Kaiserschnitt dann Kinderklinik

Nachdem ich immer begeistert die Geburtsberichte gelesen hab, werd ich nun auch mal von der Geburt unseres kleinen Sonnenscheins berichten.
Nachdem alle Ärzte der Meinung waren, das der Kleine für die SSW zu klein wäre und nicht richtig versorgt werden würde, haben wir uns dazu entschlossen, nicht in unserer geplanten Klinik zu entbinden sonder in Nürnberg eine Klinik mit angegliederter Kinderklinik zu suchen. Die Ärzte wollten unbedingt, dass ich einleite, aber nachdem der Wehenbelastungstest nichts gebracht hatte (ich bekam trotz sehr hoch aufgedrehter Infussion keine einzige Wehe) entschied ich mich dagegen den Kleinen noch weiter mit einer Einleitung zu quälen und war heilfroh dass mir meine Hebamme mit der gleichen Meinung zur Seite stand und wir die Oberärztin somit zu einem Kaiserschnitt überreden konnten. So blieb ich dann noch eine Woche in der Klinik um den Kleinen engmaschig zu kontrollieren und am 17.9 war dann der große Tag gekommen. Am Abend vorher sollte ich noch mal duschen und einen Einlauf bekommen - um den ich mich aber gekonnt gedrückt habe. Am nächsten Morgen um 6 wurde ich noch mal zum CTG in den Kreissaal geschickt und anschließend auf meinem Zimmer OP-fertig gemacht. Um 7.30 ging dann die Fahrt in den Op los. Dort im vorbereitungszimmer angekommen zitterte ich vor Angst und mein Mann musste leider in die Umkleide. Ich hatte grauenvolle Angst vor dem legen der Spinalen. Aber es ging alles gut und der Pfleger der mich betreute war wirklich Gold wert. Schon um 7.45 war ich im Op. Nur leider die Ärztin noch nicht. Sie hatte sich verspätet so dass die OP erst um 8.31 begann. Die Zeit des wartens auf dem OP-Tisch war wirklich furchtbar. Das einzige was in dieser Zeit passierte war das Legen des Katheters. Als dann die Op begann bat ich meinen Mann die ganze zeit er solle mir was erzählen damit ich nicht dauernd daran denken muss, dass sie da gerade meinen armen Bauch aufschneiden :) - gut irgendwann gingen ihm die Gesprächsthemen in dieser Situation aus (was ihm davor noch nie passiert ist) und er erzählte mir wie denn die Belüftung von dem OPSaal funktioniert (er ist Architekt) - nachdem ich ihn angefahren hab er solle mir was sagen was mich ablenkt meinte er nur - du ich glaub der kleine ist bald da die Ärztin steht in einer riesen Blutpfütze von dir #augen und so war es dann auch - Um 8.44 erblickte unser kleiner Sonnenschein dann das Licht der Welt. Wir dachten er kommt sofort in die Kinderklinik aber es ging ihm erstaunlich gut - und er durfte erst mal im OP ausgiebig mit uns Kuscheln. Dann wurde er zum Kinderarzt gebracht, der sagte, er dürfe mit mir auf die Wöchnerinnenstation. WIe beflügelt wartete ich darauf dass sie mich endlich zunähen und ich zu dem kleinen Mann darf. Als ich aus dem Aufwachraum geschoben wurde, sagte mir allerdings eine Schwester dass er nun doch in die Kinderklinik verlegt wurde, weil er mit seinen 4 Wochen zu früh noch Probleme mit dem Zucker habe. Noch auf dem Gang kam ein netter junger Kinderarzt, der mir versprach dass er kleine mich Abends wenigstens auf meinem Zimmer besuchen kommt mit ner Schwester für 10 Min. So lange wollte ich allerdings nicht warten und um 14.00 Uhr war ich schon auf den Beinen und hab mich in den Rollstuhl gesetzt um mit meinem Mann nach oben in die Kinderklinik zu fahren. Dem Kleinen ging es bald so gut, dass wir beide nach nur 4 Tagen wieder nach Hause durften. Ich bereue den Kaiserschnitt in keinem Fall und bin total dankbar mein Kind auf so einem unkomplizierten Weg bekommen zu haben. Ich hatte auch danach kaum Schmerzen und schon am 2ten Tag nach der Op bin ich vollkommen ohne Schmerzmittel nach oben in die Kinderklinik gelaufen.

Nun genießen wir die Zeit zu dritt zu Hause

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ich habe solche angst vor einem kaiserschnitt#zitter aber dein bericht macht mir mut.danke dafür.