Kindergarten anderer Wohnort

Wir haben die Möglichkeit unsere Tochter in unseren Wunschkindergarten zu geben. Allerdings ist dieser 15km entfernt. Er bietet jedoch mehrere Vorteile die der Kindergarten vor Ort nicht bietet. Beispielsweise lernt sie dort noch eine weitere Sprache.
Hat jemand Erfahrungen diesbezüglich? Hatte das Kind Probleme weil die Freunde dann auch in der anderen Stadt wohnen oder haben eure Kinder einfach in beiden Orten Freundschaften.
Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Meinungen

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Hi,
wenn ich nicht in diesem Ort arbeite, oder auf dem Weg zur Arbeit durch komme, würde ich den Kindergarten nur nehmen, wenn sie absolut kein anderen Platz bekäme.

Denn es sind 60 km pro Tag, 1.200 km im Monat. Bei den Spritpreisen, Ökologisch gesehen, ein Wahnsinn.

Freunde findet man überall, wenn man will. Auch am Wohnort, weil man dort ins turnen geht und auf den Spielplatz. Die Nachbarskinder sind ja auch da.......

Wenn die Zweitsprache, auch bei euch daheim gesprochen wird, ihr Bücher und Filme habt, okay. Ansonsten, nice, aber nicht unbedingt notwendig. Ich habe auf andere Sachen mehr Wert gelegt. Waldtag, Entdecker Tage, basteln, malen, ordentliches Kindergartengelände, lieber frisch gekocht, als Lieferdienst usw.

Gruß

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Hallo,

hier in der Stadt muss man tatsächlich nehmen, was man kriegt, so dass die Freunde nicht zwangsläufig in der Nähe wohnen. Geht alles.

Grundsätzlich würde ich aber nicht unbedingt einen Kindergarten so weit weg wählen. Und schon gar nicht wegen einer Fremdsprache.

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Ich weiß ja nun nicht was die Vorteile sind, kann das daher schlecht beurteilen.
Ich persönlich hätte keine Lust jeden Tag so weit zu fahren, da müsste der Kindergarten schon enorme Vorteile haben.

Der Kita-Freund meines Sohnes wohnt nicht hier im Ort (allerdings auch keine 15 km entfernt). Für das Kind ist das nicht sooo das Problem, obwohl er schon öfter davon spricht, dass er gerne umziehen würde. Für die Eltern ist es halt echt nervig. Freunde findet man überall hab ich hier gelesen. Das ist grundsätzlich richtig. Meiner Erfahrung nach sucht man sich aber eher den, den man täglich im Kindergarten sieht aus als den, den man 1x die Woche beim Turnen oder auf dem Spielplatz trifft. Der Kumpel von meinem Sohn hat schon auch Freunde bei sich im Ort, dass sind aber keine selbst ausgesuchten sondern da war die Mutter sehr hinterher, dass da Kontakte hergestellt werden. Das sind dann auch nicht so enge Freunde wie die aus der Kita. Der Junge hat gar keine Lust woanders als hier zum Sport zugehen.

Also es ist tatsächlich so, dass die Eltern zur Kita hierher fahren, zu Kindergeburtstagen, zum Sport, zu Spielverabredungen, zu Elternabenden...es ist schon echt viel.

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Wir wohnen in einem Vorort der ca 9km von der Stadt selbst entfernt ist.
Unsere Tochter ist in der Stadt in der Kita, da sie dort hin geht seit sie 1 Jahr alt ist und im Ort hätten sie so früh nicht genommen.
Dort ist sie jetzt seit 3 Jahren und fühlt sich wohl, hat Freunde und wird dort auch bis zur Schule bleiben.
In der Kita sind viele Kinder seit der Krippe und fast alle werden auf andere Grundschulen gehen.

