Für jede Eins zwei Euro - soll man Kinder für gute Schulnoten belohnen

    • (1) 07.07.11 - 01:08

      WEN ES INTERESSIERT: deutschland radio kultur um 01:05 Uhr, "2254"

      Nachtgespräche am Telefon: 00800 - 22542254

      Für jede Eins zwei Euro - soll man Kinder für gute Schulnoten belohnen?

      Derzeit herrscht gespannte Stimmung in deutschen Klassenzimmern: Es gibt Schulzeugnisse! Viele Kinder kommen strahlend nach Hause kommen und

      hoffen, dass die Eltern die Geldbörse zücken . Aber ist das pädagogisch richtig? Haben Sie früher etwas von den Eltern bekommen? Wie erinnern Sie sich an

      Ihre Schulzeit und Ihre Zeugnisse? Wir fragen: "Für jede Eins zwei Euro - soll man Kinder für gute Schulnoten belohnen?"

      Mod.: Joachim Scholl

      Red.: Michael Groth

      viel vergnügen! :-)

      • Hallo!

        Ich bin Jahrgang 1970 und bei uns gab es für eine 1 2 DM, für eine 2 1 DM.

        Und ich war immer gut in der Schule. ;-)

        LG
        Granouia

        Man muss ein gutes Zeugnis ja nicht unbedingt mit Geld belohnen, ein Ausflug macht auch Spaß. ;-)

        Wir leben doch eh in einer Leistungsgesellschaft, gute Leistung wird belohnt. Also kann man auch gleich damit anfangen, ein Ansporn ist es allemal.

        Meine Kinder werden kein Geld bekommen. Ich habe von meiner Mutter als ich mit einer 1 nach Hause kam eine Trinkflasche mit Halter für mein Fahrrad bekommen(hatte ich noch nicht) und als ich mit einer 2 nach Hause kam ging sie mit mir alleine ohne meine Geschwister in die Eisdiele und ich bekam ein Biene Maja Eis.
        Das weiß ich bis heute noch. Damals war ich in der 3. und 4. Klasse,das dürfte grob geschätzt so 16 jahre her sein.

        Ich finde dass meine Mutter es richtig gemacht hat. Was hätte ich von einer oder zwei Mark gehabt,so hatte ich doch viel mehr davon. Andere bekamen Geld und ich hab mich über das gefreut was ich bekommen hatte und es ist bis heute noch ganz gut in Erinnerung geblieben.

        LG Moni

        • Naja, Du wirst in Deinem Leben nicht nur eine 1 und eine 2 bekommen haben.

          Was hast Du für die anderen Einsen bekommen?

          Wie oft in der Woche ist Deine Mutter alleine mit Dir in die Eisdiele gegangen?

      Hallo,

      Geld für gute Noten finde ich kontraproduktiv. Es gibt Studien (ich habe sie grad nicht parat, sorry, vielleicht kann mir jemand aushelfen?), die zeigen, dass externe Belohnung die intrinsische Motivation mindert.
      Den Kindern wird damit suggeriert, dass Lernen und Schule etwas Blödes sein müsste... weil man ja dafür entschädigt wird. Sie lernen nicht mehr, weil sie Spaß daran haben, neugierig sind oder ehrgeizig, sondern nur fürs Geld. Finde ich nicht gut.


      Ich hab früher Geld für schlechte Noten gekriegt, mein Onkel (ein schräger Vogel) war der Meinung, ich wäre "unnormal" und "zu schlau für die Familie" und wenn ich ab und zu mal auch schlechte Noten hätte, würde sich der Rest der Familie nicht mehr so doof fühlen ;-)
      Für eine 5 gabs 5DM und für eine 6 10DM. Reich bin ich damit leider nicht geworden, trotz des enormen monetären Ansporns... es blieb bei einer 5 im Biotest ;-)


      °cd

    • Hi,

      also mein Kind ist noch nicht Schulpflichtig, deshalb stellt sich mir die Frage ob ich gute Noten mit Geld belohne eigentlich noch nicht, aber eine Meinung dazu habe ich trotzdem :-)
      Ich finde schon dass gute Leistung belohnt werden soll, allerdings sollten keine überzogenen Ansprüche gestellt werden. In vielen Firmen werden ja auch Bonifikationen vergeben wenn eine bestimmte Leistung erbracht wurde. Ich sehe es als Ansporn wenn es nicht übertrieben wird. Jeder hat auf bestimmten Gebieten Schwächen, und da kann man nicht Pauschal sagen für eine 1 gibt es Summe X und eine 2 wird mit Summe X belohnt. Ich denke die Belohnung sollte Individuell zum Kind ausfallen. Ich wurde für gute Noten auch belohnt, und klar fand ich ich es toll, ich wurde nach dem Motto erzogen, von Nichts kommt Nichts, aber unabhängig von der Finanziellen Belohnung konnte nichts das Gefühl bezahlen dass ich hatte wenn ich eine gute Leistung erbracht habe und gemerkt habe, dass meine Eltern stolz auf mich waren.

