Frau von Täter - Mirco

    • (1) 28.01.11 - 20:45

      Hallo,

      ich muss hier mal meine Gedanken mitteilen. Und bitte nicht gleich losschimpfen, es sind nur so Gedanken die ich heut immer mal wieder hatte.

      Also eins vorweg. Die Frau und die Kinder vom Täter tun mir schrecklich leid und wir können nicht nachempfinden, wie schrecklich es für sie sein muss, zu erfahren, dass der eigene Ehemann und Vater so eine Tat macht.
      Aber, jetzt komm ich zu meinen Gedanken:

      Fällt einem wirklich rein gar nichts am eigenen Mann auf, nachdem er so eine Tat begangen hat?

      Ich mein eben folgendes:
      Würde bei uns im Ort ein Kind verschwinden, würde ich auch nicht meinen Mann verdächtigen. Auch wenn die Polizei nach dem gleichen Typ Auto sucht, wie wir eines haben, würde ich nicht auf die Idee kommen, mein Mann wäre der Täter.
      Als aber die Polizei während den Ermittlungen mitteilte, sie suchen allerwahrscheinlich nach, nach einem Firmenfahrzeug und sie vermuten auch, dass das Auto ein fremdes Autokennzeichen hat, da es ja vermutlich ein Firmenfahrzeug sein könnte, spätestens da würden mir vielleicht so Gedanken kommen wie:

      Komisch, die suchen nach einem Auto, wie wir es haben. Auch suchen sie ein Fahrzeug mit einem Kennzeichen aus einer anderen Stadt. Auch das haben wir ja, weil das Auto von meinem Mann ein Firmenfahrzeug ist. Der Junge verschwindet ganz in unserer Nähe. Da wird die Polizei bestimmt auch zu uns kommen und unser Fahrzeug überprüfen. Sie wollen wissen, wo mein Mann an diesem Tag war. Ja wo war er denn ? Stimmt ja, er ist an diesem Tag später heimgekommen, er war ja anscheinend mit Kollegen oder Freunden noch was trinken.

      Ok gut, aber das sind ja nur Zufälle denke ich. Mein Mann und ein Mörder bzw. Entführer? Nie im Leben.

      Aber spätestens als mein Mann sein Auto verkaufen möchte und dann noch ins Ausland, würde ich vielleicht doch mal stutzig werden.

      Dann würde ich eventuell doch mal überlegen, kann das sein. Nein eigentlich nicht. Aber wenn doch?
      Wir haben doch selber Kinder, die muss ich doch beschützen.

      Ja und auch wenn er sich die letzten Montate nicht anderst verhalten hat als sonst, würd ich mir überlegen, ob vielleicht doch irgenwas anderst war. Oder hat er mit großem Interesse die Medien verfolgt, wie weit die Ermittlungen vorangegangen sind?

      Ja das sind eben so meine Überlegungen und Gedanken. Und bitte bitte nicht falsch verstehen, ich will niemand verurteilen, aber das hab ich mir eben so überlegt.
      Die Polizei hat ja während den Ermittlungen auch gesagt, dass so eine Tat niemand vertuschen kann und dass angenommen wird, dass er durch die Familie oder Freunde gedeckt wird.

      Aber nochmals. Ich will keine Behauptungen aufstellen und mir tut die Familie leid, die werden ihres Lebens nicht mehr glücklich.

      Teilt mir doch mit, wie ihr das seht.
      Danke und Liebe Grüße
      Katrin

      • Deine Gedanken sind schon zutreffend, ich denke ähnlich, aber mein Mann kann zum Glück nicht lügen.

        LG

        Hallo Katrin
        Ja Ich hab auch oft drüber nachgedacht wie der Mann so weiterleben konnte,Aber man kennt eben die Umstände nicht,Vieleicht hat Sie es geahnt und wollte den "Schein"wahren?Vieleicht einfach verdrängt,"Mein Mann tut sowas nicht,wir haben doch selber Kinder"Oder Sie hat es wirklich nie für möglich gehalten und für Sie war alles "Normal"..Aber mal was anderes,wenn es ein Firmenwagen war,Wie kann Er das denn verkaufen?Es gibt eben viele Warum ´s,...
        Ich finde es aber schlimm das jetzt soviel von der Familie preisgegeben wurde,z.Bsp.das Haus wurde gezeigt,OK Er war es,aber man sollte die Familie schützen und nicht offen blos stellen.

        • Nicht der Täter wollte den Wagen ins Ausland verkaufen. Sondern der Leasingvertrag ist ausgelaufen (ganz normal, zufällig kurz nach der Tat) und die Firma hat den Wagen an ein Autohaus abgegeben. Die haben es irgendwie nach Luxenburg verkauft oder gebracht und von dort sollte es wieder in ein anderes Land verkauft werden. Ich meine, so hätten sie das heute bei der Pressekonferenz gesagt.

          • Oje Ich kann mir denken wer es gekauft hätte,meine in Luxemburg...aber das tut nichts zur Sache....Tja manchmal kann auch der Zufall einem zum Verhängnis werden.

