Trocken werden - langsam macht sich Verzweiflung breit...

Hallo!

Unsere Tochter ist gerade vier geworden und bislang waren wir immer sehr entspannt, was das Thema "trocken werden" angeht. Sie kam mit einer schweren Fehlbildung der Nieren und der Blase auf die Welt; wir wurden darauf vorbereitet, dass sie es schwerer haben könnte, trocken zu werden, auch wenn dieser Defekt mit einem Jahr behoben wurde.

Zwischendurch hat sie schonmal Pipi ins Töpfchen gemacht, und auch in die Toilette. Auch das große Geschäft ging bilang einmal ins Töpfchen.

Aber sie will nicht weiter machen. Sie will unbedingt die Windel! Wenn wir es ohne Windel versuchen, hält sie ein und fängt irgendwann an zu weinen, dass sie eine Windel möchte. Sie kann es also! Heute war sie im Kindergarten den ganzen Morgen (!) ohne Windel. Alle 20 Minuten sind die Erzieher mir ihr zur Toilette gegangen, es kam nichts. Sie hat aber auch nicht eingenässt. Zu Hause wollte sie etwas trinken und ich habe sie sofort aufs Töpfchen gesetzt, weil sie sagte, sie müsse Pipi. Nichts. Irgendwann kniff sie die Beine zusammen und fasste sich in den Schritt, weinte, sie wolle eine Windel. Ach Mensch. Ich bin dann eingeknickt und habe ihr eine Windel umgemacht, in die sie ungehend Pipi gemacht hat.

Und nun? Sie kann es. Sie kann einen ganzen Morgen einhalten. Sie muss nur auf die Toilette gehen. Was soll ich machen? Ihr einfach weiter eine Windel anziehen? Das wird doch zur Marotte! Ich habe auch schon überlegt, die Windel wegzulassen, ihrem Wunsch aber nachzukommen wenn sie muss, danach die Windel aber wieder abzunehmen? Quasi nur beim unmittelbaren Geschäft eine Windel anziehen?

Ich möchte keinen Druck machen. Ich lasse unsere Tochter meine Gedanken auch nicht spüren, versuche maximal sie ein bisschen zu "locken", aber ich selbst werde langsam wirlich ratlos. Was würdet ihr machen? Vielen Dank für jede Hilfe!

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Hallo!

Du sagst du lässt sie es nicht spüren aber ich denke sie merkt deine innerliche Verzweiflung.Auch das sie die Erzieherin aller 20 Minuten auf die Toiltte setzt zeigt ihr das.
Ich würde das Thema eine geraume Zeit zur Seite schieben und ihr ggf. Windelhosen anziehen.Ihr da vielleicht einmal erklären,dass sie dadurch die Wahl hat auf Toilette zu gehen.
Irgendwann wird sie die Windel nicht mehr haben wollen.Das kommt.Vertraue ihr!

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Hallo

Meine Gedanken dazu was man probieren könnte

1. So Windel pants die sie allein hoch und runter ziehen kann, so hat sie die Wahl.

2. Eine Probepackung oder ein paar Windeln besorgen die zu klein sind und dann sagen sie ist zu groß für Windeln.

Mein Sohn hatte das mit dem großen Geschäft das er eine Windel wollte bis wir im Biergarten waren, wir gingen 3 mal zur Toilette dann kam es und das Thema war durch 😁

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Hast du die mal in einem ruhigen Moment gefragt, WARUM sie nicht auf die Toilette gehen will? Sie scheint ja irgendwie eine Blockade zu haben...

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Hallo!
Einfach abwarten! Und Pants anziehen.
Überlasse ihr die Entscheidung.
Hin und wieder kannst du beiläufig erwähnen, warum es besser ist auf Toilette zu gehen. Aber wirklich nur ganz nebenbei.
Sprich sonst nicht über das Thema. Wenn es dir gelingt, kannst du die Erzieher mit ins Boot nehmen.
Volle Pants mit nur Pipi kann und darf sie selbst entsorgen und sich neue nehmen und anziehen auch.

Mein Sohn war auch so spät trocken (konnte alle Farbe, sehr sprachgewandt und konnte bis 30 zählen usw. Aber auf Toilette? Nö, wozu auch?)

