30.06.10 Noel´s Geburt Ausführlicher Bericht

Erlebnis Geburt von Noel

Am 29.06.2010 mussten wir uns in der Klinik vorstellen zwecks Kaiserschnitt der am 30.06.2010 angesetzt war.
Gespräch mit der Anästhesie und noch mal Ultraschall usw.
Wir mussten dann am 30.06.2010 um sieben Uhr in der Klink sein. Durfte ab Mitternacht nichts mehr essen und am zwei Uhr Nachts nichts mehr trinken außer zur Tablette eine Stunde vor OP einen Schluck Wasser.
Heiko und ich waren ziemlich aufgeregt. Nun soll es soweit sein nach 37 Wochen voller Angst und Bangen soll unser Sonnenschein geholt werden.
Es war noch eine Not-OP vor uns. Deswegen hat sich alles eine Stunde nach hinten verschoben.
Frau I. und Frau B. (Hebammen) machten mich dann ganz gemütlich für den OP fertig. Also, OP-Hemdchen an, private Klamotten inkl. Unterwäsche aus.
Nadel wurde gelegt und eine Lösung (Flüssigkeit) wurde „durchgejagt“.
Gut, dann war es kurz nach acht, halb neun ungefähr und wir, also Heiko, Frau I. und Frau B. schoben mich einen Stockwerk tiefer in den OP.
Heiko musste vor einer Tür warten wo er sich umziehen musste und dann von dem Kinderarzt geholt wurde als alles soweit fertig war.
Ich musste noch so eine kleine Flasche auf ex trinken und wurde auf einer automatischen Liege auf den OP Tisch geschoben. Nur noch mit Tüchern bedeckt. OP Hemd weg.
Dann kam ich in den Vorraum vom OP.
Dort wurde ich mit dem EKG verkabelt und alles noch mal kontrolliert.
Nach zehn Minuten war der OP fertig und ich wurde rein geschoben und musste mich auch gleich auf die Seite drehen für die PDA bzw. Spinale.
Die Anästhesie war klasse. Die haben mir alles super erklärt was sie gerade machen und so. Die Spinale zu setzen hat vielleicht auch so zehn Minuten gedauert.
Ich hab dann auch gleich gemerkt wie meine Beine pelzig wurden. Ich sollte dann die Beine versuchen selbst in die Beinschalen zu legen, was aber schon ziemlich schwer war und ich dann doch Hilfe benötigte.
Mein Bauch wurde auch gleich bepinselt mit dem organgenen Zeugs und danach wurde auch alles schön mit den grünen Tüchern abgedeckt. Jetzt durfte Heiko endlich zu mir.
Kaum war alles an Ort und Stelle hab ich nur noch gemerkt das etwas an meinem Bauch gepiekst hat und ich nur noch meinte „Hallo, ich spür da fei noch was“ und dann auf einmal sagten die „och, ihr Bauch ist schon offen“.
Ich hab mir da nur gedacht, was, schon offen??? Des hab ich dann nicht gemerkt obwohl diese Einstiche wegen der Luft vielleicht fünf cm weiter oben waren.
Alle vielleicht fünf Minuten wurde ich gefragt wie es mir geht und wurde mit Heiko in eine Unterhaltung einbezogen. Ablenkung einfach…
Und vielleicht keine zehn Minuten später merkte ich ein ruckeln an meinem Bauch und unser kleiner Mann war auch schon da.
Um 9.49 Uhr am 30.06.2010 erblickte Noel das Licht der Welt.
Wir haben einen quacker gehört und dann wurde er abgesaugt. Mir wurde der kleine auch gleich auf die Brust gelegt, nur hat er da schon nicht mehr geatmet und war schon nicht mehr blau, eher schon grau. Ich hab zum Kinderarzt nur noch gemeint das da doch was nicht passt aber da hat er auch schon den Kleinen mitgenommen. Sie hätten gedacht dass er wenn er mich spürt wieder das Atmen anfängt.
Aber nichts. Er wurde im Nebenraum sofort reanimiert und beatmet.
Ich hatte Heiko angeschaut und wir haben nur noch gebetet.
Auf einmal hat man jemanden schreien gehört. Man ist uns da ein Stein vom Herz gefallen als wir Noel weinen hörten.
Hab ihn auch noch fünf Minuten bekommen. Aber er musste danach auch gleich nach oben auf Station wo es wärmer war. Hab da Heiko mit rauf geschickt. Der Arme wusste erst nicht ob er bei mir bleiben sollte oder mit seinem Sohn gehen sollte.
Aber bei mir konnte er eh nichts machen. Zumal mir auf einmal schwindlig wurde und ich ihm das ersparen wollte.
