Absage weil Integrationskind?

Hallo,

mein Sohn ist 2 Jahre und 8 Monate und kommt im Herbst in den Kindergarten.
Da wir und der Pädaudiologe bei ihm eine Entwicklungsverzögerung oder ähnliches vermuten, hat er im April einen Termin bei der Frühförderung für eine „Erstuntersuchung“
Mir kam jetzt folgende Frage in den Sinn:
Was würde passieren, falls er bis zum Kindergartenstart als Integrationskind eingestuft werden sollte? Würde er seinen Platz wieder verlieren können im Kindergarten, da der Kindergarten dies nicht berücksichtigen konnte bzw für Integrationskinder keinen Puffer hat? Hätte der Kindergarten überhaupt Mehraufwand durch meinen Sohn oder würde ein Integrationshelfer kommen und dann bei meinem Sohn sein? Wäre dieser Helfer dann täglich bei ihm? Könnte der Kindergarten das ablehnen?

Danke für Antworten!
LG

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Ich weiß es nicht. Frag doch mal beim Kindergarten bzw dem Träger nach?

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Ich möchte denen erstmal noch nichts sagen, da ich nicht weiß, ob mein Sohn tatsächlich etwas hat, was ihn zu einem Integrationskind machen würde.
Hinterher wäre er kein I-Kind, aber in den Augen der Erzieher ist er das, da sie diese Info durch meine Frage haben. Weißt du wie ich meine?
Erst wenn ich weiß, dass er es ist, würde ich fragen, aber vielleicht hat jemand von euch Erfahrung?

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Ich würde die Füße still halten. Ob überhaupt ein Förderberdarf festgestellt wird, ist ja noch nicht klar.

Mein Kind wurde trotz Behinderung in einer Regel-Krippe betreut. Erst in der Elementargruppe hatten sie dafür keine Kapazitäten mehr. Und ein möglicherweise hörgeschädigtes Kind macht ja erstmal keinen großen Mehraufwand.

Einen I-Helfer in der Kita habe ich noch nirgends getroffen, dabei sind wir inzwischen in einer I-Kita, die kleinere Gruppen haben -> höherer Betreuungsschlüssel.

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Ist man eigentlich sofort ein I-Kind, wenn man Frühförderung bekommt?
Also sollte es im April heißen, ja er soll Frühförderung bekommen, ist er dann automatisch ein I-Kind und braucht sicher einen I-Kitaplatz?
Oh manno, das würde ja dann bedeuten, dass er aus der Kita genommen werden muss falls diese keine I-Kita ist?

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er braucht eine extra Bescheinigung und zählt im Betreuungsschlüssel als 3 Kinder, kostet dem Träger folglich viel mehr Geld

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Für einen I-Platz benötigst Du ein Gutachten, zB von einem SPZ.

Wenn bei Euch die Gruppen schon voll sind, würde ich erstmal nichts sagen.

Meine Große war ein I-Kind. Kindergärten freuen sich normal darüber. Denn es ist nicht so, dass das I-Kind den Träger mehr kostet. Das I-Kind bedeutet, der Träger bekommt für das Kind besonders viel Geld vom Sozialamt. Und es bedeutet, besserer Betreuungsschlüssel. Ich glaube, hier in Bayern hat ein I-Kind 2 Plätze belegt.

Jedenfalls freuen sich Kigas im Allgemeinen über I-Kinder, weil die Geld reinbringen.

Bei Euch klingt es allerdings nicht so, als ob das unbedingt so kommt. Und auch ich kenne es so, dass kein I-Helfer kommt. Meist gibt es im Kiga einen Heilpädagogen, bei dem ein I-Kind 1h pro Woche separat hat. War bei uns so.

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Das mit dem I-Helfer kommt aufs Kind an. Ich (auch Bayern) hab bei meinen beiden Jungs mittlerweile 4 Kinder mit eigener I-Kraft im Kindergarten kennengelernt. Zusätzlich gibt es da auch "normale" I-Kinder, die einfach beim Schlüssel als 2 oder 3 Kinder zählen- aber eben auch welche mit eigener I-Kraft.

