Einleitung.... NIE MEHR WIEDER!

In der Nacht von 7. auf 8. November 2009 (6 Tage vor ET) war ich irgendwie total unruhig. Laura im Bauch aber auch. Sie hat sich sicher 4 Stunden am Stück bewegt - aber extrem viel! Ich hatte Herzrasen, konnte nicht einschlafen, hab dann sogar noch den Blutdruck gemessen, der echt sehr hoch war und dann hab ich meinen Mann geweckt. Ich fühlte mich extrem unwohl..... es war mittlerweile fast 1:30 Uhr. Wir haben im KH angerufen und ich hab dem Arzt alles geschildert und er hat gesagt, dass ich kommen soll. Ich ging noch duschen, machte mich fertig, wir packten auch zur Sicherheit meinen Kliniktrolley ein und fuhren los. Im KH angekommen musste ich eine Urinprobe abgeben, wurde ans CTG angeschlossen, der Blutdruck wurde gemessen und wir haben nochmal über alles gesprochen. Wehen waren keine zu sehen, der Muttermund auch fest verschlossen.

Im Nebenraum hörten wir dann eine Geburt.

Ich wurde stationär aufgenommen, weil sie das in der Nacht so machen müssen. Mittlerweile war es ja eh schon fast 5 Uhr Früh..... Mein Mann fuhr nach Hause und ich legte mich hin. Geschlafen hab ich natürlich nichts.....

Am nächsten Morgen wurde wieder alles untersucht, Blut abgenommen usw. Der Blutbefund war dann: SS-Vergiftung, aber nur leicht.... trotzdem ist die Versorgung des Babies im Bauch nicht mehr gewährleistet, sodass der Arzt gesagt hat, dass da eine Einleitung sehr gut wäre. Spätestens bis Mitte der Woche. Wir haben aber dann geredet und haben uns dazu entschlossen, dass wir die Einleitung gleich am Vormittag noch machen, weil sicher noch ein Versuch am Montag gemacht werden muss, da ja der Mumu und alles noch unreif waren!

Ok, um 10 Uhr vormittags bekam ich dann einen Streifen gelegt, um 14 Uhr hatte ich schon ein sehr unangenehmes Ziehen im UL, um 17 Uhr konnte ich nicht mehr selber zum CTG raum gehen, sondern sie mussten mich mit dem Bett hinbringen, um 19:30 Uhr war der Mumu 4 cm weit offen, 10 Wehen später schon 6 cm.... rucki zucki war er 9 cm offen. (es war weder Zeit für ein Bad, noch für eine PDA) Die Wehen waren für mich der Horror. Die eine Wehe kam, kaum war sie weg war die nächste da. Ich hatte sozusagen keine Zeit um mich zu entspannen, oder viel Luft zu holen.Die Wehen zogen sich bei mir auch in die Oberschenkel.... Es tat echt höllisch weh. Der Arzt, die Hebamme, alle lobten mich, dass ich so tapfer bin, weil sie so eine schnelle Geburt sozusagen selten haben, wenn eingeleitet wird.... und grad beim ersten Kind.

Es wurde dazwischen auch noch ein US gemacht, damit der Doc genau sieht, wie das Köpfchen liegt..... Laura hatte den Kopf in Richtung "Sternengucker" und der Arzt bat mich, mich auf die linke Seite zu legen, damit der Kopf sich noch richtig dreht. Er rüttelte mein Becken bei jeder Wehe hin und her und Laura drehte ihren Kopf richtig.... dafür taten die Wehen aber noch heftiger weh, weil er da so gerüttelt hat.
Um 21:50 Uhr platzte dann die FB und ich hatte soooo einen Drang zu pressen. Durfte aber noch nicht. Sollte mich nochmal kurz entspannen.....
Bei irgendeiner Wehe bekam ich auf alle Fälle "unten" eine Betäubung und bei der nächsten Wehe wurde ich geschnitten.... hat mir mein Mann dann gesagt. Hab das ja gar nicht mitbekommen......
Und dann gings los.... ich presste was das Zeug hielt..... drückte mich mit meinen Händen gegen die Halterung vom Bett und drückte.... Da alles so schnell ging und das natürlich für Laura sehr anstrengend war, hat der Arzt gesagt, dass er die Saugglocke nehmen muss, wenn Laura nicht bei der nächsten Wehe kommt. Als ich das Wort Saugglocke gehört hab, hab ich gesagt, bitte nicht.... wir haben es noch einmal ohne versucht und der Arzt hat am Bauch mitgeschoben....das war ein so unbeschreibliches Gefühl, als der Kopf rauskam..... und schwupps war Laura da....nur 29 Minuten nach platzen der FB. Laura hatte die Nabelschnur einmal um den Hals. Das hat der FA im KH aber schon gesehen, hat uns aber nichts gesagt, damit wir uns keine Sorgen machen.