            • Es gab schon einen neuen Eigentümer in Luxemburg. Also nicht "hätte"...
              Dieser war mit dem Wagen sogar schon in Rußland,weil er ihn dahin weiter verkaufen wollte. Zwischenzeitlich musste der neue Besitzer aber verreisen - er flog nach Bali aber die Polizei wusste,dass das Auto in Frankfurt am Flughafen steht. Als der Besitzer wiederkam,wurden dann die nötigen Untersuchungen durchgeführt...

              War schon eine Wahnsinnsleistung der Polizei!

              • (9) 29.01.11 - 23:29

                Wahnsinnsleistung von der Polizei!

                Das stimmt - wenn man denkt, was alles schief gelaufen ist und die Ermittlungen erschwert hat: erst wurde Mirco so spät vermisst gemeldet, dann waren die gefundenen Kleider gewaschen, das Fahrrad geputzt, das Handy wurde erst viel später gefunden, die Leicher überhaupt nicht!

                Die können sehr froh sein, dass sie diesen Zeugen hatten, ich kenne mich bei Automarken überhaupt nicht aus und finde es jedesmal Wahnsinn, dass es Leute gibt, die nach 10 Jahren noch bei XY anrufen und sich erinnern können. Hier stehen öfters Autos in Feldwegen - ich könnte dir nach 10 Sekunden weder Marke noch Farbe sagen - das Modell würde ich eh nicht erkennen.

                GLG
                Scotland

                • (10) 30.01.11 - 00:16

                  Stimmt,ich vergesse so etwas auch immer verdammt schnell...
                  Allerdings tut mir auch dieser Zeuge unendlich leid und der wird wohl auch nie wieder ein normales Leben führen können...
                  Stell dir mal vor,du fährst da vorbei,grübelst kurz,denkst dann aber,dass es nur ein besoffener Fahrradfahrer war und hältst doch nicht an...
                  Und keine 24 h ist klar,dass es wohl ein Verbrechen war :-(

                  Wie gesagt,neben den ganzen Angehörigen (Opfer und Täter) tut mir DIESER Mann auch verdammt leid...

                  • (11) 30.01.11 - 09:44

                    Das ist auch irre - vielleicht machen sich auch die Eltern des Freundes, den er heimgebracht hat, totale Vorwürfe.

                    Es gibt so viele Opfer! Wenn du hörst, welches Gebiet der durchfahren hat, wird einem ja total schlecht!

                    GLG
                    Scotland

      Hi,

      Falls sie wirklich etwas geahnt hat, kann ich mir ebenfalls gut vorstellen, dass sie sich selbst eingeredet hat, dass das nur Zufälle sind und das nicht möglich ist. Es wäre meiner Meinung nach auch nur menschlich, dass sie diese Gedanken verdrängt hat.

      Die Festnahme und das Geständnis ihres Mannes hat ihr komplettes Leben jetzt umgeworfen. Sie wird wahrscheinlich umziehen müssen, der Tochter erklären warum ihr Vater in Haft sitzt und muss auch noch selbst mit dieser Tatsache fertig werden. Wahrscheinlich fühlt sie sich gerade wie in einem Alptraum.

      Ich hoffe, dass die Frau Unterstützung erhält und mit dem Kind ein neues Leben aufbauen kann.

      LG

      • Aber ich glaube auch nicht,dass die beiden großen Kinder in der gewohnten Umgebung bleiben können - auch die müssen ganz weit weg ein neues Leben anfangen...
        Und ich finde das für die beiden sogar noch schlimmer,als aktuell für die Kleine,denn sie bekommen das richtig mit und verstehen schon,was ihr Vater getan hat.

    Hallo,

    vllt. wollte sie es einfach nicht wahrhaben und hat immer gedacht, dass es bestimmt jemand anderes sei. Ich weiß ja nicht ob der Täter sich auffällig verhalten hat. Oder aber sie wollte ihn beschützen und hatte Angst davor, dass er ins Gefängnis kommt. Für die Frau und Kinder muss es auf jeden Fall auch sehr schrecklich sein, denn die können ja genauso wenig dafür. Auch für die hoffe ich, dass sie irgendwann wieder ein einigermaßen normales Leben haben.

    Hier noch ein Link in dem etwas darüber steht, ob dem Umfeld etwas hätte auffallen müssen:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,742034,00.html

    LG



    • "vllt. wollte sie es einfach nicht wahrhaben und hat immer gedacht, dass es bestimmt jemand anderes sei."

      - der Fall Mirco findet in absoluter Nachbarschaft statt
      - der eigene Mann kommt an dem Abend erst am nächsten Morgen nach Hause
      - die Polizei sucht exakt nach dem Auto, dass der eigene Mann selber fährt.

      Man muss schon sehr blind oder sehr blöd sein, um sich da nicht ein einziges mal zu fragen, warum der eigene Mann, der auch noch ausgerechnet das gesuchte Auto fährt, an dem betreffenden Abend erst morgens nach Hause kam.

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