Offenes Konzept und Corona- wie ist das bei Euch?

In unserem Kindergarten herrscht ein offenes Konzept. Unsere Ampel ist letzte Woche auf rot gesprungen. Nun hat mein Kind zu 150 Kindern und 20 Erziehern Kontakt. Und nein, Gruppen soll es nicht wieder geben.
Ich überlege ernsthaft, ob ich ihn zu Hause betreuen soll.
Zum anderen wird ja vermutlich bei einem positiven Fall der ganze Kindergarten geschlossen und wir müssen in Quarantäne und getestet werden. Das passiert dann bei so vielen Kindern sicher häufiger.
Wie ist das bei Euch? Gibt es vielleicht Erfahrungen, wo die Ampel schon länger auf rot steht?

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Bei uns wurde schon als die Ampel auf gelb sprang, das offene Konzept verlassen und wieder Gruppen gebildet.

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Bei uns sind es nur 22 Kinder und 6 Erzieher (U3/Krippe). Normalerweise sind die Gruppen in den Randzeiten gemischt. Jetzt gilt seit 3 Tagen eine eingeschränkte Öffnungszeit von 8-16 Uhr (statt 7:30-17:00), damit die festen Gruppen eingehalten werden können. Das war auch im Juni nach Wiedereröffnung zunächst so und wurde dann aber wieder „aufgeweicht“. Bei euch sind es ja wirklich extrem viele Kinder. Da hätte ich tatsächlich auch Bedenken, auch wenn man immer wieder hört kleine Kinder sind nicht der „Treiber“. Aber es sind eben viele Erwachsene. Einen Rat habe ich nicht für dich.

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Bei uns ist auch offenes Konzept mit 75 Kindern. Nur die Krabbelgruppe ist separat mit 12 Kindern.
Ich versuche einfach mir nicht zuviel Gedanken zu machen.. Selbst wenn es eine geschlossene Gruppe gäbe könnte es uns ja treffen.
Dadurch das die kitas sich nicht mehr untereinander helfen dürfen bei den Erziehern haben wir eh schon personalknappheit.. ein geschlossenes Konzept wäre kaum zu realisieren bei uns.

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Bei uns ist das Konzept normalerweise eher so halboffen, d.h. die Kinder sind in 3 Gruppen, die aber gemeinsam frühstücken, das Aussengelände zusammen benutzen und sich die Räumlichkeiten teilen.
Das ist jetzt seit Korona nicht mehr so.
Die 3 Gruppen sind voneinander getrennt, sowohl draussen als auch drinnen.
Draussen gibt es 3 Bereiche, dort wird jeden Tag rotiert, drinnen hat jede Gruppe ihre festen Räume und ihren eigenen Eingang. In der Gruppe meines Sohnes z.B. ein (bodenlanges) Fenster. In die Garderobe dürfen nur max. 5 Eltern gleichzeitig.

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Noch als Zusatz, Gruppen waren bei uns mit 40 Kindern besetzt, das wäre mehr als genug.
Angst habe ich eher vor den ungeschützten Erwachsenenkontakten, Kinder stecken ja vermutlich kaum an.

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Bei uns müssen Eltern und Erzieher seit ca zwei Wochen Mundschutz tragen im Kontakt mit anderen Erwachsenen. Also beim Bringen, Holen. Wie das tagsüber umgesetzt wird, wenn ja keine Eltern da sind, weiss ich nicht. Offiziell sollen sie da auch Mundschutz tragen, wenn die Erzieher untereinander weniger als 1,5m Abstand halten.

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Hi,

das ist doch bescheuert. Unser Kiga hat auch ein offenes Konzept.
Direkt nach dem Neustart im Juli gab es 5 Gruppen, jetzt nach den Sommerferien sind es noch 3, die auch keinen Kontakt zueinander haben. Der Garten ist aufgeteilt und wird wöchentlich getauscht. Die Erzieher tauschen auch nicht untereinander.
Klappt gut. So müsste jeweils nur eine Gruppe schließen bei Corona Verdacht. Geschwisterkinder werden jetzt auch immer in der gleichen Gruppe eingewöhnt, so dass ein Haushalt immer gleichzeitig betroffen ist und bei Erkrankung auch nicht 2 Gruppen schließen müssen.

