Sohn (5 1/2 Jahre) hat an fast nichts Interesse

Hallo ihr Lieben,

Mein Sohn ist 5 1/2 Jahre alt, und in letzter Zeit mache ich mir immer mehr Gedanken um ihn. Er kommt nächsten Sommer zur Schule. Die gleichaltrigen Kinder im Kindergarten können alle schon ihren Namen schreiben, mein Sohn hat kein Interesse daran, es überhaupt zu versuchen. Ihn interessieren Buchstaben gar nicht. Zahlen auch nicht. Sein bester Freund ist da ganz anders, ist total interessiert an Zahlen, liest die Hausnummern an Häusern vor, auch im höheren zweistelligen Bereich. Mein Sohn kann mit Müh und Not und Hilfe von mir gerade mal bis 20 zählen, kein Interesse.

Malen interessiert ihn nicht, er kritzelt eigentlich nur. Ein strichmännchen geht, aber nur wenn ich ihn frage ob er eins malt. Das hat dann aber keine Nase, keine Ohren und auch keine Hände.
Basteln mag er auch nicht. Höchstens Sticker auf ein weißes Blatt kleben.

Er geht zum Schwimmkurs, sagt auch dass es ihm Spaß macht. Dann war ich mit ihm letztens im Schwimmbad um die Schwimmbewegung mal zu üben, da der Schwimmlehrer gesagt hat wir sollen mal versuchen das zu üben da er noch wie ein Hund paddelt. Gesagt, getan. Wir sind ins nächstgelegene Schwimmbad gefahren, mein Sohn hat sich gefreut. Kaum waren wir im Wasser, fing er an zu bocken. Er möchte nicht üben, zum üben ist der Schwimmkurs da. Er wollte dann auch nicht wirklich im Schwimmbad bleiben, auch nicht ohne Üben.

Er geht auch mit seinem besten Freund in den Fußballverein, 2x die Woche. Aber auch da hab ich nun immer mehr das Gefühl, er hat eigentlich gar kein richtiges Interesse, sondern geht nur, weil eben sein bester Freund auch geht. Er macht zwar beim Training mit und hört zu, aber lässt sich auch sehr leicht ablenken. Wenn sie ein kleines Fußballspiel spielen und z.B. der Ball ins Aus rollt und ein anderes Kind den Ball holen geht ist es fast so als wäre mein Sohn froh dass er sich endlich nicht mehr auf das Spiel konzentrieren muss und fängt sofort an etwas anderes zu machen, z.B. macht er Purzelbäume auf dem Spielfeld, tut so als wäre er ein Roboter oder ein Auto. Dadurch bekommt er dann aber gar nicht mehr mit wenn es weitergeht.
Die anderen Kinder sind aber die ganze Trainingsstunde über mit voller Konzentration dabei.
Einige Jungs im KiGa haben sich jetzt draußen auch immer öfter zusammen getan und spielen auch dort immer häufiger Fußball. Mein Sohn möchte dabei nie mitmachen, sagt selber dass es ihn nervt dass die anderen Jungs so oft Fußballspielen wollen.
Ich hab bereits versucht mit ihm darüber zu sprechen, dass die Jungs aber bestimmt auch nicht immer Lust haben auf das was er spielen möchte und jeder eben unterschiedliche Interessen hat.

Aber auch zu Hause interessiert er sich für fast nichts. Er spielt kaum mit Spielzeugen. Hauptsächlich mit seinen Kuscheltieren, oder dass er selbst ein Hund oder eine Katze ist, oder auch mal ein Rennauto oder ein Roboter. Dabei fordert er aber auch immer, dass ich mitspiele, also z.B. sein Frauchen bin und mit ihm spazieren gehe in der Wohnung, oder ich soll die Autowerkstatt sein oder der "Meister" der seinem Roboter befehle gibt. Spielzeug ist eigentlich nur interessant wenn Spielbesuch da ist und das Kind eben mit etwas spielen möchte, aber auch da merke ich, dass mein Sohn kein wirkliches Interesse hat damit zu spielen, bzw. Er sehr schnell versucht das Spiel in seine Richtung, d.H. Hund/Katze, Roboter etc. Zu lenken.

