Grund zur Sorge?

Hallo zusammen,
meine Tochter (5 Jahre/ Vorschulkind) bricht in letzter Zeit immer öfter wegen Kleinigkeiten in Tränen aus. Sie scheint dann sehr verzweifelt und kann sich alleine nicht beruhigen. Ich muss sie dann, sobald sie es zulässt kuscheln, bis sie sich beruhigt.
Würde ich dies nicht tun, würde sie sich auch nicht beruhigen und stundenlang weiterheulen. Es sind keine Krokodilstränen (das kann ich unterscheiden).

Ist dies Grund zur Sorge? Ich weiß, dass sie sehr sensibel ist.
Würdet ihr etwas unternehmen oder es als Charakterzug abtun.
Ich habe Bedenken, dass es in der Schule zu Problemen führen könnte.

z.B. hat sie eine Kindergartenfreundin (auf dem Spielplatz und im Kindergarten) plötzlich total ignoriert und nicht mehr grüßt. Und wir haben ihr gesagt, dass dies sehr unhöflich ist.
Sie hat mir dann später gesagt, dass sie das Mädchen (mit dem sie sonst hin und wieder total toll privat spielt) einfach nicht mag.
(Ich zwinge sie nicht. Spieleverabredungen gehen immer von den Kindern aus).

Oder wir waren einkaufen. Sie wollte eine Sache haben, die ich aber nicht kaufen wollte. Plötzlich ist sie wieder komplett in Tränen ausgebrochen und ich musste sie auf den Arm nehmen und lange trösten.
Ich meinte auch, warum sie denn so traurig ist. Nur wegen 1 Sache die sie nicht haben kann? Sie meinte dann, dass sie nicht deshalb geweint hat, sondern wegen etwas anderem.

Sie scheint irgendwie unglücklich zu sein
Auch sagt sie öfter, dass sie ihre große Schwester nicht mag. Obwohl sie oft toll zusammen spielen. Ich tippe auf große Eifersucht.

Hat jemand Gedankenanstöße?

Lg mcbess

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Ich würde sowas nicht überbewerten, sondern erstmal weiter beobachten. Meine Tochter wird morgen 5 und sie ist auch nah am Wasser gebaut. Alles ist sofort super schlimm.

Vor Kurzem hat sie ihre kleinere Schwester zum Wettrennen herausgefordert, die natürlich sofort anfing zu heulen, weil sie keine Chance gegen sie hat. Daraufhin hat der große Bruder das Spiel einfach mal umgedreht und hat sie zum Wettrennen herausgefordert und dann war sie völlig aufgelöst wie er denn so gemein sein kann, denn sie hat ja keine Chance.
Ich hab versucht ihr zu erklären, dass sie ja genau das gleiche mit ihrer kleinen Schwester gemacht hat, aber sie korrigierte mich und wollte mir ernsthaft weis machen, dass sie das ja nur gemacht hat, weil ihre kleine Schwester so süße dicke Beine hat und sie sie gern laufen sieht. #rofl#rofl#rofl
Sie steigerte sich da so rein, dass sie sich ihre eigene Lüge irgendwann selbst geglaubt hat.

So sind Kinder halt. Ich denke das sind letzte Ausläufer der Trotzphase, die jetzt nochmal vermehrt höhere Wellen schlagen. Im Kindergarten ist sie übrigens nicht so. Frag mal bei euch die Erzieherin. Vielleicht ist es ja bei euch auch so.

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Mein Sohn ist auch 5 und wir beobachten auch seit längerer Zeit, dass er oft schnell weint/schreit/frustriert ist, wenn etwas nicht nach seinem Plan läuft. Er ist auch sehr sensibel, zart besaitet... Ich frage mich öfter, ob die Trotzphase wieder zurück ist. Vielleicht die sog. "Wackelzahnpubertät"?

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Wir sind auch seit einem halben Jahr in der Wackelzahn Pubertät. So langsam wird es besser. Er hat jetzt gelernt besser mit seinem Gefühlen wie Frust Trauer Wut und Enttäuschung umzugehen.