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Nach dem Neustart in Gruppen haben sich einige Eltern bei uns beschwert, dass ihre Kinder psychischen Schaden erleiden, wenn sie eingesperrt werden! Vermute das mit als Grund und sicher auch die Öffnungszeiten, die ja gekürzt werden müssten.

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Oh Gott wie schrecklich. Die Kinder sind in Gruppen eingesperrt. Wie haben wir das früher nur überlebt, da gab es gar kein offenes Konzept 🙈.
Von den Kindern die ich jetzt kenne, hat keiner ein Problem damit. Blöd finden sie es eben, wenn sie im Garten nicht überall hindürfen, aber auch daran haben sie sich gewöhnt.
Mein Großer hatte direkt am Neustart nicht einen seiner Freunde in der Gruppe, da wir die letzten Plätze bekommen haben, da ich noch daheim bin.
Auch das hat er mit Bravour gemeistert und sich neue Spielkameraden gesucht. Jetzt nach den Ferien hat er seine Freunde wieder alle und es ist wie vor Corona.

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Es sind zwar nur 70 Kinder aber auch hier gibt es keine Gruppen. Auf Grund der Räumlichkeiten wäre sonst nur eine Betreuung von ca. der Hälfte der Kinder möglich und bisher galt vom Träger Gruppen wenn möglich. Wenn aber mit Gruppen weniger Kinder betreut werden könnten dann weiter offenes Haus. Bisher ging es gut. Ich habe mich auch erst geärgert aber was will man machen? Zu Hause betreuen ist für arbeitende Eltern nicht ohne weiteres möglich. Nachdem wir hier im Stadtteil aber einen Kindergarten hatten mit ordentlich getrennten Gruppen und allem drum und dran in dem es eine pos. getestete Erzieherin gab und dort trotzdem zu war, weil die Erzieherinnen in Team Sitzungen und in Pause und in der Küche trotzdem immer Kontakt hatten und somit das ganze Personal als Kontaktperson in Quarantäne musste und der Kindergarten geschlossen war ist es dann auch nur bedingt sinnvoll Gruppen zu bilden.

Wir werden sehen wann die erste Quarantäne kommt. Und dass dann hoffentlich auch schaffen. Aber bis dahin tut meinem Kind Alltag wenigstens im Kindergarten gut.

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Wir hatten es "Halb-offen", es gab feste Gruppen, die Kinder durften sich aber besuchen, der Garten wurde gemeinsam genutzt und nachmittags zur Ganztagesbetreuung wurden die betreffenden Kinder aus allen Gruppen gemeinsam betreut.
Seit unser Kreis vor zwei Wochen auf rot ist, gibts das nicht mehr. Die Gruppen und Erzieherinnen werden streng getrennt und die Erzieherinnen dürfen sich nicht mehr vertreten. Daher gibt es derzeit keine Ganztagesbetreuung weil sie das wegen Personalknappheit nicht in jeder der 5 Gruppen anbieten können. Bin gespannt was passiert wenn eine der beiden Erzieherinnen in der Gruppe meines Sohnes ausfällt... Bisher hat dann immer jemand anders ausgeholfen....
Grundsätzlich bin ich aber froh, dass sie so reagiert haben.

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Bei uns (München) sind die offenen Gruppen seit Beginn wieder geschlossen. Die Gruppen werden strikt getrennt (Spielzeug, Toiletten, Gartenbereiche, Abholen), so dass im Falle, dass ein Kind positiv ist, was in der Gruppe unserer Großen der Fall war, nur diese Gruppe in Quarantäne gehen muss.