Dark net Deep Web..

    • (1) 22.07.17 - 15:58

      Ich muss mir mal den Frust von der Seele schreiben...

      Das Thema Darknet ist ja momentan in den Medien präsent. Es wird gerade zu eine Neugier bei Jugendlichen darauf geweckt...
      Eine Freundin ist Lehrerin und meinte, ihre Schüler würden nur noch davon reden und über vebotene Spiele (sad Satan, Blue Whale... wo man zum Selbstmord getrieben wird!) sowie Seiten. --> Es gab deshalb zwar einen Elternabend dazu, wobei nur 30% er Eltern aufgetaucht sind, aber das ist eine andere Geschichte.
      Ich habe ihr erzählt, dass vieles sicher nur "Angeberei" sei. Wir haben doch alle schon Dinge erfunden, um cool zu wirken...
      Tja, von wegen! Sie hat mir gesagt, dass bei diesem Elternabend gezeigt wurde, wie schnell man im Dark Web ist. Man muss nur ein Programm namens TOR installieren, das es wohl kostenlos gibt im Internet und schon ist man drin, die Seiten gibt es über ein verstecktes Wiki. Dieses Wiki ist nicht mal illegal. Anscheinend kommt man schnell auf Seiten mit Kinderpornografie, Gewaltvideos usw.... zum Teil sind Sogar Links im Umlauf mit Zahlenkombis.
      Ich war wirklich geschockt as ich das gehört habe. In was für einer Welt leben wir???? Wieso wird so ein Mist nicht verboten? Klar, sind diese Seite eigentlich verboten, aber anscheinend nicht der Weg dahin??? Dazu habe ich das Gefühl, dass dieses Thema momentan wirklich in den Medien gepusht wird und bei Kindern und Jugendlichen geradezu eine Anziehung entsteht.

      So, musste mir die Wut gerade aus der Seele schreiben. Das Thema hatte ich auch mit meinem Cousin. Er findet aber dieses Darknet allerdings gut. So können in anderen Ländern wohl Menschen über die Politik berichten, ohne dafür die Todesstrafe zu bekommen...
      Wenn ich ehrlich bin, überwiegen aber meiner Meinung nach die Nachteile....
      aber vielleicht bin ich ja schon zu sensibel

      • Hallo

        ich antworte dir mal. Mein Sohn und seine Freunde hatten das auch schon für sich entdeckt das DarkNet aber ich wusste schon vorher davon und brauchte keinen Elternabend in der Schule; auch wusste ich theoretisch wie ich da rein komme.

        Da ich ein Verfechter der offenen Kommunikation bin und selten etwas verbiete in der Richtung habe ich natürlich von Anfang an gewusst das sie da rein schauen.
        Wir haben Wochen wenn nicht Monate darüber diskutiert wie gefährlich das sein kann und das es schon hart ist wenn der Postbote zum Drogendealer oder Waffenhändler gemacht wird. Weil du bekommst dort alles.

        Seit einiger Zeit ist Hype hier wieder vorbei wobei ich natürlich nicht ausschließen kann was der eine oder andere macht hier kann ich nur für meinen Sohn sprechen.

        Allerdings glaube ich nicht das die Medien dazu beitragen das es jetzt mehr User gibt die das nutzen. Und du beschreibst ja in deinem Posting auch schon ein wenig den Weg. Tust du damit etwas anderes als die Medien? Wenn hier ein User ist der sich noch nicht mit der Thematik auseinander gesetzt hat, hat nun einen ersten Anhaltspunkt durch dein Posting erhalten.

        Dein schockiert sein über die Welt in der wir Leben dafür braucht es bei mir kein DarkNet.

        Dank Internet&Co ist die Welt klein geworden und das alles seine Dunkle Kehrseite hat ist ja nun wirklich nichts neues.

        LG

        Genau da sehe ich das Problem. Mach einer möchte am liebsten alles verbieten um seine Kinder zu schützen. Fakt ist aber, dass Kinder neugierig sind und es sowieso ausprobieren werden. Daher halte ich Aufklärung für sinnvoller als Verbote. Leider kennen sich viele Eltern, auch heute noch nicht, sehr gut mit dem Internet, neuen Medien und sozialen Netzwerken aus.Das "Darknet" kann auch nützlich sein, wenn man nicht will, dass man getrackt wird ohne Ende.