Ich hab es auf Rat einer (wirklich tollen) Erzieherin wie oben beschrieben durchgehalten, innerhalb von zwei Monaten war er von heut auf morgen komplett Tag und Nacht trocken, es gab nie einen Unfall. Er hat gesagt: So, jetzt brauch ich keine Windel mehr!

Ich wünsche euch viel Erfolg und Geduld!

LG#winke

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Ich denke Du machst (wenn auch unbewusst) zu viel Druck.

Du musst ja mal sehen, was sie schon geschafft hat. Sie kann anhalten, also spürt sie ja, dass sie Pipi muss.

Manche Kinder brauchen für das "loslassen" einfach mehr Zeit.

Wie wäre es, wenn du sie Windelfrei lässt und ihr dann immer wenn sie sagt sie muss eine Windel drum machst und danach wieder abmachst.

Dann ist deine Tochter ja quasi auch trocken und macht halt in die Windel statt auf Toilette.

Mein Sohn hat Anfangs auch nicht auf den Topf oder ins Klo pullern wollen, er hat dann in der Krippe angefangen den Urin (und auch den Stuhl) einzuhalten. Er hat dort nur immer ganz wenig gepullert, das der Druck nicht mehr so groß war. Dies wurde dann auch, nachdem ich dies so angemerkt hatte, von den Erzieherinnen so beobachtet. Er hat dann wieder mehr Windel getragen. Dies hat sich dann mit der Zeit gegeben. Es war nur eine Kopfsache.

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Das denke ich bei ihr auch. Vielen Dank!

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Du machst nicht kein Druck sondern du machst riesigen Druck. Die Erzieherin gehen alle 20
Minuten mit ihr auf Toilette! Das ist doch Stress pur!
Was spricht dagegen ihr eine Windel
umzumachen und sie da rein pinkeln zu lassen. Bzw ihr den ganzen Tag Windel-Pants anzuziehen. Ich weiß nicht ob das lange einhalten gut für sie ist mit ihrer medizinischen Vorgeschichte. Was sagen die behandelnden Ärzte?

Lass sie eine Weile in Ruhe mit Töpfchen und Toilette und versuche in ein paar Wochen raus zu finden was sie an der Toilette oder dem Töpfchen stört. Aber nimm bitte den Stress raus.

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Hallo,

die Pants finde ich auch eine gute Idee. Da hat sie eine Windel um, kann aber selbst (!) gehen.
Alle 20 Minuten finde ich Quatsch. Das kann man mit Kleinkindern machen, wenn man sich die Windeln sparen will. Aber so oft muss doch eine 4jährige nicht... Und trocken ist sie eh erst, wenn sie es selbst merkt.

Wenn du aber meinst, sie kann es, könntest du sie mit einem Belohnungssystem locken.
Meine jüngere Tochter hat auch sehr lange eingenässt, weil sie ihr Spiel nicht unterbrechen wollte. Sie hat dann für jeden erfolgreichen Klogang einen Aufkleber bekommen. Mehr nicht, keine weitere Belohnung in Aussicht gestellt. Aber sie wollte das Kärtchen gerne voll haben - ca 15 Felder hatte ich aufgemalt.

Viel Erfolg!

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Ich finde auch, dass Du zu viel Druck machst. Das ist ganz und gar Kontraproduktiv.

Bitte mach einen Termin beim Kinderurologen für Dich aus und nimm alle Berichte von damals mit. Und lass Dich dort mal gründlich beraten. Die sind auch für solche Ängste von Eltern da.

Gerade mit Eurer Vorgeschichte kannst Du Dich doch ganz entspannt zurück lehnen und abwarten. Du kannst das doch Dir und Dritten gegenüber prima erklären, warum sie eher bei den Späten dabei ist.

Und ich will Dir was sagen, es ist so egal, ob mit 3, mit 4 oder mit 5 trocken. Hauptsache Du machst nicht mit dem ganzen (unbewussten) Druck Eure Beziehung kaputt.

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hallo!
als allererstes nimm den druck raus.kinder sind keine maschinen,jedes kind hat seinen eigenen rhythmus.meine grosse war erst mit viereinhalb jahren tags,wie auch nachts trocken.die kleine trug ihre windel fünfeinhalb jahre und auch jetzt (sechseinhalb jahre) passiert ihr ab und an nochmal ein pipiunfall.irgendwann wird jedes kind trocken....lass der kleinen noch ihre windel oder panty,bis sie sich sicher ist.alles gute!