Mein Mann war mir soooo eine grosse Hilfe! Wir haben beide geweint. Alles war soooo schön und Laura lag endlich in meinen Armen!!!!!!!!
Der Arzt hat mich dann noch genäht und Laura lag zufrieden auf meiner Brust und wurde dann gewaschen und angezogen.........

Wenn ich noch ein zweites Kind bekommen sollte, dann würde ich mir nicht mehr einleiten lassen....
Sogar der Arzt und die Hebamme haben gesagt, dass ich ihnen so leid getan hab!
Ja, im Nachhinein kann man froh sein, wenn man eine schnelle Geburt gehabt hat, aber es war echt die Hölle. Aber unsere kleine, süsse Laura hat mich für alles entschädigt, als sie gesund und munter zur Welt kam.

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Hallo Du Arme,

ja, ich finde Einleiten auch die Hölle und hatte es leider einmal miterlebt. Da war ich eine Tag nach ET und ich konnte einfach nicht mehr.
Einleitung war Vormittags, dann nochmal später und alles war ok. In der Nacht gegen 1 Uhr platzte die Fruchtblase und ab diesem Moment hatte ich so schlimme Wehen, es war die Hölle. Keine Pause, also eine Wehe kam, sie ging und ich konnte einmal schnaufen, dann kam die nächste Wehe mit Karacho.
Hat dann 2 1/2 Stunden gedauert bis die Kleine da war. Ich dachte ich muß sterben.

Bei der Zweiten hatte ich keine Einleitung, die Geburt dauert auch nur 1 1/2 Stunden aber war wunderschön. Ganz anders wenn man zwischendurch Pausen hat, laufen kann usw.

Alles Gute, das Endprodukt zählt ja am Ende nur;-)

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Hi,

vor erst gratuliere ich Euch zur kleinen Tochter und wünsche Euch alles Gute und Liebe.

Ich würde jederzeit wieder einleiten lassen..

Meine FB ist am 20.5 um 20:30 Uhr geplatzt, ab ins KH, keine Wehen.
Am 21.5. habe ich einen Wehencoktail, Akupunktur/Globulis und einen Einlauf bekommen - ALLES OHNE WIRKUNG.
Um 17:40 Uhr hat man mich an den Wehentropf angeschlossen..
...am 22.5. um 00:02 Uhr war Johanna da.
Drei Tage vor ET.

Das heisst das die Geburt 27 1/2 Stunden gedauert.
Wehen hatte ich aber nur für ca. 6 1/2 Stunden - sprich als ich am Wehentropf war.

LG Diana & Johanna - 8 Monate alt

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hallo,

man rechnen den Geburtsbeginn vom Einsetzen der Wehen an und nicht vom platzen der Fruchtblase
gruß

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Tja, es ist einfach für manche Unvorstellbar dass eine Geburt nicht strikt nach Buch abläuft.
Bei mir haben die Wehen mit dem Platzen der Fruchtblase eingesetzt. Ich hatte sofort den Dang loszulegen, aber die Hebi meinte ich soll noch nicht. Als sie dann untersuchte war sie geschockt und sie schoben mich auf einem Drehstuhl in den Kreissaal. Bis dahin lag ich im Vorwehenzimmer.

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