Ein Schrecken mit wunderschönem Ende

    • (1) 20.01.19 - 07:45

      Unser Krümel wird nun bald ein Jahr und eben habe ich es geschafft die wirklich nicht schöne Geburt aufzuschreiben.

      Mein Krümel wurde schon die ganze Schwangerschaft über sehr groß geschätzt. Das er das ist habe ich auch im Bauch gemerkt.
      Bei 36+6 hatte ich Vorsorge im KH, da meine Ärztin zu hatte. Und siehe da, wehen auf dem ctg. Später untersucht und auch da Mumu ganz weich aber gebärnutterhals noch da, aber nicht so wild. Mumu auch schon fingerkuppen einlegbar. Da der Krümel da schon auf 3200 und 51cm geschätzt wurde bekam ich das go das es ruhig los gehen kann und die Ärztin war auch sicher mich am Abend wieder zu sehen.
      Tja leider waren meine Wehen gern 23 Uhr weg.
      Ich hatte ab und an zwar wehen aber nichts wirkliches. Et kam, et ging. Baby blieb.
      Befund inzwischen wieder unreif.
      An et+7 wollte und konnte ich nicht mehr und hatte das Gefühl, das mein Baby jetzt einfach raus muss.
      Also Einleitung ab et+8. Ich bekam cytotec. Erst eine Tablette, da fingen schon ganz leichte Wehen an. 4h später dann 25mg mehr. Wehen bleiben wurden aber erstmal nicht stärker.
      17 Uhr war der Kreißsaal voll somit keine weitere Dosis. Ich lief mit meiner besten Freundin das Krankenhaus und Umgebung ab. Gegen 20 Uhr verabschiedete sie sich und die Schwester schrieb dann mal ein ctg. Wehen aller 3 Minuten, die aber nicht doll waren.
      Sie schickte mich in den Kreißsaal da sie Angst hatte ich bekomme das Kind auf Station 😂
      Im Kreißsaal kam ich gegen 21 Uhrdann an
      Sie untersuchte mich, schrieb auch nochmal 20 min ctgund meinte das alles gut anläuft, aber noch dauert. Merkte ich ja selbst... gab mir ein Buscopan Zäpfchen mit und schickte mich hoch.
      Ich rief noch meinen Mann an das es noch dauert und er in jeden Fall erstmal schlafen soll, wir sehen und morgen früh.
      Ich ins Zimmer und dann wurden die Wehen endlich richtig.
      Bis Mitternacht bin ich im Zimmer rum geturnt und wollte dann ein Entapannungsbad. Wehen weiterhin aller 3 Minuten. Die Schwestern riefen im Kreißsaal an und ich wackelte runter.
      Dort wieder untersucht, Mumu bei 3-4cm.
      Juhuu!!!
      Leider Herztöne etwas niedrig. Bad war gestrichen aber es ging in den richtigen Kreißsaal. Dort ctg ran, auf die Seite legen. Herztöne erholten sich nicht wirklich. Ärztin gerufen und Wehenhemmer.
      Wehen kamen wieder und die Herztöne sackten wieder ab.
      Aber noch so das wir abwarten konnten.
      Es ging dann ewig hin und her. Um2 war ich bei 7-8cm und rief noch ganz schnell meinen Mann an das er den Großen zu meiner Schwester bringen und kommen soll. In der Zwischenzeit bekam ich erneut einen Wehenhemmer, da es dem Kleinen nicht gut ging.
      Mein Mann kam ca 2:40 Im Kreißsaal an.
      Kurz danach öffnete die Hebamme meine Blase und grünes Fruchtwasser. Danach untersuchte die Hebamme mich wieder und versuchte zu Tasten, wie das Baby liegt, aber er lag wohl völlig verquer mit dem Kopf und nicht im Ansatz im Becken. Also us her. Dort erkannte man dann deutlich das er mit dem Gesicht schräg nach oben schaute. Ich musste in den Wehen schon immer mitschreiben und er kam kein Stück runter. Die Ärztin meinte das es stark nach einer Nabelschnurumschlingung aussieht.
      Danach versuchte sie aus seinem Köpfchen Blut anzunehmen, was nicht funktionierte, da er viel zu weit oben lag. Auch wenn sie gefühlt versucht hat samt all ihren Folterwerkzeug in mich zu kriechen. Durch das ganze am Mumu gefummel und Gewürze war ich dann auf einmal auch wieder nur noch bei 6cm.

      Für mich Stand da schon fest Kaiserschnitt. Die Ärztin ging raus sich mit der Hebamme beraten, und kam mit der Botschaft eines sofortigen Kaiserschnittes wieder.

      Die Herztöne des Krümels waren inzwischen konstant bei 80.

      Um 3:20 fiel die Entscheidung. Dann ging alles absolut schnell.
      Ich wurde in den op gefahren, ausgezogen, Tuch gespannt, es wurde alles für sie Narkose aufgezogen und ich angeschlossen, Bauch desinfiziert und bekam richtige Presswehen. Die Hebamme hatte zuerst noch Hoffnung, schaute nochmal nach und meinte das es nichts bringt, das er nicht mal im Ansatz ans Becken kommt.
      Also kam das los von der Ärztin und ich war weg.
      Als ich wach wurde merkte ich zuerst Schmerzen. Dann fiel mir in der nächsten Sekunde ein das mein Baby geboren ist und schaute mich im Raum um und in der Ecke saß mein Mann mit unserem Krümel. Er wollte ihn mir gleich geben, aber ich war noch zu bekommen und schwach nach der Narkose. Aber nach ein paar Minuten ging es und die Hebamme legte ihn mir auf die Brust. Wir durften noch etwas kuscheln, dann würde er gewogen, gemessen und gewaschen. Als er dann wieder angezogen war, kam er wieder zu mir und gegen halb acht durfte ich ihn dann das erste mal stillen.

      Der Grund für die ganze Aufregung war tatsächlich das er sich mit der Nabelschnur verheddert hatte. Und dazu schräg nach oben geguckt hat.
      Ich hätte auf mein Gefühl hören sollen und schon beim grünen Fruchtwasser den KS verlangen.

      Die Geburt meines Großes lief ähnlich schrecklich ab, nur das er gerade noch so spontan auf die Welt kam.

      Aber hier die Daten unsere großen Krümels
      Leo James
      26.01.2018 3:33 Uhr
      56cm, 3865g und 35cm KU

      Er war aber gleich nach der Geburt soweit fit, außer das er durch seine Lage und die Entwicklung in der Nabelschnur noch etwas von der Narkose abbekommen hat.
      Jetzt bin ich der Zeit wieder in der 22.ssw und für mich steht fest, das es ein Ks wird.
      Ich möchte wenigstens einmal mein Baby direkt nach der Geburt im Arm halten dürfen. Außerdem würde ich wohl eher bei wieder absackenden Herztönen einen Nervenzusammenbruch bekommen.


      Aber ich werde berichten, wie diese Geburt dann war.

      Liebe Grüße Janina mit Logan 11 Jahre, Leo fast 1 Jahr und kleine Raupe 21+3

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