Wann haben eure kinder fortschritte gemacht im Kita? -entwicklungsverzögert

Hallo zusammen,

Mein sohn ist bald 3,5 und spricht nicht zudem braucht er in ungewohnten Situationen noch eine windel.

Medizinisch ist alles abgeklärt, pädaudiologie, Logo, Frühförderung, SPZ Termin usw.

Wir sind grade auf den letzten Metern der Eingewöhnung und wurden am Freitag zu einem Gespräch einbestellt zwecks Auffälligkeiten in der Entwicklung. Was neues haben wir natürlich nicht erfahren, sind ja an allem schon dran. Er ist nun auch im Kindergarten so gut wie trocken, ab und zu geht was daneben (wenn er sehr auf sein spiel konzentriert ist) aber das sei normal laut Erzieherin. Er räumt toll auf, versteht auch alles was gesagt wird, löst sich jetzt auch ohne Probleme im Kindergarten vom Schnuller (den braucht er in ganz neuen Situationen noch, sonst nicht mehr. Nur eben das sprechen, da hat er keine lust, obwohl mir schon neue Laute aufgefallen sind, seit er mit so vielen Kindern zu tun hat.

Jetzt ist es aber so, dass der Kindergarten renoviert wurde und jetzt seit neustem mehr gruppen hat, diese aber MOMENTAN noch kleiner sind. Heißt im moment ist in der Gruppe meines Sohnes 5 Erzieherinnen+ 2 Azubis auf 14 Kinder.

Jetzt meinte seine Erzieherin, die auch die Eingewöhnung macht, dass er ja die Defizite hat, und das Problem sei, dass sie bald mehr kinder wieder haben, so dass sie auf 25 kinder kommen (was ja auch kein Problem für uns wäre, so wenige kinder auf so viele Betreuer ist nunmal purer Luxus, das war uns auch klar).
Im anschluss meinte sie allerdings, dass sie nicht wisse, ob die Einrichtung dann noch die richtige für meinen sohn sei und man sich jetzt nach Fortschritt überlegen müsse, ob er nicht in eine andere Einrichtung wechseln muss.

Daher hätte ich gerne eure Erfahrungen, wie schnell eure kinder fortschritte gemacht haben, als sie im kindergarten waren. Er liebt den kindergarten und ich fände es schade, wenn er wechseln müsste, auch wenn wir es natürlich machen, falls es von Nöten ist.

LG

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Hey 👋🏻

ist es denn nur das Sprechen was Probleme macht oder was hat er sonst für Entwicklungsverzögerungen (Schnuller und Pipi Unfälle sind in dem Alter keine Verzögerung für mich)?

Mein Sohn kam mit 2 J 4 Mon in die Krippe und wechselte diesen September von der Krippe in den Ü3 Bereich. Er ist jetzt auch fast 3,5 Jahre alt und in vielen Dingen langsamer als manch anderes Kind (z. B. fängt er jetzt erst an sich selber an/auszuziehen und kann das auch noch nicht sooo gut/schnell, Farben kann er noch nicht sooo gut, Hand/Augen Koordinaten ist auch noch nicht so ausgereift bei ihm aber alles nicht sehr bedenklich).

Wie kommuniziert er denn in der Kita? Teilt er seine Bedürfnisse mit?

Unser Junge hatte nach anfänglicher Eingewöhnung bzw auch jetzt nach der Umgewöhnung von U3 in Ü3 Bereich einige Wochen, wo er zuhause sehr knatschig und platt war. Ich denke er hatte dann viel zu verarbeiten. Als das aber ausgestanden war, hat er schnell Fortschritte gemacht. Gerade jetzt beim Wechsel zu den Großen hat er in den 1,5 Monaten einiges gelernt : er ist viel selbständiger geworden, hat mehr Drang Dinge selber zu machen, spricht in komplizierten Sätzen und ist selbstbewusster, testet aber auch mehr aus.
Also da ging die Entwicklung flott voran.

Drücke euch die Daumen dass es bei euch auch so läuft :)

Liebe Grüße
Juju

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Also er wurde bei 34+6 geboren mit klumpfüßen, hatte dann knapp 2,5 monate gibse von den zehen bis zum schenkel. Dann kam raus es gab einen Behandlungsfehler, also als er 3,5 Monate alt war eine OP zur Achilles seinen verlangt ging und nochmal 3 monate Gibse. Als er 2 wurde hatte er erneut für 13 Wochenende gibse, da seine Klumpfüße so störrisch waren und sich trotz physio und schienen zurückgebildet haben.