Er lässt sich einfsch für nichts begeistern, die anderen Jungs in seinem alter die wir kennen spielen mit ganz anderen Sachen, bauen die tollsten Lego Bauwerke, malen schöne Bilder, treiben begeistert einen Sport, und wollen diesen auch außerhalb des Trainings ausüben. Nur mein Sohn mag anscheinend gar nichts, außer die oben genannten Spiele.

Auch Brettspiele mag er nicht, er mag keine Bücher anschauen und vorgelesen bekommen auch nicht, er scheint sich für nichts zu interessieren :(

Hatte das von euch auch schonmal jemand oder hat einen Tipp was ich noch versuchen könnte?

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Hm, kenne ich. Und ich muß gestehen, das ich der Auslöser für das Verhalten war. Wir hatten dan ein Schlüsselerlebnis, da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen...ich habe mein Kind schlichtweg in Grund und Boden mit "interessanten Dingen" genervt.

Übrigens war das Schlüsselerlebnis bei uns im Schwimmbad, Kind hat so ähnlich reagiert wie deins....da habe ich es kapiert. Ich konnte den Nachmittag noch retten und wir hatten unsagbar viel Spaß....einfach nur Spaß, ganz ohne Hintergedanken. Am nächsten tag habe ich mich mit dem Kind hingesetzt und gefragt udn um eine ehrliche Antwort gebeten: Macht dir der Sport im Verein Spaß? Macht dir dein Schwimmkurs Spaß? Was nervt dich an mir am meisten? Bei den Antworten haben mir die Ohren geschlackert udn wir haben beide etwas geweint. Das Ende des Gesprächs: Ich habe meinem Kind versprochen, es nicht mehr zu nerven udn einzureden, was wohl toll sein könnte. Und ich habe mich daran gehalten.
Sie konnte das letzte Kindergartenjahr noch auf IHRE Art voll und ganz genießen. Und ja, sie hat zu Hause richtig "abgehangen" und ganz langsam kam es dann durch....mein Kind, mit eigenen Wünschen und Interessen.

Probier es aus, laß ihn von der Leine.

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Hallo, danke für die Anregung.

Fußball und Schwimmen waren seine Ideen, ich zwinge ihn nicht dazu und es wäre auch nicht schlimm wenn er damit wieder aufhören möchte. Bei Fußball hab ich den Verdacht dass er nur gehen mag, da sein bester Freund eben auch dahin geht. Er möchte eigentlich am liebsten Auswechselspieler sein wenn es sich mit den Mannschaften nicht aufgeht. Kein anderes Kind möchte sofort Auswechselspieler sein, aber meiner schreit freudestrahlend, dass er das sein möchte. Gleichzeitig sagt er aber auf Nachfragen, dass er gerne hingeht und Spaß hat.

Zu Hause lasse ich ihn auch machen was er mag.. aber er hat eben Null Interesse an gefühlt allem. Er mag immer nur Hund/Katze/Auto/Roboter spielen. Wenn wir Spielbesuch haben geht das ne Zeit lang gut, bis dann das Besucherkind einen eigenen Wunsch äußert weil es eben nicht 3 Stunden Hund spielen möchte. Da blockt mein Sohn alles ab. Wirklich alles. Malen, kneten, Höhle bauen, Playmobil, draußen fangen oder verstecken spielen.. ist laut meinem Sohn alles "doof".

