Kita Eingewöhnung

Hallo

ich bin ganz neu in diesem Forum, unser Kind ist jetzt mit 3 in den Kiga gekommen.
Ich bin mir unsicher zwecks der Eingewöhnung, wie sie bei uns läuft und wollte mal andere Meinungen dazu hören, da ich ansonsten keinerlei Vergleiche oder so habe.
Unser Kind hat sich schon wahnsinnig auf den Kiga gefreut. Am ersten Tag war ich anfangs noch dabei, aber da er mich gar nicht mehr groß beachtet hat, meinte die Erzieherin ich könnte ruhig gehen und ihn nach 1,5 h wieder abholen.
Es hat super geklappt und am nächsten Tag war er von Anfang an 4 Stunden alleine da, so schnell konnte ich gar nicht Tschüss sagen, war er schon im Gruppenraum verschwunden 😉. Auch da lief es wieder super und er hat Zuhause begeistert von allem erzählt.
Tja und dann war er gleich mal krank und konnte über 1 Woche nicht in die Kita.
Den ersten Tag danach (also insgesamt der 3. Tag) hat er sich wieder problemlos dort verabschiedet. Wir sollten wieder die 4 Stunden probieren. Ich habe die Erzieherin gebeten, wenn etwas ist anzurufen und sie meinte ja, aber sie denkt nicht das etwas ist.
Als ich zur vereinbarten Zeit kam, war mein Sohn den Tränen nahen und hat als er bei mir war gleich das Weinen angefangen.
Mir wurde gesagt, dass er eine Stunde zuvor in die Garderobe ist und heim wollte. Aber dann mit einem Spielzeug noch beschäftigt werden konnte. Am nächsten Tag soll ich ihn aber besser schon eine Stunde eher holen, weil es ihm sonst zu lang ist.
Am Nachmittag war er dann extrem anhänglich, hat zuhause das Weinen angefangen, wenn ich aus dem Raum bin und konnte heute Nacht nicht alleine schlafen, was sonst kein Problem ist.
Heute morgen habe ich ihn also wieder gebracht, Abgeben war kein Problem. Und ich habe wieder gebeten, wenn etwas ist, anzurufen, ich bin eh zu Hause. Von meiner Seite aus muss er nicht die volle Zeit bleiben, die Hauptsache ist , das er gerne geht und es ihm Spaß macht.
Mir wurde dann gesagt wann ich ihn holen
soll und wenn etwas ist, melden sie sich.
Es kam kein Anruf, aber als ich ihn abgeholt habe und er mich gesehen hat, hat er nur noch Rotz und Wasser geheult 😭.
Laut Erzieherin hatte er eine dreiviertel Stunde vorher schon mal geweint und nur noch Mama, Mama gesagt. Er wollte nicht mit den anderen Kindern spielen und die Erzieherin hat dann zusammen mit ihm auf mich gewartet, aber nicht angerufen. Morgen soll ich laut ihr nochmal eine halbe Stunde eher kommen. Die Tage werden also immer kürzer...
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es genau anders rum laufen müsste. Das Stück für Stück langsam gesteigert wird, wenn er soweit ist und nicht jeden Tag auf Biegen und Brechen eine bestimmte Zeit versucht wird zu erreichen und dann mitgeteilt wird, dass ich doch früher und noch früher kommen soll. Ich verstehe auch nichts warum nicht angerufen wird, wenn er weint, obwohl es so vereinbart war? Seh ich das zu dramatisch? Mir geht es darum, dass er seine Freude auf den Kindergarten nicht verliert und nicht jeder Kita Tag mit einem schlechten Gefühl für ihn endet.
Vom Kindergarten hieß es gestern auch, dass er noch keinen Anschluss gefunden hat, also noch keinen Freubd hat. Aber ist das so früh nicht normal?

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Also mein Sohn von der Krippe (Eingewöhnung hatte 5 Wochen gedauert, aber er liebt es dort jetzt) in den Elementar Bereich gewechselt ist waren die ersten 2 Wochen schwer.
Jeden Tag sagte er mir keiner spielt mit ihm. Ich habe die Erzieher gefragt und sie sagten mir das mein Sohn sich noch nicht zurecht gefunden hat und nicht versteht wenn andere Kinder nicht mit ihm spielen wollen.
Ja mein Sohn ist da sehr eigen. Aber er war zu dem Zeitpunkt auch 1 Jahr jünger als die anderen Kinder und das hat viel ausgemacht.
Mittlerweile geht mein Sohn jetzt 8 Monate in diese Gruppe und hat momentan wo er sich beschwert das keiner spielen wollte aber der kleine Fratz fragt mich immer beim abholen ob er noch 5 oder 10 Minuten spielen kann..
Also ist nicht immer alles super in der Kita aber an sich ist mein Kind doch sehr glücklich dort.

