Eine sehr anstrengende Geburt

So dann will ich auch mal mein geburtserlebnis aufschreiben, bevor die Hormone mich alles vergessen lassen.

Am 25.6. Hatte ich errechneten et. 10 Tage nach Termin sollte eingeleitet werden, vor so einer einleitung hatte ich angst, denn ich habe oft gehört das die Geburten dann schmerzvoller wären. Am 4.7. Wurde beim fa vereinbart, dass man am nächsten Tag einleiten würde, einen Tag schon Frist hatte ich also noch. Als hätte mein Sohn es geahnt gingen ca 2 Stunden nach meinem Termin beim fa die wehen los.. juhu keine Einleitung!! Ich war so überglücklich. ( das man sich über schmerzen so freuen kann .. )

Ich habe angefangen die wehen Abstände zu stoppen, bin baden gegangen, habe schön geatmet und noch bis nachts meine Wohnung "baby fertig" gemacht. Nach 10 Stunden wehen, die dann im Abstand von 5 min gekommen sind, haben wir uns um 2 uhr nachts auf den weg ins Krankenhaus gemacht. Im Krankenhaus angekommen war es erstmal ernüchternd, muttermund war gerade 1 cm..

Wir haben unser Zimmer bezogen und waren immer noch guter Dinge. Auch die hebamme meinte es wären super wehen und die Abstände sind super.. Doch es passierte nichts.. Am nächsten Tag hatten wir gerade 2 cm geschafft, nach 20 Stunden wehen. Absoluter geburtsstillstand. Ich wollte einen ks, da mein Baby auch ziemlich groß und schwer war, die hebamme meinte mit pda und wehen Tropf würde ich es auch "normal" schaffen.

Na gut, ich hab ja Ehrgeiz... Im Nachhinein die schlechteste Entscheidung die ich hätte treffen können.

Nach weiteren 10 Stunden und unter völliger Erschöpfung habe ich am 5.7. Meinen Sohn zur Welt gebracht. Es musste ein damm Schnitt gemacht werden und der Arzt hat sich auf meinen bauch geschmissen. Eine der schmerzvollsten und schrecklichsten Erlebnisse überhaupt. Auch für meinen Sohn war es zu anstrengend. Er kam blitze blau und ohne atmung zur Welt, die Welt stand still... Ich wollte aussteigen. Nie im Leben habe ich mich so hilflos gefühlt. Die nächsten Minuten kamen mir wie eine Ewigkeit vor und dann endlich, er schreit! Es geht ihm gut. Ein gesunder kleiner Junge.

............ Meine pda wurde 1 mm zu tief gestochen, heute, 10 Tage nach der geburt liege ich immer noch mit starken Schmerzen im Bett, kann mein Kind nicht versorgen. Ein Blutpatch sollte das "loch" aus dem ich hirnflüssigkeit verliere, schließen. Ohne Hilfe von meiner Familie wären mein Baby und ich aufgeschmissen.

Trotz vieler schlimmer Ereignisse werde ich den Tag der geburt trotzdem als schönsten Tag in meinem Leben in Erinnerung behalten.

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Erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem gesunden Jungen. Ich hoffe dir wird es auch bald besser gehen.

Ich selber habe am 26.6. eine ähnliche Geburt erlebt. Die Geburt ging wie bei dir sehr lange- 39Std und auch mein Muttermund blieb 24Std auf 4cm stehen obwohl ich lange, intensive Wehen im 3-5min Takt hatte.

Ich finde wir können sehr stolz auf uns sein und auf unsere Jungs!

LG und alles Liebe!

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Hi von mir natürlich auch alles alles gute ..
Meine erste Geburt hat auch ewig gedauert ..ich habe um ks gebetelt...natürlich es gehn ja ohne und indeffekt habe mich gefreut das ich kein Loch in Bauch hatte und ganz schnell die schmerzen vergessen !
LG Anna