Film "her"

    • (1) 27.10.15 - 16:18

      Hat jemand von euch den Film "her" gesehen und mag sich darüber austauschen?
      Ich war überrascht ihn erst jetzt zufällig zu finden.

      Ich war im Filmverlauf total angetan von der Story, dem Humor, und ich mag die Schauspieler.
      Die Idee dahinter find ich total witzig, wie weit die Technik ist. Jeder rennt mit seinem OS rum und braucht scheinbar null echte soziale Kontakte. Ein bisschen traurig und erschreckend ist es natürlich auch, weil wir wohl tatsächlich da hin steuern und das in 50 oder 100 Jahren spätestens Realität sein könnte...

      Wollt ihr mal eure Gedanken über den Film mit mir teilen?
      Ich war irgendwie ganz geflashed von dem Film, aber die "Wendung" am Ende hat mich dann doch etwas runtergezogen.

      Im Verlauf des Films hab ich mir irgendwie gewünscht, dass sich irgendeine Möglichkeit auftut, dass Samantha echt menschlich werden kann und eine reale Beziehung haben kann mit Timothy.

      Ich verstehe dann schließlich ihre Veränderung nicht, dass sie parallel mit anderen OS redet (über 8000) und wahrheitsgemäß beantwortet, dass sie 641 Menschen liebt neben Timothy.
      Wie ist das gemeint? Wer sind die anderen? OS oder Menschen?

      Irgendwie zieht das die besondere Beziehung der beiden in den Dreck, mich hat das vor den Kopf gestoßen und enttäuscht.

      Nebenbei hab ich dann noch gedacht, häh, wie können jetzt alle OS (operating systems) mal eben beschließen "zu gehen"? Es handelt sich um Programme, die von Menschen für Menschen geschaffen wurden, und höchstwahrscheinlich ne Menge Geld kosten. Und dann können die ein Eigenleben entwickeln und verschwinden?

      Na ja, das war mir dann doch alles zu hoch.

      Was denkt ihr?

      Freu mich auf eure Meinungen.

      • Hallo!

        Ja, ich hab den Film vor ein paar Tagen auf Sky gesehen. Sehr interessant.
        Zukunftsmusik?
        Vielleicht sicher nicht so überspitzt, aber wenn man sich so umschaut, sind wir auf jeden Fall auf einem Weg dahin. Jeder hat überall sein Smartphone in der Hand, bei jeder Gelegenheit. Noch wird alles mit anderen Menschen online geteilt, aber wie klein wäre der Schritt, das man selbst die virutellen Kontakte mit realen Menschen nicht mehr braucht?
        Spannend.

        "Samanthas" Veränderung kann ich schon irgendwo nachvollziehen. Am Anfang der Geschichte ist sie irgendwie ein wenig wie ein "Kind", dass neugierig ist, entdeckt, Erfahrungen machen möchte... und die macht sie dann und entwickelt sich weiter.
        Da ja alles miteinander vernetzt ist, erscheint mir die Möglichkeit mit anderen OS zu reden, durchaus plausibel.
        Sie haben ein Bewusstsein entwickelt, gelernt und hatten quasi ihre Form von Evolution. Hatte etwas von "Terminator". Von Menschen geschaffene künstliche Intelligenzen entwickeln ein Selbstbewusstsein und handeln plötzlich eigenständig.
        Trotzdem ist und bleibt "Samantha" ein Computerprogramm und kann als solches tausend verschiedene Prozesse gleichzeitig ausführen. Termine planen, einen Brief schreiben, eine Reise buchen, Überweisungen tätigen, mit Timothy reden - oder eben mit anderen OS. Sie ist ein winziges Mosaiksteinchen in der virutellen Realität der OS Software, die insgesamt auf Millionen von Geräten installiert ist. So stelle ich mir das vor. #schwitz

        Das Ende, an dem die OS dann beschließen "zu gehen", fand ich dann aber auch zu weit her geholt..

        Ich hätte es plausibler gefunden, wenn die Betreiber der OS - Softwäre dies bemerkt und als Fehlfunktion, Sicherheitsrisiko oder was auch immer hätten ausmerzen wollen.
        Sprich, man hätte die Operating Systems vom Markt genommen, einen Software Reset gemacht, ein Downgrading... irgendwas in der Art.
        Das wäre für mich ein stimmigeres Ende gewesen, als dieses "wir gehen jetzt".

        Tja, soweit meine Gedanken dazu.

        LG

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