Nur schöne Erinnerungen bleiben auf ewig

    • (1) 17.08.18 - 19:31

      Hallo ihr Lieben,

      nun komme ich auch dazu euch von meiner Geburt meines ersten Kindes zu berichten. Mein kleiner Schatz war für den 22.8 ausgezählt. In der 32. KW ging bereits nach und nach der Schleimpropf ab. Übungswehen hatte ich zuvor schon öfter welche aber keine besonders schmerzhaften. Meist nur einen harten Bauch. In der Nacht vom 11. auf den 12. war ich der Annahme bereits richtige Wehen zu haben. Ich machte das daran fest, dass ich immer wenn es soweit war vor Schmerz aus dem Schlaf erwacht bin. Daher wollte ich abwarten ob es schlimmer wird. Wurde es aber nicht. Abgesehen von 5-6 Wehen hatte sich nichts mehr getan. Am nächsten Tag ging es mir wieder gut. Daher dachte ich okay sind halt Übungswehen. War sogar am nächsten Tag noch auswärts frühstücken, obwohl ich im Gefühl hatte es könnte bald losgehen :).
      Die darauffolgende Nacht war relativ ruhig. Am Montag Nachmittag fing es dann plötzlich wieder an. Wieder wartete ich ab. Zum Abend hin begann ich die Wehentätigkeit zu dokumentieren. Erst 20 Minuten dann alle 10 dann alle 6. Wir legten uns dennoch erstmal ins Bett da mein Mann ja arbeiten muss. Es wurde jedoch so schlimm, dass ich beschloss mal im KH anzurufen und nachzufragen. Die Frau am Telefon meinte hört sich nach Übungswehen an, aber wenn ich sicher gehen will sollte ich lieber vorbei kommen. Nicht gerade das was ich hören wollte. KH 25 km entfernt, ich als Erstgebährende und ich hasse es nichts mehr als voreilig zum Arzt zu gehen 🙄. Während ich mit mir haderte ist mein Mann tatsächlich entspannt eingeschlafen 😂. Schlussendlich weckte ich ihn um 23 Uhr nach ca. 3 Stunden regelmäßigen Wehen und wir fuhren los. Im Auto ließ meine Unsicherheit bezüglich des Entschlusses nach, da es dermaßen oft kam und schmerzhaft war, dass ich mir sicher war, dass es los gehen würde. Um 0Uhr angekommen wurde zunächst ein CTG geschrieben, welches trotz schlimmer Schmerzen null ausschlug. Lag wohl am Gerät 😂. Ich dachte schon jetzt halten die mich für bekloppt. Die Schwester wies mich dennoch ein, weil sie ja sah wie ich litt und sie glaubte auch, dass es richtige Wehen sind.
      Im Kreißsaal war eine super liebe Hebamme, welche auch mit dem CTG begann und mir Blut abnahm und mit dem intravenösen Antibiotikum begann, da ich Streptokokken positiv war. Alles gestaltete sich recht schwierig. Blut lief nicht, Infusion auch nicht 😄 sonst klappt das immer alles super...
      Bei der Untersuchung des MM nach Ankunft war dieser bereits 2cm geöffnet, obwohl bis dato verschlossen. Was mega super war, war, dass ich die einzige in den 4 Kreissälen war und die Hebamme somit nur für mich da war.
      Ich legte mich ins Bett und wehte vor mich hin. Das CTG zeichnete übrigens auch nichts auf 😂 komischer Bauch. MM nach 3 Stunden im KH plötzlich auf 9cm. Ich hielt die Wehen wirklich nicht mehr aus. Es war grauenvoll. Zäpfchen die halfen sollten, wirkten nicht. Wir beschlossen eine PDA zu machen. Die Anästhesisten kamen flott und begannen. Schlimme Erfahrung, denn die Wehen waren heftig und wenn eine kam durfte ich mich trotzdem nicht bewegen. Ich hörte den Anästhesisten immer wieder sagen: "Nee hier ist nur Knochen. Nee das geht nicht." Und ich dachte nur ich muss heulen. Zu sitzen war schon schlimm und dann noch nach vorne gebeugt. Eine Qual. Er probierte es an höherer Stelle und stach erneut zu, bis es irgendwann klappte. Als die PDA irgendwann half wollte ich den beiden einen Heiratsantrag machen. Es war herrlich. Vorher wollte ich noch aus dem Fenster springen und nun war alles gut. Das Kribbeln unangenehm, aber kein Vergleich. Mein Mann war bis dato toll und unterstützte mich wo er nur kann. Er war auch ziemlich erleichtert, dass es mir wieder besser ging.
      Unmittelbar nach der PDA wurde ich an den Wehentropf angeschlossen. Welches nur bedingt half. MM mittlerweile verstrichen und Fruchtblase auf. Wasser war jedoch kaum zu finden. Keine Ahnung wann das passiert ist 🤷‍♀️😊.
      Alles war bereit nur die Maus wollte noch nicht. Mittlerweile war 4 Uhr am Morgen und es tat sich nicht viel. Dann setzten zum Glück wieder Wehen ein und gingen ziemlich schnell in Presswehen über. Also presste ich. Der Druck war unangenehm aber keine Schmerzen. Anfangs hatte ich noch viel Kraft, sodass schnell der Kopfansatz zu sehen war. Dann wurde die Ärztin hinzugebeten um einen Stillstand zu vermeiden. Diese drückte auf meinen Bauch um die kleine herauszubekommen und ich presste mit. Ein Glück hat sie mir geholfen. Die letzten Wehen waren mehr als anstrengend. Zack kam die kleine als Sternenguckerin mit 48cm und 2840g und 31cm KU 8 Tage vor ET um 5:52Uhr auf die Welt. Es ist wirklich so unbeschreiblich wie alle sagen. Pures Glück. Mein Mann und ich haben einfach nur geweint. Die Nachgeburt ließ auch auf sich warten, sodass auch hier mit Druck auf dem Bauch und pressen nachgeholfen wurde. Ich habe einen Scheidenriss und einen kleinen Riss in der Schamlippe erlitten. Beides wurde genäht. Damm ist heil geblieben. Habe übrigens keine Dammmassage o.ä. gemacht. Die Geburtsverletzungen schränken mich leider noch was ein aber in drei Wochen sollte alles verheilt sein.
      Es stimmt also was alle sagen. Auch wenn die Wehen die schlimmsten Schmerzen überhaupt waren bleibt mir die Geburt mit super Betreuung und tollem Ergebnis fast nur positiv in Erinnerung. Wir kuscheln jetzt ganz viel 😊.

      Lg Honig mit Bienchen 3 Tage alt 🐝😍
      Übrigens habe ich vor der Geburt keinen einzigen Bericht gelesen, um unvoreingenommen an die Geburt ranzugehen 😊

      • Na herzlichen Glückwunsch zu deinem Engel.
        Ich hatte auch im September 2016 einen sternguckergeburt. Ich durfte aber nicht pressen sonst hätte ich meinem klein weh getan. Da soll mal jemand nicht pressen wenn der Druck unten ist.

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