Wunschkaiserschnitt - für uns war es gut so!

Vorab: Ich möchte hier keine Werbung für oder gegen einen Kaiserschnitt machen. Für mich ist das eine sehr persönliche Entscheidung, die jede Frau selbst treffen muss nachdem sie sich umfassend informiert hat. Für mich war der Wunschkaiserschnitt die richtige Entscheidung und ich möchte hier meine Erfahrungen mit anderen teilen.

Schon vor der Schwangerschaft hatte ich mir immer wieder Gedanken über die Geburt gemacht. Sehr schnell bezog ich einen geplanten Kaiserschnitt mit in meine Überlegungen ein.

Leicht habe ich mir die Entscheidung, die ich endgültig erst in der 28. SSW fällte, nicht gemacht. Bücher, Internet, Gespräche mit Freunden und Ärzten halfen mir bei der Entscheidungsfindung. Für einen Kaiserschnitt habe ich mich entschieden, weil ich mir eine Geburt einfach nicht zu getraut habe. Aus Angst vor Kontrollverlust, aus Angst vor einem Notkaiserschnitt, und weil ich mir persönlich es demütigend vorstelle mich unter solchen Schmerzen zu zeigen.
Für mich ergab sich zudem folgender subjektiver Eindruck: Eine normale Geburt kann (Betonung auf „kann“) viel schöner, schmerzfreier, komplikationsärmer und besser für Mutter und Kind sein, als ein Kaiserschnitt. Umgekehrt waren für mich die zu erwartenden negativen Aspekte des Kaiserschnitts minimal im Vergleich zu einer missglückten, dramatischen natürlichen Geburt, die vielleicht mit Saugglocke, Unterversorgung, Dammschnitt oder gar Notkaiserschnitt endet.

Um ganz sicher ein Krankenhaus zu finden, das meinen Wunsch nach einem Kaiserschnitt unterstützt, war ich schon in der 32. Woche zur Anmeldung im KH unserer Stadt. Ich hatte schlicht Angst, dass dieser Wunsch abgelehnt werden könnte. Dementsprechend hatte ich mich vorher gut informiert. Meine Strategie war zunächst zu zeigen, dass ich mich sehr gut über Vor- und Nachteile informiert hatte und anschließend meine Gründe vorzutragen.

Dieses Vorgespräch mit einem der Oberärzte verlief kurz und knapp. Es wurden ein paar Daten abgefragt und Formulare ausgehändigt. Dann sagte er: „… denn wenn Sie erst mal Wehen haben, sind Sie nicht mehr so gesprächig. Haben Sie noch Fragen?“ Ich muss ziemlich verlegen geschaut haben und sagte: „Frage nicht, aber da wäre doch noch was…“
Nachdem ich meinen Wunsch wie geplant vorgetragen hatte, klärte der Arzt mich nochmal auf und gab mir dann aber ohne Diskussion direkt einen Termin für den Kaiserschnitt. Hierbei durfte ich zwischen drei Daten wählen und nahm den, der am nächsten am ET war. Genau 6 Tage früher.

Ich war so erleichtert, als ich das Krankenhaus nach diesem Termin verließ!
Da ich aufgrund einer Blutgerinnungsstörung die gesamte Schwangerschaft über täglich Heparin spritzen musste, ging ich während der letzten Wochen regelmäßig zur Dopplersonographie ins Krankenhaus um sicherzugehen, dass sich keine Blutgerinnsel in der Plazenta bilden, die die Versorgung des Kindes gefährden. Während dieser Untersuchung wurden auch immer wieder die Maße des Kindes genommen. Im Laufe der Termine wurde immer klarer, dass mein Kind groß sein würde. Für den ET wurde es zwischenzeitlich auf 4300 Gramm geschätzt. (Das hätte er übrigens auch tatsächlich geschafft, wenn wir ihn nicht eine Woche früher geholt hätten…) Hinzu kam ein großer Kopfdurchmesser, der schon ab der 34. Wochen deutlich über der 95. Perzentile lag. Nachdem zwei Ärzte unabhängig voneinander zu dem Entschluss kamen, dass dieser Kopf (zusätzlich auch noch eher rund als oval und damit nicht gerade geburtsfreundlich) bei meinem schmalen Becken sehr wahrscheinlich Probleme bereiten würde, fühlte ich mich in meiner Entscheidung noch mehr bestärkt. Wer möchte außerdem gerne vom Arzt „das klappt vielleicht auch auf natürlichem Wege, aber meistens endet das dann eher unästhetisch“ hören.

