KS wegen vorzeitiger Plazentalösung

    • (1) 31.07.19 - 22:03

      Das ist der leider nicht so schöne Geburtsbericht meiner ersten Tochter vor 2 Jahren. Mein zweites Wunder liegt bereits neben mir. Diese Geburt war aber umso schöner. Werde es bei Gelegenheit auch verfassen...

      Der ET wäre der 9.4 gewesen. Allerdings hat unsere Maus auf sich warten lassen. Von der Nacht vom 11. Auf den 12. April bin ich um ca. O Uhr wegen starker Rückenschmerzen ins Wohnzimmer gegangen. Ich wollte durch mein unruhiges Liegen und Hin und Her drehen meinen Mann nicht aufwecken. Nach ein wenig rum laufen habe ich mich aufs Sofa gelegt und versucht zu schlafen. Gegen kurz vor 1 Uhr bin ich aufgewacht und habe gemerkt, dass es zwischen meinen Beinen nass war. Ich hatte mich gefreut, da ich dachte, dass meine Fruchtblase endlich geplatzt ist. Im Licht der Straßenlaternen vor unserem Haus habe ich dann allerdings gesehen, dass auf der weißen Decke ein großer dunkler Fleck zu erahnen war. Ich bin aufgesprungen und habe sofort das Wohnzimmerlicht angemacht: es war ein riesen Blutfleck zu sehen und das Blut lief meine Beine runter. Voller Panik und Angst bin ich zu meinem Mann ins Schlafzimmer gerannt und wir haben sofort die Hebamme angerufen. Wir hatten die Wahl den Krankenwagen zu rufen oder sofort alleine mit dem Auto ins KH zu fahren. Wir haben uns fürs Auto entschieden, da wir der Meinung waren, dass dies schneller geht. Im Auto hatte ich bereits ca. alle 2 Min Wehen. Es waren die schlimnsten 20 Minuten meines Lebens. Ich habe meine Tochter nicht mehr strampeln gespürt und vor Angst am ganzen Körper gezittert. Ich habe noch nie im meinem Leben solche Todesängste verspürt, es war wirklich schrecklich. Um kurz nach 1 sind wir im KH angekommen und ich wurde sofort untersucht.Meim Mann musste sich erstmal hinsetzen, ihm war vom ganzen Stress und dem vielen Blut ein wenig schwindlig geworden. Auf dem Ultraschall konnte man den Ursprung der Blutung nicht erkennen. Auch die Herztöne während des CTGs waren optimal. Aus diesem Grund entschied sich die Ärztin erst mal dafür zu warten. Wir waren dann unter laufender Kontrolle der Herztöne im Kreisaal. Die Ärztin meinte, dass wir noch ca. 2 h warten ob die Blutungen aufhören und dann entscheiden ob eingeleit oder ein KS gemacht wird. Da gegen 4 Uhr die Blutungen immer noch nicht aufgehört haben und der Muttermund nur ca. 2 cm geöffnet war, entschied sich die Ärztin dafür auf Nummer sicher zu gehen und einen KS zu machen. Einerseits war ich unheimlich traurig keine spontane Entbindung zu erleben, andererseits war ich wirklich sehr erleichtert, dass ich meine Tochter bald in meinen Armen halten kann und mir keine Sorgen mehr machen muss. Der Anästhesist kam in Kreissaal und hat mir alle Risiken und Informationen zur PDA aufgeführt und ich wurde für den KS vorbereitet. Dann sind wir mit der Hebamme und meinem Mann zum OP gefahren. Mein Mann wurde zum Umziehen geschickt und ich kam in den OP wo mir die PDA gelegt wurde. Und dann ging alles auch ganz schnell. Der Schnitt wurde gesetzt und an mir wurde rum gerüttelt und gedrückt bis wir einen Schrei gehört haben. Mir und meinem Mann sind vor Freude, Erleichterung und Glück sofort Tränen runtergelaufen. Es war der aller schönste Tag in unserem Leben.

      Es hat sich herausgestellt, dass sich die Plazenta angefangen hat abzulösen. Hätten wir noch länger gewartet bzw. ich spontan entbunden wüssten wir nicht wie alles ausgegangen wäre...Es war also genau die richtige Entscheidung meine Tochter per KS zu holen.

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