        LG

        Ich sehe aber bei Risiko - Nutzen, leider weniger Nutzen als Risiken für das DarkNet.
        Alleine wenn Kinderpornografie, Kindstötung (Ich denke, ihr habt von Peter Scully gelesen?) dadurch ermöglicht werden und eine Plattform bekommen.
        Wie alt sind denn eure Kinder?

      (6) 28.07.17 - 09:56

      Es gab, gibt und wird immer legale Schlupflöcher für illegale Dinge geben. Das gilt doch nicht nur für das Netz, es betrifft eigentlich fast jeden Bereich unseres Lebens. Und warum sollte es ausgerechnet da anders laufen?
      Du verurteilst die Medien und schreibst aber selber, was nötig ist um "in die böse Welt" zu kommen...das muß man jetzt nicht wirklich verstehen, oder?

      Was Jugendliche wirklich reizt, das sind aufgeschreckte Eltern und deren Panik. Gerade in der Zeit der Abnabelung hätte ich mich über deine (panischen) Ausführungen als Tochter kringelig gelacht, wäre danach zu "meinen Leuten" gegangen und hätte ihnen erzählt, das meine Mutter mal wieder keine Ahnung hat und sich wieder wie ein aufgeschrecktes Huhn benimmt. Natürlich war es in meiner Zeit nicht das Netz, es waren andere Themen.

      Aber es gab auch die anderen Eltern, die damals schon mit wirklichen Fakten kamen, die ruhig blieben und uns aufgeklärt haben...so das wir das Gefühl hatten, man nimmt uns auch Ernst. Man merkte sie kannten sich aus und warfen uns nicht nur Brocken von Halbwissen vor die Füsse, welche mehr Fragen als Antworten hinterließen. Ihnen war klar, das wir die verbotenen Dinge ausprobieren wollen, zumindest mit ihnen konfrontiert werden. Du kannst dir sicherlich vorstellen, zu wem wir gegangen sind, wenn etwas aus dem Ruder lief und wir Hilfe brauchten.

      Ich denke nicht, das sich die heutige Jugend da groß von uns damals unterscheiden wird.

      • Du verurteilst die Medien und schreibst aber selber, was nötig ist um "in die böse Welt" zu kommen...das muß man jetzt nicht wirklich verstehen, oder?

        man oder du?
        Ich denke nicht, dass urbia eine Seite für Kinder ist. Die Anleitung gibt es eher in Youtube, wo Youtuber die schrägsten Seiten zeigen und dazu locken. Ich will nur sagen, wie leicht das ist, da ich oft Gegenteiliges gehört und gelesen habe - und das stört mich. Diese EINFACHHEIT. Übrigens hatten wir auch eine Jugendsicherung im PC (ging damals eher um die Dialer), die mich hat das als Teenager nie gestört und ich bin auch nicht zu meinen Freunden gerannt, um mir etwas Verbotenes anzusehen. Aufklärung ist natürlich wichtig. Nur wie viele Eltern sind dazu bereit? Ich spreche hier von den Erfahrungen einer Lehrerin, die mittlerweile schon Erziehungsarbeit leisten muss (da ging es nicht nur ums DarkNet, auch schon Instagram und SpottedSeiten).

        • Dazu setzt Aufklärung erstmal eine MedienKOMPETENZ voraus. Ist diese beim Kind auf Grund des Alters/Entwicklung (noch) nicht vorhanden, bringt das alles gar nichts. Meine Freundin arbeitet auch nicht nur mit älteren Jugendlichen. Das Thema gab es in der 6. Klasse.

