Umentscheidung von Wunsch-KS zur natürlichen Geburt 💕💪☺

    • (1) 10.08.19 - 13:35

      Da ich während meiner Schwangerschaft immer sehr gerne die Geburtsberichte verfolgt habe, möchte ich nun auch mein Geburtserlebnis mit euch teilen 😉

      Zuerst muss ich ein bisschen ausholen- ich hatte vor 10 Jahren bereits entbunden, allerdings mit einem geplantem Kaiserschnitt, da das Baby aufgrund einer zu kurzen Nabelschnur sich nicht ins Becken senken konnte. Ich war damals zwar zuerst sehr enttäuscht nicht normal entbinden zu können, hatte im Nachhinein aber trotzdem ein positives Geburtserlebnis und keinerlei körperlichen oder psychischen Probleme damit.
      Genau aus diesem Grund und der diesmaligen riesengroßen Angst vor einer normalen Geburt, war für mich klar, dass es wieder ein Kaiserschnitt werden würde 😉 Ich hatte bei einer normalen Geburt einfach Angst, weil ich in der Zwischenzeit so viele negativen Erlebnisse gehört habe und ich mir nur noch Horrorszenarien ausgemalt hatte.... 😱
      Trotzdem versuchten u.a. genau diese Frauen mich zu einer normalen Entbindung zu ermutigen 🤔 ich dachte die spinnen doch, die wollen nur, dass ich das gleiche "Leid" mit ihnen teile...
      Ich fing nun an, mir einfach mal nur noch positive Geburtserlebnisse anzuhören bzw. zu lesen und beschäftigte mich ausführlich mit dem Thema natürliche Geburt - die Kraft des eigenen Körpers - und lernte, dass man zwar seine eigene Vorstellung einer Geburt haben sollte, aber im "Notfall" dennoch flexibel und offen für Alternativen sein sollte 😌 (die Angst allerdings vor Geburtsverletzungen konnte mir keiner nehmen, das musste ich letztendlich mit mir selbst ausmachen)
      Letzendlich ließ ich die Deathline für den Termin eines geplanten KS verstreichen und ließ einfach mein Baby den Termin selbst bestimmen 🙂 (was im Nachhinein auch gut war, denn mein Kleiner kam genau eine Woche über dem Termin mit einem Gewicht von 3060 g bei 51 cm zur Welt- hätte ich einen KS geplant, hätten sie ihn ja mindestens eine Woche vor Termin geholt und wer weiß, ob er da schon bereit gewesen wäre 🤷‍♀️)

      So, nun zu meinem eigentlichem Bericht ☺
      Ich hatte einen tollen Frauenarzt, der mich und mein Baby zu nichts gedrängt hat. Er hat mir bei den Untersuchungen immer versichert, dass alles noch im grünen Bereich ist und wir einfach Geduld haben müssen, bis der Kleine sein gemütliches Nestchen verlassen möchte ☺ Er hatte nie von einer Einleitung oder so gesprochen und ließ uns einfach noch Zeit...

      Eine Woche nach Termin bei ET+7 war es dann soweit!!
      Ich bekam abends gegen 20.30 Uhr ein komisches Ziehen im Unterbauch, was sich ganz anders als die Tage zuvor anfühlte und eine Stunde später hatte ich auf Toilette eine Blutung entdeckt. Wir fuhren dann auch gleich ins KH um das ganze abchecken zu lassen. Dort angekommen hatte sich allerdings noch nicht viel getan. Ich entschied mich trotzdem im KH zu bleiben, da ich das Gefühl hatte, dass ich dort die Nacht über einfach besser aufgehoben bin. Und es war auch die richtige Entscheidung- denn in der Nacht bekam ich dann tatsächlich Wehen, welche mich die komplette Nacht alle 5 Min plagten 😩 dazu hatte ich auch starke Übelkeit und musste mich auch ein paar Mal übergeben 🤢
      Nach dieser sehr anstrengenden Nacht wurde ich frühs gegen 7.30 Uhr nochmal untersucht, da war der MuMu war bei 3 cm und das Baby tief im Becken 🙏
      Die Ärztin bat mir als Alternative zur PDA ein etwas beruhigendes Opiat an, welches man in den Oberschenkel gespritzt bekommt und eine Wirkungsdauer von 2 Std hat- das nahm ich natürlich dankend an 😉
      Gegen 9.15 Uhr platzte dann auf einmal meine Fruchtblase und dann ging alles ganz schnell😳 ich bekam ziemlich schnell Presswehen und durfte auch gleich aufs Kreissaalbett und nach ein paar heftigen Presswehen und ca eine halbe Stunde später war unser kleines Wunder ohne irgendwelche Komplikationen am 11.07.2019 um 10.00 Uhr geboren 😍💕
      Ich hatte zwar keinen Dammriss, dafür aber einen tiefen Schamlippenriss, an dem ich jetzt noch psychisch ein bisschen zu knabbern habe, weil er einfach nicht schön aussieht.. dafür bin ich aber mächtig stolz auf mich, meine Angst zu einer natürlichen Geburt überwunden und meinem kleinen Spatz noch die nötige Zeit gegeben zu haben 😌
      Ach ja, ich hatte vorher keinen Geburtsvorbereitungskurs besucht und keine Dammmassage oder Sitzwannenbäder gemacht🙈, lediglich eine Woche vor Termin mit 3 Tassen Himbeerblättertee täglich begonnen 😉 Und die Hebamme hat während meiner Presswehen warme Umschläge auf meinen Damm gehalten🙌
      Außerdem sei noch erwähnt, dass die Hebammen aufgrund ganz vielen Geburten an diesem Tag/Nacht total viel Stress hatten- diesen sich aber in meiner Gegenwart überhaupt nicht anmerken ließen, sondern eine super Ruhe ausstrahlten! Ich war zwar die Zeit während meiner Wehen meistens ohne Hebamme, aber als es dann nach dem Blasensprung darauf ankam, waren alle zur Stelle 😌
      Alles in einem hatte ich- trotz der körperlichen Strapazen - ein positives Geburtserlebnis erlebt 😊💕👍

      Ich wünsche allen Schwangeren alles Gute und eine unkomplizierte schöne Geburt 🤱Liebe Grüße eure doraja 😊🍀

Top Diskussionen anzeigen