Kindergartenstart ohne Eingewöhnung

Hallo,

unser Sohn wird nächstes Jahr im September mit knapp 4 Jahren in den örtlichen Kindergarten gehen.

Dieser Kindergarten ist mit seinem Konzept relativ altmodisch und auch nicht unbedingt mein Fall, aber hier im Ort gibt es keinen anderen Kindergarten und die Kinder aus dem Kindergarten werden auch gemeinsam in die Grundschule gehen.
Deshalb ist es mir, solange sich unser Sohn dort wohlfühlt, Anschluss findet und gerne in den Kindergarten geht, recht so.

In diesem Kindergarten wird allerdings keine Eingewöhnung praktiziert. Sprich, ich gebe das Kind an der Tür ab und es bleibt den Vormittag über in der Einrichtung. Jetzt zur Coronazeit ist es besonders verschärft, da man als Eltern die Einrichtung noch nicht einmal mehr betreten darf.

Die Kinder werden also direkt an der Haustür von der Erzieherin in Empfang genommen und dort auch wieder den Eltern "zurückgegeben".
Diese nicht vorhandene Eingewöhnung ist auch mit ein Grund, warum unser Sohn erst mit knapp 4 in den Kindergarten gehen soll.
Er besucht sonst keine anderen Betreuungseinrichtungen, sondern ist mit mir und seinem kleinen Bruder Zuhause. Selbstverständlich haben wir in unserem Alltag trotzdem viel Kontakt mit Kindern jeglicher Art und besuchen auch eine Mutter - Kind- Spielgruppe.

Jetzt meine Frage an euch: Hat jemand Erfahrung damit, sein Kind ohne Eingewöhnung einfach in den Kiga abzugeben? Evtl auch in dem Alter?

Klar, in einem Jahr passiert viel, aber derzeit bin ich mir ziemlich, dass es im Moment ohne Tränen nicht klappen würde.

Vielleicht kann mir ja mal jemand von seinen Erfahrungen berichten :-)

Danke und einen schönen Sonntag noch! Lg Zauberfee

1

Was ist das denn??? Und das geht durch? Also auch vom Jugendamt und so? Krass. Das ist mir nicht bekannt und auch absolut nicht sozial und kinderfreunlich. Aus welchem Grund wird denn keine Eingewöhnung gemacht? Ich kann das gar nicht nachvollziehen. Bietet die Kita denn sonst was an, wie man die Einrichtung und die Erzieherin kennen lernen kann?
Ich bin echt buff das eine soziale Einrichtungen die mit Kindern arbeitet sowas macht.

Kennt dein Kind schon Kinder die dort hingehen? Vllt könnt ihr die Kita von außen "besuchen" Und du zeigst ihm das er dort bald spielen kann... Vllt den Hof von draußen betrachten.
Wünsche dir viel Erfolg und drücke euch die Daumen das ihr es trotzdem so sanft wie möglich hinbekommt

4

Das ist eine gute Möglichkeit. Wenn Freunde schon in die Kita gehen ist es wahrscheinlich einfacher, ansonsten würde ich Kontakte mit Kindern knüpfen die schon in diese Kita gehen. Vielleicht kann man ja auch mit der anderen Mutter und den Kindern ausmachen, dass das Kind deinem Kind am ersten Tag alles zeigt und sozusagen an die Hand nimmt.
Von außen schon mal besuchen ist auch super, mal ein paar Tage dran vorbei laufen während die Kinder im Außenbereich spielen, das weckt sicher Interesse, ohne den Zwang jetzt gleich da bleiben zu müssen.

5

Ich bin Erzieherin und bin gerade etwas geschockt... keine Eingewöhnung? Ich verstehe ja, dass es dank Corona alles etwas kürzer und knapper läuft, aber hier wird noch eingewöhnt soweit ich es von meinen Kollegen und anderen Einrichtung weiß (arbeite im Moment nicht - BV).
Da würde ich mir mal nochmal den Vertrag zu Rate ziehen und schauen was da drin steht. Allerdings kenne ich mich mit der rechtlichen Grundlage anderer Bundeländer nicht aus und müsste da selbst nochmal nachfragen - Träger, JA, etc... Ich meine, dass wir ein Eingewöhnungskonzept vorlegen mussten, um die Betriebserlaubnis zu erhalten und wir haben uns dabei am Berliner Eingewöhnungskonzept orientiert und es an unsere Kita angepasst. Aber ganz ohne Eingewöhnung hab ich seit meiner Ausbildung noch nie gehört... und das ist jetzt schon gute 11 Jahre her... Ich weiß noch, wie sehr darauf rumgeritten wurde, eben weil es so wichtig war... Wie gesagt, ich bin geschockt.

