flitz und da

Flitz und da...

ich schreibe hier nun mal, wie es war, als unser sohnemann zu uns in die arme kam. Ich hatte ja die gesamte schwangerschaft im liegen verbringen dürfen, weil mein spross sich schon sehr früh entschloss am ausgang zu liegen. In der 10ten woche hatte ich blutungen, und da musste ich eh vorsichtiger sein, aber da der lütte ja prächtig zulegte, hiess es für mich das bett zu hüten.

Der stichtag war auf den 8.4.06 gelegen und an dem sonntag davor war ich zuhause und hatte den ganzen tag wehen, so dachte ich es als laie. Sie kamen regelmässig und immer kürzerer abstände. So das wir abends die tasche schnappten und in die klinik fuhren. Dort angekommen bin ich dann auch an den whwnschreiber gehängt worden und durfte so eine halbe stunde auf den monitor starren um zu sehen, das die wehen weg waren. Die hebi kam und sagte es dan auch nochmal, und schickte uns mit dem spruch nach hause, wenn wir wiederkommen sollten, dann erst dann, wenn die fruchtblase geplatzt ist.
Etwas entmutigt und enttäuscht fuhren wir wieder nach hause und ich harrte der dinge.
Denn die wehen waren ja da gewesen, ich hab mich doch nicht getäuscht.

Die tage verstrichen und so auch der geburtstermin. Nichts passierte.

