Geschwister in gleiche oder getrennte Kindergartengruppen

Meine Tochter kommt im September in den Kindergarten, in den auch ihr Großer Bruder geht. Sie werden dann 5 und 3 sein.
Sie haben eine typische Geschwister- Beziehung würde ich sagen, sie können gut und schön miteinander spielen, aber streiten auch sehr oft
Bisher war unser Plan dass sie getrennte Gruppen besuchen. Wir haben die Mindestbuchungszeit, heißt ab dem Mittagessen sind sie eh wieder den ganzen Tag zusammen und wir dachten es tut ihnen ganz gut, auch mal ein paar Stunden Ruhe voneinander zu haben. Zudem ist es oft schwer, wenn mein Sohn Besuch von gleichaltrigen Freunden hat und die kleine Schwester mitmischen will, dann geht sie ihm (verständlicherweise) auf die Nerven und wird ausgeschlossen. Zudem wollten wir auch vermeiden, dass mein Sohn im Kindergarten die "Große - Bruder/Beschützerrolle" einnimmt, denn das ist am Ende ja eigentlich nicht seine Aufgabe.

Nun haben die Kinder aber mitbekommen, dass sie in verschiedenen Gruppen geplant sind und sind zutiefst betrübt. Wenn es nach ihnen ginge, dann wollen sie unbedingt gemeinsam in eine Gruppe. Ein paar Vorteile hätte es natürlich, wir kennen (und mögen) die Erzieher, die Abläufe, Eingewöhnung für meine Tochter wäre sicher leichter...deswegen zweifeln wir nun etwas.

Der Kindergarten spricht keine klare Empfehlung aus und überlässt die Entscheidung uns.

Wie sind eure Erfahrungen? (Gerne auch von den Erziehern unter uns). Was ist besser: Gleiche oder getrennte Gruppen? Unser Sohn wird nächstes Jahr noch kein Vorschulkind, sie wären also zwei Jahre in der selben Gruppe falls das relevant ist

Geschwisterkinder lieber in...

Anmelden und Abstimmen
1

Meine Kinder sind 3 und 2 und waren in der Krippe zusammen. Das war schwierig, weil es beide nur im Doppelpack gab und ein Kind immer nur „die Schwester von..“ war. Auch Freunde wurden geteilt.

Wir haben uns bewusst für zwei Gruppen entschieden, damit die kleine Schwester auch mal alleine etwas machen kann und eben nicht nur „die Schwester von“ ist. Sie muss alleine Freundschaften finden und auch mal alleine sein.

Beide Kinder profitieren davon während der Kita-Zeit Einzelkind zu sein.

Davor und danach sind sie sehr eng und kommen mir eher vor wie Zwillinge.

Bearbeitet von RosarotesSchweinchen
21

So ähnlich waren meine Überlegungen eben auch...es sind ja sowieso nur 3,5 - 4 Stunden am Tag und im Garten oder bei gemeinschaftlichen Aktivitäten (ist nur eine kleine Einrichtung) sehen sie sich ja ohnehin. Ein bisschen Eigenständigkeit ist sicher nicht verkehrt

2

Da lese ich mit. Vor der Entscheidung stehen wir nächstes Jahr auch. Dann auch 3 und 5, also ein gemeinsames Jahr wäre es dann noch.
Sie sind dann ja Beide schon gefestigt und hätten eine getrennte hinter sich. Ist glaube ich ein Unterschied als wenn sie direkt eingewöhnt werden in die Gruppe des Geschwisterkindes.

3

Bei uns ist es ähnlich und wir haben uns für getrennte Gruppen entschieden. Das jüngere Kind will sonst immer beim großen Kind und dessen Freunden mitspielen und wenn die Freunde genervt sind, wird K2 von K1 verteidigt. Die Kinder wären beide lieber in der gleichen Gruppe, aber wir haben auch den Eindruck, dass es für K1 gut ist, mal Pause von der Geschwisterrolle zu haben. Gleichzeitig finde ich es schön, dass sie im Garten oder mal am Nachmittag auch im Kindergarten miteinander spielen können. Und sie wissen immer, dass das Geschwisterkind nur zwei Zimmer weiter ist. Auch die Eingewöhnung war dadurch leichter, trotz getrennten Gruppen.
Meine Kinder spielen zudem auch zu Hause viel besser miteinander, wenn sie vormittags Pause voneinander hatten.

