Eingewöhnung

Hey ihr Lieben,

mein Sohn 3 wird seit letzten Montag in der Kita eingewöhnt. Es läuft so ab, dass ich immer mit ihm zusammen von 9.30 bis 11 Uhr dort bin. Er spielt zwar alleine kommt ab und zu um nach mir zu schauen. In der Kita gibt es noch oben weitere Räume, wo aber nur die Kinder hoch gehen sollen und die Elternunten warten. Er ist letzte Woche einmal kurz nach oben, auf halben Weg hat er angefangen zu weinen. Ich bin dann hin und habe ihn ermutigt hoch zu gehen. Er war dann 1-2 minuten oben und ist dann schnell wieder runter. Freitag sind wir nicht hin weil er krank wurde. Heute waren wir wieder dort. Er war dann zwei mal 5 Minuten im Garten und ich habe drinnen gewartet. Danach wollte er nur noch bei mir bleiben. Ich muss sagen, wir sind fast die einzigsten, die bisher keine Trennung hatten. Die Erzieherinnen sind ganz locker und meinen sie wollen nichts überstürzen. Am liebsten wàre es, wenn mein Sohn will das ich gehe. Aber meiner Meinung nach wird mein Sohn das nie wollen. Deswegen habe ich vorgeschlagen, dass wir morgen mal 10 Minuten probieren zu trennen. Die Erzieherin meinte, wollen sie das wirklich ohne das er das selber will. Ich meinte dann naja er wird es nie wollen. Ich kann ja nicht ein paar Monate noch dabei bleiben. Sie meinte er ist schon sehr ein Mutterkind aber wenn sie das wollen dann können wir 10 Minuten probieren. Ich bin mir sehr unsicher. Wie ist das bei auch abgelaufen und habt ihr vielleicht Tipps?

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ich finde es ehrlich gesagt auch etwas befremdlich die Verantwortung da aufs Kind abzuwälzen. und er ist ja kein Baby mehr, natürlich merkt er, dass es bei euch anders läuft als bei den anderen Neuen. und dann freut er sich evtl erstrecht und will den Mama-ist-da-status weiter behalten bzw gewöhnt sich so richtig dran. ich würde bei einem 3jährigen auch keine 10min trennung machen, sondern gleich ne stunde. die ersten 10Min muss er ja dann erstmal in der neuen Situation ankommen und wenn es gar nicht geht, kann man ja mit ihm sprechen, denn er ist alt genug.
ich würde sagen: nur Mut! und lass dir nicht den Verantwortungsball der Erzieher zuspielen.
bei uns wissen sie wann man wieder arbeiten muss und wie sie dann den Ablauf der Eingewöhnung planen, ist nicht mein Problem. Spätestens bis zu dem Datum muss es durch sein. (Außer natürlich es geht vom Kind her gar nicht, aber das sind eher Probelme in der Krippenzeit)

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Hallo Mayu,
wir haben auch seit letzter Woche Eingewöhnung im Kiga (Sohn ist im September 3 geworden)
Bei uns läuft es gerade so ab, am ersten Tag war ich die ganze Zeit dabei, am zweiten Tag hat die Erzieherin mich nach ca einer Stunde vor die Tür geschickt, mein Sohn wollte auch das ich dableibe aber er hat mich dann doch gehen lassen. Nach 15 min kam die Erzieherin und meinte es läuft ganz gut und ich soll für eine Stunde ganz weggehen. Hat alles super geklappt. Die nächsten Tage sollte ich ihn nur hin bringen und dann gleich gehen, da hat er bis jetzt immer sehr geweint, aber sobald ich aus der Tür war hat er immer gleich aufgehört wurde mir erzählt. Ich hatte auch bedenken, weil mein Sohn davor auch noch nicht in der kita oder sonstiges war. Wir können froh sein, dass wir dabei sein dürfen, in anderen kindergärten muss man wegen Corona das Kind abgeben und darf nicht mit rein. Bin ganz froh, dass wir das mit der Trennung so schnell durchgezogen haben. Klappt bei euch bestimmt auch bald gut. Alles gute weiterhin für eure Eingewöhnung

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Puh, das finde ich irgendwie schwierig. Inwiefern hat er denn schon Kontakt zu den anderen Kindern aufgenommen? Hast du versucht es mit ihm zu besprechen? Also, sowas wie "Ich muss noch was erledigen. Du bleibst jetzt 10/20/30 Minuten hier und spielst mit all den tollen Sachen und dann komme ich wieder" und dann gucken, wie er da reagiert?