Die folgenden Wochen und Tage verbrachte ich mit Warten und Vorbereitungen. Einerseits war es natürlich toll, den Termin vorher zu kennen, andererseits irgendwie auch schade. Positiv war auf alle Fälle, dass mein Partner sich Urlaub nehmen konnte und wir vorher alles regeln konnten. Früher losgehen hätte es natürlich können, aber das hält ja auch die Spannung aufrecht während der Warterei.

Endlich war der 20.07. gekommen! Vor lauter Aufregung hatte ich in dieser Nacht nur 2 Stunden geschlafen. Um 4:45 klingelte der Wecker und ich duschte noch und überprüfte nochmal die Intimrasur…
Das Frühstück musste natürlich ausfallen. Die Operation war für 8 Uhr geplant. Bis zwei Stunden vorher durfte ich Wasser trinken. Bis sechs Stunden vorher normal Essen. Da ich eh die ganze Nacht wach war, aß ich tatsächlich um 2 Uhr morgens noch ein Käsebrot und ein Joghurt. Um 5:15 Uhr war mir dann vor Aufregung übel und ich musste erbrechen. Der Magen war aber bereits leer… „Gut, so wie es für die OP sein soll“, dachte ich und versuchte krampfhaft die Sache positiv zu sehen.

5:30 Uhr verließen wir das Haus und holten unterwegs noch die aktuelle Tageszeitung – vielleicht findet er das später ja mal interessant. An diesem Tag wurde in der B*ld über den Axt-Mörder berichtet. Wir wählten auch noch zwei Lokal-Zeitungen mit ordentlicher Berichterstattung.

Kurz vor 6 Uhr waren wir dann endlich im Krankenhaus. Ab diesem Moment war ich kaum noch nervös. Irgendwie konnte ich jetzt alles abgeben. Außerdem waren wirklich alle Beteiligten so nett und strahlten eine solche Ruhe aus, dass ich die Dinge einfach auf mich zukommen ließ.

Nach der Anmeldung und den letzten Formalien kamen wir in einen Kreißsaal und eine Hebamme stellte sich mir vor. Sie sei für die OP-Vorbereitung und später für die Versorgung meines Kindes zuständig.
Ich bekam ein OP-Hemd (erst in der Größe XXL und dann glücklicherweise in M… Nicht, dass ich für die OP hätte besonders schick sein wollen, aber XXL sah doch reichlich albern aus.) und die obligatorischen Thrombosestrümpfe. Es wurde im Folgenden noch ein CTG geschrieben.
Im Anschluss kam eine sehr junge Dame herein, die sich mit „Medizinstudentin im Praxissemster, ich lege Ihnen jetzt den Zugang an der Hand“ vorstellte. Beim dritten Versuch gelang ihr das auch und sie hatte damit mein Klischee der Studentin voll erfüllt. Ich wurde an einen Tropf angeschlossen und hatte ganz bald keinen Durst mehr.
Dann kam mein Highlight des Tages: das Legen des Blasenkatheters. Aus organisatorischen Gründen wollten sie das unbedingt vor der OP machen und ich wollte mich auch nicht quer stellen. Ich muss aber zugeben, dass es absolut nicht schmerzhaft war und ganz schnell ging. Meine Sorgen waren also umsonst. Nach ein paar Minuten hatte sich meine Blase auch an den Fremdkörper gewöhnt und ich fand’s irgendwie schräg da so zu liegen: Links floss die Flüssigkeit in meine Hand rein und rechts in den Beutel wieder raus…