22

Ganz genau das waren meine Überlegungen 👍 ich denke wir werden sie in getrennte Gruppen schicken

4

Ich wäre eigentlich für getrennte Gruppen da es für die individuelle Entwicklung bestimmt förderlich ist, wenn sie ihr "eigenes Ding" machen können.

Es gibt aber zwei Aspekte, die ich bei der Entscheidung beachten würde - sind aber Abhängig von der Einrichtung und auch von Eurer Situation bzgl. Arbeit/Zeit:

- Virenstamm: wenn die Gruppen sehr getrennt von einander sind könnt es halt sein, dass die Kinder aus der einen Gruppe Magen-Darm mit nach Hause bringen und aus der anderen die Grippe. Wären sie in einer Gruppe, sind sie den gleichen Viren ausgesetzt

- Elternabend/Veranstaltungen: wenn das bei Eurer Gruppe getrennt ist, könnte es bei 2 Gruppen halt auch doppelter Aufwand bedeuten

Meine Kinder sind in einem Kiga mit offenem Konzept. Das ist für uns ideal.

Nachtrag: Ein bisschen Sorge bereitet mir aber dann die Trennung, wenn der Große in die Schule kommt.

Bearbeitet von 0815
23

Ich denke auch dass es ihnen gut tun würde, ein paar Stunden unabhängig voneinander zu sein. Ich bin noch in Elternzeit mit dem kleinsten, Krankheiten sind da zwar nervig aber zumindest organisatorisch kein Problem...wobei ich glaube dass die Keime eh nicht in einer Gruppe bleiben...dafür ist die Einrichtung zu klein und es gibt zu viele gemeinsame Aktivitäten (da sehen sie sich ja ohnehin)

5

Bei uns gibt es leider nur getrennte Gruppen für Geschwister. Wir haben auch nur ein gemeinsames Kindergartenjahr.
Organisatorisch hätte ich mir eine Gruppe gewünscht, die Kinder sowieso.
Notbetreuung in Gruppe A, nur ein Kind darf hin, Gruppe B früher abholen.
Ausflüge, Kind 1 muss um 8.50 Uhr im Wald sein, Kind B zwischen 8 und 9 im Kiga, Kind 3 geht aber erst 7.50 Uhr zur Schule, was für eine Hetzerei.
Spielzeugtag, Kind 1 nur einmal im Monat, Kind 2 jede Woche. Kind 1 darf dienstags Joghurt mitbringen, Kind 2 aber mittwochs.
Manchmal morgens eine echte Diskussion wer etwas darf und warum jemand anders nicht.

24

Danke auch dir! Ich glaube organisatorisch macht es glaube ich keinen großen Unterschied🤔 Turnen ist halt an unterschiedlichen Tagen, da sollen sie in Sportzeug kommen, aber sonst fällt mir nichts ein was wir morgens groß beachten müssten 😅

6

Bei unserer Nachbarkita (2 Gruppen, Gruppenalter 2-6 Jahre) werden Geschwister immer getrennt. In unserer Einrichtung gibt es nur je 1 Gruppe von 2-4 bzw. 4-6 Jahre und da wird versucht die Geschwister möglichst lange nicht in der gleichen Gruppe zu haben bzw auch in der Krippe wird das ältere Kind schon früher in die größere Gruppe geholt.
Ich glaube die Trennung kann eine gewisse Chance für beide sein und Nachmittags sehen sie sich ja sowieso.

25

Danke dir! Ich denke wir werden sie in getrennte Gruppen schicken; es sind ja eh nur 3,5 - 4 Stunden täglich

7

Hallo!

Wir haben unsere Kinder bewusst in unterschiedliche Gruppen gehen lassen, wobei bei uns der Kleine sogar in der Außengruppe des Kindergartens und somit der räumliche Abstand noch größer war. Die Kinder sind sich im KiTa-Alltag so gut wie gar nicht begegnet, was auch gut so war.

