Anstrengende Geburt und dann der Schock

Am 13.9. war es endlich soweit. Morgens um halb eins hat mein Mann mich mit Wehen ins Kh gebracht. Ich konnte weder liegen noch sitzen noch sonst was machen. Im Kh erstmal ans CTG und dort wurden die Wehen wieder etwas schwächer. Die Hebamme hatte meinen Mann erstmal nach Hause geschickt, da es noch etwas gedauert hatte, damit er auch etwas schlafen konnte um Kraft für die Geburt zu tanken. Um 5 wurden die Wehen aber wieder stärker, sodass mein Mann angerufen wurde und er sofort kam.
Um 9 Uhr ging es dann richtig los. Die Hebamme hatte meine Fruchtblase zum platzen gebracht. Allerdings wollte sich der Kleine nicht weiter drehen, sodass zwei Ärzte dazu geholt wurden. Da ich keine Kraft mehr hatte, hatten mein Mann und die Hebamme mich bei jeder Wehe mit dem Oberkörper nach oben gezogen aber es half alles nichts sodass der kleine schließlich mit der Saugglocke geholt wurde.
Bei der U1 kam dann der Schock. Der Kinderarzt stellte fest, dass noch ein Stück Darm in der Nabelschnur war. Dieser war im Bauch nicht zurück gegangen. Es hieß der Kleine müsse sofort verlegt werden in die Uniklinik und operiert werden. Ich wusste gar nicht wie mir geschah als ich genäht wurde und mir mein Sohn aus den Armen gerissen wurde und in ein anderes KH gebracht wurde. Mein Mann war sofort hinterher gefahren, damit der kleine nicht alleine war und er schauen konnte, was genau los war und wie es ihm geht. Meine körperliche Verfassung stand nur noch hinten irgendwo und ich wollte so schnell wie möglich zu meinem Sohn. Trotz viel zu niedrigem Blutdruck bin ich duschen gegangen (ich konnte mich kaum auf den Beinen halten) aber die Tatsache, dass ich nicht wusste, was mit meinem Sohn ist, hatte mich nach oben geputscht. Drei Stunden später konnte ich endlich mit einem Krankentransport in die Klinik fahren, in der auch mein Sohn verlegt wurde. Ich war geschockt, als ich hörte, dass er immer noch nicht im OP war. Nach einer Stunde kam endlich eine Ärztin zu uns und sagte, dass es nicht so dringend wäre und er im Laufe der Woche operiert wird. Mir fiel ein Stein vom Herzen und ich war nur noch am heulen.
Alle Anspannung wich von mir. Ich war nur noch erleichtert, dass es nichts schlimmes war und die dort schon schlimmere Sachen mit dem Darm nach der Geburt gesehen haben.
Nach fünf Tagen wurde mein Schatz endlich operiert.
Mittlerweile sind wir endlich wieder zu Hause und dem Kleinen geht es wunderbar. Er hat sich gut von diesem ganzen Stress erholt.
Aber sowas möchte ich nie wieder erleben. Es ist wirklich hart, direkt nach der Geburt von dem Kind getrennt zu werden und man weiß nicht, was genau los ist und was das Kind genau hat.

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Hallo,

oh, das tut mir leid#liebdrueck

Verstehe Dich sehr gut.Mein Kleiner kam auch mit der Glocke und wurde mir sofort entrissen und auf die Kinderintensiv gebracht.Zum Glück war diese im Haus.
Diese Angst, die ich um mein Kind hatte (in der Endphase der Geburt und danach) begleitet mich heute noch.
Sprich viel darüber, wenn Dir danach ist!

Schön, dass Dein Kleiner jetzt fit ist!!!!

Alles Liebe#herzlich

LG,Tykat+Tom(*09.09.09)