Die Anästhesistin und der leitendende Arzt stellten sich mir vor und ehe ich groß über irgendetwas nachdenken konnte, war es bereits kurz vor acht. Mein Partner bekam ebenfalls OP-Kleidung und dann ging es auch schon los. Ich wurde zum OP-Bereich gefahren und sollte mich auf den Operationstisch setzen. Mein Rücken wurde 3x mit Jod eingepinselt. Es war so mega kalt, dass ich richtig anfing zu zittern. Um mich herum standen viele Leute in grün und jeder bereitete irgendetwas vor. Alle Beteiligten strahlten aber wieder eine solche Ruhe aus, dass ich auch jetzt nicht übermäßig nervös war. Es war einfach so unwirklich: in wenigen Minuten würde ich meinen Sohn sehen.

Danach sollte die Spinalanästhesie gesetzt werden. Ich musste mich an den Rand des OP-Tisches setzen und eine Katzenbuckel machen. Da man sich reflexartig wieder aufrichten möchte, wenn einem in den Rücken gespritzt wird, hielt mich die Hebamme sanft an den Schultern fest. Die Anästhesistin erklärte genau, was sie machte: erst wurde die Einstichstelle lokal betäubt (unangenehm, aber auch nicht schlimmer als eine Spritze an einer anderen Stelle) und dann wurde das eigentliche Narkosemittel zwischen die Wirbel eingespritzt. Hiervon merkte ich nur noch einen unangenehmen Druck.

„Legen sie sich schnell hin, in 30 Sekunden können Sie ihre Beine nicht mehr spüren“, meinte die Anästhesistin. Leider sollte sie nicht Recht haben, denn die Anästhesie wollte und wollte nicht wirken. Während das OP-Tuch aufgespannt, mein Bauch 3x mit Jod eingepinselt und mein Partner hereingeholt wurde, überprüfte jemand immer wieder, wie viel ich noch spürte. Ein Gegenstand wurde auf meinen Bauch gedrückt und immer wieder sollte ich „spitz oder stumpf“ beantworten. Mir wurde erklärt, dass ich die Operation zwar mitbekommen, aber eben nicht als schmerzhaft empfinden würde. Man würde nur merken „dass dort was gemacht würde“. Sobald ich die spitzen Berührungen als stumpf wahrnehmen würde, bräuchte ich mir keine Gedanken mehr machen. Leider konnte ich auch nach 10 Minuten noch alle „Spitz-Stumpf-Fragen“ richtig beantworten und kam mir langsam etwas blöd vor. Zwar waren meine Beine taub, aber eben nicht mein Bauch. Die Ärzte beschlossen eine Vollnarkose zu machen und mein Partner verabschiedete sich von mir. Merkwürdiger Weise dachte ich in diesem Moment: „Spannend. Dann lerne ich das auch gleich kennen.“ Anschließend ging alles sehr schnell. Ich bekam eine Maske auf und jemand sagte: „Atmen Sie 3 x tief ein.“ Ich atmete ein erstes mal. Ich atmete ein zweites mal und genau als ich zum dritten Atemzug ansetzen wollte, war ich weg.
Das nächste, an was ich mich erinnern kann, ist – dank Vollnarkose, hurra… – sehr verschwommen. Ich wachte im Kreißsaal auf und sah an der Wand gegenüber eine große Uhr. Ich fragte: „Uhr?“ und man nannte mir die Geburtszeit: 8:40 Uhr. Jetzt war es ungefähr 9:15 Uhr. Mein Partner setzte sich neben mir ans Bett und erzählte mir, dass es unserem Sohn gut ginge. Er erzählte mir später, dass ich wohl schon davor mit Nicken auf Fragen reagiert habe, daran kann ich mich aber nicht erinnern. Wenige Minuten später (ich war immer noch komplett benebelt) drückte mir jemand ein weiches, warmes Bündel auf die nackte Brust. Ich realisierte nur langsam, dass das mein Baby war und streichelte vorsichtlich seine nackten Beinchen. Bis circa 12:00 Uhr lagen wir so da. Immer wieder schaute eine Hebamme oder ein Arzt nach uns. Zwischendurch versuchten sie ihn das erste mal anzulegen. Insgesamt habe ich von diesen drei Stunden leider recht wenig mitbekommen. Ich war einfach noch zu weggetreten. Dennoch hat sich mir dieser erste Kontakt mit meinem Sohn ganz tief in die Erinnerung eingebrannt. Es war einfach super schön seine weiche Haut zu spüren und ihn ganz fest im Arm zu halten.

