Nachts stundenlang wach und tagsüber müde

Unsere fast 4-jährige Tochter wird seit Ostern jede Nacht einmal wach und findet einfach nicht mehr in den Schlaf. Sie ist dann zwischen 3 und 5 Stunden wach. Meistens wacht sie um 4 Uhr auf. Es kann aber auch schon 2 oder 3 Uhr sein.
Sie wird in den Schlaf begleitet und nachts schlafe ich auch bei ihr.
Wir hatten das Gleiche schon an Weihnachten. Damals hielten die Wachphasen in der Nacht einen Monat an. Danach wurde es besser und kam nur noch 2-3 Mal pro Woche vor.
Früher kannten wir das nur von ihr beim Zahnen oder bei Wachstumsschüben.
Sie ist am Tag auch immer müde und nachts sagt sie selbst dass sie gerne wieder einschlafen möchte, es aber nicht kann. Sie ist dann auch immer ganz ruhig, so dass ich auch wieder einschlafen kann. Nur sie bleibt dann wach liegen.
Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann uns Tipps geben. Wir werden es bei der kommenden U-Untersuchung mit dem Kinderarzt besprechen und ggf. das Blut untersuchen lassen.

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Wie viel schläft sie denn tagsüber beim Mittagsschlaf oder macht sie keinen mehr?

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Sie macht seit ca. einem Jahr keinen Mittagsschlaf mehr. Mit 12 Stunden Schlaf ist sie gut erholt. Wenn es bis zu einer Stunde weniger ist, ist es aber auch OK.
Früher konnte man sie mit viel Geduld bei Müdigkeit auch noch tagsüber zum Schlafen bringen. Das hat dann mindestens eine Stunde gedauert. Jetzt klappt das gar nicht mehr.

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Puh, anstrengend! Ist denn irgendwas passiert oder hat sich was verändert, das dieses Verhalten auslösen könnte?
Zu welcher Zeit wacht sie auf? Möglicherweise ist sie nicht mehr so arg müde?

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Damals im Winter und auch jetzt geht sie nicht in den Kindergarten aufgrund Corona. Aber auch als sie zwischendurch wieder gehen konnte, ist dieses Schlafverhalten nicht komplett verschwunden.
Sie wird meistens gegen 3 oder 4 Uhr wieder wach und ist dann aber auch noch müde und sagt auch, dass sie wieder schlafen möchte. Sie schläft immer so zwischen 18.30 und 19.00 Uhr ein. Für den Kindergarten stehen wir immer so um 7.00 Uhr auf.
Ich selbst und auch mein Mann nehmen Vitamin D hochdosiert unter ärztlicher Kontrolle. Wir sind zwar oft draußen, aber dann mit Sonnenschutz. Bei unserer Tochter könnte ich mir einen Vitamin D Mangel auch gut vorstellen, da wir es beide ja auch haben. Daher würde ich gerne einen Bluttest machen. Hatte gelesen das ein Mangel auch zu Schlafstörungen führen kann. Vielleicht hat ja jemand hiermit Erfahrung oder auch noch eine andere Idee?

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Das mit dem Bluttest aufgrund des vermuteten Vitamin-D-Mangels finde ich schonmal eine gute Idee.
Was mir noch einfallen würde wäre, dass sie vielleicht zur Toilette muss und deshalb nicht gut wieder einschlafen kann. Das ist bei mir nämlich der Fall, ich kann nicht einschlafen, wenn die Blase drückt.
Manchmal kann man auch nicht einschlafen, weil der Kopf zu beschäftigt ist oder man zu viel Koffein zu sich genommen hat, aber letzteres würde ich bei einem Kind als Ursache eher ausschließen, weil Kinder ja eigentlich weder Kaffee noch Cola noch Energydrinks trinken (sollten)

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Mit der Toilette hatten wir auch schon überlegt. Sie ist allerdings erst tagsüber trocken. Nachts trägt sie noch eine Windel. Ich hatte sie dann gefragt, ob sie nachts wenn sie nicht mehr einschlafen kann, Pipi machen muss. Das hat sie dann verneint. Ob das dann aber so stimmt, weiß ich natürlich auch nicht.
Ich habe auch gedacht, dass sie sich vielleicht zu viele Gedanken macht, da der Beginn ihrer Schlecht-Schlaf-Phase genau in der Nacht auf Heiligabend und Ostern lag. Allerdings hielt bzw. hält es seit 1Monat an 😳

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Vielleicht sie einfach mal auf die Toilette bzw. Töpfchen setzten und schauen ob was kommt.

