KiGa-Eingewöhnung Horror - Umzug neuer KiGa

Hallo!
Meine Tochter ist Anfang September 3 Jahre alt geworden. Jetzt ist sie die 3. Woche im KiGa.
Sie ist sehr Mama-fixiert und sensibel, schon als Baby. Sie ist es einfach nicht gewöhnt, ohne mich zu sein, wohl auch, da ich in EZ bin und immer da war/bin. Gut, mit dem Papa ist es mittlerweile auch ok :-p
Die Eingewöhnung finde ich viel zur kurz und zu heftig (Corona-bedingt?). 2 Tage lang war ich immer mir ihr zusammen drin. Am 3. und 4. Tag war ich mal mit Erklärung für eine Stunde "auf der Toilette", das ging für sie in Ordnung.
An Tag 5 schickte mich die Erzieherin kurzer Hand weg, meine Tochter hat 10 Minuten wie am Spieß gebrüllt :-[ , dann war es ruhig. Ich sollte aber erst nach 2 Stunden wieder kommen. Als ich zurückkam ist sie weinend zusammengebrochen.
An Tag 6, Freitag, habe ich sie schreiend in der Früh abgegeben, aber nicht weinend abgeholt. Am Wochenende hat sie immer geweint, wenn das Thema KiGa aufkam, sie möchte nicht dorthin. In der Früh weint sie nun immer und sagt, sie sei dort so alleine, sei möchte lieber bei Mama sein. Scheinbar ist im KiGa alles in Ordnung, sie ist eher ruhig, so die Erzieherinnen. Gestern sagte sie sogar, es war toll. Aber sie erzählt nicht viel, nachbohren möchte ich nicht.
Eigentlich hatte ich vor, den Erzieherinnen zu vertrauen, die wissen ja, was sie machen. Aber ich bin sehr unzufrieden mit der "Eingewöhnung", die nur 6 Tage dauerte. Von Eingewöhnen kann man eigentlich nicht sprechen, mMn. Gestern und heute war sie 5 Stunden dort, gebucht sind 6 Stunden.
An dieser Stelle also meine erste Frage: ist diese Art von Eingewöhnung normal (in Corona-Zeiten?)?

Und nun zum zweiten: Ende November ziehen wir um, das hat sich spontan im August ergeben. Der Weg zum KiGa wäre recht weit, etwa 7 km, ich würde sie erstmal mit dem Auto hinbringen. Die Überlegung ist, einen neuen KiGa in der Nähe zu suchen.
Wenn sie sich im jetzigen KiGa auch im Dezember nicht wohlfühlt, würde ich sie dort erstmal rausnehmen.
Doch soll ich sie gleich wieder in einen neuen KiGa eingewöhnen? Fraglich ist eh, ob wir einen Platz bekommen. Sich dann gleich nochmal dort eingewöhnen fände ich schon sehr schwer für sie. Alternativ lasse ich sie zu Hause bis nächstes Jahr September (ich bin mit Baby zu Hause).
Aber wenn es ihr dann im KiGa gefällt ... soll ich sie das Jahr noch dort lassen, trotz der weiten Strecke?
:-[ Mir bereitet das alles Kopfzerbrechen und vor allem tut mir meine Tochter so leid. Ich weiß einfach nicht, ob es ihr im KiGa gut geht oder nicht.

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Bei uns dauern Eingewöhnungen derzeit auch nur eine Woche. Rückstand wegen Corona muss abgearbeitet werden.
Für uns kam es nicht in Frage, unseren Sohn so "einzugewöhnen". Er ist aber auch erst 2 und es war beruflich gut anders machbar.

Zu deinen restlichen Fragen kann ich dir wenig sagen, da mir da die Erfahrung fehlt

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Hallo
Ich bin Erzieherin und ja ist normal in coronazeiten. Ich kenne das auch noch das eltern gar nicht rein durften
Die Erzieher haben gerade viel Belastung.
Ich wuerd das kind zu hause lassen. Liebe Grüße andrea

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Muss sie denn schon in den kindergarten? Brauchst du für dich diese Entlastung?

Wenn du beides mit nein beantworten kannst würde ich sie zu Hause lassen, in der neuen Gegend jetzt nach einer kita suchen und sie dort später eingewöhnen.