Und ich bin mittlerweile auch so weit dass ich nicht mehr sein Frauchen spielen mag, oder die Autowerkstatt sein möchte. Jeden Tag, stundenlang bis er ins Bett geht. Wenn ich sage ich kann gerade nicht spielen wird er bockig, oder will nur TV gucken. Wenn ich ihn in sein Zimmer schicke sitzt er einfach nur in dem Raum, nimmt sich aber nie etwas zum spielen, er macht dann einfach gar nichts. Außer ab und zu einen Wutanfall zu bekommen.

Ich hab mittlerweile Angst, dass er bald keinen mehr zum Spielen hat, oder den Anschluss verpasst weil er sich auf nichts einlassen kann, keinerlei Spieleinteressen hat und so festgefahren in seinem Hund/Katze/... Spiel :(

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hi,

ich würde ihn an deiner stelle mal in ruhe lassen.
hört sich vielleicht hart an, aber vielleicht übst du auch unbewusst stress auf dein kind aus.
nur weil andere schon schreiben, muss ER das nicht wollen. nur weil andere schon mit 5 fußball spielen, muss ER das nicht wollen oder schon so leidenschaftlich dahinter stehen.
aus dem kiga kenne ich es so, dass ganz viele kids erst ein paar monate vor der einschulung sich anfangen für schreiben und zahlen interessieren. natürlich gibt es auch andere, aber die gibt es immer. und sicher geht er in den kindergarten. da hat er ganz viel input.
ich würde mal mit der kindergärtnerin sprechen. wenn die sagt, es ist alles normal, keine auffälligkeiten, dann lass ihn einfach mal.
man darf auch einfach mit 5 keine speziellen interessen haben dürfen. man muss auch mit füänf noch in keinem verein sein.
das kommt alles mit der zeit. bei den einen früher, bei den anderen später.

lg

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Danke für deine Antwort. Klar, muss er das alles nicht. Aber er hat halt so gar kein Interesse, an nichts. Er sagt zwar er geht gerne zum Schwimmkurs, und er sagte mir auch vorhin vor dem Fußballtraining er geht gerne zum Fußball und es macht ihm Spaß. Aber dann hat er wieder angefangen Purzelbäume zu schlagen statt die Übungen zu machen, und wollte im Spiel nur Auswechselspieler sein und gar nicht mitmachen, weswegen ich eben glaube, dass er nur wegen seinem Freund hingehen möchte.

Ich zwinge ihn zu keinem der beiden Dinge. Das waren Wünsche die er selbst geäußert hat. Ich hätte auch kein Problem damit wenn er aufhören wollen würde.

Ich hab mittlerweile nur Angst, dass er irgendwann niemanden mehr zum Spielen findet, da ihn die Spielvorschläge von anderen Kindern ja laut eigenen Aussagen "nerven", und er sie immer nur zu seinen Spielen drängen will und diese eben sehr eintönig sind. Wir mussten auch letzte Woche eine Spieleverabredung mit einem Freund abbrechen, da der andere Junge irgendwann nur noch totunglücklich war, weil mein Sohn sich auf absolut nichts eingelassen hat, obwohl der andere Junge vorher kompromissbereit mit ihm Hund und Herrchen gespielt hat. Als es dann aber wie vorher abgesprochen darum ging das zu spielen was das Besucherkind wollte hat mein Sohn rumgebockt und gesagt das ist doof. Und jeder andere Vorschlag des Jungen war auch automatisch doof. Nichtmal auf dem Spielplatz konnten die beiden dann etwas miteinander anfangen, da mein Sohn so festgefahren darauf war nur Hund zu spielen, nicht zu schaukeln, nicht zu klettern und auch bloß nicht zu rutschen.