Mit ca 2,5 wurden paukenergüsse festgestellt. Bis wir jemanden gefunden haben, der U3 operiert waren die paukenergüsse wieder weg. Ich gehe aber alle 2 monatr zum HNO zur Kontrolle, da ist jetzt alles gut.

Ansonsten ist er zu hause schon seit 5 Monatrn trocken, auch nachts, er kann stifte perfekt halten, versteht wenn er sachen ausschneiden muss, kann auch mehrere aufforderungen nacheinander befolgen (bsp: tisch decken, essen, anziehen dann können wir raus - macht er dann auch so in der reihenfolge) er räumt gerne auf, kann sich alleine waschen, auch die haare, kann sich alleine an und aus ziehen, kann schon z.B. blumen usw malen, formen kneten, kann sich super alleine beschäftigen.

Also alles in allem ist er weit, aber die sprache hinkt hinterher und er hat einen sogenannten "poltergang".

Er nimmt die Erzieherin an der hand und zeigt ihr was er will, also er führt sie dann dahin wo er jetzt was machen möchte. Wenn er aufs klo muss zeigt er auf seinen Schritt und wenn er hunger hat macht er den mund auf und macht aaaah.

Sozialverhalten usw ist auch super, da hat er daheim seinen kleinen Bruder, mit dem er das 'übt'. Wenn der morgens weint kommt der große mich wecken und wir holen ihn gemeinsam aus dem bett, er bringt ihm den schnuller und streichelt ihn dann auch. er hilft dem kleinen auch viel bein an/ausziehen usw.

Zudem Waren/sind wir solange corona es zulässt im kinderturnen und bei den Ballzwergen, da kommt er auch super klar.

Vielen dank fürs daumen drücken, ich hoffe auf das Beste, er genießt den kindergarten und hat auch schon 2 freunde gefunden, mit denen er immer spielt. Er rennt morgens schon freudestrahlend hin und ich bin vergessen sobald wir dort sind.

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Wow, dann kann er aber schon andere Sachen ganz ganz toll, klasse :-)

Drücke euch die Daumen, dass der Knoten beim Sprechen auch platzt 🍀
Meiner Meinung nach tut ihr ja schon alles dafür.

Ich hoffe er kann in der Kita bleiben (mir würde es auch wehtun meinen Sohn aus unserer Kita zu nehmen)...Ich meine wenn er seine Bedürfnisse mitteilen kann und soziale Kontakt knüpft, klingt das doch schonmal toll.

Alles Gute 🍀

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Hi,
das man in dem Alter noch einen Schnuller in neuen Situationen braucht, ist doch normal, wenn noch einer schnullert.

Und da mein Jüngster mit 3, 5 Jahren, von heute auf morgen trocken und sauber wurde, ist das, für mich jetzt auch nicht unter Entwicklungsverzögerung, einzustufen.

Wenn er hören kann, wird er sehr schnell auch sprechen.

Wo war er vorher? 3, 5 Jahre ist sehr spät, für frisch in den Kindergarten. Wenn Defizite sind, sollte ein Kind schon viel früher "unter Kinder kommen". Bei uns hat das SPZ auch ein Schreiben aufgesetzt, daß ein Ganztagesplatz wichtig wäre, damit er als "Sprachkind", den ganzen Tag in Sprache "badet".

Ich finde, daß man dem Kind schon bis mindestens Ostern Zeit lassen sollte, ihn ankommen zu lassen, und ihm auch die Chance zu geben, sich zu beweisen. Ich halte es nicht für gut, ihn wieder rauszunehmen. Bis er dann in den Kindergarten kommt, wird es vermutlich Sommer sein. Wie soll er dann lernen mit Kindern zu agieren, "gezwungen" werden zu sprechen und endlich mal zusammen mit Kindern lernen, singen und spielen zu können?