Was du erzählst klingt, als bräuchte deine Tochter viel Sicherheit und hat noch gar nicht sooo brennendes Interesse mit gleichaltrigen zu spielen ( natürlich ist es dennoch wichtig) aber in Anbetracht das die Kitas momentan vieles nicht leisten können (zb. Bedürfnissorientierte eingewöhnungen) würde ich abwegen.

Sicher würde sie sich irgendwann an die kita gewöhnen und sicher auch gerne hingehen. Aber es kostet dich nerven, die Erzieher sicher auch.... und das in diesen stressigen Zeiten 🤷‍♀️ damit ihr dann das selbe spiel in nem halben Jahr nochmal habt? Ist doch für die kleine auch blöd.

Ich würde sie auch zu Hause lassen, es sei denn du brauchst die Entlastung sehr dringend.

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Also so schnell finde ich es jetzt nicht. Bei uns war die Eingewöhnung 2 Wochen. Aber in der zweiten Woche ging es dann eher um die Dauer, Mittagsessen und ggf. dort schlafen. Die Abnabelung selber war so, wie von Dir beschrieben.

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Ich kann dich gut verstehen, mein Sohn ist 2,5 und geht schon seit einem Jahr in die Kita, aber meist nicht gerne. Es war auch ständig was, Erzieherin gewechselt, Corona, Kinder viel gewechselt, Kita in neues Gebäude gezogen, er konnte nie richtig ankommen. Wenn aber mal ein paar Wochen Routine drin war, war es meist besser. Aber es tut mir immer so leid, wenn er morgens weint, weil er nicht hin will. Ich arbeite vormittags und kann ihn nicht zuhause lassen.

An deiner Stelle würde ich noch ein bisschen abwarten, vielleicht ein paar Wochen, oder bis zum Umzug. Wenn es ihr bis dahin gefällt, würde ich sie in der alten Kita lassen und nicht gleich wieder wechseln. Wenn es nicht besser wird, würde ich sie zuhause lassen und nächstes Jahr in der neuen Kita nochmal starten.

Ich wünsche euch alles Gute! 🙂

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Hier ist es nicht normal.

Im KIGA von meiner Tochter bekommt jedes Kind die eingewöhnung die es braucht. Einzig ist das du als Mutter an der Tür sitzen musst und möglichst bald in die Gardorbe gehen solltest du keine Spielzeug anfassen sollst

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Unsere Eingewöhnung im August:

1. Woche je 1,5 h mit Mama dort

2. woche von 8-11 Uhr mit mir dort
(Dienstag und Mittwoch bin ich kurz aus dem Raum , Donnerstag und Freitag saß ich 1 h hinterm Kindergarten im Garten)

3. Woche

Allein von 8-11

4. Woche

Montag und Dienstag dann mit Mittagessen bis 12.15
Und mittwoch, Donnerstag und Freitag dann mit Mittagsschlaf bis 14 Uhr.

Lg Janine

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Hi,
Wenn du dich vertippt hast und 70 km meinst, würde ich jetzt auch nicht weitermachen und die Tochter bleibt daheim, wenn ihr dort keinen in der Umgebung einen Platz bekommt.

Bei 7 km, geht sie natürlich weiter.

Wenn sie nur Dich und max. den Vater akzeptiert, warum gingst du davon aus, das es sofort klappt?

Es ist seit 16.3. Nix mehr normal, wenn die Eingewöhnung so war, war es halt so, aber inzwischen ist es doch ok für sie!

Reite nicht auf dem Kiga Thema herum, fängt sie von an, die positiven Aspekte hervorheben. Neue Freundinnen, das Spielzeug was ihr nicht daheim habt, tolles Außengelände usw usw

Meine Jungs waren mit 10 Monaten und 2,5 Jahren, direkt eingewöhnt, sie kannten aber auch beide Großeltern, schliefen dort usw. Krabbelgruppe, Pekip und Kinderturnen, sie mögen Menschen, haben nie gefremdelt.

Das 2. Kind evtl. Nicht so steril aufwachsen lassen, dem Vater mehr zutrauen, Großeltern, wenn sie in der Nähe wohnen und "normal" sind, auch mal aufpassen lassen.

Meine Erfahrung ist, mit dem 2. Geburtstag ist die Kiga Eingewöhnung am einfachsten, vor allen Dingen, wenn das Kind auch mehr als nur die Mama kennt.

Alles gute