          (9) 28.07.17 - 16:34

          "Ich will nur sagen, wie leicht das ist, da ich oft Gegenteiliges gehört und gelesen habe - und das stört mich. Diese EINFACHHEIT. "
          Genau, du hast es durch Hören Sagen erfahren und eigentlich keine Ahnung davon. Natürlich ist es einfach ins Dark Net zu kommen, das ist sogar mir als talentfreie PC-Person klar. Allerdings habe ich in meinem Umfeld viele PC-Freaks, einige davon schaffen es sogar es verständlich zu erklären (das ist bei ihnen wirklich eine hohe Kunst), was denn eigentlich das Problem ist. Jeder von ihnen hat als Jugendlicher über die Sperren müde gelächelt. Genau von solchen Personen lasse ich mein Kind (und auch mich) aufklären, wenn ich es nicht drauf habe.

          Ich muß nicht alles können oder wissen und kann trotzdem mein Kind vernünftig darauf vorbereiten, auch wenn es bedeutet das andere die Leistung erbringen. Im Fall deiner Lehrerin: Hat sie denn selber die Kompetenzen, diese hier spezielle Leistung zu erbringen? Anders gefragt, unterrichtet sie denn Informatik oder quält sie sich auch einfach durch das Thema? Wir hatten damals ab der 5. Klasse Informatikunterricht, natürlich gab es all die heutigen Probleme nicht in der Form. Aber ja, genau in diesem Unterricht erwarte ich für mein Kind auch eine gewisse fundierte Aufklärung (passend zur heutigen Zeit) und das hat für mich dann auch nichts mit erzieherischer Arbeit zu tun.

          • Du hast Recht. Die Experten können am besten aufklären. Habe das missverstanden...
            unterstreiche das auch so!
            Zur Freundin kann ich wenig sagen. Ich weiß nur, dass einmal die Polizei in der Klasse war, als es um Cybermobbing ging. Das ist aber wieder ein anderes Gebiet... ging eher um das Rechtliche.

    (11) 05.08.17 - 12:14

    Hallo,

    man muss leider sagen, dass es heutzutage viel einfacher für Kinder und Jugendliche ist, an jugendgefährdende Inhalte zu kommen, als früher. Gewollt haben die Kinder und Jugendlichen das früher auch schon. Diese Neugierde finde ich normal. Was verboten ist, muss ja irgendwie spannend sein.

    Das als Eltern technisch zu sperren, hilft nur bei Jugendlichen, die selbst weder technikaffin sind, noch den Ehrgeiz haben, sich von Freunden, die es sind, helfen zu lassen bzw. bei kleineren Kindern.

    Ins Darknet zu kommen, ist kein großes Problem. Ich habe es mal ausprobiert, weil ich wissen wollte, ob es geht.

    Das grundsätzliche Problem ist, dass das Internet so vor sich hin wuchert und so gut wie unkontrollierbar ist, und das zieht natürlich auch Verbrecher und Perverse jeglicher Form an. Natürlich versucht die Polizei auch die illegalen Sachen im Darknet hochzunehmen, aber das ist eben nicht so einfach.
    Dass die Leute sich reihenweise illegal Musik und Filme runterladen, läßt sich ja auch nicht unterbinden, obwohl immer mal welche erwischt werden und empfindliche Geldstrafen bekommen, und obwohl da die mächtige Musik- und Filmindutrie extrem hinterher ist.
    Wenn man den Tor-Browser verbieten würde, würde er illegal weiter gegeben, oder es würden andere Wege gefunden.

    Es bleibt nur, die Jugendlichen darüber aufzuklären, worauf sie im Internet/Darknet treffen können, und wie man es bewertet.

    LG

    Heike

    Hi,

    um an solche Inhalte zu gelangen, braucht es das darknet nicht. Jeder Mensch kommt da überall ran, wenn er nur möchte, sei es über darknet, Internet oder eine CD-Rom die per Post verschickt wird.

    Am hilfreichsten ist es meiner Meinung nach, offen über diese Dinge mit den Kindern zu reden und sich zu informieren.

    Übrigens: Das Konzept des darknets, der möglichst anonymen Kommunikation etc ist wichtig und unverzichtbar weil es nicht nur für illegale Dinge genutzt wird. Sondern auch den Informationsaustausch in totalitären Staaten ermöglich.

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