"Bilderbuchgeburt" von Miran­čĺÖ

    • (1) 14.09.19 - 10:11

      Am 12.09.2019 kam mein Miran um 3:55 Uhr mit 50cm, 3280g und 37cm KU spontan zu Welt ­čĺĽ
      Da ich in der Schwangerschaft immer ganz aufgeregt die vielen Geburtsberichte gelesen habe, m├Âchte nun auch meinen mit euch teilen.
      Kurz vorab: Eine Geburt ohne Schmerzen gibt es nicht. Es ist hart und es gibt da nichts sch├Ânzureden. Aber man schafft es! Und das, was man danach in den Armen h├Ąlt, ist es definitiv wert!

      Es begann bei mir am 11.09. damit, dass ich morgens beim Fr├╝hst├╝ck pl├Âtzlich Fl├╝ssigkeit verlor. Ich ging sofort zur Toilette, um das zu ├╝berpr├╝fen und nach und nach hatte ich immer mehr fl├╝ssigen Ausfluss und es wurde klar, dass es sich um Fruchtwasser handelte. Mein Mann und ich fuhren sofort ins Krankenhaus. Dort angekommen war meine Hose auch schon komplett nass und die ├ärzte und Hebammen diagnostizierten einen Blasensprung. Es sollte also bald losgehen! Wenn in den n├Ąchsten 24 Stunden keine Wehen einsetzen sollten, w├╝rde ich am n├Ąchsten Morgen eingeleitet werden.
      Das war alles sehr sehr aufregend f├╝r mich und ich hatte richtige Angst.... Ich lag nun da und musste auf Schmerzen warten, die man ja eigentlich gar nicht haben will.... Aber eine Einleitung wollte ich auch gerne umgehen... Habe dann erst mal ne Runde geweint, als ich mit meinem Mann alleine war.
      Bis zum Abend hatte ich keinerlei Anzeichen von Wehen und es wurde mir geraten, eine Schlaftablette zu nehmen, damit ich mich in der Nacht nochmal gut ausruhen konnte. Mein Mann fuhr nochmal nach Hause, um auch noch etwas Schlaf zu bekommen.
      Ich nahm gegen 21 Uhr die Tablette. Dies h├Ątte ich mir letztendlich sparen k├Ânnen, denn gegen 22 Uhr bemerkte ich erste leichte Wehen. Diese wurden immer st├Ąrker und kamen schlie├člich auch in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden. Anfangs waren sie noch ganz gut auszuhalten und ich konnte in den Wehenpausen etwas durchatmen. Nach und nach wurden die Wehen aber immer st├Ąrker und die Abst├Ąnde immer k├╝rzer. Mir schlug das ganze ziemlich auf den Magen, sodass ich mich auch zweimal ├╝bergeben musste. Schlie├člich wusste ich ├╝berhaupt nicht mehr wohin mit mir und meinen Wehen. Stehen, liegen, sitzen, auf der Toilette sitzen - nichts ging mehr und schlie├člich konnte ich mich ├╝berhaupt nicht mehr konzentrieren. Meine zimmernachbarin rief eine Schwester, die mich dann direkt in den Krei├čsaal brachte. Auf dem Weg dorthin begann ich langsam alles wie durch einen Schleier zu sehen.

      • (2) 14.09.19 - 10:22

        ... Im Krei├čsaal angekommen bekam ich erst mal eine Infusion mit Schmerzmitteln, da ich mittlerweile ├╝berhaupt keine Abst├Ąnde mehr zwischen den Wehen hatte und es wirklich nicht mehr auszuhalten war. Diese Infusion war wirklich super und hat mir die weitere Geburt echt einfacher gemacht! Die Wehen kamen wieder in Abst├Ąnden, sodass ich zwischendurch auch mal verschnaufen konnte. Die Hebamme untersuchte mich und der Muttermund war bereits 8-9cm ge├Âffnet­čĺ¬ sie rief daraufhin meinen Mann an, dass er nun kommen k├Ânnte. Ich bekam mittlerweile um mich herum gar nichts mehr mit und stellte fest, dass die Wehen am besten auszuhalten waren, wenn ich einfach Ger├Ąusche von mir gab und st├Âhnte. Das h├Ątte ich vorher tats├Ąchlich nicht von mir erwartet, aber es tat wirklich gut und half mir, den ganzen Druck und die Schmerzen zu kompensieren. Schlie├člich bekam ich den Drang, mitzupressen und die Hebamme gab mir auch das Go. Das war eine richtige Erleichterung, denn unter dem Pressdruck habe ich die Schmerzen kaum gesp├╝rt und hatte zudem das Gef├╝hl, endlich selbst etwas tun zu k├Ânnen. Mein Mann war die ganze Zeit an meiner Seite und hat mich super unterst├╝tzt ­čĺÖ Nach einigen Presswehen kam schlie├člich mein kleiner Mann zur Welt ­čĺÖ beim Herausdr├╝cken des Kopfes hatte ich das Gef├╝hl, gerissen zu sein, aber es stellte sich heraus, dass es nur eine Sch├╝rfwunde war. Als ich meinen Miran endlich im Arm hatte, habe ein solches Gef├╝hl von Erleichterung, Stolz, Gl├╝ck und M├╝digkeit gesp├╝rt... Ich hatte es geschafft!
        Der Arzt und die Hebamme bezeichneten die Geburt als eine "Bilderbuchgeburt" - Es war also alles v├Âllig komplikationsfrei verlaufen! Ab dem Moment, in dem die Wehen begonnen hatten, dauerte die Geburt etwa 6 Stunden und ich denke, f├╝r das erste Kind darf man sich da nicht beschweren.
        Nun sind wir alle so gl├╝cklich und genie├čen unsere erste Zeit als kleine Familie ­čĺÖ

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