Junge, 3 Jahre und 9 Monate, ist unausstehlich ( achtung sehr lang)

Hallo zusammen!

Da ich schon langsam nicht mehr kann, wende ich mich an Euch!

Mein Sohn ist seit ca 1. Jahr sehr schwierig!
Er hat einen unglaublichen Sturkopf und wenn etwas nicht nach seiner Nase geht, schreit er herum und beschimpft uns! '' Du bist eine gemeine, dumme, blöde Mama/Papa, lass mich in Ruhe, ich will dich nicht mehr sehen, niewieder.. Etc. Solche Sachen sagen wir zu Hause absolut nicht!
Er ist sprachlich sehr weit und kann sich ausdrücken wie ein Erwachsener! Er hat ein unglaublich gutes Gedächtnis und ist sehr wissbegierig!
Er ist immer der Beste, Größte, Schnellste etc. Und seine Frustrationstoleranz ist gleich Null! Er hat Wutanfälle und schmeißt sein Spielzeug herum, macht vieles kaputt!
Wenn er mit anderen Kindern spielt, kann er sehr gut austeilen, aber nichts einstecken! Dann gibt es höllisch lautes Geschrei!
Er weint extrem schnell! Wegen jedem Miniproblem schreit und weint er so laut es nur geht!
Er ist sehr groß für sein Alter und leider auch tagsüber noch nicht rein! Das große Geschäft macht er ohne Probleme im Klo aber beim kleinen Geschäft geht fast immer vorher was in die Hose und dann muss ich ihm sagen, dass er auf die Toilette gehen soll! Ich gebe ihm täglich mehrere Hosen und Unterhosen zum wechseln und es scheint ihm auch egal zu sein!
Er akzeptiert kein Nein und weint und bettelt oft noch eine Stunde lang, wenn er fernsehen will, aber nicht darf!
Fernsehen regt ihn oft sehr auf oder macht ihn überdreht.. Deshalb haben wir das seeeehr eingeschränkt!
Wir achten darauf, dass er wenig Zucker bekommt, darauf reagiert er auch sehr stark!
Er kann abends extrem lange nicht einschlafen! Wir gehen um halb 8 ins Bett und vor 9-halb 10 ist keine Ruhe! Man muss sich zu ihm legen, bis er schläft!
Er kommt mit Veränderungen nicht gut klar! Will alles beim Alten lassen!

Er ist auf der anderen Seite aber auch sehr lieb! Ist sehr hilfsbereit, freundlich, sagt Bitte und Danke, begrüßt und verabschiedet sich! Tröstet andere Kinder wenn sie weinen! Er entschuldigt sich, wenn er jemandem aus Versehen weh getan hat! Er ist extrem lieb zu seinem kleinen Bruder!

Leider überwiegen die schlechten Eigenschaften schon seit längerer Zeit! Der Terror geht oft schon am Morgen los und schon langsam frage ich mich, was wir falsch machen!
Wir versuchen verständnisvoll zu sein, es gibt keine Schimpfwörter, er wird klarerweise nicht geschlagen, bestraft nur, wenn es vorher angekündigt wurde! Fernsehverbot, ein Spielzeug kommt weg, wenn er damit umherwirft etc.

Ich bin echt am Ende meiner Kräfte! Ich bin nur noch von ihm gnervt und dass macht alles schlimmer! Es ist wie ein Hamsterrad...

Wer kennt das und kann mir Tipps geben? Ich halte das nicht mehr aus...

In 3 Wochen fängt er im Kindergarten an.. Wenn er sich da auch so benimmt...

Lg Julia

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Mir scheint das Kann nd normal, aber etwas haltlos.

Alles was Du beschreibst kenne ich von einem oder beiden meiner Kinder. Die Frage ist, wie man damit umgeht.

Sturkopf: Normal! Trotzphase!

Beschimpfen: Normal, versuchen sie halt mal. Aber wir Bezugspersonen müssen ihnen vermitteln, dass das die Grenzen anderer Menschen massiv überschreitet und daher nicht in Ordnung ist.

