Die Geburt meines zweiten Kindes Emma

Nachdem ich nun vor der Geburt etliche Geburtsberichte verschlungen habe, fühle ich mich verpflichtet nun auch einen Beitrag zu leisten:

Am 23.08.2011, genau zwei Jahre nach der Geburt meines ersten Kindes Luis am 23.08.2009, kam meine Tochter Emma zur Welt.

Am Donnerstag den 18.08. war ich noch beim Frauenarzt. Termin wäre der 21.08. gewesen, aber alles sah nach einer Übertragung aus. Kind war sogar noch mal aus dem Becken nach oben gerutscht. Nicht eine Wehe. Wenn es einen vorzeitigen Blasensprung gibt, hätte ich liegend ins Krankenhaus gemusst.

Das hat mich so depremiert, dass ich am Freitag Eisenkrauttee in meine täglich Ration Himbeerblättertee gemischt habe. Zunächst nur einen Teelöfel, aber der Tee hat es in sich. Am Samstag und Sonntag habe ich dann bereits den Schleimtropf verloren und hatte ständig blutigen Ausfluss. Daher habe ich den Wehentee nun verstärkt getrunken. Am Montag um 2.00 Uhr bin ich mit leichten Unterleibskontraktionen aufgewacht. Die Wehen waren total unregelmäßig und sehr schwach. So gegen 6 Uhr und gegen halb 8 Uhr hatte ich jedoch jeweils eine ziemlich schmerzhafte Wehe, so schmerzhaft, dass ich der festen Überzeugung war, es geht los.

Also haben wir unseren Sohn schnell noch in die Kita gebracht und sind dann ins Krankenhaus gefahren. Dort hatte ich dann keine schmerzhaften Wehen mehr. Typischer Fehlalarm! Habe mich richtig geschämt, schließlich bin ich ja keine Erstgebärende mehr. Immerhin waren es wohl Senkwehen, Muttermund war nun 2 cm geöffnet und Kind schön im Becken.

Nun ja sind dann um 11 Uhr wieder daheim gewesen. Habe mich vor den Fernseher gelegt und bin etwas eingeschlafen. Dann plötzlich hatte ich das Gefühl ich laufe aus, das war so um 13.30 Uhr. Blasenspung! Das kannte ich schon von meinem Sohn.

Also ab ins Krankenhaus. Seit dem Fruchtwasserverlust auf dem Sofa, dessen Menge eher als gering anzusehen war, hatte ich kein Fruchtwasser mehr verloren. Mir schwante daher, dass es erneut ein falscher Alarm ist. Aber tatsächlich, nach drei verschiedenen Methoden der PH- Wert Messung konnte doch noch festgestellt werden, dass es wohl ein oberer Blasenriss war. Die Fruchtblase selber war noch erhalten. Aber immerhin! Ich durfte bleiben.

Weil mein Sohn nach einem vorzeitigen Blasensprung erst nach Einleitung und unendlich langen Wehen und Austreibungsphase, 36 Std später auf die Welt kam und dann eine Neugeboreneninfektion hatte, wollte ich dass die Wehen sobald wie möglich eingeleitet werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits leichte Kontraktionen, aber nicht der Rede wert.

Um 18.00 Uhr bekam ich daher meine erste viertels Tablette. Bis 22.00 Uhr tat sich nicht viel. Die Zeit verbrachte ich alleine lesend im Wehenzimmer, um halb zehn besuchte mich noch kurz meine Mutter. Die Wehen wurden zwar stärker, aber waren super auszuhalten und noch unregelmäßig mit zum Teil Pausen von über 5 Minuten.

Um 22.30 Uhr schaute die Hebamme dann mal nach dem Muttermund. Befund war für mich nicht überraschend: 3 cm. Schließlich waren meine Wehen ja noch super auszuhalten. Um 23.00 Uhr sollte ich eine zweite Tablette bekommen, aber zu diesen Zeitpunkt wurden meine Wehen dann stärker, aber immernoch aushaltbar. Um ca. 24.00 Uhr schaute die Hebamme nochmal nach dem Muttermund. Da war er 5 cm auf. Wir haben dann beschlossen meine Mutter anzurufen ,damit sie auf unseren Sohn aufpasst und mein Freund zur Geburt kommen kann. Leider ging dann alles ziemlich schnell. Die Wehen wurden echt heftig. Habe sie nur dank eines Kirschkernsäckchens auf meinem Steißbein ausgehalten und dank des Pezziballes. Um ca. 12.25 Uhr ist die Fruchtblase geplatzt und dann kam in der Wehe sogleich eine Presswehe. Das war echt heftig. Im Rollstuhl wurde ich in den Kreissaal gebracht. Dort hat es noch drei Presswehen gedauert und meine kleine Emma war um 0.35 Uhr da.

Sie kam mit ihrer Hand am Kopf auf die Welt. Die Nabelschnur war ihr um den Hals gewickelt. Aber alles war gut. Es ging ihr blendend.

Ich bin in der Scheide leicht gerissen und musste genäht werden. Weder die Betäubung noch das Nähen waren jedoch schmerzhaft und das obwohl ich davor am meisten Angst gehabt habe!

Die Maße meiner Kleinen: 3360 gramm, 51 cm und 35 KU
eine zierliche kleine Madame.

Meine zweite Geburt war damit eine absolute Traumgeburt, auch wenn ich diese ganz alleine durchgemacht habe. Mein Freund kam dann um 0.45 Uhr in den Kreissaal, leider zu spät.

Schmerzmittel wurden mir während der ganzen Geburt keine angeboten und ich bin sehr dankbar dafür. Bei meiner ersten Geburt hatte ich wegen eines Geburtsstillstandes eine PDA und fand diese fürchterlich. Meine Beine waren taub und ich habe mich so ausgeliefert gefühlt, außerdem musste ich mehere Blasenkatheder über mich ergehen lassen. Bin froh dass ich bei der zweiten Geburt so ein schönes Erlebnis hatte und wünsche dies auch allen Mitschwangeren!





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Hallo,

ein sehr schöner Geburtsbericht! :)

bin schon gespannt wie und wann es bei mir los gehen wird...

Bei meine Sohn war es ähnlich wie bei dir, mal sehen wie es bei unserer Tochter wird...bin schon sehr gespannt...

seit der letzten Nacht habe ich immer wieder mal Vorwehen...

GLG

MIA (38.SSW)

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das ja mal geil beide an einem tag geburtstag....
da habt ihr ja zu tun wenn die kindergeburtstage anstehen ;o)

herzlichen glückwunsch zu dieser tollen geburt