Ach und der wechsel war anstrengend. Mein Sohn macht mittlerweile am Wochenende Mittagsschlaf mit mir und seiner kleinen Schwester. Vielleicht liegt das daran das dein Sohn im Moment so weinerlich ist, das ist ein harter Tag für die Kinder.

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Danke für deine Antwort. Ja da kannst du Recht haben, dass es sehr anstrengend für ihn ist. Durch den Kindergarten steht er jetzt morgens auch viel früher auf. Eigentlich ist er ein Langschläfer, der auch gerne mal bis 9 Uhr schläft.

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Es zeigt sich gerade, dass viel zu schnell die Zeit gesteigert wurde. Letztendlich sind das fremde Menschen für ihn und in so kurzer Zeit kann sich noch keine tragfähige Bindung aufbauen. Dein Sohn war zuerst begeistert, weil alles spannend und neu ist und jetzt zeigt er Bindungsverhalten und vermisst dich. Ich würde die Zeit stark reduzieren und dann langsam steigern. Einfach das Tempo raus nehmen.

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Danke für deine Antwort. Heute musste er schon nach 1,5 h Stunden geholt werden, weil er sich nicht beruhigt hat. Abgeben morgens war kein Problem 🤔
Ich frage mich, ob es sinnvoll wäre, ein paar Tage nochmal mit dort zu bleiben? Oder fällt ihm dann das Abgeben morgens irgendwann auch schwer, wenn ich plötzlich nicht mehr mit da bleibe?
Ich denke auch, dass es zu schnell ging, weiß aber nicht wie man jetzt am Besten weitermacht?

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Ich würde die Zeit langsam steigern. Erst 1 Std., dann 1,30 min, wenn es klappt usw. Was auch immer gut hilft ist, ein sogenanntes „Übergangsobjekt“ mit ihm gemeinsam zu besorgen. ( Kucheltier etc.). Dableiben würde ich nicht mehr. Feste Zeiten beim Abholen festlegen.

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Ich würde die Zeit einfach langsam steigern.
Also fangt mit 1-1,5h an.
Und wenn das ein paar Tage gut klappt 0,5h drauf. Wenn ihr dann bei 2,5h seid versucht es ruhig mit dem großen Sprung bis zum Mittagessen.

Unser Mittlerer wollte zum Anfang gar nicht in die Kita.
Er saß weinend unter der Bank oder Tisch.
Es war wirklich eine sehr schwere Eingewöhnung.
Von August bis Dezember war es immer sehr schwer für ihn.
Das weinen wurde weniger aber das Abgeben war nie fröhlich.
Und dann hat es klick gemacht. Dann ist er auch wirklich gerne da geblieben.

Er hat auch die Zeiten gut verkraftet wo er nur unregelmäßig und dann gar nicht in die Kita gehen konnte sehr gut überstanden.

Er ist ein wirklich tolles Kita Kind geworden.
Aber eben mit viel Geduld und Spucke. Die Eingewöhnung hat bei ihm ohne krank sein zwischendurch 2,5 Monate gedauert.

Liebe Grüße Janina mit 💙 💙 ❤ + ❤ 36+0

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Danke für deine Antwort. Das hört sich auch anstrengend an, wie es bei euch gelaufen ist. Man leidet einfach als Mutter so mit. Umso mehr macht mir dein Beitrag Mut, dass es dann doch irgendwann geklappt hat und er den Kiga gemocht hat!!
Ich war letzte Woche nochmal 2 ganze Tage mit dabei und am dritten Tag hat es geklappt, dass er 2 Stunden alleine geblieben ist. Allerdings mit Weinen zwischen durch, aber er hat sich immer wieder beruhigen lassen. Naja und dann ist er gleich wieder krank geworden... ich befürchte wir fangen dann nächste Woche wieder bei Null an 😓

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Oh ja das krank werden ist nochmal sehr anstrengend. Aber versucht nicht wieder ganz auf Null zu gehen. Wir haben dann mal einen Tag wieder auf Null gemacht, so das das Kind gemerkt hat das alles ok ist und am nächsten Tag dann wieder beim alten Stand weiter gemacht.

Ja, man leidet mit den Kindern mit, aber letzendlich haben sie in der Kita immer eine wahnsinnig tolle Zeit, das darf man nicht vergessen.