"Bester, Größter, Schnellster": Das kenne ich so von meinem Vierjährigen. #schwitz Natürlich kann man mal phantasieren, aber manchmal müssen diese kleinen "Großkotze" auch mal auf den Boden der Tatsache zurück geholt werden. Mal ein Wettrennen verlieren, mal beim Rangeln an Mamas Kräften scheitern... Das ist heilsam. ;-)

Frustrationstoleranz: In dem Alter auch oft. Da hilft es viel über Gefühle zu sprechen. Wie heißen sie? Wie erkennt man sie bei sich und anderen? Was kann man tun, wenn/bevor ein Gefühl (Frust, Wut...) zu groß wird. Alternativen zum Schreien und vor allem zum Werfen (werfen ist verboten!) geben.

Trockenwerden: Hat noch Zeit. Begleitet Ihn ohne Druck. Umziehen und gut. Ab 5 urologisch abklären lassen, sollte es so lange dauern (was nicht wahrscheinlich ist).

Akzeptiert keine nein: Wichtig ist zuverlässig zu bleiben. Angekündigten auch wirklich durchziehen. Aber ja, es gibt Kinder, die besonders hartnäckig sind. Da ist es oft hilfreich sich vorher genau zu überlegen, was man ankündigt. Meist ist es leichter ein bisschen Spielraum zu geben, um den großen Meltdown zu verhindern. Nicht beim Fernsehen oder Eisessen. Da helfen starre Regeln, die immer gelten. Z.B. "Fernsehen nur sonntags und nur eine Folge!" Wenn man solche klären Regeln hat, dann gibt das Kindern auch Halt. Wichtig wäre dann halt das auch immer einzuhalten und nicht als Mittel für Strafen zu benutzen.

Schlafen: Er braucht halt einfach weniger Schlaf. Ihr könnt konsequent morgens früher wecken, dann wird er nach einer anstrengenden Übergangszeit irgendwann früher einschlafen.

Veränderungen: Typsache. Manche können besser damit umgehen, manche schlechter. Ich würde auf viel Regelmäßigkeit und Routinen im Alltag achten. Das gibt Halt.

Du hast es schon erkannt: Du bist in einer Abwärtsspirale. Die musst Du durchbrechen. Schau bewusst auf seine guten Seiten, seine Stärken. Unternimm etwas nur mit ihm, das ihm Spaß macht oder wichtig ist. Lass Dich auf seine Welt ein. Finde Gemeinsamkeiten.

Kindergarten: Das wird schon. Auswärts benehmen sie sich meist besser. Könnte nur sein, dass es dann zumindest in der Anfangszeit Zuhause noch etwas anstrengender werden könnte, weil er sich dort anstrengt und zuhause dann keine Kraft mehr hat.

Zusammengefasst:
Gib ihm Halt durch Routinen und feste Regeln, die immer sofort umgesetzt werden (Hingehen, Situation verändern, Regel formulieren! Imner und immer wieder. Strafen, Schimpfen, meckern ist kontraproduktiv. Man muss hingehen und handeln!). Betrachte ihn wohlwollend. Vieles ist einfach dem Alter geschuldet. Und ja, er scheint schon einer von der intensiveren Sorte zu sein. Das ist halt so. Es ist Deine Aufgabe ihn zu begleiten, zu verstehen, ihm Halt und auch vorbildhaft Paroli zu geben und ihm die Regeln sozialen Miteinanders zu zeigen.

Nur Mut!

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Danke für die tolle und informative Antwort! Damit kann ich echt sehr viel anfangen!

So kompetente und ehrliche Worte sind sehr hilfreich! Davon sollte es mehr geben!

Lg

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Hallo,

ich kann dir nicht helfen, aber hast du denn mal mit dem Kinderarzt darüber gesprochen? Mir konnte die Ärztin immer gute Tipps geben, und wenn es doch über das übliche hinaus geht, kann sie euch sicher auch an die richtige Stelle weiterleiten.

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Hallo!

Danke, ich habe mit ihr darüber gesprochen!

Zur Ziet betitelt sie es als ganz normale Trotzphase und Austesten von Grenzen! Wir warten den Kindergartenstart ab und dann sehen wir weiter!