Klar, ich habe den ersten Schrei verpasst und ich habe meinen Sohn nicht ganz frisch gesehen. Das macht mich natürlich traurig, aber die Hauptsache ist, dass wir beide gesund sind. Ich bin den Ärzten dankbar, dass sie sich souverän für die Vollnarkose entschieden haben und ansonsten alles glatt lief.
Leider bekam ich dann doch ziemlich starke Schmerzen und mir wurde übel davon. Ich klingelte und kurz darauf stand eine Schwester im Zimmer die mir erklärte, das könne nicht sein. Sie überprüfte jedoch meinen Tropf und stellte fest, dass aufgrund eines Knickes im Schlauch noch gar Schmerzmittel bei mir angekommen war… Als dieser „Kunstfehler“ dann behoben war, hörten auch die bis dahin wirklich starken Schmerzen schlagartig auf.

Gegen 12 Uhr wurde die U1 gemacht und unser Baby zum ersten mal angezogen. Anschließend schob man mich auf mein Zimmer. Unser Baby lag wieder dicht bei mir und schlief.

Jetzt bekamen alle anderen ihr Mittagessen ausgeteilt. Wie gerne hätte ich auch zugeschlagen, war ich doch schon seit mehr als 12 Stunden nüchtern. Ich sollte aber erst wieder zum Abendbrot etwas bekommen. Zum Glück bekam ich zwei Scheiben Zwieback. Dann nochmal zwei. Und im Folgenden nochmal zwei. Lecker ist zwar anders, aber satt war ich danach immerhin.

Kurz bevor die Wirkung des Schmerzmittels nachließ kam eine nette Schwester, die mich über die weitere Gabe der Schmerzmittel aufklärte. Der Zugang an meiner Hand würde solange liegen bleiben, bis ich sicher keinen Tropf mehr benötigen würde, zusätzlich könnte ich Tabletten bekommen. Darüber war ich etwas erstaunt, weil ich ja zu diesem Zeitpunkt komplett schmerzfrei war. Naja, jede Bewegung tat natürlich weh und Husten oder Lachen war undenkbar. Auch hätte ich keinesfalls das Bett verlassen wollen. Aber im Liegen hatte ich überhaupt keine Schmerzen. Ich beschloss dann die empfohlenen Tabletten (Paracetamol und Ibuprofen im Wechsel) alle 4 Stunden zu nehmen Das hat mir völlig gereicht. Neben mir im Zimmer lag übrigens eine Frau, die nach langen Wehen und Saugglockengeburt sich beim starken Pressen zwei Halswirbel ausgerenkt hatte. Ich bin mir ganz sicher, dass sie deutlich stärkere Schmerzen hatte…