      LG

      Ich bin Jahrgang 1980 und bei mir gab es auch Geld. Nicht pro Note, eher für das "Gesamtpaket" ;-) meine Freundin bekam pro Note/Fach Geld.

      Ich persönlich finde, es spricht nichts dagegen sein Kind zu belohnen. Ob nun mit Geld, Ausflug, kleiner Aufmerksamkeit...egal!

      Ich bin Jahrgang 1976 und bei mir gabs ab dem 3?Schuljahr immer ne kleine Belohnung für gute Leistungen!Es war nicht die Welt aber immerhin...
      Ich finds gut wenn man es im Rahmen lässt!Hab meine Nichte mit einem schönen Buch für Ihre super Leistung in der Schule belohnt!

      Hallo,

      ich, Jahrgang 1977 habe von meiner Mutter kein Geld zur Belohnung bekommen. Sie hat uns immer was sinnvolles geschenkt, was wir zu diesem Zeitpunkt brauchten.
      Von meinen Großeltern und anderen Verwandten gab es aber Geld zum Zeugniss. Es ging nicht streng nach Anzahl der Einsen und Zweien, die wären ja arm geworden bei uns dreien;-). Stattdessen war es eine fixe Summe, z.B. 5 Mark oder 10 Mark. Kontraproduktiv fand ich das nicht. Wenn ich keine Lust zum Lernen hatte, blieb es halt. Da habe ich auch nicht an die Kohle gedacht.
      Bedenklicher fand ich da die Fälle, wo zum (gerade so mit Ach und Krach) bestandenen Abitur ein neues Auto geschenkt wurde. Es ist nicht die Regel, kam aber selbst bei uns schon vor. Das halte ich für kontraproduktiv.

      LG Sandra


      Hallo!

      Bin Jahrgang 1985.
      Von meinen Eltern haben wir kein Geld bekommen. Aber meine Oma fand das richtig klasse und hat uns für jede gute Note, einiges an Geld geben. Für das Zeugnis bekamen wir dann wieder Geld. Weis aber nicht mehr wieviel das war....

      Mein großer Sohn Nico kommt dieses Jahr in die Schule und es wird auf keinen Fall Geld geben, egal welche Noten er schreibt.

      Denn: Nicht jedes Kind ist gleich. Der eine lernt zwei Stunden, schreibt ne 1 und der andere lernt viel viel mehr und bekommt trotzdem "nur" eine drei.

      d.h. lernst du leicht und hast du Talent, bekommst du viel Geld... aber bist du nicht klug, bekommst du wenig

      Finde das irgendwie ungerecht, denn Kinder können auch nichts dafür, wenn sie viel lernen und trotzdem keine zwei schaffen.
      Genau aus diesem Grund, werden meine beiden kein Geld bekomme.

      Das kann man für falsch oder richtig regen, aber das ist meine Meinung. :-)

      Gruß Nati

      Ich hab damals für eine 1 5DM und für eine 2 1DM bekommen. Ging aber nicht lang, als ich nur mit Einsern nach Hause kam hat meine Mutter das eingestellt, war ihr zu teuer ;-)

      Ich hab weiterhin gute Noten geschrieben!

      LG

      Wenn ich zu meiner Schulzeit für jede 1 und 2 Geld bekommen hätte,wären meine Großeltern wohl arm geworden.
      Ich hab auch ohne Belohnung gelernt,weil mir Schule Spaß gemacht hat.
      Aber vielleicht sollte ich dieses Lockmittel mal bei meinem Sohn (15) einsetzen ,der im nächsten Schuljahr seinen Realschulabschluß macht.
      Das ist eine ganz faule Socke und eventuell würde DAS ziehen. #rofl

      Nein, bei uns wird es kein Geld geben. WIr schauen uns gemeinsam das Zeugnis an, überlegen uns warum vielleicht eine Note nicht soooo toll sein könnte (ich glaub aber alle sind super), dann verschwindet das Zeugnis im Schrank und wir geniessen die Ferien.

      Am ersten Schultag bekommen meine Kinder dafür wieder eine kleine Schultüte für das neue Schuljahr. Ein paar Süßigkeiten, ein neuer toller Stift, ein witzuger Radiergummi......da freuen sich meine Kinder drüber mehr als über ein paar Euro.

