Abschiedsrituale - Abschied einfacher machen

Hallo,

meine Tochter (4) ist sehr auf mich fixiert und bleibt, wenn ich abends zum Nachtdienst fahre, ungern bei ihrem Papa. Sie kennt es immer von mir ins Bett gebracht zu werden und wird von mir in den Schlaf begleitet. Wenn ich arbeiten gehe (Nachtdiendt) geht das nicht und der Papa muss übernehmen.

Habt ihr Ideen wie sie mich abends besser gehen lassen kann? Sie hat dann starken Trennungsschmerz, weint fast immer, läuft mir bis zum Auto, lässt nicht los. Schläft sie woanders (bei Oma), klappt es deutlich besser, wenn auch nicht ohne weinen. Oft mache ich 5-7 Dienste (10Std) und ab dem 3. Tag klappts besser. Aber die Umstellung von meiner freien zur Arbeitswoche fällt ihr eben schwer. Wenn jch frei hab schläft die zb auch total gern bei Oma, da klappt veraschieden total super. Gehe ich aber zur Arbeit, weint sie.

Habt ihr Ideen? Vereinfachungen? Was hat euren Kindern das ganze leichter gemacht? Es soll mir nicht darum gehen, dass ich ihr weinen unterbinden möchte. Die darf weinen und auch traurig sein dürfen. Aber schön wäre, wenn sie auf Dauer einen Umgang findet, der sie nicht so sehr leiden lässt. Auch der Abschied am Morgen, wenn der Papa sie in die Kita bringt und ich ins Bett gehe fällt ähnlich schwer.

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Vielleicht hilft es ihr, wenn der Papa mit ihr noch mal raus geht, kurz bevor Du los musst. Dass sie nicht sieht wie Du gehst. Dann muss der Abschied aber auch kurz sein. Ohne "gute Nacht, bis morgen" sonder eher "tschüss, viel Spaß auf dem Spielplatz" Natürlich soll sie vorher wissen, dass Du abends nicht da bist, aber ich würde es in der Abschiedssituation nicht noch mal erwähnen.

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Hallo,

meiner Meinung nach beantwortest du die Frage doch im ersten Absatz selbst.
Woher kommt die Fixierung auf dich ? War das schon immer so ? Warum bringt der Vater sie nicht auch ins Bett wenn du da bist ?

Ich kenne das in meinem Umfeld so nicht. Da machen das beide Eltern mit dem gleichen Ritual.

LG
Tanja

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@juni
Der Grund ist schlichtweg, dass der Papa viele Spätschichten hat und abends selten da isg. Das hat keine besonderen Gründe, die wir uns so ausgesucht haben sondern die Arbeitszeiten so mit sich bringen. Kenne das dementsprechend auch aus dem Freundeskreis, wir sind da nicht wirklich Exoten. 😅

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Mir ging es übrigens nicht drum, die Situationen zu reduzieren/sie zu entwöhnen, sondern um Abschiedsrituale.

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Siehst du und ich halte Rituale bzw. Ablenkung, in dem Fall für ungünstig. Sie muss einen Weg finden damit klar zu kommen. Mit 4 ist sie sicher schon verständiger als ein 2-jähriges Kind. Das sie auch morgens Probleme hat, zeigt das sie den Vater doch ablehnt (klingt schlimmer als es ist)
Ich würde keine Ablenkung einführen, sondern sie weiterhin begleiten es auszuhalten.

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Rituale sind aber keine Ablenkung, damit sind für mich eher Dinge gemeint, die trösten/den Schmerz erleichtern. Ablenkung ist etwas völlig anderes und tatsächlich nicht zielführend.