Gruß

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Also unserer Erfahrung nach ist es nicht zwingend so dass ein Kind mit Sprachentwicklungsstörung davon profitiert ganztags in eine Einrichtung zu gehen. Es hängt ganz davon ab wo das Problem liegt. Bei uns waren es massive Probleme mit der Mundmotorik, sein passiver Wortschatz war weit über Durchschnitt. Ihm schadete zuviel Kindergarten weil er einfach keine Kapazität mehr hatte sich auf seine motorische Entwicklung zu konzentrieren. Wenn der Mund nicht das macht was der Kopf sagt hilft es herzlich wenig wenn ein Kind "in Sprache badet". im Gegenteil unser Kind war als Ganztagskind geradezu blockiert und machte erst wieder Fortschritte als wir entgegen der Empfehlung des Kindergartens die Betreuungszeiten minimierten.
Generell sagten in unserem Umfeld viele Logopäden wie Ergotherapeuten, dass viele Kinder gerade in den Lockdowns Fortschritte machten weil sie eben nicht mehr so "zugeballert" wurden und sie Zeit hatten den ganzen Input überhaupt zu verarbeiten. Gerade bei Kindern die in Förderung gehen ist es oft eher so dass zuviel Input blockiert als dass er nutzt.

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Danke dir für deine Antwort

Er hatte lange paukenergüsse und als wir endlich eine klinik gefunden haben, die ihn unter 3 Jahren operieren wollten, waren die Paukenergüsse von alleine weg. Ich gehe alle 2 Monate zum HNO zur kontrolle.
Er kann hören und versteht auch alles. Selbst wenn ich z.B. mehrere 'Aufträge' hintereinander gebe, wie erst hände waschen, dann tisch decken und wenn wir gegessen haben und aufgeräumt gehen wir raus.
Dann macht er genau das, wäscht die hände, stellt einen teller auf den tisch und das Besteck, isst in ruhe und holt dann seine Jacke und schuhe.

Er wurde im Juli 3, also er ist mit 3J 2M in den kindergarten gekommen. Da wir vor knapp 1 Jahr erst hergezogen sind haben wir leider keinen früheren Platz gefunden. Davor wollte ich ihn zu einer Tagesmutter schicken, dies ging leider mehr als schief, weil sie alleine versucht hat 4 Kinder auf einmal einzugewöhnen, und nach 4 Monaten Eingewöhnung immer noch keine 10 min Trennung möglich waren. Ich denke weil sie einfach keine wirkliche bindung zu dn einzelnen kindern aufbinden konnte, weil sie sich so viel auf einmal aufgehalst hat.

Daher hatten wir dann 'nur' 3x die woche Logo, 2x Kinderturnen (soweit es Corona zuließ), 1x die woche Ballzwerge (soweit corona zulies) und viel auf dem spielplatz, damit er viel unter andere kinder kommt.

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Hm, also ich finde hier werden Dinge vermischt. Dass ein 3,5 jähriger noch eine Windel braucht und das sogar nicht durchgehend, sondern nur in neuen Situationen, ist komplett normal.
Dass er einen Schnuller nimmt- nur, er wird wohl nicht umkippen wen er ihn nicht kriegen würde. Das ist in dem Alter ja wohl eher eine Erziehungssache als eine Entwicklungsverzögerung.
Die Sprache würde mir tatsächlich sorgen bereiten wenn er noch gar nicht spricht - wenn ihr überall in Behandlung seid, wurde euch noch nie der Vorschlsg zu einem Sprachheilkindergarten oder einer I-Kraft gemacht? Ein nonverbales Kind in dem Alter wird ja vermutlich auch keine Freunden finden können oder so, da kann ich die Erzieher verstehen dass sie das kritisch sehen.

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Danke für deine antwort. Wir sind schon im Sprachförderkindergarten vorstellig gewesen, da kann er aber erstit 4 hin und wenn er es im normalen kindergarten versucht hat.

Er kann kommunizieren mit Gesten usw, hat auch schon 2 'freunde' mit denen er immer spielt. Eine I-Kraft wurde uns noch nicht vorgeschlagen. Der KiA schiebt alles auf Late-talker daher haben wir alles in unsere Hand genommen und alle ärzte usw abgeklappert und nur noch Überweisungen beim Kinderarzt abgeholt.

Ich werde das beim nächsten mal ansprechen

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Hallo,

das Thema ist so komplex dass man es hier kaum beantworten kann. Wann habt ihr denn Euren Termin im SPZ? Welche Entwicklungsverzögerungen hat er denn noch? Schnullern und Windel ab und zu ist ja in dem Alter keine Entwicklungsstörung.

Bei uns war es so dass der Kindergarten im Bereich Sprachentwicklung absolut nichts brachte. Unser Kind hatte Probleme mit der Sprachproduktion, Mundmotorik und da helfen nur spezielle Übungen aus der Logopädie. Die Frage ist wieviel Zeit habt Ihr um Euch privat zu kümmern? Am effektivsten ist Förderung wenn Eltern das was in der Logo gemacht wird täglich zu Hause einbauen. Ansonsten wäre wirklich eine spezielle Sprachheilkita von Vorteil. Sprache kann sehr zäh sein in der Entwicklung, unser Sohn hatte es trotz quasi Dauerförderung - mit den normalen Pausen halt - gerade bis zur Einschulung geschafft und er wurde sogar als Korridorkind später eingeschult.