      Mona

      hallo,

      da werd ich ja arm



      nein bei uns gibt es kein geld für gute noten

      die großeltern geben meißt geld für ein gutes zeugnis



      so war das früher bei uns auch



      lg

      Hallo!

      Generell finde ich es nicht schlimm Kinder ab und zu für gute Noten zu belohnen, sei es mit 1 Euro oder ner tollen Zeitung oder oder ABER als generellen Plan finde ich das eher unpassend, da sich Kinder dadurch unter Druck setzen noch besser zu werden.

      Ich selbst habe jahrelang den Druck meiner Eltern bekommen, von wegen hmm ne 2 ne 1 wäre aber schöner gewesen usw. nunja am Ende habe ich schlechte Noten verschwiegen und als es rauskam, hatte ich über einen Monat Fernsehverbot. Bis heute können meine Eltern bzw. mehr meine Mutter nicht akzeptieren, dass man nicht in allen Sachen super sein kann. Ich denke es ist wichtig Kinder zu fördern und da ist auch ein Lob für ne 4 in einem Fach wo es echt einfach nicht klappt ne super Motivation. Ist halt so der eine ist eben eher ein Theoretiker und der andere eben praktisch veranlagt aus mir ist auch was geworden obwohl ich in meiner Matheprüfung ne 4 abgesahnt habe :-p, von Chemie und Physik ganz zu schweigen #cool.

      LG, Nudelmaus

      Also ich bin Jahrgang 1984

      und von meinen Eltern bekam ich durchaus "Zeugnisgeld" wenn ich gute Noten hatte. Waren meist 5,-DM. Werde ich bei meinen Kinder genauso machen, was ist dabei alle halbe Jahre Leistungen zu belohnen? Genauso wie ich meinen Kindern später auch mal was zustecken werde, wenn sie viel im Haushalt helfen, denn so kenn ich das auch noch von mir. Habe ich meiner Mutter sehr viel geholfen, bekam ich auch mal zur Belohnung ein paar Mark.
      Finde das nicht bedenklich, denn so lernen ja die Kinder auch, das man was tun muss um Geld zu verdienen.
      Ich würde jetzt nicht jeden Handschlag und jede gute Note bezahlen, aber ab und an, spricht nichts dagegen. Meine Meinung.

      LG

      Unsere Kinder werden für ihre guten Noten nicht belohnt. Im Umkehrschluss müssten wir sie bestrafen, wenn sie schlechte Noten nach Hause bringen. Wir freuen uns mit unseren Kindern, wenn sie gute Noten haben und wenn ein Kind mal ne schlechte Note mit nach Hause bringt ist es kein Weltuntergang. Da wird drüber geredet und nachgefragt, was schief gelaufen ist und woran es lag und wenn es eine einmalige Geschichte ist, dann Schwamm drüber. Würde es in einem Fach öfter vorkommen, dann würden wir ihnen helfen das in den Griff zu bekommen.

    Hi!

    ich hab die gleiche Meinung wie "californiadreaming".

    Ich bin Baujahr 1974 und habe oft gute Noten gehabt. Ich bekam dafür nie Geld.

    Meine Schwiegermutter handhabt es so:
    Wenn es Zeugnisse gibt, rufen die Enkelkinder bei ihr an und erzählen, welche Noten in welchen Fächern sie haben. Oma zückt dann das Portemonnaie.

    Ich finde das nicht gut. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte ständig Geld bekommen für gute Noten und mein Bruder (Sonderschule, viele Fünfen) hätte nie Geld bekommen, finde ich das auch unter Geschwistern ziemlich doof.

    Liebe Grüße, Shakira0619

    Hallo,

    tja, wie da die Meinungen auseinander gehen ;-)

    Ich bin Jahrgang 1972 und habe von meinen Großeltern auch immer Geld für mein Zeugnis bekommen. Wie viel es war, weiß ich leider gar nicht mehr.

    Heute bekommen meine Kinder auch von meinen Großeltern (genauso wie alle anderen Enkel und Urenkelkinder) Geld für Einsen und Zweier, ich finde es o.k.
    Meine Kinder sind inzwischen (nach den Ferien) 9. und 7. Klasse Gymnasium und die Einsen und Zweien sind nicht mehr ganz so reich gesät...es macht also auch niemanden mehr arm ist aber für die Kinder eine schöne Aufstockung ihres Urlaubsgeldes.