Den ersten Tag verbrachte ich ziemlich regungslos und hilflos im Bett. Zum Glück war mein Partner dabei und unterstützte mich und versorgte unseren Sohn. Gegen Abend durfte ich dann mit Hilfe einer Schwester zum ersten Mal aufstehen. Das dauerte und tat selbstverständlich weh, aber für mein Empfinden war die gebrochene Rippe im Jahr zuvor schmerzhafter gewesen. Ich schlich in leicht gebückter Haltung zum Bad, machte mich etwas frisch und lief schon etwas schneller und aufrechter zurück zum Bett. Was die Schmerzen anbelangt, hätte ich länger stehen können, aber mein Kreislauf war dann doch nicht stabil genug. Man bot mir zwar an, den Katheter jetzt noch zu ziehen, ich beschloss aber, lieber noch bis zum nächsten Morgen zu warten um nachts nicht aufstehen zu müssen. Da dieser Tag der heißeste dieses Jahres war und ich unglaublichen Durst hatte, war das auch eine gute Idee…
Die Nacht war sehr unruhig. Ständig schrie ein Baby und da mein Partner die erste Nacht nicht bei uns übernachten konnte (es war leider kein Familienzimmer frei), war ich ständig auf die Nachtschwester angewiesen. So kam ich auf insgesamt eine Stunde Schlaf…

Während der nächsten Tage ging es mir schnell besser. Am zweiten Tag bin ich schon mehrmals aufgestanden und habe eine kleine Runde über den Flur gedreht. Am dritten Tag waren wir – ganz langsam – im Krankenhaus-Café, am vierten Tag im Park vor dem Krankenhaus und am fünften Tag durften wir nach Hause.

Nach einer Woche habe ich keine Schmerzmittel gebraucht und nur noch das Aufstehen war schmerzhaft. Jetzt, zwei Wochen später, spüre ich kaum noch etwas davon, muss mich aber noch schonen. Manche Bewegungen sind noch unangenehm und wenn ich auf meinem Bauch herum drücke, dann merke ich, dass dort „gewerkelt“ wurde. Der Schnitt ist bisher gut verheilt und schon jetzt ist die Narbe wirklich schmal. Der taube Bereich über zwischen Narbe und Bauchnabel ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber im Alltag für mich unbedeutend.
Trotz allem, ich hatte es mir deutlich schlimmer vorgestellt. Es war kein Spaziergang, wie manche behaupten, aber absolut machbar. Für mich war es die richtige Geburtsart und mich macht es nach wie vor traurig, dass ich mich dafür rechtfertigen muss bzw. musste.

Mir geht es gut und meinem Sohn übrigens auch! Ich bin dankbar und froh, dass alles so komplikationsarm verlaufen ist und wir beide fit sind.

Und jetzt genießen wir die erste Zeit als Familie!

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Glückwunsch zur Geburt Eures kleinen Prinzen und danke für den wirklich schönen Bericht #verliebt
Ein WK wäre niemals mein Weg gewesen aber ich kann nachvollziehen, dass das für viele eine gangbare Alternative ist. Schliesslich hast Du Dich mit den Pros und Kontras stark auseinandergesetzt (wobei mir das Pro bei natürlicher Entbindung, dass man das Kleine i. d. R. gleich auf die Brust gelegt bekommt, irgendwie völlig fehlte, aber das ist subjektiv :-) )

Was die Angst anbelangt, dass es demütigend ist, sich unter Schmerzen zu zeigen, möchte ich Dir noch sagen, was mein Lebensgefährte nach der Geburt unserer Tochter zu mir sagte. Er meinte, dass er mich in den bis dahin fast 9 gemeinsamen Jahren niemals mehr geliebt und niemals schöner gefunden hätte als in dem Moment, als mit der letzten Wehe unsere Tochter geboren wurde. Mir ist sowas von das Herz aufgegangen #verliebt. Ich bin eher eine Verklemmte und hab mich schon irgendwie blöd gefunden, wie ich da am rumfluchen und am schreien war ;-) Aber als mein Partner das zu mir sagte und dass ihn das zutiefst beeindruckt hatte, wie ich gekämpft habe, fand ich das garnicht mehr so schlimm, dass ich mich zeitweise wie eine Wilde benommen habe und auch leider nicht sehr nett zu der wirklich lieben Hebamme gewesen war. Bei ihr hab ich mich danach noch hunderttausendmal entschuldigt #rofl

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Danke!

Dein Bericht über deine Geburt und die Erfahrung mit deinem Partner hat mich echt beeindruckt und berührt. Toll, dass dein Lebensgefährte dich so unterstützt hat!