Wir hatten auch ständig Diskussionen ob unser Sohn nicht woanders besser aufgehoben wäre weil die Erzieher meinten sie könnten ihn nicht genug fördern ... sorry aber Erzieher sind keine Logopäden und da neigen in meinen Augen ehrlich einige dazu die Aufgabe der Einrichtung zu überschätzen und zu ehrgeizig zu sein. Wie wollen sie nachdem Logo noch nicht mal richtig angelaufen ist bitte beurteilen ob die Förderung reicht? Das ist Sache der Therapeutin und des SPZ zu beurteilen ob es reicht! Dazu kommt: Ein Kind hat keinen Nürnberger Trichter in den man einfach viel reinkippt damit viel unten ankommt. Das Kind muss den Input überhaupt mal verarbeiten und unsere Erfahrung war eher je weniger Kindergarten wir hatten umso besser waren die Fortschritte. Im Lockdown berichteten einige Eltern in unserem Umfeld dass auf einmal in den Therapien nie geglaubte Fortschritte gemacht wurden weil die Kinder eben endlich den Kopf frei hatten um sich zu entwickeln.
Wir waren mehrmals im SPZ weil die Einrichtung meinte es müsse noch mehr passieren, das SPZ dagegen war begeistert von den Fortschritten und mahnte dass wir jetzt schon fast zuviel machen und sie Angst hätten dass er bald "therapiemüde" werde.

Es ist leider ein Balanceakt in dem man erst mal verschiedene Meinungen anhören muss, einordnen muss wer zuviel will und wer zuwenig macht, und den Mittelweg finden muss.

Alles Gute Euch!

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Danke Dor für deine Antwort. Ja bei ihm ist es auch immer so ein Drahtseilakt, er muss gefördert werden, keine Frage, aber er hatte Klumpfüße, daher hat er 2x wöchentlich physio. Dann hat er 2-3 mal wöchentlich logo. Alle 2 monate kontrolle bein HNO zwecks Paukenergüssen.
Also theoretisch ist seine woche voll jetzt mit dem kindergarten, daher schicke ich ihn nur von 8-14 Uhr.

Zum SPZ habe ich letzten November alles hingeschickt, da haben wir jetzt endlich für Anfang Januar einen Termin bekommen.

Von der Mundmotorik ist laut Logo und Pädaudiologie alles in Ordnung, die Logo haben wir gott sei dank endlich bei der frühförderung, bei seiner alten Logopädin war er fast 9 monate ohne jeglichen erfolg. Er war einmal mit ihr alleine im zimmer, seitdem konnte man nichtmal mehr die tür zu machen und er kam alle 10 min raus um zu schauen ob man noch da ist. Jetzt bei der Frühförderung ist er viel entspannter.

Bei einem Sprachförderkindergarten wurden wir im sommer schon vorstellig, die nehmen aber erst kinder ab 4 und wenn diese schon den normalen kindergarten probiert haben.



Ich hoffe einfach das beste, mehr kann ich nicht mehr machen.

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Ok ich denke es braucht einfach Zeit bis er aufgeholt hat. Er fühlt sich da sehr wohl ich würde echt noch abwarten. Ihr macht ja auch viel ich würde jetzt mit Kindergarten auch das Sonstige Programm zurückfahren. Gerade wenn jetzt vieles neu ist muss er das alles ja verarbeiten können. Oft kommt der Sprung auch erst nach den Ferien oder in der Rezeptpause. Und wenn er mit der alten Logo nicht klar kam.... Ich würde wirklich Daten wartet erst mal ab und wenn dann würde ich mit 4 in einem Sprachheilkindergarten wechseln.

Unser SPZ sagt dass ein Herausnehmen aus einer Gruppe mit neu Eingliederung ein Kind in der Entwicklung hemmt. Sie sagen für 3 Monate kann das den Therapieerfolg stark bremsen. Deswegen ist es für unser SPZ das allerletzte Mittel.
Unser Kind war wie gesagt auch stark verzögert in der Sprache und sie hätten noch eher eine Sprachheilkur angeregt als zu einem Wechsel wirklich geraten. Vor allem wenn er bisher weniger gut hörte prasselt ja jetzt viel auf ihn ein.