    Das es zwischen den Geschwistern da Problem gibt, wegen unterschiedlichen "Auszahlungen" kann ich nicht beobachten. Dabei streiten sie sich ansonsten wirklich um jede Kleinigkeit. Beim Zeugnis ist es aber einfach eine festgelegt Tatsache, wie viel sie bekommen und das hatten sie im Vorfeld selber in der Hand.

    Wir Eltern gehen mit ihnen immer am Tag des Zeugnisses Essen. Mehr gibt es da dann auch nicht.

    LG, Anja

    Ich denke, dass es ganz auf das Kind ankommt, ob man es belohnt und inwieweit.

    Meine Nichte hat von uns für ihr gutes Zeugnis in der 4. Klasse im Halbjahr samt Gymnasialempfehlung ein Buchpaket mit Nachschlagewerken in allen Fächern bekommen, die in den kommenden Jahren auf sie zukommen. (So diese Pocket-Wissen-Bücher Klasse 5-10.) Sie hat sich riesig drüber gefreut und meinte, sie schaue gern in solche Bücher. Aber Geld würde ich (als Tante) ihr nicht geben, sondern etwas, was sie braucht.

    Bei mir war es so, dass meine Oma uns pauschal 20 DM und nach dem Wechsel 10 Euro für das Zeugnis gegeben hat, egal, wie es ausgefallen ist. (Mein Cousin hat für das Sitzenbleiberzeugnis ebensoviel bekommen.)

    Die Eltern einer Schulfreundin haben es so gehandhabt, dass sie für eine 1 (egal welches Fach und welche Leistung - also Test, Arbeit oder mündlich) 2 Euro oder eine Stunde Internet bekam, für eine 2 0,50 Cent. Damit hat sie sich aber nicht all zu viel dazu verdient. Leider konnte sich das bei uns nicht durchsetzen, dann hätte ich keinen Nebenjob gebraucht. #schein

    Insgesamt habe ich von meinen Eltern vermittelt bekommen: Wenn du nichts lernst, landest du halt unter einer Brücke. Du lernst für dich und nicht für uns.

    So krass würde ich es bei eigenen Kindern wohl nicht sehen, aber grundsätzlich halte ich es für bedenklich, Kinder nur durch materielles anzuspornen. Noten sind bereits eine Belohnung (oder Tadel) und sollen nach dem Willen mancher ja abgeschafft werden, weil so zu großer Druck ausgeübt werde. Aber die nächste Arbeit gut zu machen, um sich das neuste Was-auch-immer zu kaufen, ist kein Druck?

    hallo !

    ich glaube, wir haben damals (jahrgang 70) auch immer ein paar kröten zum zeugnis bekommen #kratz kann mich aber nur schwer erinnern.....sicher verdrängung, weil mein zwillingsbruder immer besser in der schule war als ich #schein

    bei meinem sohn (kommt in die 9. klasse) würde ich wohl arm werden #rofl, aber von oma und opa gibt`s auch immer was für den geldbeutel, wenn es zeugnisse gibt ! die kleine wird erst dieses jahr eingeschult

    lg,hexe

    Ich bin irgendwann in den 60er Jahren geboren und ja; von meinem Vater bekam ich für eine 1 damals 10 DM! Aber nicht für eine 1 in der Klassenarbeit, sondern für eine 1 im Zeugnis - und zwar in dem Zeugnis vor den großen Sommerferien. Und ich hatte auch das große Glück - zumindest ab und an - in 2 Hauptfächern eine 1#schwitz#hicks zu haben; sonst auch mal "nur"(?) eine 2.

    Und von meiner Mutter bekam ich zwar kein Geld, aber stattdessen ein dickes, fettes Lob. Klar habe ich mich auch über Geld - also über die 10 DM - gefreut, aber Lob ist eben doch etwas ganz "Eigenes"; sprich; Individuelles. Geld kann man zwar immer gebrauchen, aber das ist auch mal ausgegeben, aber Lob "verschwindet" nie!

    Allerdings finde ich BEIDE Belohnungen in Ordnung - jede halt auf ihre Art.

    Hallo,

    ich denke nicht, dass es bei uns pauschal für gute Noten Geld geben wird, denn bei 2 Kindern finde ich es ziemlich schwierig.
    Wenn Kind Nr.1 die Schule und das Lernen nur so zufliegt und es kaum was tun muss für eine 1 und das Kind Nr. 2 sich mächtig auf den Hosenboden setzen muss, um zumindestens eine 2 zu schaffen, dann hätte meiner Meinung nach Kind Nr. 2 eher eine Belohnung verdient.
    Von daher:
    viel Lob, ab und an mal eine Kleinigkeit zwischendurch und gut ist!

    LG,
    Andrea

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