Und ich hab ehrlich gesagt auch keine Lust mehr immer Frauchen/Autowerkstatt etc zu sein. Aber er beschäftigt sich mit NICHTS. Wenn ich sage ich will nicht spielen, oder auch mal nicht kann, z.B. wenn ich essen mache oder etwas im Haushalt, dann wird er direkt bockig oder will nur Fernseh schauen. Es kann doch nicht sein dass er sich für so gar nichts interessiert, oder? Es muss ja kein Sport sein, aber auch zu Hause ist er ja für nichts zu begeistern, er spielt nichts außer seine 3-4 ausgewählten Rollenspiele, nicht mit Autos, keine Puzzle, keine Spiele, keine Bücher, Paw Patrol Spielzeug fand er mal ne Zeit lang gut aber das ist mittlerweile genau so uninteressant wie alles andere auch. Er baut kein Lego. Keine Holzeisenbahn, kein Playmobil. Im Garten schaukelt er mal, für vielleicht 5 Minuten, dann will er wieder nur seine Rollenspiele spielen. Ich könnte sein Kinderzimmer quasi bis auf Bett und ein paar Kuscheltiere leer räumen und es wäre ihm egal, da er sich für nichts davon interessiert.

Die Erzieher werde ich morgen mal fragen, wie es im Kindergarten momentan ist. Wenn ich ihn abholen gehe sehe ich oft, dass er alleine spielt. Wenn ich ihn frage ob etwas vorgefallen ist verneint er das immer und sagt nur, dass er eben gerade Hund/Katze/Auto etc war. Er krabbelt dann auch überall auch richtig rum, macht nur die Tiergeräusche bzw Autogeräusche und spricht nicht mehr bis ich dann sage er soll doch bitte jetzt wieder ein Kind sein. Ich hab nur so Angst dass er den Anschluss verliert, weil alle irgendwelche Interessen haben, sei es Sport, malen, oder ein bestimmtes Spielzeug wie Playmobil oder Lego.

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Es gibt Kinder, die sind auch gerne für sich.
Und anscheinend spielt er ja im Kinderzimmer auch.

Wenn er spielen will und du keine Zeit hast, kurz erklären und dann ignorieren, wenn er trotzdem bockig wird. Er wird das dann schon lernen, dass Mama nicht immer springt wenn er will.

Und das in der U7 oft Purzelbäume gemacht werden oder mal Blumen gepflückt, dass ist auch normal. ;0)

Du wirst sehen, im nächsten halben Jahr wird er sich noch stark entwickeln.

Lass ihm seine Langeweile, vielleicht entwickelt er dann Interessen. Und nicht ständig was vorschlagen, dass ist meist ehr kontraproduktiv..

LG

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Hallo, mein Sohn ist auch fünf geworden und ich kann mir sehr vorstellen, wie sehr dich das beschäftigt.
Was ich mich frage, inwiefern und häufig du dich einbringst, also in sein Zimmer gehst und schaust, ob und was er spielt.
Vielleicht hilft es ja, wenn du dich eine Zeit lang weniger einbringst, also ihn machen und erleben lässt.
Ihn halt weniger Fernsehen schauen lässt und auch die Rollenspiele mit dir reduzierst.
Hat er vielleicht zu viel Spielzeug, dass er den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht?
Auch wenn es blöd klingt, vielleicht wären Freundinnen zum Spielen besser als Jungs?
Ich komme nur drauf, weil mein Sohn öfters mal viele Rollenspiele mit dem Nachbars Mädchen (Grundschulalter) macht, und die können sich ewig lang damit beschäftigen.

Oder bewusst einige Situationen herbeiführen:
Nach der Kita etc. liegt ein Puzzle ausgeschüttet auf dem Boden. Du sagst, es ist dir beim Aufräumen heruntergefallen. Vielleicht mag er es in die Packung räumen, vielleicht mag er es aber auch puzzeln. 🤷🏼‍♀️ Ansonsten räumst du es später auf, wenn du mit deinen anderen Arbeiten fertig bist.

Oder wenn er sich im Zimmer langweilt , backst du Kekse. Kannst ihn ja noch fragen, welche ausstech-Förmchen du verwenden sollst, vielleicht mag er sich ja zu dir gesellen und mit machen.