Gut, Heiko ist auch schön mit Noel und der Hebamme und dem Kinderarzt mit.
Mir haben die im OP auch gleich Mittel gegeben zum Kreislauf stabilisieren.
Irgendwann hab ich dann nur noch gehört das die was von Blutkonserven sagten. Und auf mein Nachfragen bekam ich erst mal keine Antwort.
Ein bisschen später dann meinten die Ärzte, das ich zuviel Blut verloren habe aber ich dann doch keine Transfusion bekam weil ich noch nicht alt bin und stillen möchte.
Gut, irgendwann so zwanzig Minuten nachdem Noel auf die Welt kam war ich auch schon fertig zugenäht.
Ich hab dann noch mit den Ärzten und Schwestern geredet. Die waren echt super.
Und nun wurde ich auch schon wieder zu dem automatischen Band geschoben das mich in mein Bett gehieft hat. Hab davor natürlich noch das super OP-Hemdchen anbekommen und nun ging es in den Aufwachraum zum Überwachen.
Dort hab ich vielleicht so zwanzig Minuten verbracht. Auch wieder angeschlossen am EKG usw. Es kam da dann auch immer ein Pfleger der alles kontrollierte und mich dann immer gezwickt hat ob ich denn schon was spüre.
Des war ein klasse Gefühl als so langsam wieder ein Gefühl in dem Unterkörper drin war.
Und schon waren die zwei Hebammen da und haben mich mit in den Kreissaal geschoben.
Die beiden haben dann auch gleich Heiko geholt der die ganze Zeit bei unserem kleinen Noel verbracht hat.
Noel wurde in der Zwischenzeit in einem Inkubator gelegt mit Infusion, Wärme und Sauerstoff. Er hatte einfach Anpassungsstörungen.
In diesem Inkubator hat er dann einen Tag und eine Nacht verbracht.
Am nächsten Tag war er schon in seinem Bettchen aber immer noch mit Infusion und Sauerstoffsättignung und Herztöne Überwachung.
Am Abend dann wurde der Katheder gezogen und ich wurde auf Toilette begleitet. Ging auch alles gut. Nachts allerdings hat mein Kreislauf nicht mehr mitgespielt und ich bin beim „begleiteten Toilettengang“ zusammen geklappt.
Im laufe der Nacht hab ich danach immer schlechter Luft bekommen und am Morgen dann nur noch nach Luft „geschnappt“.
Die Ärzte waren auch gleich zur Stelle und ich wurde erst mal auf die Intensivstation gelegt mit verdacht auf Lungenembolie. Dies hat sich zum Glück nicht bestätigt.
Das ich keine Luft bekam lag daran das ich in der Nacht ja zusammen geklappt bin und dort zuviel Luft in mein Bauch gelangt ist und die Luft hat dann auf Lunge und Mils gedrückt hat.
Naja, auf Intensiv verbrachte ich dann einen Tag und eine Nacht.
Hab dann immer alle paar Stunden wieder so „Anfälle“ bekommen.
Am nächsten Morgen dann ging es mir um einiges besser und ich hab auch wieder anständig Luft bekommen. Ohne die ganzen Geräte mit Sauerstoff und des ganze Zeugs.
Da durfte ich dann auch endlich wieder auf Station und meinen kleinen Mann sehen.
Das war ein wunderbares Gefühl drei Tage später sein eigenes Kind im Arm halten zu können.
Noel ging es Tag für Tag immer besser.
Er hätte nach fünf Tagen eigentlich schon nach Hause gekonnt.
Nur ich durfte nicht heim weil meine Blutwerte bei einem HB von 8,7 waren und mein Kreislauf eben nicht so ganz mitspielte und sich auch noch meine Kaiserschnittnarbe entzündet (gerötet) hatte.
Dies wurde nach vielleicht 1,5 Wochen auch immer besser und heute merk ich nur ab und zu noch ein ziehen.
Mein Krankenhausaufenthalt belief sich auf insgesamt vier Wochen und zwei Tage während der Schwangerschaft. Aufgeteilt in einer Woche Nierenbeckenentzündung, zwei Wochen vorzeitige Wehen und neun Tage Geburt.
Aber für den kleinen Sonnenschein hab ich das gern in Kauf genommen.
Die Daten von Noel:
30.06.2010 , 9.49 Uhr , 3400 gr. , 53 cm , KU 36

1

ich bin ganz bewegt von deinem bericht.gott sei dank ist alles gut gegangen.!!!alles liebe für euch!!

2

danke.
zum glück ging es alles auch vorbei.