Lg

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Hey,
Ich habe leider auch keinen großen Tipp für dich, beim Durchlesen bin ich bei der Schlafenszeit hängen geblieben. Vielleicht ist er um halb 8 noch nicht müde? Meine Tochter ist auch 3 und geht vor halb 9 nicht ins Bett, eher später. Sie braucht auch noch Einschlafbegleitung, deshalb gehen wir erst, wenn sie müde ist. Dieser stundenlange Einschlafkampf ist mir zu anstrengend. Vielleicht könntet ihr ausmachen, dass er noch eine Weile alleine was spielen darf und dann später ins Bett gehen oder so. Eventuell wird wenigstens der Abend dann entspannter.

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Hallo!

Ja, da stimme ich dir zu! Es ist nur so, dass er dann morgens trotzdem sehr früh aufsteht und den ganzen Tag sehr müde ist! Haben wir alles schon probiert.. Vielleicht pendelt es sich ein, wenn er in den Kindergarten geht und täglich sicherlich mehr gefordert ist ind früh auf muss!

Danke für deinen Tipp!
Lg

3

Was mir in so Situationen immer hilft (wenn ich schon bei der kleinsten Kleinigkeit genervt bin). Ich bespreche es mit meiner Tochter in einer ruhigen Minute und erkläre dass ich mir jetzt ganz doll vornehme nicht zu schimpfen und sie sich anstrengt brav zu sein. Ich schimpfe dann auch tatsächlich weniger und ermahne mal eher nach dem Motto, ich will heute nicht schimpfen, dann gib du mir auch keinen Grund zum schimpfen. Mann kann es dann auch mal ins witzige leiten, wenn man sich selbst beim schimpfen erwischt und sich dann selbst theatralisch den Mund zu hält, um nicht zu schimpfen. Ich war bei meiner Tochter auch in so einer negativ Spirale und habe gemerkt, je weniger ich schimpfe, desto braver /kooperativer war sie. Du musst es nur irgendwie schaffen den Anfang zu machen. LG

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Hallo!

Damit hast du vollkommen Recht!
Die Stimmung, die ich an den Tag lege, geht natürlich auf das Kind über! Deswegen ja Hamsterrad..
Ich werde deinen Ratschlag mal versuchen!
Danke dafür!

Lg

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Hallo,

wenn er dich als gemeine, blöde Mama beschimpft, kann er sich eben noch NICHT ausdrücken wie ein Erwachsener...
Erwachsene können sagen, was sie wirklich stört. Und sie können es höflich und freundlich sagen. Da würde ich ansetzen und einen freundlichen Tonfall ohne Geschrei von ihm fordern. Und zwar jederzeit und ohne Kompromisse. Was er will bekommt er nur, wenn er freundlich fragt. (Natürlich muss es Dinge geben, die er trotz Freundlichkeit nicht bekommt. Aber dann sollte er eine Begründung bekommen, warum nicht).

Sein gutes Gedächtnis kann man sich zunutze machen und klare Regeln aufstellen:
Fernsehen nur jeden 2.Tag 30 Minuten. Dann muss er sich merken, ob er gestern geguckt hat, dann weiß er selbst, ob es wieder dran ist.
Ihn erinnern, was beim letzten Mal die Konsequenz war, als er so rumgeschrien hat.

Du schreibst nur, was er nicht bekommt. Fernsehen. Zucker.
Was mag er? Was darf er?
Evtl braucht er weniger Strafen sondern mehr positive Bestätigung - "wenn du aufhörst, mich anzuschreien gucken wir zwar immer noch kein Fernsehen, aber dann lese ich dir etwas vor."

Trocken werden ist ein eigenes Thema...

Den Kindergarten würde ich als Chance sehen: die Erzieherinnen erziehen dein Kind ja auch, manche Sachen kann man sich da bestimmt abgucken und sehen, was im Kindergarten gut funktioniert. Bei seinem eigenen Kind ist man ja manchmal etwas betriebsblind ;-)

Apropos: Überleg doch mal, was sich vor einem Jahr ca geändert hat: wurde der Bruder geboren? Oder fing der an zu laufen? Ist jemand gestorben? Das klingt jetzt dramatisch, aber manchmal sind es auch scheinbar unwichtige Dinge. Und Eifersucht auf Geschwister kann bei Kindern gut versteckt sein...

LG!

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Hallo!

Ich meinte damit, dass sein Wortschatz schon sehr groß ist! Er ist viel mit Erwachsenen zusammen und kann sich schon gut ausdrücken!
Ich denke halt, dass er mich dann auch einfach nlöd oder dumm findet, wenn er was nicht darf und das aagt er mir!