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Wenn ich ihn in sein Zimmer schicke, schaue ich eigentlich nicht großartig nach was er da tut. Manchmal werfe ich einen Blick rein, wenn ich z.B. eh gerade an seinem Zimmer vorbei laufe um in einen anderen Raum zu gehen. Ich mache ihm da keine Vorschläge, was er in seinem Zimmer spielen könnte, sondern schicke ihn einfach nur dort rein und widme mich dem was ich tun muss/will. Wenn ich dann aber mal vorbei laufe und reinschaue sitzt er einfach nur mitten im Raum und macht gar nichts. Er nimmt sich nicht ein einziges Spielzeug, außer mal ein Stofftier. Ich glaube nicht dads er zu viel Spielzeug hat, er hat ein bisschen was von Paw Patrol, das hatte er sich zum letzten Weihnachtsfest gewünscht und bekommen. Mittlerweile komplett uninteressant. Dann eine Playmobil Ritterburg die allerdings abgebaut im Keller steht weil er sie nie beachtet hat. Lego Steine zum bauen, eine Holzeisenbahn, TipToi Bücher, normale Bücher, Gesellschaftsspiele und Puzzle, eine Puppe und die Feuerwehrstation von playmobil. Nichts davon nutzt er. Wenn er mal was aus dem Regal nimmt ist es ein altes Baby Pappbilderbuch und ein anderes seiner Babyspielzeuge. Die darf ich partout nicht entsorgen. Er hat nicht übermäßig viel, aber eine wie ich finde recht breite Auswahl. Aber er kann mit nichts davon etwas anfangen.

Mit Mädels treffen haben wir auch schon versucht. Im Nachbarhaus wohnt ein gleichaltriges Mädchen und ihre kleine Schwester (3 Jahre). Solange es die Rollenspiele sind die mein Sohn mag klappt alles super, solange die Mädels dann was anderes spielen wollen ist mein Sohn direkt wieder bockig. Dad gleiche mit einem Mädchen aus dem Kindergarten das wir vor ein paar Wochen zu Besuch hatten. Solange die Rollenspiele gespielt wurden, die mein Sohn mag war es prima, sie haben sich gut verstanden. Dann wollte das Mädchen was anderes spielen, da kam mein Sohn direkt weinend zu mir gerannt und meinte, dass er traurig ist dass xy nicht mehr Katze spielen will. Ich hab versucht ihm ruhig zu erklären, dass xy ja schon ziemlich lange mit ihm Katze gespielt hat und er doch jetzt auch mal das machen könnte worauf sie jetzt Lust hat. Ende vom Lied war, dass mein Sohn weinend im Wohnzimmer saß weil ja alles so traurig und gemein ist, und das Mädchen sich alleine in seinem Zimmer beschäftigt hat. Seit dem ist auch keine weitere Spielverabredung mit dem Mädchen zustandegekommen.

Fernseh schauen darf er eigentlich gar nicht so viel. In der Woche eigentlich nur abends Sandmännchen, alles andere sind eher Ausnahmen, wenn ich z.B. ganz dringend telefonieren muss oder etwas für die Arbeit erledigen muss und deswegen mal 10-20 Minuten Ruhe brauche, das kommt aber auch höchstens 2x im Monat vor. Ansonsten darf er am Wochenende je 30 Minuten am Tag schauen. Diese Zeiten/Begrenzungen kennt er auch, aber er fragt trotzdem immer nur nach Fernseh schauen wenn ich seine Rollenspiele ablehne, obwohl er weiß dass der Fernseher bei uns tagsüber nicht läuft.

