Geburtseinleitung einmal anders, für alle mit gemischten Gefühlen

Hallo!
Heute bin ich an der Reihe meinen Bericht zu verfassen, lange vor meiner Geburt habe ich regelmäßig und sehr gern Eure Berichte gelesen.

Immer wieder hatte ich mír vorgestellt, wie es wohl diesmal wird: Kommt es nachts, morgens, wie, wann etc, doch es kam alles ganz anders...#augen

....(ich hatte bereits 2 Kinder, 1. Kind Einleitung:-[
2. Kind normal Et+3)

Die erste Geburt war der reinste Horror: Mein Sohn wurde eingeleitet (Plazentainsuffizienz ca.14 Tage vor Et), mit Prostaglandingel.
Ich hatte 33 Std.und 17 Minuten solche Schmerzen(Überreitzung der Gebärmutter ohne Wehenpausen), dass ich dachte ich würde es nicht überleben...es war so schrecklich, ich kann nicht die richtigen Worte finden....
....die Hebammen hatten nur Worte wie: So schnell wies rein geht, gehts nicht wieder raus, stellen Sie sich mal nicht so an, ich habe auch schon geboren, so schlimm ist das gar nicht etc...ein PDA war mir ein Fremdwort und es gab nur Schmerzmittel, die nicht oder nur so wenig wirkten, dass es wie ein Hohn für mich war. Es war der absolute Albtraum. Das war im Sep. 2000.

Als ich am 12.06.06 stationär aufgenommen wurde (ET ca.-14)und mir gesagt wurde, dass eingeleitet wird, bin ich gleich in Tränen ausgebrochen (Einleitung wegen EPH GESTOSE), ich bekam gleich wieder Panik! #schockNeee, nicht nochmal#heul

Aber diesmal wurde es ganz anders, ich habe jeden Tag alle 4 Std. Tabletten bekommen, die Wehen kamen und gingen. Ich hatte Pausen, konnte schlafen und es waren echt nette Hebammen, die mich in dieser Zeit betreuten. Ich hatte oftmals alle Kreissäale allein für mich, konnte Baden,
Musik hören, Fernsehen (die WM) und relaxen (mein Verlobter hatte extra Urlaub genommen, so war ich nicht allein), es war total ok.

Es war erträglich und der Muttermund ging in den 4 Tagen vor der Geburt zwar nur auf 2 cm, aber er war nun auch bis zum Ende vollständig offen und weich, also prima für eine Geburt.#gruebel, am nächten Tag es war der 16.06.06 sollte es soweit sein, alle waren zuverlässig, dass mein Sohn kommt.:-D#freu

Am Freitag war es dann soweit. Die Hebamme konnte den Kopf wegdrücken und mein Sohn wollte das nicht und drehte sich gleich vor schreck, das Ctg musse neu geschrieben werden, weil er ganz aufgeregt war...#augen. Der Bewegte sich mehr als mir lieb war, ich lag am Wehenropf und pusete die Wehen weg, die heute echt stärker waren, als die Tage zuvor, aber immer noch erträglich. Die Ärztin und Hebamme besprachen sich in meinem Beisein(dass fand ich toll, sie bezogen mich voll mit ein) und entschieden sich für eine Blasenöffnung, um die Geburt beginnen zu lassen. Ich lag im Kreissaal und dann gings ganz schnell. Wow, damit hatte keiner gerechnet. Die Kreissäale waren alle voll und meine Hebamme war bei einer anderen Frau, ich merkte dass ich drücken musste, aber niemand war da...ich schickte meine Mama los, die inzwischen auch da war, die kam mit der Chefhebamme. Die meinte noch, na, das ich doch wohl noch zu früh...ne, jetzt kommt es meinte ich noch und fing an zu pressen, die machte ganz große Augen, der Kopf war fast schon draußen und 2 Minuten später war er da! Die Ärztin kam gerade als er rausfluschte... und war ebenfalls total überrascht.

Blasensprung 11:50h Geburt 13:47h!#schwitz, keiner hatte damit gerechnet, das es dann so fix ging.

Mein Sohn war sogar noch weiter vor dem Termin, als errechnet. Eher 37.te SSW meinte die Kinderärztin. Er war voll von Käseschmiere und schrie nicht gleich, er wurde mitgenommen und kam nach einiger Zeit wieder..aber es war alles gut! Apgar 9/9/10. Voll ausgetragen wär er auf über 4 Kg gekommen meinte die Ärztin...!

Es war toll, die Geburt war zwar nicht ohne, aber kein vergleich zur ersten Einleitung!!!

Ich wollte den Frauen Mut machen, die ähnliches erlebt haben oder ähnliches noch vor sich haben....eine Einleitung muss nicht zwinged schmerzhafter sein (vor allem 2-3 Wochen vor dem Termin) es kann auch humaner zugehen.

Auch ein Wehentropf muss nicht so fies sein, wie er oft beschrieben wird, weil er ja dosiert werden kann, nach Bedarf. Beim Gel ist das so eine Sache, denn wenn es ersteinmal vor bzw. in den MUMU gespritz wird, dann ist es da und kann nicht mehr weggenommen werden...häufig haben Frauen dann solche Wehen, wie ich sie damals hatte, oft sogar Ergebnislos...
Es liegt meist an der Unreife des Gebärmutterhalses, wenn weit vor dem Termin eingeleitet wird, so meine Ärztin, deswegen wird lieber die Tablettenform genommen.

Hier nochmal unsere Daten:

20.09.2000
2700 Gr.
46cm
Maurice

01.03.2002
3490Gr.
51 cm
Nathalie

16.06.06
3335Gr.
50cm
Fabian

An alle nur Mut! #liebdrueck

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Hallo,
alles gute zur Geburt Deines Sohnes!
Unsere Söhne haben am selben Tag Geburtstag!

Lg

Sandra