die Stelle ich dann einfach zurück und lasse ihn selbst antworten.

Ganz schlimm war immer "Warum?", denn das hatte er mit Schnellschussgewähr verteilt😖 Deshalb gab es ab 3 die Regel, dass solche Fragen im ganzen Satz gestellt werden müssen 😂

Ja genau das ist das Problem. Wir fahren öfter an einer Ecke vorbei und ich weiß genau, dass er mich dort fragen wird, warum da 2 Ampeln stehen 😅🙄

Das mit den ganzen Sätzen ist eine sehr gute Idee 👍 😅

Wie die anderen schon sagten - voll normal. Und jaaaaa manchmal nervig. #augen Ich kann mich erinnern dass mein Sohn eine extreme Frage Phase hatte da war er aber jünger. Und mich hat es richtig wahnsinnig gemacht. Heute ist es nicht so schlimm bzw auf einem Niveau wo es nicht mehr nervig sondern mitunter interessant wird. ;-)

Meine drei Strategien 1. Fragefreie Zonen oder Zeiten vereinbaren oder zumindest von ihm erwarten dass er auch ein "Nein jetzt nicht" oder "das reicht mir jetzt" akzeptiert. 2. Gegenfragen! Oft hatte meiner eh schon eine Antwort im Kopf und so richtig zu gehört hat er mir auch nicht immer. 3. Pausen schaffen. Bei meinem Lüttem war es so dass Bücher, Hörbücher, tiptoi etc sein Fragen nicht verringert haben, denn seine Fragen waren schon speziell. Aber ich hatte mal Zeit zum Luftholen. #bla

LG

Hallo, ja, an diesem „Ommm“ arbeite ich auch grad heftig! 😃
Ich finde die Fragen ja auch total wichtig und oft auch super, aber manchmal erschöpft es auch ganz schön, wenn das Doppel-Fragen-Feuer unserer dreijährigen Zwillinge bereits morgens an unserer Bettkante beginnt.

Mir geht es bisweilen so wie Agneswa, trotz ordentlicher Allgemeinbildung stockt mir manchmal bereits jetzt der Atem. Das mit dem Chlorophyll hatten wir letzthin auch, gestern warum die Sonne um die Erde wandert, warum das Meer grösser und kleiner wird (Ebbe und Flut). Im Moment sind auch Länderflaggen ganz hoch im Kurs - da stosse ich mit der Erklärung der Farben und Symbole doch an meine Grenzen.

Ich habe die 10 Minuten fragefreie Zeit mit einem für die Kids sichtbaren digitalen Wecker eingerichtet- gelegentlich gehts echt nicht ohne..