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Hallo liebe TE,

Vielleicht hast du einfach sein Interesse noch nicht gefunden. Bisher macht er ja mehr so die "typisch" Jungssachen. Habt ihr schon die tendenziell Mädchensachen ausprobiert?
Wenn er so gerne Rollenspiele spielt, was spricht denn dagegen, dass er sich mit einem Mädel trifft? Vielleicht interessiert er sich mehr für Actionfiguren oder Puppen. Statt Schwimmen und Fußball kann er doch Turnen (wenn er eh so gerne Purzelbäume macht) oder Ballett / Tanzen ausprobieren. Oder statt Sport vielleicht mal Musikkurs probieren. Wir haben bei uns in der Musikschule zum Beispiel die Möglichkeit, dass die Kinder 3 Monate lang unterschiedliche Instrumente ausprobieren können.

Probiere mal andere Sachen aus und auf jeden Fall würde ich mit der Erzieherin reden.

Euch alles Gute

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Danke für die Tipps :) mit Mädchen verabredet mein Sohn sich auch zwischendurch (aber eher selten), aber da haben wir tendenziell die gleichen Probleme, irgendwann mögen auch die nicht mehr die Rollenspiele spielen, die mein Sohn mag und mein Sohn blockt die Spielideen der Mädchen auch ab, z.B. Vater Mutter Kind, bei den Nachbarsmädels das Puppenhaus und die Polly Pocket Püppchen.. er scheint einfach gar nichts zu mögen :(

Fußball und Schwimmen ging von ihm aus, vermutlich da sein bester Freund eben auch im Verein ist, Schwimmen kam auf nachdem er bei der Cousine das Seepferdchenabzeichen auf ihrem Badeanzug gesehen hat, ich hab ihn also nicht in diese Richtung "gedrängt", er wollte es selbst und wenn ich frage sagt er auch immer er möchte beides weiter machen. Beim Kinderturnen waren wir bis er ca. 3 1/2 war, das hat ihm auch Spaß gemacht, dann wollte er aber von sich aus aufhören. Er hat auch eine Babyborn Puppe und einen Baggy und etwas Zubehör, doch auch die liegt nur in der Ecke und wird nicht beachtet. Er ist, würde ich sagen, sehr auf seine bevorzugten Rollen fixiert. Also dass er ein Hund, eine Katze, ein Rennauto oder ein Roboter ist. An manchen Tagen so extrem, dass er mich schon im Auto auf dem Nachhause Weg vom Kindergarten fragt ob er denn jetzt schon ein Hund sein darf oder ein Roboter, und dann erwartet er aber auch sofort dass ich mitmache. Und es klingt vielleicht schrecklich aber ich mag das einfach nicht mehr, nicht in dem Ausmaß. Rollenspiele können ja toll sein. Und es ist ja prinzipiell auch schön dass er sich da so kreativ ausleben möchte, aber es ist als würde nichts anderes mehr existieren. Ich würde so gerne einfach mal ein Brettspiel mit ihm spielen, oder was schönes basteln, aber er findet das alles so uninteressant, selbst wenn z.B. die Oma oder seine Cousine mitmachen.

Werde morgen mit einer Erzieherin sprechen wie es momentan im Kindergarten ist, oft spielt er alleine wenn ich ihn abhole, sagt aber es ist nichts vorgefallen, nur dass er eben gerade Hund o.ä. spielen wollte und deswegen gerade ein Hund war.

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Was sagt der Kinderarzt?
Bei uns war es ähnlich, bei uns war es allerings die Auswirkung einer schweren Aufmerksamkeitsstörung. Was ihn wirklich faszinierte konnte er spielen, sogar mit Hyperfokus, alles andere ging nicht. Vielleicht darauf mal testen lassen?

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Also, im Gegensatz zu den anderen hier finde ich das Verhalten schon etwas auffällig. Nicht, dass er Sport eher halbherzig und ohne großen Elan betreibt. So war mein Sohn auch. Seinen Sport hat er dann mit 7-8 gefunden, und jetzt geht er da auch ganz anders ran.

Auch dass er nicht viel mit Spielsachen spielt finde ich ok. Kinder sind da einfach sehr unterschiedlich, und manche sind eben eher Rollenspieler.