Nach der Einschulung unseres Sohnes hat die Große ihn nämlich so sehr beschützt, dass sich beide Klassenlehrerinnen schon Sorgen gemacht haben. Die Große hat ihn zu Beginn der Pause am Klassenraum abgeholt und am Ende der Pause wieder abgeliefert, in den Pause gab es die beiden anfangs nur im Doppelpack. Das war weder für die Große noch für den Kleinen gut. Allerdings war meine Tochter damals schon in der 4. Klasse, da konnten wir ihr erklären, dass der Kleine keine Freunde findet, wenn sie ihn so bemuttert. Im Kindergartenalter wäre das schwieriger gewesen.

Ich halte es darum für wichtig, dass sich die Kinder unabhängig voneinander entwickeln können, und wenn das ältere Kind das jüngere bemuttert, ist das für beide nicht gut. Und das gleiche gilt natürlich auch, wenn das jüngere Kind sich ans ältere hängt.

Aber natürlich kann es auch mit beiden Kindern in einer Gruppe super funktionieren, das will ich gar nicht bestreiten. Ich würde vermutlich im Kindergarten die Problematik schildern und abklären, ob die Kleine im Zweifelsfall die Gruppe wechseln könnte.

LG

26

Danke für deine Erfahrungen 🤗 Meine größte Sorge wäre, dass die Kleine dem Großen Bruder nur an der Backe klebt, das geht ihm daheim schon oft auf die Nerven und im Kindergarten sicher noch mehr 😅 Ich war eigentlich ziemlich überrascht, dass er sie bei sich in der Gruppe haben will...aber ich denke wir werden sie in getrennte Gruppen geben

8

Moin!

Ich kann Dir von meinen Erfahrungen berichten. Grundsätzlich hat der Kindergarten bei uns es lieber, wenn die Geschwister getrennt werden, aber die letzte Entscheidung treffen wir Eltern
Meine älteren Kinder sind auch alle etwa 2 Jahre auseinander, und in der Regelgruppe waren sie bewusst in unterschiedlichen Gruppen. Aus ähnlichen Gründen, wie Du sie auch genannt hast. Es hat ihnen sehr gut getan. Bei unserem Kindergarten besteht die Möglichkeit, dass sich die Kinder gegenseitig in ihren Gruppen besuchen können, so dass sie sich bei Bedarf haben.
Meine Zwillinge gehen jetzt etwa ein halbes Jahr in den Kindergarten, und sie gehen in eine Gruppe. Bisher ist das auch hier für diese Kinder die richtige Entscheidung gewesen. Sollte sich da noch etwas ändern, haben wir die Möglichkeit, die Situation zu ändern. Aber bisher passt es.
Ich habe bei meiner Entscheidung auf mein Bauchgefühl gehört, und es (ehrlich gesagt) nicht großartig mit den Kindern besprochen. Es war halt so, wie es war.

LG Fifikus

28

Danke dir! Ja besuchen dürften sie sich eh. Ich denke wir werden bei unserem ursprünglichen Plan mit getrennten Gruppen bleiben 😊

9

Hi,

ich würde es davon abhängig machen, ob sie sehr auf ihn fixiert ist. Also zu Hause z.B. so dass zu befürchten ist, dass sie sich im Kindergarten nur an ihn dran hängt.

Unsere Kleine kam auch mit 3 in den Kindergarten und der Kiga trennt Geschwister eigentlich von der Gruppe, aber es war Corona und daher wurden damals alle Geschwister in die gleiche Gruppe, so dass nur diese Gruppe dann bei einem Fall besondere Maßnahmen ergreifen musste. Auch die Erzieher mussten dann mit ihren eigenen Kindern in eine Gruppe.

Unsere Maus ist von Tag 1 an mit dem großen Bruder tapfer alleine rein und hat ihn drinnen ziemlich ignoriert und sich gleich andere Mädchen zum spielen gesucht. Der Große war da schon 6. Nach 2 Wochen gab es mal eine Zeit, da hat sie sich etwas mehr an ihn dran gehängt, aber das ging dann auch schnell wieder vorbei, weil er das dann auch nicht so wollte und die Erzieher ihr das auch erklärt haben, dass niemand mit einem spielen muss uns sie ja noch andere Kinder zum spielen hat. Kurz darauf hat sie dann ihre Freundinnen gefunden, die bis jetzt noch ihre Freundinnen sind und sie werden alle jetzt eingeschult.
Allerdings wurde der Große dann ja auch eingeschult. Sie waren also nur 2 Monate zusammen im Kindergarten.

Aber ich denke, das hätte sonst auch keinen großen Unterschied gemacht.