Freundlichkeit ist mir auch sehr wichtig! Das erkläre ich ihm auch immer wieder! Ich erkläre ihm immer, warum er etwas nicht darf etc.

Wir unternehmen sehr viel. Was ihm Spaß macht! Fahren schwimmen, laden andere Kinder zum Spielen ein.. Ich bin für einen abwechslungsreichen Alltag und er darf Dinge, die er gerne hat und die ohne Theater funktionieren auch machen und haben!

Eifersucht ist sicherlich auch ein Thema bei uns, obwohl er es nicht offensichtlich zeigt! Ich unternehme auch gerne etwas mit ihm alleine, damit er weiß, dass ich für ihn auch Zeit habe!

Danke für deine Anregungen!

Das mit dem alle 2 Tage fernsehen werde ich mal probieren!

Lg

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"wenn er dich als gemeine, blöde Mama beschimpft, kann er sich eben noch NICHT ausdrücken wie ein Erwachsener..."

Auch Erwachsene können andere Leute beschimpfen. Sogar hochbegabte Erwachsene können das.

Etwas wissen/können heißt nicht, dass man es sinnvoll anwendet. ;-)

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Ich habe ein paar Tipps/Ideen, was den Umgang mit deinem Sohn vielleicht etwas erleichtert.
Statt einfach nur Nein sagen, wenn er etwas möchte, klare Zeiten ausmachen. Z. B. jetzt kannst du kein Fernseh gucken, aber heute Abend darfst du eine kurze Serie gucken.
Vielleicht auch mit Begründung, du bekommst nicht so viel Süßes, weil die Zähne davon kaputt gehen, oder du kannst jetzt kein Fernseh gucken, weil wir gleich einkaufen gehen.
Ansonsten vielleicht noch eine Wutecke einrichten. Mit ganz vielen Kissrn und Kuscheltieren, die er boxen kann, wenn er grade wütend ist. Spielzeug was er kaputt macht wegschmeißen und auch nicht zwischendurch etwas neu kaufen. Je nachdem wie viel Spielzeug er hat, eventuell auch mal etwas wegräumen mit dem er grade nicht so vorö spielt und immer mal wieder austauschen, so dass er nicht soviel Spielzeig auf einmal hat.

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Hallo!

Ja wir begründen immer, warum er etwas nicht darf! Er versucht es dann halt weiter und weiter!

Er hat ein Wutkissen und mit einem Gefühle Buch erklären wir ihm die verschiedenen Empfindungen und wie er gut damit umgehen kann! Bei Wut gaaaaanz tief durchatmen etc.

Das mit dem spielzeugt ist wirklich eine gute Idee! Da werde ich mal aussortieren!
Danke!

Lg

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Wer sagt denn dass er der Beste überall ist? Ist das getestet oder nur elterliche Einschätzung?
Ich sehe ehrlich ein in Teilbereichen entwicklungsverzögertes Kind daher finde ich es schlimm wie negativ du redest. Seine negativen Eigenschaften überwiegen .... es ist eure Pflicht als Eltern dafür zu sorgen dass dem nicht so ist! Durch konsequente Erziehung und ggfls Testungen und Hilfestellungen. Dein Kind klingt eher nach sozial emotional entwicklungsverzögert als nach 'überall der beste'. Hat er Probleme mit der Gefühlswahrnehmung und/ oder Körperwahrnehmung? Hinzwive sagt es schon richtig, wer blöde Mama sagt kann Gefühle nicht ausdrücken.

Kinder mit solchen Problemen brauchen klare immer gleiche Grenzen in denen sie sicher werden können. Eventuell helfen Ergotherapie oder tiergestützte Therapie dabei seine Gefühle einzuordnen und auszudrücken.

Dass ein Junge mit 3 noch nicht trocken ist ist nich im Rahmen.

Bitte besprecht eure Probleme mit dem Kinderarzt und lasst euch und euren kind helfen.

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... wobei das noch nicht trocken sein auch mit Wahrnehmungsstörungen zusammen hängen kann.