Ansonsten, falls das wirklich zulässig ist und man nichts daran rütteln kann, würde ich auch versuchen zu anderen Kindern Kontakt aufzubauen, die dann vll ein wenig helfen und ihm im Alltag etwas Halt geben.
Klar, früher wurde man auch so groß und es war normal, aber aktuell ist das wirklich nicht mehr...

2

das dürfen die gar nicht. ich würde mich bei der kitaaufsicht erkundigen.

3

Das kommt auf den Charakter an🤔

Wie reagiert er denn darauf, wenn du ihn irgendwo "zurück lässt"?

Mein Sohn hat mich mit 3 Jahren am ersten Tag der Eingewöhnung nach einer Stunde (in der ich vergessen wurde😅) nach Hause geschickt🤪 In der Krippe war er nach 3 Tagen voll eingewöhnt.

Er hätte also eine "Eingewöhnung" an der Tür gut verkraftet.

6

Wir dürften nur die ersten beiden Tage mitrein. Die Erzieherin hat alle Eltern spätestens nach ner Stunde raus geschickt. Die ersten Tage sollten wir nach insgesamt 2 Stunden wieder holen.
Meine wird im Okt 3.5.
Am 2 tag . Sagte sie. Direkt nach dem sie die Hausschuhe anhatte, mama wann gehst du endlich. Die anderen waren ca 30 Minuten da.
Am 3. Tag blieb sie die vollen 4 Stunden dort.
Das war unsere Eingewöhnung

7

Am ersten Tag, bin ich nach ca 20 Minuten gegangen, davon hat sie mich aber bereits nach 5 Minuten schin nimmer beachtet.

8

Ich kann dir nur sagen, dass es in Mutter-Kind-Kurkliniken nicht anders läuft, außer bei den ganz kleinen Kindern. In unserer Klinik gibt es am Anfang 2 Stunden Kennenlernen. Ab dem nächsten Tag gehen die Kinder von 8 Uhr bis 15 Uhr in die Betreuung. Bei den meisten Kindern klappt das problemlos, die Erzieher haben viel Erfahrung damit. Wegen Corona erfolgt die Übergabe auch direkt an der Tür.
Trau deinem Kind was zu, mit 4 dürfte das gut klappen.

9

Unser Kindergarten ist leider genauso. Keine Eingewöhnung. Ab tag 1 gibt man sein Kind einfach. Die ersten Tage halt etwas früher wieder abholen. Meine Kinder haben das beide ganz gut gemacht. Der große mit 3,5 Jahren die kleine mit knapp 2. gekannt haben sie dort jeweils niemand. Natürlich gab es gelegentlich mal Tränen beim Bringen aber wirklich nur selten. Toll finde ich das „Konzept“ allerdings bis heute nicht wirklich. Ich habe aber immer versucht meine Kinder zu bestärken und auch schon vor dem Kiga Start immer wieder ganz viel darüber gesprochen.

10

Hi
Ich bin Erzieherin und kenne. Dieses Modell, allerdings weiss ich nicht mehr, wie wir es damals ausgehalten haben. Allerdings gewoehnen die Kinder sich schnell dran....
andrea

11

Bei uns gibt es im Kindergarten generell keine Eingewöhnung, aber meine Beiden gingen davor schon in die Krabbelgruppe und es war bei beiden kein Problem.

Kinder, die Probleme hatten, wurden schon berücksichtigt und eingewöhnt. Allerdings ohne Eltern mit im Raum. Anfangs eine Stunde, dann zwei usw.
Also beinhart morgens abgegeben und mittags wieder geholt war da nicht.
Ich schätze mal, dass es bei euch auch so ist.
Mal jetzt mal den Teufel nicht an die Wand.
In einem Jahr entwickelt sich dein Kind noch enorm weiter. Wer weiß ob er nicht rein geht und dich "raus wirft".
Es reicht, wenn man sich erst dann Sorgen macht, wenn es soweit ist. Nur vielleicht kommt es gar nicht soweit.

12

Unsere Kinder kamen mit 3 in den Kiga. Wir haben sie nach einer kurzen gemeinsamen Führung abgegeben und im Nebenraum die 3h gewartet.
Für die Kinder war das überhaupt kein Problem. Nr. 5 war geradezu persönlich beleidigt, als er bemerkt hat, dass mein Mann nicht nach Hause gegangen ist.