Kind 3J hat oft Bauchkrämpfe

Ich bin verzweifelt von heute auf morgen fing es an, dass meine Kleine Bauchkrämpfe bekommt. Es ist phasenweise. Waren schon bei zwei Ärzten, die schieben es auf einen Magen Darm Infekt. Ich finde das aber untypisch. Sie erbricht nicht und hat auch keinen Durchfall. Sie spielt ganz normal lacht und rennt rum und plötzlich hält sie ihren Bauch und sag Aua Aua. Besonders nachts schläft sie sehr unruhig, wälzt sich hin und her und wacht oft auf. Da sind die Krämpfe am schlimmsten. Meistens hilft dann Wärme und Bauchmassage. Essen tut sie tagsüber auch normal. Ich fühle mich echt hilflos. Vielleicht kennt sich jemand damit aus oder hat das auch schon bei seinem Kind gehabt? Über Antworten wäre ich dankbar.

Es kann alles mögliche sein. Bauchmigräne (hatte ich in dem Alter ganz schlimm, und nur nachts, mein Sohn tagsüber und nachts).

Oder was anderes.

Meine beiden Großen hatten das auch, ganz schlimm. Ich bin auch verzweifelt, weil mich niemand ernst nahm. Nun ja, beide sind lactoseintolerant und fructoseintolerant. Seitdem ich das weiß ist der Spuk vorbei.

Bis dahin war es echt eine Tortur. Also bleib hartnäckig. Ultraschall, Blutabnahme,...usw. Für vor allem ein Schmerztagebuch.

Könnte es eine Lebensmittelunverträglichkeit sein?
Eine Freundin von mir hatte das im Kindesalter jahrelang.
Irgendwann hat ein Naturheilpraktiker bei ihr eine Weizenunverträglichkeit festgestellt.
Ohne Weizen war sie Beschwerdefrei.

Hallo,
ist sie schon komplett trocken?
Wie ist der Stuhlgang?

Meine jüngere Tochter hat Laktoseintoleranz. Wenn sie Laktose im Essen zu sich nimmt, bekommt sie Bauchkrämpfe wie von dir beschrieben. Allerdings pupst sie auch viel und das riecht auf eine ganz spezielle Weise. Der nächste Stuhlgang ist dann sehr weich und riecht auch deutlich.

Selbst wenn du solche zusätzlichen Symptome nicht beobachtest, könntest du die gängigen Unverträglichkeiten Mal ausprobieren:
Eine Woche ohne Laktose (laktosefreie Milch kaufen, Margarine statt Butter, laktosefreien Joghurt, keine Schokolade, bei Süßigkeiten und Fertiggerichten die Zutatenliste lesen, darf keine Milchprodukte enthalten. Achtung auch bei Brot!)

Dann evtl eine Woche ohne Weizen. Vielleicht etwas aufwendiger, aber auch da kann man googlen und sich einlesen.

Wenn nach jeweils einer Woche keine oder kaum weitere Bauchschmerzen aufgetreten sind, kann man den Gegentest machen. Also nach einer laktosefreien Woche gezielt ein Glas normale Milch geben. Zumindest bei Laktose kann man dem Kind damit nicht schaden, außer, dass es natürlich Bauchschmerzen bekommt.

Probier's mal aus - vielleicht kommt ihr der Sache ja schnell auf die Spur.

LG!

PS
Auch Verstopfung kann üble Bauchschmerzen machen - hatte meine Kleine gerade zwei Tage lang. Sie hatte viele Hefeknödel verputzt und einen halben Schokonikolaus. Tja, danach war alles fest und wollte zwei Tage lang nicht raus. Aua. Demnächst gibt's wieder mehr Äpfel... ;-)

Ja sie ist trocken. Der Stuhlgang ist eigentlich okay, eher vielleicht etwas fester.
Was mich halt wundert tagsüber ist alles gut und plötzlich so ab 17Uhr wird sie schlapp und bekommt Bauchweh. Und nachts ist es dann besonders schlimm. Alles komisch. Aber an eine Lebensmittelallergie hab ich auch schon gedacht. Will auf jeden Fall mal eine Blutuntersuchung machen lassen.

Hm, die zeitliche Regelmäßigkeit ist merkwürdig. Vielleicht ist sie einfach nur sehr sehr müde? Wenn sie nachts auch Bauchschmerzen hat und dadurch schlecht schläft, könnte ein Teufelskreis entstehen...

Oder sie isst immer nachmittags etwas, was sie nicht verträgt?

Ich fürchte, über einen Bluttest bekommt man nur eine Veranlagung heraus, nicht, ob die Unverträglichkeit schon "ausgebrochen"ist. Unser erster Kinderarzt hat sich geweigert, einen Bluttest durchzuführen. Der zweite meinte dann - etwas genauer - wenn sie eine Unverträglichkeit hat, sieht man die im Bluttest. Umgekehrt kann man aber im Bluttest auch Unverträglichkeiten sehen, die sie NICHT hat - und ob die jemals ausbrechen, weiß man nicht. Bei uns war der Bluttest dann überflüssig.
Das Wichtigste ist also wirklich das eigene Ausschluss-Verfahren.

Viel Erfolg!