Anschluss an Kinder im Kiga

Liebes Forum,

ich habe einen 5jährigen Sohn, der seit mehreren Jahren im gleichen Kiga (mit Krippe) ist. Deshalb kenne ich auch seit längerer Zeit die dortigen Eltern. Die Kontakte zu den Eltern gestalten sich schwierig, da es mitunter Vorfälle gab, die ich in meinen Augen nicht aussergewöhnlich für Kiga-Kinder fand, wie z.B. Haareziehen von Seiten meines Sohnes aus, was jedoch bei den betroffenen Müttern zu Nervenverlust führte (sie sprachen mich ungehalten an) und ein Ignorieren bzw. kurzes Angebundensein bis heute zur Folge haben. Der Kiga hat auf mein regelmässiges Nachfragen hin nie Auffälligkeiten nennen können, das Ärgern sei ein gegenseitiges Ding (mein Sohn bekommt es wohlgemerkt auch mal ab), und er sei ein beliebter Spielpartner in seiner Gruppe.

Ein weiteres Problem ist, dass eine Mutter im Kiga diverse Kiga-Mütter um sich herum scharrt und uns, das heißt meine Familie, dort schlecht macht. Ihr Sohn ist in der Gruppe meines Sohnes. Da es vor längerer Zeit zu einer Streitigkeit mit uns kam, wir sind Nachbarn, und es war eine darauf bezogene Streitigkeit, kam es anschließend zu üblen Verleumdungen, wie z.B. das Senden anonymer Briefe an uns mit diversen Schimpfwörtern und Lügengeschichten, wir sind uns sicher, dass sie der Absender ist.

Kurz zusammengefasst: Mein Sohn wünscht sich zu Hause mit dem Einen oder Anderen Kiga-Kind zu spielen. Leider kommen in unserem Kiga kaum Kinder in Frage, da die Mütter entweder keinen Kontakt wollen, da sie unter der Fuchtel der einen Muddi stehen, ein Fragen meinerseits wäre da ein Witz oder sie der Meinung sind, mein Sohn sei ein übler Spielkamerad.

Für ihn tut es mir leid, da ich ihm kaum erklären kann, warum Kind X nicht zu uns kommen kann, das heißt nämlich, seine Mutter möchte es nicht. Wie würdet ihr damit umgehen? Ist es bei euch ebenso, dass kleinere Rangeleien schnell persönlich aufgefasst werden? Die Kinder spielen meistens ohne Probleme kurz danach weiter, aber die Eltern bzw. die Mütter...

Danke für das Aufzeigen eurer Erfahrungen bzw. einen gut gemeinten Ratschlag!

Lisa

1

Ich würde trotzdem einfach mal bei den anderen Müttern fragen.

In unserem Kiga gibt es auch ein Kind, das ich - von Beobachtungen am Spielplatz - einfach nicht leiden kann. Die Eltern lassen ihren Prinzen fröhlich in seiner vollsten Brutalität gewähren bis sich dann mal ein Kind wehrt und ihm auch mal eins mitgibt. Da liegt er bei der kleinsten Gegenwehr brüllend und sich windend am Boden und natürlich wird sofort gepetzt. Die Eltern wenden sich dann sofort ungehalten an die Eltern des beschuldigten Kindes.
So. Grundsätzlich jetzt keine Familie, mit der ich mich unbedingt privat treffen müsste.
Aber sollten sie mich um ein Spieldate mit meinem Sohn bitten, und mein Sohn möchte auch, würde ich da natürlich zusagen.

Daher kann man gar nicht so pauschalisieren, dass sofort eine Absage käme.
Ich würde es einfach mal versuchen.
Wenn er laut Erzieher ein beliebter Spielpartner ist, sollten doch die Kinder auch erfreut über eine Einladung sein.
Frag die Erzieher, mit welchen Kindern er besonders gerne spielt, die würde ich zuerst fragen. Hier fragen sich die Kinder einfach oft gegenseitig und tragen das dann direkt beim Abholen an uns Eltern heran. So dass das quasi schon von den Kindern "ausgemacht" wurde, nur Datum und Uhrzeit fehlt halt. Meinst du, die anderen Eltern würden ihren Kindern alle diesen Wunsch abschlagen?

In dem Alter finden Treffen auch schon ohne Elternteil statt. Kind wird abgeliefert oder gleich vom Kiga mit abgeholt und abends dann wieder eingesammelt. Dann müsstest du nicht mit den Damen fröhlich auf Kaffeeklatsch machen.

Ich hoffe, du findest eine gute Lösung für deinen Sohn.

Alles Liebe

2

Hey,

diese Mütter gibt es wohl leider in jeder Kita... Eine, die immer was zu erzählen hat, ständig die Erzieherinnen belagert und natürlich im Elternrat ist. Andere, die im jeden Preis dazu gehören wollen und wiederum andere, die immer nur kurz zu sehen und schnell wieder weg sind.
Damit will ich sagen, dass es so ein "Problem" auch in einem anderen Kindergarten geben könnte.

Wenn dein Kind ein beliebter Spielpartner ist, würde ich auf jeden Fall nach einem Treffen fragen. In dem Alter bestimmen doch auch langsam die Kids mit wem sie spielen wollen und mit wem nicht. Ich, als Mama eines 5 jährigen, brauche nicht mehr vorgeben, mit wem er spielen soll. Mach dich nicht kleiner, als du bist/ihr seid.

Alles Gute!

3

Fröhlich auf Kaffeeklatsch machen, da musste ich ja nun lachen... :-) Danke für eure Antworten, vielleicht sollte ich wirklich entspannter sein, fragen und wenn es nichts wird, frage ich eben den nächsten, zu viel nachdenken ist manchmal hinderlich...

Liebe Grüße zurück!

4

Diese Mütter triffst du leider in jedem Kindergarten. Nix zu tun, im Elternbeirat und den Fachkräften täglich auf den Wecker gehen.😊 Ich würde trotzdem fragen und vielleicht auch die dazugehörige Mutter oder Vater zum Kaffee einladen. Ansonsten Rücken gerade machen und morgens immer ganz freundlich lächeln und grüßen und innerlich an den ausgestreckten Mittelfinger denken.

5

Danke!! 😁

6

Huhu,
ich glaube tatsächlich indem du nicht an die Mütter ranhängst, bzw. eben mal für deinen Sohn auf sie zu gehst, lässt du dieser Lästerschwester Mutti freie Bahn. Die anderen Mütter kennen ja nur die Meinung der einen Seite über dich und deine Familie. Wie du wirklich bist und auch dein Sohn können sie ja nicht wissen.
Leider leben wir in einer Gesellschaft in der die Leute sich nicht die Mühe machen auch die andere Seite zu betrachten, wenn man sie nicht direkt drauf stößt.
Also hingehen fragen und reden.
Du schaffst das. Es ist unangenehm aber du tust das für deinen Sohn.

Liebe Grüße

7

Du hast ja recht. Nicht fragen, ist auch nicht die Lösung, es ist ja meinem Sohn zuliebe, das weiß ich, da hilft es wohl nur über seinen eigenen Schatten zu springen...

8

Ja, einfach nachfragen.
Wenn ich im "Fuchtelkreis" dieser einen Mami stehen würde, so würde ich mir nur meinen Teil denken, aber mein Kind trotzdem mit deinem Kind spielen lassen.
Die anderen Mamis sind nicht alle dumm. Sicher durchschauen einige dieses ungerechte Schlechtmachen ihrerseits.