Ich hatte den wunderbaren Moment, dass mein Partner mir im Nachhinein ein Video gezeigt hat, das er vor der OP-Türe gedreht hat. Zunächst filmt er die Uhr, dann hört man unseren Wurm schreien, ein kleines Bündel wird herausgetragen und dann hört man ihn nur noch "oi oi oi, hallo!, oi oi oi" sagen, aber soooo was von gerührt! Das war auch wirklich schön :-)

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#verliebt Das ist ja auch toll, dann hast Du den ersten Schrei deines Sohnes quasi für die Ewigkeit konserviert, das ist natürlich auch viel wert ;-) Das haben wir nicht... naja, nicht so direkt jedenfalls. Meine Schwägerin saß vor der Kreissaaltür und hat die Familie per WhatsApp auf dem laufenden gehalten und im folgenden stand das geschrieben:

21. Dez. 2014 00:03 - A.: Ich hörd schreie
21. Dez. 2014 00:03 - A.: ?
21. Dez. 2014 00:03 - F.: E.?
21. Dez. 2014 00:03 - A.: Baby schreie?
21. Dez. 2014 00:03 - F.: Hat sie ihn gegriffen bekommen?

21. Dez. 2014 00:03 - M.: Ja?
21. Dez. 2014 00:03 - A.: Rico?????
21. Dez. 2014 00:04 - An.: Hallo
21. Dez. 2014 00:04 - A.: Babyschreie eindeutig
21. Dez. 2014 00:04 - A.: Hab an der tüt gelaudcht
21. Dez. 2014 00:04 - A.: Sie ist da!!!

Mein Kerl war zu dem Zeitpunkt garnicht in der Lage, irgendwas zu filmen oder zu fotografieren, der hat später auch die Nabelschnur beinahe verfehlt weil er so gezittert hat. Aber das erste Bild im Kreissaal hat er relativ scharf hinbekommen #rofl Er hat später gefilmt als sich seine Nerven ein wenig beruhigt haben ;-)

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Hallo galipette,

herzliche Glückwünsche zur Geburt Eures kleinen Erdenbürgers :-)

Es ist immer ein großes Geschenk, wenn ein Baby herzlich willkommen geheißen wird. Und es ist schön, dass Ihr diese besondere Zeit jetzt miteinander genießen könnt. Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute. Lasst Euch diese Freude bitte, bitte, bitte durch nichts und niemanden rauben. Was andere sagen, denken, meinen ist nicht von Bedeutung. Es ist Euer Leben und Euer Familienglück :-)

Viele Grüße
briefe68 (Daniela)

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Herzlichen Glückwunsch erstmal!
Du solltest dich auf keinen Fall rechtfertigen. Es war dein Wunsch, du bist sehr zufrieden so und Punkt! Mehr gibt es da nicht zu sagen. Es wird bei einem neuen Erdenbürger immer so viel um die Geburt geredet, aber vergessen, dass Frau ja auch 9 Monate damit beschäftigt ist ein Kind "zu bauen" und das ist eine körperliche Meisterleistung.

Ich persönlich bin eher gegen WKS, aber zur Zeit wird so viel darüber geredet, dass durch den Hebammenmangel die selbstbestimmte Geburt in Gefahr ist, dass man doch auch nicht vergessen sollte, dass auch ein WKS eine selbstbestimmte Geburt ist. Und das hat man zu akzeptieren, genauso wie die Selbstbestimmung, eine Hausgeburt zu haben, die häufig auch "Rechtfertigung" mit sich zieht.
Viel Freude mit eurem Nachwuchs und alles Gute!

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Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen!
#pro

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Danke für den schönen Bericht!

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Herzlichen Glückwunsch zur Geburt!