Bei uns war es leider ganz anders. Die Kurze hat am ersten Tag 2 Stunden dort mit Papa verbracht, am zweiten ist er dann nach einer Stunde gegangen und sie ist einfach den ganzen restlichen Tag geblieben und dann war die Eingewöhnung vorbei und für sie war einfach im Kindergarten. Daher hab ich da keine Erfahrungswerte. Aber ich denke, dass Kommunikation sehr wichtig ist und es nicht schaden kann, ihn mit einzubeziehen um ihm das Gefühl zu geben, dass nicht über seinen Kopf hinweg Dinge passieren.

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Hallo... Besprich es auf jeden Fall mit deinem Kind. Und vor allem, nicht wegschleichen.
Ich finde nicht, dass 3jahre ein Alter ist wo sie schon alles wegstecken müssen. Auch ne Stunde finde ich viel. Dein Vorschlag mit 10 Minuten finde ich gut. Vllt kann denn die Erzieherin kurz vor die Tür kommen und sagen wie es läuft.
Die weiteren Schritte solltet ihr (die Erwachsene) planen, nicht das Kind wie die Erzieherin sagt.... Also wie steigert ihr euch weiter, in Anbetracht das die Situation für das Kind auch angenehm ist.

Vllt kann er ein Kuscheltier dabei haben?! Oder du malst ihm ein Herz auf die Hand und durch auch. Wie ein Verbundenheit zwischen euch. Kindern gibt sowas sehr viel.

Viel Erfolg und LG

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Hi,
Mir fehlt hier irgendwie die Eingewöhnung von Seiten eines Bezugserziehers. Dein Sohn muss dort auch erstmal nicht allein spielen oder mit den anderen Kindern, sondern eine Bindung zu einem Erwachsenen aufbauen. Es ist nicht dein Job, ihn zu motivieren hochzugehen und es ist auch nicht primär eure Entscheidung, wann hier eine Trennung stattfindet.

Mein Sohn kam auch mit 3 in den Kindergarten. Und obwohl die Einrichtung gefühlt chronisch unterbesetzt ist, haben die eine tolle Eingewöhnung gemacht. Mein Sohn tut sich in größeren Gruppen und neuen Situationen schon immer schwer, ich hätte nie gedacht, dass es so problemlos läuft. Der Papa hat die Eingewöhnung gemacht. Die Bezugserzieherin hat den Kleinen direkt bei der Hand genommen, um ihm die Hasen zu zeigen und zu füttern. So schnell konnte er gar nicht nein sagen🙈 Dann waren sie noch eine halbe Stunde zu zweit ohne andere Kinder im Hof und er ist Laufrad gefahren und gerutscht. An Tag 2 hat sie ihn und 2 andere Kinder gepackt und ist mit ihnen in ein anderes Zimmer um dort musik zu machen. Es fanden also quasi direkt Trennungen statt, die hat mein Sohn aber gar nicht als solche wahrgenommen, weil niemand zu ihm gesagt hat "der Papa geht jetzt". Der Papa ist ja auch in der Gruppe geblieben, nur der Kleine eben nicht. An Tag 3 saß der Papa im Gang und an Tag 4 durfte er eine halbe Stunde einkaufen. Mein Sohn hat so schnell Vertrauen in seine Erzieherin gefasst und nach 1,5 Wochen war die Eingewöhnung durch.
Ich finde auch bei einem 3-Jährigen sollten die Erzieher sich die Mühe machen, dass er gut ankommt. Klar gibt es kids, die von sich aus die Mama nach 2 Stunden rausschmeißen, aber doch nicht alle. Gehen bevor du das Gefühl hast, er ist angekommen und traut es sich zu, würde ich persönlich nicht.