Mir (als Erwachsene) was es eine Zeitlang so, dass der Druck auf die Blase nicht so groß war, dass ich reagiert hätte, aber trotzdem kam dann Urin als ich auf der Toilette saß. Sobald die Blase leer war konnte ich direkt wieder einschlafen. Meine Hormone sendeten "Blase voll" aber mein Empfinden war anders. Auf Grund der Hormone ging der Körper nicht mehr in den Schlaf. Bei mir lag die Ursache in einem asymthomischen Infekt der Harnwege.

Wenn sie nachts trocken wird, dann laufe Hormone und die Hirnentwicklung ja gerade Amok und machen große Sprünge. Vielleicht kann dort die Ursache liegen, also in der Hirnentwicklung oder Hormonänderung. Würde mal beim KiA nachfragen.

LG Morgain

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Bei uns ist es seit fast einem Jahr so. 4-5 mal die Woche.
Mittagsschlaf macht er seit er 2 ist nicht mehr. Jetzt ist er 3 1/2.
Ich habe keine Idee mehr und gehe am Stock.

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Hast du das schon beim Kinderarzt abklären lassen? Wir haben in den letzten vier Wochen leider nur zwei gute Nächte gehabt. Ist denn dein Kind tagsüber auch müde? Wir können uns gerne auch privat austauschen.

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Nein er ist nicht müde. Er ist auch gar nicht müde zu bekommen. Es ist total egal ob wir einen eher ruhigen Tag hatten oder komplett Programm haben. Zu-Bettgeh-Zeit ist immer gleich, und wir haben da ein tägliches Ritual.
Geschlafen wird um die 11 Stunden.
Ich dachte erst, das ist normal bei Kindern. Also dass man sich ja mit einem Kind von ruhigen Nächten verabschieden muss und es dauert, bis man wieder so schlafen kann wie vorher.
Deswegen zum Kinderarzt zu gehen, daran habe ich nie gedacht.

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Meine Tochter ist ähnlich alt (wird Ende Juni 4) und wir hatten letzten Herbst / Winter exakt das gleiche. Sie war mehrmals im Monat stundenlang nachts wach. Hatte damals deswegen auch hier geschrieben.
Immerhin war es nicht so häufig wie bei euch aktuell, trotzdem natürlich nervig. Sie war dann auch ruhig und wollte eigentlich schlafen, konnte aber nicht.

Bei uns ist diese Phase einfach von selbst wieder vorbei gegangen 🤷‍♀️ Wir haben nichts wirklich gemacht, es hörte von alleine auf.

Mit nachts trocken werden hatte es bei uns übrigens (wahrscheinlich) nichts zu tun, sie ist jetzt gerade seit einem knappen Monat nachts ohne Windel (auf eigenen Wunsch, bisher unfallfrei).

Ich drücke die Daumen, dass ihr schnell eine Lösung findet!

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Es gibt Bachblüten für Schlafstörungen bei Kindern - auch Melatonin Spray für die Zunge wäre eine Möglichkeit- frag mal die Apotheke danach

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Danke für den Tipp. Ich werde mich dazu mal informieren.

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Unser kleiner Enkelsohn hatte die Phase auch. Meine Schwiegertochter hat ihm erklärt dass er im Bett bleiben soll, bis Mama oder Papa in kommen und ihm sagen dass die Nacht zu Ende ist. An einem Wochenende bei uns, hat er um 3 Uhr früh gerufen: Oma ist die Nacht zu Ende, ich habe geantwortet: nein ich weck dich wenn es soweit ist. Das klappte damals mit 4 sehr gut. Jetzt mit 5 müssen wir ihn um 9 wecken.... Gruß