Wir kennen hier im Ort nicht ein Kind in ihrem Alter ....
Wir arbeiten beide vollzeit und das kinderturnen war die ganze Zeit für uns um eine nicht machbare Uhrzeit. Jetzt ginge es , aber sie möchte da nicht hin. Zwingen werde ich sie nicht.
Ihre Freunde wohnen überall verteilt, leider niemand vor Ort.
Auf den Spielplätzen lernt man hier niemanden kennen, nicht mal zu corona Zeiten als diese wieder auf hatten oder nur das auf hatte im zweiten winter.
Ich hoffe das wir bis zur Schule noch Kinder kennenlernen, aber ob dss klappt... kp...

Am meisten nervt mich die fahrerei wenn ich mal krank bin oder frei habe. Da bin ich fast 2 Stunden unterwegs für bringen und holen. Von dem Aspekt her, würde ich definitiv abraten.
Wir haben eine Kita dir halbwegs auf meinem arbeitsweg liegt, sollte das nicht der Fall sein, tut euch keinen unnötigen Stress an.
Hättet ihr vor Ort überhaupt einen Platz?

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15 km pro Weg und das täglich würde ich nur machen wenn der Kindergarten sowieso auf dem Weg zur Arbeit liegt . Ansonsten ist das echt viel Fahrerei da muss man auch die Zeit zu haben du muss bedenken das es auch vorkommen kann das du dein Kind vorzeitig abholen musst wenn es krank ist oder im Kindergarten einen kleinen "Unfall " hat oder falls noch ein kleineres Geschwisterchen kommt das muss du dann auch jedes Mal mitnehmen zum bringen und abholen .
Freunde findet dein Kind in jedem Kindergarten das ist nicht das Problem nur muss du bedenken das du für Verabredungen , Kindergeburtstage usw. dann wahrscheinlich zusätzlich wieder fahren musst . Außerdem ist die Frage wie es nach dem Kindergarten mit Schule dann weitergeht ob dein Kind dann auch dort eingeschult wird oder bei euch im Ort . Mein Kind war nicht bei uns im Ort im Kindergarten das waren aber nur 3 km pro Weg also nicht der Rede wert . Zur Schule geht es bei uns im Ort , mein Kind kannte hier im Ort auch kein anderes Kind das war aber gar kein Problem es hat schnell Freunde gefunden . Nur wegen dem Aspekt eine weitere Sprache "lernen " würde ich das nicht machen zumal das sowieso meistens spielerisch ist und sich auf ein paar Lieder , Reime oder einzelne Wörter bezieht .

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Ich würde sowas möglichst vermeiden. All das, was Kinder langsam lernen, wenn sie ins Vorschulalter kommen, wie spontane Verabredungen mit anderen Kindern, irgendwann auch mal einen Weg alleine gehen etc. fällt völlig flach, genauso, wie mal ein Nachbarskind mit abholen oder das eigene Kind von den Nachbarn holen lassen etc. Die Studienlage, was das frühe Erlernen von Fremdsprachen betrifft, deutet eher nicht darauf hin, dass das etwas bringt. Hier in Zürich hat man irgendwann Frühenglisch eingeführt. Die ersten Kinder, die in den Genuss von Frühenglisch gekommen sind, sind mittlerweile erwachsen. Es ist ernüchternd, die Sprachkompetenz im Vergleich zu denen, die kein Frühenglisch hatten, ist nicht gestiegen.