Aber diese Fixierung auf 3-4 bestimmte Spiele, die ununterbrochen gespielt werden und keine Erweiterung oder Varianten zulassen, und die Verweigerung von allem anderen finde ich schon etwas extrem. Ich würde tatsächlich mal mit den Erzieherinnen sprechen, was sie so beobachten.

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Sehe ich genauso, insbesondere im Hinblick auf die Fixierung auf ganze wenige bestimmte Spiele ohne jegliche Flexibilität in ihrer Ausführung sowie die scheinbar nicht vorhandene altersentsprechende Kompromiss- und Konsensfähigkeit mit gleichaltrigen Spielpartnern.

Hierzu würde ich auf jeden Fall mit dem Kindergarten Kontakt aufnehmen und vielleicht auch ergänzend dazu mal einen Elternteil eines Freundes von ihm (mit dem Du ein gutes Verhältnis hast) um Rückmeldung bitten. Ich bin kein Psychologe und habe auch keinerlei Ahnung in diesem Bereich, bin nur Mutter, aber das beschriebene Verhalten empfinde ich persönlich als etwas weitab vom Durchschnitt.
Im Kindergarten mag dies noch zu kompensieren sein, in der Schule, wenn er durch die äußeren Umstände sehr fremdbestimmt sein wird, wird es schwierig.

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Naja, dann hat er vielleicht noch nicht das gefunden was ihn interessiert. Mein Sohn wollte auch nicht ständig Fussball spielen. Hatte er keine Lust zu.
Malen war auch nie sein und an Zahlen und Buchstaben hatte er auch kein Interesse.
An Büchern allerdings schon. Mußte aber das sein, was ihn interessiert.

Heute ist er 11. Kann sehr gut lesen, schreiben ist auch alles gut. Fussball spielt er jetzt ab und an mal, aber seine Sportarten sind andere. Malen ist aktuell seine größe Leidenschaft.
Brettspiele sind nach wie vor nicht seins, bis auf eins, was man ab und an mit ihm spielen kann.
Bücher muß er manchmal überredet werden. Hat er eins gefunden was ihm gefällt wird es und die dazugehörige Reihe verschlungen. So schnell kommt man mit dem Ausleihen/Kaufen nicht hinterher.

Du sieht also, es kann sich alles noch ins Gegenteil verändern.

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Hallo!
Ich finde es so, wie Du es schreibst nicht so ganz normal und würde es auf jeden Fall mal abklären lassen. Mit den Kindergärtnerinnen sprechen und ggf. auch mal ins SPZ.

Um ihm aber mehr Anregung zu geben, vielleicht mal folgende Idee umsetzen: Alle Spielzeuge aus dem Zimmer raus, mal in ein paar Umzugskisten in den Keller (falls Ihr die Möglichkeit habt). Würde nur Bastelmaterial, Pappkartons etc. ins Zimmer packen und ihn machen lassen. Er darf sich dann bei Dir Sachen holen, Hunde- oder Katzennapf aus der Küche, Roboter"zubehör" etc.. Dann kann er seine Themengebiete ausleben und vielleicht bastelt er dann ja eine Katzenhöhle, Roboterreparaturstation etc.

Spielzeuge würde ich nur auf Anfrage wieder raus geben.

LG Krabbe

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Hallo

zwei Ideen:

-lass ihn komplett in Ruhe, frag ihn nicht, was er spielen will, halte dich zurück mit Vorschlägen. Bleib ganz bei dir und mach deine Sachen. Lass ihn die Langeweile spüren.. Kinder müssen sich langweilen.
Mir kommt dein Sohn etwas überfordert vor von all den Spielangeboten. Ich würde das mal zwei Wochen so durchziehen.
-Kinderzirkus oder Kindertheater würde mir noch einfallen. Alles spielerische, in dem man sich ausprobieren kann und es kein "richtig" und "falsch" gibt.

LG