Schimpfwörter, wie reagieren wir richtig?

Hallo,

unser Sohn(3 Jahre) hat im Juli die Gruppe innerhalb der Einrichtung gewechselt.
Von der U3 Krippen Gruppe in die Ü3 Kindergarten Gruppe, die Kinder sind zwischen drei und fünf Jahre alt.

Seitdem Wechsel hören wir ständig neue Schimpfwörter, du blöde Mama /Papa, du stinkst, bist du blöd, du spinnst usw.
Anfangs hat er nur uns Eltern und Geschwister beschimpft, inzwischen macht er das auch in der Öffentlichkeit und bei fremden Menschen.

Wir haben von Anfang an erklärt, das man so etwas nicht sagt, das es frech ist und andere Menschen verletzt.
Je mehr wir reden, umso schlimmer wird es.
Wir haben erklärt, wir haben geschimpft, wir haben das Spiel oder die Aktivität unterbrochen wenn diese Wörter gefallen sind.Und wir haben versucht es zu ignorieren, was ich persönlich nicht richtig finde.
Geholfen hat aber alles nichts, mir ist das inzwischen total unangenehm und ich weiß nicht mehr, wie ich noch darauf reagieren soll.

Habt ihr Tipps oder eine Idee wie wir am besten reagieren sollten?
Oder wie wir diese Wörter wieder abgewöhnen können?

Liebe Grüße

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Habt ihr schon mal gefragt warum ihr blöd seid? Warum ihr stinkt? Und so?

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Auf die Frage, warum ich blöd bin kam als Antwort :weil du meine blöde, süße Mama bist.

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Da würde ich versuchen zu erklären das blöd und süß nicht zusammenpasst.
Kommen die Schimpfwörter einfach so? Oder ist da eine Situation die eiren kind nicht gefällt?

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Ich würde Konsequenzen folgen lassen, wenn er das nächste Mal was von mir möchte. Eine blöde oder stinkende Mama gibt weder Süßigkeiten raus, noch macht sie den Fernseher an.
Ansonsten würde ich darauf nicht reagieren.

Gegenüber Fremden würde ich höchstens zu ihm sowas sagen, wie "Ich schäme mich gerade für dich!"

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Bei Zweiterem auf Augenhöhe gehen und ganz tief in die Augen schauen

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Aber sollte man dem Kind nicht klarmachen, dass das Wort, das gerade benutzt wurde, schlecht ist? Und nicht das Kind selbst?
Wenn ich zu meiner Tochter (3,5) sagen würde, dass ich mich für sie schäme, würde sie sich als Ganzes schlecht fühlen. Sie ist schlecht, nicht das Wort allein.
Sie nutzt keine Schimpfwörter, da sie weiß, dass diese Wörter andere Menschen kränken/verärgern - nicht, weil ich mich sonst für ihre Person schäme.

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Meine Tochter fand das auch toll. Sie hat mich auch einmal als „Blöde Mama“ betitelt. Da habe ich ihr erklärt, dass sie ja dann ein blödes Kind ist, da sie ja meine Tochter ist. Das fand sie wiederum nicht gut.
Jetzt ist sie 6 Jahre und findet es witzig, ihrem großen Bruder „A…loch.“ zuzuzischen. Wenn wir es nicht hören. Und der regt sich immer so schön auf. 😡🤬

Beim Großen hat geholfen, dass er Schimpfwörter in seinem Zimmer und im Bad sagen durfte. Das war zu der Pipi-Kacka-Pups Phase.

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Was das reden mit anderen angeht. da würde ich das Kind nicht merh mitnehmen zum Einkaufen u,ä. Mit dem Argument, ich habe Angst, er benutzt wieder solche Worte.

Du schreibst auch, dass es schlimmer wird, je mehr ihr darauf eingeht. Dann geht doch nicht oft drauf ein. Ignoriert das quasi. Denn wenn ihr auf die Schimpfworte eingeht, dann bekommt euer Sohn ja Aufmerksamkeit. Und dann macht ein Kind das ja weiter; um eben Aufmerksamkeit zu bekommen, auch wenn die negativ ist (schimpfen).

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Mein Sohn hatte diese Phase auch. Was bei uns am besten geholfen hat, war ihm zu erklären, dass es bestimmte Dinge gibt, zu denen man blöd sagen darf, z.B. „der blöde Stau“, aber dass man es zu Menschen nicht sagt, weil andere das nicht mögen und er selbst auch nicht so bezeichnet werden möchte.

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Unser Kinderarzt riet dazu es zu ignorieren.
Wenn er besonders sauer ist sagt er es ab und zu (bei ihm ist es ein sehr harmloses, eher witziges Wort) aber bei uns hat ignorieren des Wortes Erfolg gebracht 👍

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Der Beitrag könnte von mir sein.
Das ist bei uns auch genau das selbe.
Wo er in der Krippe war, war er so ein hilfsbereiter liebe Junge. Jetzt frage ich mich wo ist der liebe Junge geblieben 😭

Wir haben ihn inzwischen ausweichen Wörter genannt die er stattdessen sagen darf. Das klappt schonmal etwas besser. Aber nicht ganz behoben.

Ich wünsche euch viel Kraft und das es bald mal weg ist.

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Du hast dir die Antwort selber gegeben. Um mehr ihr erklärt, redet… und schimpft umso schlimmer wird’s.
Wir ignorieren, nachdem wir es einmal erklärt haben. Keine Aufmerksamkeit für solche Wörter. Sie sind quasi unwichtig. Ansonsten würden wir aktuell beim dritten drei-jährigen nur noch meckern und Strafen müssen und das ohne Erfolg.

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Hi,
mein Sohn wird bald 5 und hatte die Phase natürlich auch. Wir haben ihm erklärt, was es mit uns macht, wenn er uns beleidigt. Dass das kein schönes Gefühl ist, uns traurig macht oder uns verärgert. Sodass er langsam lernen kann, wie andere Menschen fühlen (Empathie und so😜) und dass sein Verhalten uns natürlich nicht egal ist und schon was mit uns macht. Das haben wir natürlich nicht bei jedem Schimpfwort gemacht aber doch immer wieder. Mittlerweile kann er das gut steuern und benutzt nur noch Schimpfwörter, wenn er uns wirklich beleidigen will😂
Unsere 2,5 Jährige findet aktuell "Popel" und "Pups" extrem witzig und schmeißt das jedem an den Kopf. Geht auch vorbei.
Liebe Grüße