Seepferden seit 1.1.2020 - wer hat Erfahrungen?

Hi,

Es geht wirklich nur um die Kinder die mit der neuen Prüfungsordnung das Seepferdchen gemacht haben.

Mussten eure Kinder wirklich ins Wasser ausatmen? Nur einmal oder wirklich bei jedem Atemzug? Oder ist das sehr Bademeisterabhängig egal was in den Prüfungsordnungen steht? Zum 1. Ansporn zum Schwimmen lernen find ich das übertrieben. Jeder weiß dass ein Kind mit Seepferdchen noch nicht richtig schwimmen kann sondern erst mit Bronze. Naja, meine Meinung. Aber wie war das bei euch?

Und allgemein: schultertief. Heißt das Wasser bedeckt die Schultern? Oder wie ist das gemeint?

Lg

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Hallo,

wir sind aktuell im Seepferdchen Kurs. Ja ausatmen ins Wasser wurde mal geübt, aber eher am Rande.

Die Kids müssen bei uns zumindest einige Baderegeln benennen können. Der Ring wird aus schultertiefen Wasser hochgeholt also das Wasser geht dann über die Schultern.

VG

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Meine Tochter hatte jetzt im Sommer das Seepferdchen in der Ostsee gemacht, mit Wellengang.
Ausatmen mussten sie ins Wasser und ca 50m schwimmen, was bei den Wellen nicht immer ganz einfach war. Den Ring haben sie da rausgeholt, wo sie noch halbwegs stehen konnten. Im Schwimmbad hätte sie so sicher schon Bronze geschafft, aber die sind bei uns auch weiterhin noch geschlossen. Und unsere Landesregierung hat die Schwimmkurse übernommen, da es ihr wichtig war, dass die Kinder trotz Corona schwimmen lernen.

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Ach, und die Baderegeln wurden auch alle gelernt und abgefragt.

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Sie sollte bei jedem Zug ins Wasser ausatmen. Sie soll von Anfang an die richtige Technik haben. Wie konkret dies geprüft wird, hängt vom Bademeister ab. Ich finde dies gut, da man bei den meisten Prüfungen das Gefühl hat, das Kind säuft halb ab.

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Naja, ich finde die deutsche Tradition, dass die Kinder zuerst Brustschwimmen mit Kopf über Wasser lernen schon immer total schräg.

Mit Kopf über Wasser zu schwimmen ist viel, viel schwerer als ihn nur zum Atmen raus zu nehmen. Und Brustschwimmen ist für Kinder von der Koordination her sowieso total schwierig.

Wenn man sich aber einmal angewöhnt hat, den Kopf zu krampfhaft oben zu halten, ist es total schwer, später richtig schwimmen zu lernen. Ich finde es also echt gut, daß die Kinder von Anfang an lernen müssen, den Kopf ins Wasser zu halten. Wenn man da einmal die Angst überwunden hat, geht es viel besser.

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Sehr treffend formuliert 👍

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Das stimmt!

Ich kenne es so, dass die Kindern zuerst tauchen lernen, weil das sowieso viel einfacher ist, als schwimmen.

Sie müssen unbedingt lernen, dass man davon nicht untergeht und nicht ertrinkt und dass es kein Problem ist, den Kopf unter Wasser zu haben, damit sie niemals in Panik geraten, wenn es denn mal so ist.

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