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Wenn der Kindergarten in eurem Dorf keinen schlechten Ruf hat, würde ich den auch vorziehen. Erstens wegen der Fahrerei, und zweitens wegen der spielverabredungen, dem turnen etc.
Meine Schwiegereltern wohnen Fußläufig. Wenn die mal die Kids abholen, kommt das häufig vor, dass noch ein anderes Kind spontan mit rüberkommt oder meine Tochter noch woanders mitgeht.. ich wohne 2 im Weg und komme immer mit dem Auto nach der Arbeit, ich muss schon vorab Verabredungen absprechen, da ist es dann oft so, dass ich mein Kind um 13 Uhr vom Kindergarten abhole Oder und um 15 Uhr wieder zu jemanden hinfahre- das geht doch bei einer 15 km Strecke nicht und die anderen Eltern im Kindergarten werden sich dann auch lieber mit anderen vor Ort verabreden- heißt nachmittags seid ihr raus.
Ich habe auch eher die Erfahrung gemacht, dass sich beim turnen alte Freundschaften verfestigen und nicht neue geschlossen werden. Meine Tochter war auch mal beim Tanzen ohne bekannte Gesichter, da hat sie sich aber nie mit jemanden verabredet.
Die einzigen Freundschaften, die meine Tochter außerhalb der Kita hat sind die direkten Nachbarskinder und 2 Freundinnen mit deren Muttis ich seit Jahren befreundet bin - das kommt also von uns.
Wenn du also diesen 15km entfernten Kindergarten wählst, musst du außerhalb ganz schön viel Eigeninitiative zeigen und wirst vermutlich dennoch oft nicht weiterkommen (die meisten Eltern , die ich kenne, wählen immer den einfachsten Weg - da wird euch kaum einer mal besuchen kommen

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Hallo,

ich würde es nicht machen. Unser großer Sohn war bei einer Tagesmutter in der Nähe meiner Arbeitsstelle (einfacher Weg 18 km, allerdings viel viel Verkehr). Das war gut, wenn ich arbeiten war, er tat mir aber schon leid, dass er so viel Zeit im Auto verbringen musste. Dann wurde ich krank und konnte vier Wochen nicht zur Arbeit. Ich hatte die Wahl, jeden Tag 72 km zu fahren und mich zwischendrin zu erholen oder ihn zuhause zu lassen und eben keine Ruhe zu haben. Das war nicht so prickelnd (ich war alleinerziehend, meine Familie wohnte 250 km weg).
Zudem kannte er niemanden, als er eingeschult wurde, das war auch sehr blöde. Es hätte ihm ein wenig Sicherheit gegeben.

Wir hatten jetzt die Wahl, unsere Kleinste entweder in einen Waldkindergarten oder in den Kindergarten hier im Ortsteil zu geben. Betreuungszeit bis maximal 12.30 Uhr. Die Kleine besucht jetzt eine Spielplatzgruppe, sie ist das draußen also schon gewohnt. Wir haben uns allerdings für den Kindergarten hier im Ort entschieden (Fußweg 5 Minuten, direkt neben der Grundschule). Zum Waldkindergarten müsste ich mit dem Auto einmal quer durch die Stadt, einfacher Weg mit Abgeben mind. 30 Minuten. D.h. 2 Stunden fahren für max. 4,5 Stunden Betreuung. Das ist für mich im Alltag nicht praktikabel, da wir ja vier Kinder haben und ich ja eigentlich den Vormittag für Haushalt und Termine und eventuell ein Fernstudium nutzen möchte, damit wir nachmittags Zeit für Hobbys, Therapien und zum Spielen haben.

Ein wenig blutet mir das Herz, da der Waldkindergartenplatz wirklich ein 6er im Lotto Platz ist, aber Sprit, Zeit und Aufwand stehen hier in keinem guten Verhältnis. Außerdem bin ich so ganz schnell im Kindergarten, wenn etwas ist. Bei meinen drei Großen musste ich schon öfters mal hin zum ausserplanmäßigen Abholen.

Freunde finden die Kinder überall. Allerdings muss man dann auch mittags die Strecke nochmal hin fahren, um die Kinder zu den Freunden zu bringen und abzuholen. Mit einem oder zwei Kindern zeitlich bestimmt machbar.

Liebe Grüße
Delenn

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Mit eventuell entstandenen Freundschaften würde ich nicht rechnen.
Kinder spielen anfangs eher nebeneinander her. Erst später bilden sich Freundschaften. Du kannst nicht alles berücksichtigen was eventuell vielleicht Eintritt. Kinder suchen sich immer wieder andere Freunde wo sie sind.

Ich musste selbst eine solche Strecke ein Jahr lang fahren, da es bei uns keinen Platz gab. Würde ich nie wieder tun. Mal eben abholen, wenn was ist, geht da nicht. Abgesehen vom Sprit den man zusätzlich zum Arbeitesweg verfährt.