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Mein Sohn war damals s Hon im Kiga als sein I-Status festgestellt wurde, er musste daraufhin den Kiga wechseln da sein alter Kiga keine entsprechenden gruppen hatte. Er dürfte natürlich bleiben bis wir einen anderen Platz hatten, wurde in der Zeit aber nicht wie ein I-Kind betreut sondern genau wie alle anderen da eseinfach kein entsprechendes Personal gab

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Für I Kinder ist der Betreuungschlüssel höher. Die Kitas bekommen mehr Geld für mehr Personal und davon hat mitunter die ganze Gruppe was. Du brauchst keine Angst haben.

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Hallo,
es gibt Regelplätze und es gibt I-Plätze. Beide werden getrennt voneinander vergeben. Ein Regelkind kann nicht auf einen I-Platz und ein I-Kind kann nicht auf einen Regelplatz.
Ein I-Platz ist sehr viel kostenintensiver für den Staat. Allerdings muß der Kiga dafür auch nachweisen, dass er die entsprechenden Bedingungen erfüllt. Sonst bekommt er die Zuschüsse nicht.
Was genau ein I-Status bedeutet, ist in jedem Bundesland verschieden. Bei uns bedeutet es 15 Stunden eine I-Kraft und die deutliche Reduzierung der Gruppengröße. Kann der Kiga das nicht leisten, bleibt ihm im Grunde nur die Kündigung des Betreuungsvertrages.

Den Status eines I-Kindes bekommt man übrigens vom keinem Arzt, auch nicht vom SPZ. Den Status bekommt das Kind vom Amt. Du darfst also vollkommen beruhigt zu den Ärzten gehen. Das hat absolut keinen Einfluss auf den Kindergarten. DU entscheidest, ob der Bericht des Arztes zum Kindergarten geht. DU entscheidest, ob du beim Amt (bei uns das Sozialamt) einen Antrag auf Eingliederungshilfe stellst.
Sämtliche Ärzte stellen nur eine Empfehlung aus. Wobei die Empfehlung des SPZ oder der KJP natürlich beim Amt ein sehr hohes Gewicht hat. Aber ob du je so weit gehst, ist deine Sache.

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Übrigens ist der Begriff Frühförderung in allen Bundesländern etwas anders definiert.
Überall versteht man damit die Förderung eines Kindes, welches noch nicht zur Schule geht. Welcher Art die Förderung ist, ist unterschiedlich. Das kann sein: Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, Psychomotorik, ….
Mal in Einzeltherapie, mal mit Eltern, mal in Kleingruppen.
Frühförderung muss auch nicht während der Kita-Zeit im Kindergarten stattfinden. Das kann durchaus auch nachmittags in der Frühförderungsstelle oder zu Hause sein. Für dich wird es immer aussehen, als ob jemand extra zu deinem Kind kommt und sich 100% mit ihm beschäftigt und mit ihm spielt.

Von der Frühförderung bis zum I-Status ist ein weiter Weg. Die beiden haben nix gemeinsam.

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Frühförderung ist zur Unterstützung, hat aber nichts mit nem I Status zutun. Ich habe Zwillinge die zu früh auf die Welt kamen und mit ca 2 Frühförderung bekamen. Bei meiner Tochter stand fest, daß wenn sie in den Kiga kommt ein Integrationskind sein wird weil sie im Rolli sitzt. Beide sind letztes Jahr um den 4. Geburtstag in den Kiga gekommen. Hatte sich um ein Jahr verzögert durch ein paar Probleme seitens Leitung und Personalsuche. Die I-Massnahme wurde beim Sozialamt beantragt (auch der Träger der Frühförderung). Durch die Maßnahme bekommt der Kiga zusätzliches Geld für eine I-Kraft. Mein Sohn bekommt seit November keine Frühförderung mehr weil er alles super aufgeholt hat. Oft werden I-Massnahmen auch während des Kiga beantragt weil festgestellt wird das Auffälligkeiten gibt.

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Hallo, ich frage nun mal direkt da es von der pädaudiologin kommt nehme ich an ihr habt ggf Probleme mit dem sprechen? Daher wurden die Ohren überprüft ?
Oder hängt mehr daran?

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Hallo,
Bei frühförderung ist man kein i-kind.
Unsere tochter bekommt sie seid sie ein jahr alt ist. Seid dem sie im kiga ist, kommt sie einmal wöchentlich in den kiga und macht ihre spiele und bastelsachen mit ihr und den anderen kindern dort.
Die förderung ist wirklich toll für die kleinen. Kein grund angst davor zu haben.
Viele Grüße