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So wie ich das verstehe, ist dein Kind vollständig nonverbal.
Das ist nicht nur eine geringe Sprachentwicklungsverzögerung und sinnloses raten, wann die Spontansprache einsetzt nur weil er versteht, bringt gar nichts. Mein Ältester hat mit 3 Jahren angefangen, mein Jüngster mit 6 Jahren.
Beide Kinder hatten übrigens im Kindergarten einen I-Platz mit eigener I-Kraft und ich denke darauf will der Kindergarten hinaus.

Wurde ein EEG geschrieben? Habt ihr mal die Nächte eures Kindes beobachtet? Ich kenne leider einige Kinder, die dank jahrelangen nächtlichen epileptischen Anfällen (die kein Mensch mitbekommen hat), nur sehr stark verzögert oder gar nicht mit der Lautsprache gestartet haben.

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Ansonsten ist bei vielen Kindern auch der kleine Umweg über die Gebärden der Weg zur Lautsprache (übrigens später ein absoluter Segen in lauten Räumen). Auch das ist wieder ein klarer Fall für die I-Kraft. Wie deprimierend muss es für dein Kind sein, wenn es sich (abgesehen von den Grundbedürfnissen) nicht mitteilen kann.

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schubweise.

Und man darf nie ausser acht lassen, wenn in einem Bereich z.B. Geistig ein großer Sprung gemacht wird, fällt das motorische auch mal kurzzeitig zurück und andersrum.

Und dann ist es auch bei solchen Defiziten absolut Charaktersache. -- Es gibt Kinder, die packen das super, haben ein Talent sich da einzufügen -- andere eben nicht.
Ich würde aber nix auf "Prognosen" geben .... einfach laufen lassen und kucken und dann eben reagieren, wenn er doch lieber in einen Förderkindergarten oder einen mit kleinren Gruppen gehen sollte...

Ausserdem liegt es doch total am Mensch Erzieher. -- manche machen ihren Job eben gut und können auch mit solchen Herausforderungen super umgehen ... andere halt nicht.

bleibt einfach im Gespräch und reagiert passend, wenn nötig.

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Liebe Schokokeks, wir haben selbst ein Kindergartenkind mit speziellem Förderbedarf in der Eingewöhnung. Das Einzige, wozu ich raten würde, wäre mit den Therapien am Ball zu bleiben bzw. diese zu erweitern und für Deinen Sohn die Gebärdenunterstützte Kommunikation (GuK) anzuwenden. So kann er seine Bedürfnisse mitteilen und es bleibt ihm Einiges an Frustration erspart. Das GuK-System ist speziell für Kinder konzipiert, die erwartungsgemäß bald das Sprechen erlernen, die aber eben eine kleine Brücke benötigen. Das würde ich unbedingt bei der Logopädie ansprechen, und auch in der Einrichtung. Sehr vielen Kindern macht es Spaß, diese Gebärden zu lernen und damit zu kommunizieren. Warum die Erzieherin sagt, Dein Sohn soll die Einrichtung wechseln, verstehe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Kinder mit Entwicklungsverzögerung oder Behinderung werden eigentlich heutzutage nicht mehr wegsortiert. Ggf. könnt Ihr eine Integrationshilfe beantragen, davon profitiert dann auch die Einrichtung.
Viele Grüße und alles Gute!

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Vielen Dank für deine Antwort und die Tipps.
Ja ich fand es auch recht schockierend, vor allem da es zuerst hieß, es sei kein Problem, da sie auch eine Frühförderkraft im Haus haben. Dann hieß es beim Elterngespräch auf einmal wenn sie wieder auf ihre normale Gruppengröße aufstocken könne man keine 'gerechte' Betreuung mehr für ihn garantieren, daher ist es möglich dass sie nicht mehr die richtige Einrichtung für ihn sind. Kann ich ja alles nachvollziehen, aber z.B. eine I-Kraft wurde nie erwähnt, dass dies eine Möglichkeit darstellt dass er evtl doch bleiben könnte, genauso wenig wurde uns gesagt dass man die von dir erwähnte GuK mit einbauen könnte oder sonst was.
Dabei habe ich beim recherchieren und dich ein Gespräch mit einer lieben Dame aus dem Forum rausgefunden, dass ja der kindergarten dann die I-Kraft beantragen muss. Daher verstehe ich auch das (nennen wir es mal) verschweigen dieser Info nicht.