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Das er der Beste, Schnellste etc. ist, sagen nicht wir oder Jemand anderer! Das ist seine Meinung über sich selbst! Er ist sehr von sich überzeugt und kann beim spielen mit anderen Kindern schlecht verlieren! Das meinte ich damit!

Das du mein Kind als entwicklungsverzögert bezeichnest finde ich charakterlich sehr fragwürdig von dir! Wie würdest du es finden, wenn ich dein Kind so bezeichne, obwohl ich es noch niemals gesehen habe und nur einen kleinen eher negativen Ausschnitt über es gelesen habe..? Klar schreibe ich über unsere Probleme und nicht über die schönen Dinge in unserem Leben! Dazu will ich ja keine Tipps haben!

Anscheinend hast du meinen ganzen Text missverstanden! Er ist absolut nicht sozial/emotional verzögert! Und da ich eine pädagogische Ausbildung gemacht habe, kann ich das beurteilen! Ich wäre schon längst in Therapie mit ihm, wenn er entwicklungsverzögert wäre! Ich habe schon oft mit entwicklungsverzögerten Kindern zusammengearbeitet.. Auch kann ich erkennen, wenn die Wahrnehmung gestört ist! Ich kenne mich da bestens aus!

Bei uns geht es einfach um seinen Sturkopf.. Er will seinen Willen durchsetzen!

Er hat keine Wahrnehmungsstörung! Ganz im Gegenteil!

Wir waren beim Kinderarzt! Er hat noch Zeit mit dem Trocken werden, bis er 5 ist! Also schon noch im Rahmen!

Von Pflichten der Eltern brauchst du mir ebenfalls nichts erzählen! Warum denkst du, frage ich in einem Forum nach? Weil ich es nicht als meine Pflicht ansehe?

Er kann eben schon seine Gefühle ausdrücken, findet mich dann halt blöd und sagt es mir!

An deiner Stelle würde ich mich fragen, warum du dir bei so einer Antwort nichts dabei denkst! Ich habe um Tipps gebeten und nicht um eine völlig hirnrissige Diagnose von einer Frau, die mein Kind nicht kennt und by the way nicht Mal richtig Beistriche setzen kann!
Bei euch zu Hause funktioniert anscheinend alles tippi toppi, weil du nichts besseres zu tun hast, als mich gleich mal anzugreifen und zu behaupten, mein Kind hätte Enzwicklungsstörungen!

Wenn du denkst, dass du mit so einer Antwort Jemandem hilfst, dann bist du da auf dem Holzweg!

Schönen Tag noch!

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Sein großer Wortschatz sagt doch nichts über den Rest seiner Entwicklung aus. Leider werden solche Kinder häufig extrem überfordert, weil viele Erwachsene das einfach nicht trennen können.

Was hast du ihm denn bis jetzt angeboten oder gezeigt, wie er "richtig" wütend sein kann? (auf ein Kissen prügeln zB)

Respektiert ihr denn seine Grenzen? "Laß mich in Ruhe!" ist doch eine völlig legitime und anzuerkennende Aussage eines Kindes. Wird das nicht repektiert, dann steigert es sich weiter.

" Du bist eine gemeine, dumme, blöde Mama/Papa, lass mich in Ruhe, ich will dich nicht mehr sehen, niewieder.. " Nun ja, kommt da pädagogisch von euch noch mehr, außer der Aussage das "wir hier so nicht sprechen"? Wie darf er sich denn verbal sonst ausdrücken, wenn er sauer ist? Meine Tochter hat damals gelernt, das sie gerne fluchen kann..."das" ist blöd, dumm, gemein, fies ist doch okay, "du" bist blöd, dumm, gemein, fies ist nicht okay.
Also hätte bei ihr der Satz so geklungen: "Das ist blöd(fies,gemein), ich will dich nie mehr sehen.!" (theatralischer Rückzug in ihr Zimmer, aufs Kissen boxen, ein paar Tränen vergissen) und spätestens nach 5 Minuten durfte ich dann trösten. Sind wir doch mal ehrlich, wir sind doch auch die fiesen, blöden Eltern, die die tollen Sachen verbieten...das darf man auch mal so ausdrücken#rofl.

