4-jährige klammert und will nicht in die Kita

Meine Tochter ist ein kleiner Sonnenschein, aber auch ziemlich sensibel. Man muss sie auf Veränderungen immer gut vorbereiten.
Sie ist in einer sehr großen Kita, wir hätten gern eine kleinere bevorzugt, hatten aber keine Auswahlmöglichkeiten, da die Plätze zu knapp waren. Sie geht nicht gern in die Kita, die Tage an denen sie wirklich gern geht kann man an einer Hand abzählen. Auch wenn sie viele Freunde dort hat; die Clique hat sich früh gefunden besteht aus 6Kindern; 3Jungs, 3Mädels.
Wenn sie krank war oder die Kita länger zu hatte ist es ein paar Tage immer etwas-sehr schwierig sie abzugeben...sie klammert dich dann regelrecht an mich; früher sogar mit großem Geweine, sonst ist es für sie halt ein Muss und sie geht bzw lässt mich gehen und bleibt.
Aktuell ist es so, dass sie fast nur noch mit 1Mädchen aus der Clique spielt, wenn wir uns Nachmittags auf dem Spielplatz treffen müssen ich oder der Papa immer nah dabei sein, die anderen Kinder sind weniger interessant, können sie nicht mitziehen. Ich bin auch wieder ss, was natürlich aufregend für uns alle ist! Meine Tochter freut sich sehr auf ihr Geschwisterchen; fragt mich oft nach dem Baby oder schmiedet Pläne, wenn es denn da ist.
Die Kita hatte nun 3Wochen zu und die erste Woche war eine Kathastrophe! Wir haben sie Tage vorher vorbereitet und uns mit Freunden von ihr unterhalten, alle wollten wieder in die Kita nur unsere Tochter wollte lieber zu Hause bleiben. Jeden Morgen wurde schon gejammert sie will nicht in die Kita, egal was ich auch sagte. Ich hatte Hoffnung die 2.Woche würde besser, aber heute früh hing sie erst an meinem Hals und dann an meinem Arm, wie ein kleines Klammeräffchen und musste losgerissen werden :-(. Ich bin nun im BV und könnte sie zu Hause lassen, aber ich will es nicht, der Kontakt mit ihren Freunden ist mir wichtig; ich bringe sie später und hole sie früher ab und sie freut sich auch immer sehr, wenn ich wieder da bin, aber hatte auch Spaß in der Kita. Eine Erzieherin erzählte mir dann heute das sie aktuell auch eher auf die Erwachsenen/Erzieher fixiert ist. Was mach ich denn jetzt nur? Habe Angst mein Kind wird zum Außenseiter! Ich weiß nicht, ob ich sie gerade darin unterstützen oder lieber ermutigen soll sich abzukapseln...

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Huhu,

für mich hört sich das danach an, dass deine Tochter so ist, wegen der Schwangerschaft. Ein Geschwisterkind ist eine große Veränderung für ein Kind, vielleicht sogar die größte in ihrem Leben. Sie sucht deine (eure) Nähe und braucht Beständigkeit.
Ich würde schätzen, es ist eine Phase, und würde es weiter so machen: sie trotzdem immer bringen, aber eben mit verkürzten Zeiten. Und ansonsten dem Kind ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit geben, so dass sie sich sicher fühlt und bald wieder loslassen kann und ihre Explorationsfreude wiederentdeckt.

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Ich habe sie heute wieder 1Std früher abgeholt. Da wir aus gegebenem Anlass mom nicht in die Kita dürfen, musste also eine Erzieherin meine Tochter erst aus den hinteren Räumen holen...zwei Kinder aus der genannten Clique kamen gleich mit nach vorne und wir führten eine wilde Diskussion über die verschiedenen Klamotten :-D, dann sagte meine Tochter plötzlich "Mama gehen wir jetzt endlich" und als ich sagte "natürlich können wir jetzt gehen", umarmte sie aber noch ihre beste Freundin und die erwiderte auch ihre Umarmung! Es war für mich eindeutig, dass sie Spaß hatte und ich verstehe einfach nicht, warum wir dann morgens diese Schwierigkeiten haben!!!
Vielleicht hat sie wirklich Angst sie verpasst zu Hause was. Zwei ihrer Freunde haben nun schon ihre Geschwister bekommen und sie fragt mich fast jeden Tag wann das Baby kommt oder gestern sogar, ob es schon da ist, woraufhin ich sie nur bat sich meinen Bauch nochmal anzugucken :-D, da musste sie lachen. Ich habe ihr heute nochmal gesagt, dass es noch zu früh ist und dass das Baby noch im Bauch wachsen muss eh es zu uns kommen kann. Anfangs haben wir immer gesagt, dass das Baby kommt, wenn es wieder kalt ist und der Weihnachtsmann kommt, da hat sie aber auch noch jeden Tag darauf gewartet, dass es endlich so richtig warm wird und sie wieder Kleider anziehen kann und Eis essen^^ und natürlich ihren Geb. Jetzt scheint die Geburt ihres Geschwisterchens auch durch die Babys im Freundeskreis einfach das interessanteste Ereignis zu sein. Vielleicht ist es das!?

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Meine große Tochter war mit 3 Jahren ähnlich.
Ging nicht gerne in den Kindergarten und unterhielt sich lieber mit den Erzieherinnen.

Sie dachte, wenn sie dort nicht spielt, dann muss sie nicht mehr hingehen. Denn der Kindergarten ist zum Spielen da.
Darum spielte sie dort nicht und beobachtete nur.

Es wurde erst besser, als sie eine sehr gute Freundin fand.

Ähnliches Spiel bei meiner kleinen Tochter.
Sie mochte niemanden und ging nicht gerne hin. Es änderte sich hier ebenso erst als sie eine gute Freundin fand.

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Aber an Freunden mangelt es ihr dort nicht schon mit 2Jahren waren die Erzieher alle sehr überrascht über die Clique von 6Kindern, die sich schon so früh gebildet hatte und auch wir Eltern unterstützten die Zuneigung unserer Kinder zueinander und trafen uns oft noch Nachmittags oder am We auf den Spielplätzen. Seit ca 1/2Jahr spielt sie nun fast nur noch mit einer Freundin aus dieser Clique und die beiden Planen auch schon auf die selbe Schule zu gehen. Doch in die Kita möchte sie trotzdem nicht...