So war es denn der 9.4. und ich hatte deutlich stärkere wehen, dachte ich, alle 5 min. abends ging ich in die badewanne, und da war wieder nichts mehr. Deswegen entschlossen wir, schlafen zu gehen. Und so war es dann auch, ich war schnell eingeschlafen.
Gegen 4:00 Uhr wurde ich dann wieder wach, und dachte, ich muss aufs klo. Stand auf und ging die treppen runter, durchs haus und ab ins bad. Man soll sich vorstellen, das ich zwar keinen riesen bauch hatte, sondern eher klein, zu letzt waren es ca. 102 cm, aber er war hart und prall wie ein gut gefüllter fussball. Es war schwer sich zu bewegen, zumal ich das gefühl hatte, das der kopf schon zwischen meinen beinen steckte.
Also ich gelangte dann schliesslich ins bad, als mir dann auch klar wurde, das nicht nur meine blase drückte. Ich hatte schmierblutungen, und ging so mit dem gedannken wieder durchs haus, astete die treppen sehr vorsichtig hoch, und stand so im schlafzimmer. Mein mann lag noch friedlich schlummernd im bett. Ich hatte etwas skrupel ihn zu wecken, was ist, wenn es wieder falscher alarm war. Aber ich fasste mir ein herz und mein göttergatte stand in weniger als 5 minuten abfahrbereit da, und half mir in die klamotten. So fuhren wir dann los.
Es war die schnellste faht ins kh, ohne die geschwindigkeit zu überschreiten, die einen so in den weg gelegt wurden.
Gegen 5:00 Uhr wurde ich dann eine halbe stunde an den wehenschreiber gehängt, und ich sah wieder die wehen schwinden. Die hebi sagte es mir auch, und schickte uns eine stunde spazieren. Unterwegs dann hatte ich dollere wehen, ich musste sogar stehen bleiben, und tief durchatmen.
Wieder eine knappe halbe stunde am ctg und wieder das selbe ergebnis. Nun durften wir nochmals eine stunde spazieren gehen. Inzwischen war schichtwechsel, und mir stand eine sehr junge hebi zur seite. Es war das erste mal für sie, alleine das kommando zu haben. Nun, sie schloß mich wieder an den wehenschreiber und was soll ih sagen? Das selbe ergebnis...kaum messbare wehen.
Sie fragte was zu tun sei, und ich meinte nur, das ich jetzt niht mehr weggehe, weil beim laufen die wehen so dolle waren. Sie besprach es mit der Ärztin und kam zu mir, und teilte mit, das es wohl das beste sei, weil ich ja schon übertrage, es war ja nu schon der 10.4.06, mich an den wehentropf zu legen. Ich sagte nur, machen sie ruhig, sie wissen ja wie es geht, ich bin ja noch neu. Sie fragte, ob ich einen einlauf brauche, und ich sagte, ich hätte es eben erledigt. Sie staunte nicht schlecht.
Dann war es schon kurz vor 8:00 uhr mittlerweile, und mein held ging um mich an der rezeption anzumelden. Derweilen wurde ich also an den tropf angeschlossen. Sobald sie den zufluss öffnete fing es heftig an zu kribbeln in meinem arm, und es kroch immer höher. Ich konnte spüren wie es in meinem herzen in den körper gepumpt wurde, und mir wurde schlagartig übel. Die hebi sagte, das ist normal und gab mir eine spuckschale. Mein mann war grad wieder reingekommen, als sie rausging, und meinte, er solle mir ein glas wasser holen. Sie verschwand dann mit dem satz, nun kann es sich noch um stunden handeln. Ich dagegen rief ihr noch hinterher, sie solle bitte nicht alzu weit weggehen, ich glaube nicht das es noch so sehr zeit kosten wird. Aber sie winkte ab, und sagte was von mittagsstunden, frühestens. Mein Held ging halt ebenfalls und kam kurz darauf mit einem glas wasser wieder. In der zwischenzeit wo ich alleine war und so dalag passierte es, das ich eine ziemlich starke wehe bekam, die mich zusammenkrampfen liess. So sehr, das die fruchtblase mit lautem knall in mir platzte, und sich der ganze saft in meiner hose verteilte und ich versuchte diese abzustreifen, was mir nicht gelang, weil ich so starke schmerzen bekam. Das einzige was ich machen konnte war zu warten.
So kam mein Mann herein, und stellte das glas hin, um sich dann hinzusetzen. Ich sagte ihm, es wäre an der zeit, die hebamme zu holen, ich muss pressen, es war 8:16 Uhr. Er fragte noch, soll ich wirklich? Und dann sah er aber das malieur und ging schnell raus. Ich unterdessen drehte mich pressend auf den rücken. Draussen stand wohl eine verdutzte und ungläubige hebamme, die aber doch mit in den kreissaal kam, und sofort die lage erkannte. Mir wurde die hose ausgezogen, und die hebi rief nur, nicht so schnell, ich bin noch nicht so weit.
Ich sagte, ich hab keine zeit.
So schnell sie konnte rief sie die ärztin und eine erfahrene hebi zu, und die waren auch nur ungläubig, weil man schon den kopf sehen konnte. Die junge hebi rief mit entzücken, oh sind da viele haare, wollen sie sie nicht mal anfassen?
Ich entgegnete nur, nicht jetzt, ich krieg grad ein kind.
Mit der nächsten wehe war es dann geschafft. Eingetragen wurde dann Uhrzeit 8:36 Uhr.
Unser sonnenschein machte einen kurzen schrei, dann wurde er hochgehoben, mir gezeigt, und er machte ein lautes Hihi und Haha. Alle im kreissaal mussten mitlachen. Dann durfte mein Göttergatte die nabelschnur durchschneiden, es war ein erlebnis für ihn.
Ganze 15 minuten hat der akt gedauert, und es war wunderschön.
Mir war danach allerdings einige stunden später nicht so gut, ich hatte stark mit dem kreislauf zu kämpfen, mir war sehr schwindelig. Daher bin ich 2 tage im kh geblieben bis zur u2, wo mir bestätigt wurde, das alles gut ist.
Es war eine traumgeburt, so wünsch ich es allen, denn es war einfach nur schön, auch wenn ich inmitten der wehen dachte, so, wie wäre es, wenn ich nun einfach mal aufsteh und einen kaffee trinken gehe...ob die alle verdutzt schauen würden?

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Schöner Bericht... ich hoffe das ich auch mal so eine Geburt "erleben" darf... :-)

#fest Glückwunsch zum Kind!


LG, Lena