Geburt eine Stunde nach Ankunft im Krankenhaus (42+1)

    • (1) 06.08.19 - 00:10

      Hi đŸ‘‹đŸŒ
      Ich kann nicht schlafen und habe etwas am Fotobuch meiner Tochter gearbeitet. Dabei bin ich ihre Geburtsgeschichte nochmal durchgegangen und wollte sie hier teilen.
      Mein ET war Ende MĂ€rz 2018 und verstrich ohne jegliche Anzeichen einer nahenden Geburt.
      Mir ging es super und dem Baby auch. Mein Frauenarzt war sehr positiv gestimmt und ermutigte mich dazu, ihr Zeit zu geben. Ich war schon etwas unruhig und hatte alle möglichen Horror Geschichten im Kopf. Mein Arzt konnte mich aber ĂŒberzeugen und wir einigten uns fĂŒrs erste auf eine engmaschige Überwachung. Die Tage vergingen und... es tat sich NICHTS :-D
      Mittlerweile waren wir bei 41+6 (Freitag) angekommen. Interessanterweise, war ich an diesem Punkt ziemlich entspannt und hatte dieses intensive GefĂŒhl, dass sie einfach noch ein kleines bisschen Zeit braucht. An diesem Tag war mal wieder Kontrolle und mir war klar, die nahende ZwangsrĂ€umung wird Thema sein.
      Da nach wie vor alles top aussah, gab es einen letzten Aufschub. Sollte es nicht von selbst los gehen, hÀtte man am Montag bei 42+2 eingeleitet.
      Am Freitag hatte ich dann auch noch einen Akupunktur Termin und versucht erneut mit Brustwarzenstimulation nachzuhelfen. SpĂ€t am Abend fĂŒhlte ich mich dann etwas komisch. Es erinnerte mich an das GefĂŒhl vor meiner ersten Geburt. Da ich aber sehr mĂŒde war, habe ich mich hingelegt und dann war auch nichts mehr.
      Der Samstag verging und am Abend ging es mir wie am vergangenen Tag. Noch nichts handfestes, aber ich spĂŒrte irgendwie dass es los geht. Auch an diesem Tag war ich sehr erschöpft und versuchte nochmal Kraft zu sammeln. Ein paar StĂŒndchen habe ich auch noch dösen können. Gegen Mitternacht kamen langsam Wehen dazu. Gegen 3 Uhr konnte ich nicht mehr liegen bleiben und musste umherlaufen. Weil man ja sonst nichts besseres zutun hat, habe ich meine Kliniktasche nochmal neu gepackt. Als ich sie am Anfang diese Geschichte packte, ging ich ja noch von einem lĂ€ngeren Aufenthalt mit Einleitung aus ;-) Die Wehen wurden stĂ€rker und ich wusste, es ist Zeit das Krankenhaus aufzusuchen. Die Betreuung von meinem Sohn war schon vorgewarnt und wurde endgĂŒltig informiert. Bis wir dann bereit waren, ist natĂŒrlich noch die Fruchtblase geplatzt.
      Wir kamen um 05:00 im Krankenhaus an und durften nach Anmeldung in den Kreissaal. Schmerzmittel wollte ich keine.
      Kurz nach 06:00 hatte ich eine Wehenpause und wollte aufstehen um aufs Klo zu gehen. Kaum stehe ich sicher, spĂŒrte ich plötzlich einen sehr großen Druck nach unten. ZusĂ€tzlich MUSSTE ich pressen. Das GefĂŒhl kannte ich von meiner ersten Geburt nicht. Es war kein BedĂŒrfnis, mein Körper sagte mir wirklich du musst jetzt pressen. Wie ich danach erfahren habe, sagte ich dann wohl ziemlich ruhig: sie kommt jetzt #kratz Daran kann ich mich nicht erinnern #rofl
      Ich klammerte mich an das Seil neben dem Bett und presste drauf los. Wie oft genau, das weiß ich leider nicht.
      Dann war sie da :-) 42+1 und einen Tag vor Einleitung. Mit 53cm, 36cm Kopfumfang und 3850 Gramm.
      Ich bin leider ziemlich heftig gerissen. Trotzdem habe ich die Geburt als wirklich schöne Erfahrung in Erinnerung und bin froh, meinem Arzt vertraut zu haben.
      Unsere Nummer 3 macht sich noch dieses Jahr auf den Weg. Ich bin gespannt, fĂŒr meine Partnerin ist es das erste leibliche Kind und damit die erste Schwangerschaft.

      Liebe GrĂŒĂŸe

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