Ich habe deinen Bericht mit Interesse gelesen, da ich aus medizinischen Gründen evt zum KS gezwungen bin. Ich habe zwei natürliche Geburten hinter mir, wovon die erste traumatisch war. Ich hoffe und bete minütlich, dass es kein KS wird. Ein KS wäre für mich wahrscheinlich noch traumatischer als die erste Geburt. Dein Bericht vereint leider so ziemlich alles, was ich befürchte. Außer eine Thrombose und Lungenembolie. Die stehen noch auf meiner Angstliste, da ich Gerinnungsstörungen und Thrombosen habe. Das blieb dir Gott sei Dank erspart.

Rechtfertigen musst du dich nicht. Auch wenn ein WKS niemals für mich in Frage käme, ist es doch in Ordnung, wenn es für dich der richtige Weg war und du auch hinterher noch glücklich damit bist. Ich freue mich für dich! :-)

Ich wünsche euch alles Gute!

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Guten Morgen!

Das tut mir Leid, ich wollte niemandem Angst machen - im Gegenteil! Gibt es irgendetwas, was dich noch besonders interessiert, damit du dir weniger Sorgen machen musst?

Thrombose hatte ich zum GLück noch nie. Ich hab nur die Faktor V Genmutation. Das ließ sich aber mit dem Anästhesisten super besprechen und hat keine Probleme gemacht.

LG

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Vielen dank für diesen tollen Bericht.

Ich selbst spiele mit dem Gedanken an einen WKS weil meine Schwester einen NotKS hatte und der kleine jetzt behindert ist weil der KS zu spät War und er keinen Sauerstoff mehr bekommen hat.

Zudem bin ich schmerzempfindlich und habe grosse angst ich stehe eine normale geburt nicht durch.

Dein Bericht hilft mir sehr da ich natürlich meine Zweifel habe was nun besser für das Baby ist.
Ich finde es toll wie dein Partner dich unterstützt hat, hoffe meiner ist auch so viel da und kann mich so gut unterstützen.

LG tanya mit Buchzwerg 15 +6

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Bauchzwerg natürlich ????

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Hallo,

Danke für deinen Bericht!

Mich interessiert nun brennend welche Maße dein Kind nun tatsächlich hatte?

Ich wollte bei meinem Sohn einen KS, habe mich aber überreden lassen es natürlich zu versuchen.

Mein Sohn wurde bei 41+0 geboren, nach 35Stunden Wehen (Abstand Max. 7Minuten!) und bei 35Grad. Ohne PdA, dafür mit Wegentropf und am Ende waren die Wehen weg.... so dass sie einen Dammschnitt machten und der Arzt auf meinem Bauch lag. mein Sohn war 4230g und 55cm groß. Die geburtsverletzungen haben mich wochenlang schmerzhaft an die Geburt erinnert. Ich könnte nicht laufen oder stehen.... Schrecklich!

Nun bin ich wieder ss und bin mir sicher dieses Mal einen geplanten KS machen zu lassen! Aber nur mit Vollnarkose, ich glaube ich würde Panik bekommen, wenn ich da liege.... Ichbin gespannt was das KRankenhaus sagt....

Lg costa

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Hallo,

er wog eine Woche vor ET 4090 Gramm, war 54 cm lang und hatte einen Kopfumfang von 38 cm. :-)
Zumindest in dem Krankenhaus, in dem ich war, waren sie sehr offen gegenüber einem Kaiserschnitt. Ich habe mir darüber auch vorher den Kopf zerbrochen, weil sie am Infoabend irgendetwas über eine Kampagne "natürliche Geburt" erzählt hatten. Der Arzt meinte dann aber eben auch, dass er natürlich lieber einen geplanten Kaiserschnitt hat, als eine komplizierte spontane Geburt. Das ist ihm aber erst nach dem Vorgespräch auf dem Flur so rausgerutscht....
Ich hoffe, dass du für dich die richtige Entscheidung treffen kannst!
(Und wenn ich deine Erfahrungen von der ersten Geburt so lese, wird mir ganz anders. Ich weiß gar nicht, was man dazu sagen soll.)
Wenn du noch Fragen zum WKS hast, darfst du mich natürlich auch gerne direkt anschreiben.