Schimpfwörter, auch da pauschal alle verbieten, das ist doch Qutsch. Sie werden immer irgendwo Wörter aufschnappen, kennen die Bedeutung nicht udn probieren sie aus. Eigentlich ist er schon etwas alt dafür, aber anscheinend hatten diese Wörter bisher keinen Raum bei euch. Bastel einfach eine "Schimpfwortbox" (Schuhkarton mit Loch odr so), malt ihn gemeinsam bunt an,verziert ihn. Erkläre ihm, das er da alle Schimpfwörter sammeln darf, die ihr nicht hören wollt und andere nicht hören sollen. Also kommt er dann an und sagt: "Arschloch"!, dann belibst du ruhig und sagst nur "Ha, ein neues Wort für die Box!". Denn das beste Schimpfwort wird langweilig, wenn niemand deswegen hochgeht wie ein Rumpelstilzchen.

Schlafenszeiten: Ich drücke es mal ganz platt aus....wir gehen um x ins Bett. Schön für euch, bringt nur nix, wenn er noch nicht müde ist. Dann geht doch einfach später ins Bett. Eigentlich ganz einfach.

Kein "nein" akzeptieren: Akzeptiert ihr denn sein "nein"? Nur so kann er es eigentlich lernen. Und zum Diskutieren gehören nun mal zwei Leute, steig doch einfach aus.

Du schreibst, das es vor einem Jahr anfing. Vorher war also alles Tutti? Kein fliegendes Spielzeug? Dann fangt ihr ja wirklich da an, wo andere schon mit 2 Jahren ihre ersten Lektionen lernen. Er hat da jetzt Nachholbedarf. Ja, ich kann verstehen, das du keinen Bock mehr hast, aber du mußt jetzt noch mal die Zähne zusammenbeißen und da durch.

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Für mich hört sich das sehr ungezogen an. Wie reagierst du, wenn er sowas sagt?
Meine Tochter kann sich auch super ausdrücken, man läuft dadurch stets Gefahr sie zu überfordern. 3 ist und bleibt 3,auch wenn sie reden als hätten sie das Abi in der Tasche. Setz mal klare Grenzen, zieh das mal ne Weile durch. Für Ausraster, blöde Mama usw. Würde es hier erstmal Auszeit im Zimmer geben. Konsequent sein heisst übrigens immer gleich handeln, nicht nur, wenn man grade Lust dazu hat. Dann hört das ständige diskutieren auch irgendwann auf.

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Ja, es ist auch für mich sehr ungezogen!
Ich sage dann, dass er so etwas nicht sagen darf, dass mich das traurig macht und dass er zum Beispiel sagen kann:,, Ich finde es blöd, wenn ich nicht fernsehen darf! " Er sieht es dann ein und entschuldigt sich auch oft im dem Glauben, dass er dann zum Beispiel fernsehen darf!

Als er sagte, dass er mich niewieder sehen will, bin ich bei der Küchentür raus und habe gesagt:,, ok, dann tschüss..!''

Die Tür war nicht mal zu, da kam er gleich und entschuldigte sich! Sagte dass er mich eh sehen will und dass er es nicht so gemeint hat!

Ja, es ist manchmal echt schwierig wenn er sich schon so gut ausdrückt, dass man nicht vergisst, dass er erst 3 Jahre alt bzw. 4 Jahre alt wird! Das muss ich mir immer mal wieder ins Gedächtnis rufen!

Auszeit im Zimmer gibts bei uns dann auch! Nur leider bleibt er einfach nicht im Zimmer! Er rennt dauernd wieder raus und weint dann sehr!

Konsequenz ist wirklich sehr wichtig! Dass muss man einfach durchziehen.. Er ist halt wirklich hartnäckig und probiert es immer wieder wenn er etwas wirklich will!
Wir bleiben immer hart! Wenn es Nein heißt, ist es auch Nein! Da gibt es keinen Weg daran vorbei! Er sagt und schreit halt dann :,, bitte, bitte, nur ganz was kleines etc. '' Egal wie man es erklärt, warum er jetzt nichts Süßes haben darf.. Er stellt auf stur und schreit! Obwohl er dann noch nie was bekommen hat! Das ist eigentlich das Hauptproblem bei uns!
Er denkt, dass er mit Schreien an sein Ziel kommt, dabei entfernt er sich davon.. Dass muss er noch lernen! Wird sicher noch dauern! Aber konsequent sind wir in diesem Fall sehr!

Lg