Plötzlich Trennungsangst

Mein Sohn, 3 Jahre hatte im August mit der Spielgruppe angefangen. Das ist wie der Kindergarten in Deutschland. Montags für 3 Stunden. Davor wurde er von Papa, den Grosseltern oder Tante betreut wenn arbeiten ging oder sonst was hatte. Dies funktionierte immer reibungslos.
Er war gerne bei seinen Bezugspersonen. Schlief auch ab und an bei den Grosseltern.
Spielgruppenstart misslang total. Am ersten Tag verabschiedete ich mich von ihm und ging vor die Tür um in der nähe zu sein. Er sagte Tschüss und widmete sich dem Spiel zu. Nach 1 h musste ich zurück weil er so sehr anfing zu weinen. Danach ging ich 5 mal mit und blieb jeden Morgen. Aber es wurde nicht besser, sondern schlimmer. Ich musste in jede Ecke mitlaufen und nebendran sitzen.
Nun will er nur noch mit mir sein. Papa darf ihn nicht mal mehr betreuen. Er folgt mir aufs klo in die waschküche überall hin.
Aus der Spielgruppe sind wir ausgestiegen. Es wird nicht besser. Sonntags arbeite ich 7 Stunden. Er weint bitterlich wenn ich gehe. Schon am Abend davor. Ich gebe ihm jegliche Nähe und mache kein Druck.
Gehe nicht mal mehr ins FitNessstudio. Vor der Spielgruppe war alles kein Problem.
Kennt jemand das von seinem Kind?
Ist das eine Phase oder wird er jetzt so ängstlich bleiben?
Was könnte ich machen um ihn zu stärken?

Liebe Grüsse

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Hallo :) wir hatten genau dasselbe als
Er mit 3 in den kiga kam ! Wurde vorher Auch nicht fremd betreut ! Wir hatten auch eine missglückte Trennung und dann hat er bitterlich geklammert . Selbst beim
Duschen stand er vor der Dusch Tür und hat weinend gewartet bis ich fertig war 😢. Ich habe versucht ihn immer
Überall mit hin zu nehmen und Iwann ich glaub nach knapp 4 Wochen wurd es wieder von alleine gut 👍🏻. Das war sehr anstrengend. Er geht mittlerweile in den kiga nach der Unterbrechung…. ABER immer noch nicht gerne 🙈🙈🙈.

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Oh, meine Tochter hat über ein Jahr lang geweint, wenn ich ging und sie zu Hause bei Papa bleiben musste. Und das bei intaktem Familienleben.

War eben so, dass ich gehe wollte sie nicht. PUNKT

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Hallo,

wir hatten Fremdbetreuung ab 1, beim Wechsel in den Kiga mit 3 dann ging nichts mehr. Meiner Meinung nach lag das an dem riesigen Kiga mit offenem Konzept und schlechter Eingewöhnung aus der Kleingruppe in das offene Konzept. Uns begleitete der Trennungsschmerz ab da bis er 6 wurde.

Leider gehört das sich Trennen können zum Leben dazu, deswegen habe ich die Situation immer geübt, besprochen und Verständnis gezeigt JEDOCH trotzdem die Situation durchgezogen.
Es sind Phasen. Nur: Wenn man sein Kind zeit seines Lebens vor Schmerz bewahrt, wird ein ängstlicher Mensch draus, der sich nichts zutraut.

Geh wieder ins Fitnesstudio. Dein Kind muss lernen: Mama kommt immer zurück. So wie sie es versprochen hat. Male ihm die Uhrzeit auf, Dein Mann soll ihm zeigen wie lange noch und ihn bestmöglichst ablenken. Es ihms schön machen. Und Du musst pünktlich zuhause sein. Übe mit Deinem Kind, dass Du verlässlich bist.
Mach das auch in anderen Dingen. Geh zur Toilette/ zum Müll alleine und zeige ihm Du kommst wieder. Versprich ihm ein Spiel wenn Du mit Kochen/ Aufräumen fertig bist. Es gibt 1000 Situationen in denen man Kindern zeigen kann: ich bin verlässlich. Wenn sie das verstehen, klappt es auch besser.

Viel Erfolg!

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Danke. Wir üben fleissig. Die Idee mit der Uhr ost super👍 m